Stubenreinheit und Ruhephasen
-
-
Hallo Zusammen, ich habe schon wieder die ein oder andere Frage bzw benötige einen Rat.
Unser Labrador Rüde ist mittlerweile 12 Wochen alt, also grob 2 Wochen bei uns. Wir haben zwei Problemchen:
1. Stubenreinheit
Mir ist natürlich klar, dass ein Welpe in dem Alter noch nicht stubenrein ist aber ich bemerke so gut wie keine Fortschritte. Von Anfang an geht es nach dem Schlafen, 10 Minuten nach dem Fressen und nach dem Spielen zum Lösen vor die Tür und zwischendurch wenn er unruhig im Flur hin und her läuft. Er macht auch immer brav Pipi und wird ausgiebig gelobt.
Trotzdem ist wirklich noch kein Tag vergangen, an dem kein Missgeschick in der Wohnung passiert ist. Besonders gegen Abend krieg ich das schwer in Griff.
Inzwischen renne ich ihm schon ständig hinterher, und versuche ihn keine Sekunde aus den Augen zu lassen.
Oft setzt er sich aber ohne Vorwarnung in den Flur und pinkelt dahin.
Eben hatte ich das Gefühl, dass er das mit Absicht gemacht hat (aber das kann doch nicht seinoder)
Wenn er seine Pfütze macht und wir sehen das, wird das bisher ignoriert und ich komme mit Zewa und so einem speziellen Geruchsentferner angedackelt, auch kommentarlos. Nun hat er aber rausgefunden, dass es ganz lustig ist, zu versuchen mir das Zewa beim sauber machen zu klauen und es zu zerkauen. Deswegen auch mein Verdacht, dass er es bspw eben gerade mit Absicht gemacht hat. Ich war nämlich 10 Minuten vorher mit ihm draußen.
Außerdem macht er bisher keine Anstalten Bescheid zu sagen, wenn er raus muss. Ist das so normal?Das erste Problem führt indirekt auch zum zweiten Problem:
Wir haben inzwischen eigentlich nen guten Tagesablauf. Also er weiß, dass nach dem Fressen Ruhepause ist etc. und schläft dann auch.
Er schläft aber nur solange, wie einer von uns neben ihm sitzt. Ich würde in dieser Zeit bspw gerne das Bad putzen oder die Küche in Ordnung halten. Aber keine Chance, er will mit und legt sich dann dort auch nicht auf seine Decke, die er extra in jedem Raum hat er dreht dann richtig auf und steigt bspw in den Geschirrspüler oder nagt die Schränke an oder spekuliert auf Futter. (Kauzeugs hat er ausreichend)
Das Ende vom Lied ist, dass er völlig überdreht und nicht genug schläft.
Wenn ich versuche diese Sachen in seinen aktiven Phasen zu erledigen, geht es auch nicht wirklich. Dann bin ich nämlich nur dabei zu gucken ob er irgendwohin macht.Meine Idee wäre jetzt die Küchentür zu schließen und ihn nicht mit rein zu lassen, aber eigentlich gefällt mir das gar nicht, so einen jungen Hund auszusperren.
Bin gut wirklich etwas ratlos.
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Wenn du ihn "auf frischer Tat ertappst" beim Pipi machen in der Wohnung würde ich das nicht ignorieren, sondern laut nein (oder hey, oder was auch immer) sagen und ihn sofort schnappen und rausbringen. Wenn du ihn in Ruhe fertig machen lässt und dann kommentarlos aufwischst, weiß er ja gar nicht, dass er das nicht soll.
Und was das hinterherdackeln angeht: Das ist hier genauso. Molly ist auch 12 Wochen alt und folgt mir auf Schritt und Tritt. Ich mache auch manchmal die Küchentür zu, wenn sie grad mal nicht mit soll; da finde ich auch nix schlimmes dran.
Und wenn sie gar nicht zur Ruhe kommt, kommt sie in ihr Laufgitter (haben wir extra für sie gebaut). Dann kann sie nicht mehr hinterher und pennt ziemlich schnell ein. Vielleicht wäre das ja für euch auch eine Option?
-
Mir ist natürlich klar, dass ein Welpe in dem Alter noch nicht stubenrein ist aber ich bemerke so gut wie keine Fortschritte.
Eben, es ist noch ein Welpe, der noch gar nicht stubenrein sein kann. Du hast ihn doch erst zwei Wochen.
Fortschritte kannst du frühestens in etwa vier Wochen erwarten, aber Fortschritte können lediglich Fortschritte bedeuten.
Das ist individuell.Inzwischen renne ich ihm schon ständig hinterher, und versuche ihn keine Sekunde aus den Augen zu lassen.
Fehler - du machst den Welpen verrückt.
Eben hatte ich das Gefühl, dass er das mit Absicht gemacht hat (aber das kann doch nicht sein oder)
Nein, das kann nicht sein - niemals macht er das mit Absicht!
Nun hat er aber rausgefunden, dass es ganz lustig ist, zu versuchen mir das Zewa beim sauber machen zu klauen und es zu zerkauen. Deswegen auch mein Verdacht, dass er es bspw eben gerade mit Absicht gemacht hat.
Du hast einen Welpen, der ein verspieltes Kind ist - auch hier noch mal: Das ist keine Absicht!
Außerdem macht er bisher keine Anstalten Bescheid zu sagen, wenn er raus muss. Ist das so normal?
Ja, das ist normal.
Zum Rest: Geduld!
Was machst du so den ganzen Tag mit dem jungen Hund?
LG Themis
-
Pitt ist 15 Wochen und war anfangs auch so.
Ich hab ihn immer kommentarlos rausgetragen, wenn er dort noch weiter gepinkelt hat hab ich ihn ganz extrem gelobt. Mittlerweile hat er seit 3 Wochen nicht mehr reingemacht (wir haben ihn aber mit 8 Wochen schon bekommen und er hat beim Züchter schon gelernt, dass in der Wiese gepinkelt wird)
Beim Wegwischen wollte er auch immer mit der Küchenrolle spielen. Ich hab ihm dann einfach ein sauberes Stück gegeben, dass er zerfetzt hat, während ich sauber machen konnte.Pitt ist mir auch immer und überall nachgelaufen... Ist halt so.. das macht ein Welpe.
Ich hab ihn dabei einfach ignoriert (weder geschimpft, noch mit ihm geredet, noch mit ihm gespielt usw.) und irgendwann hat er gelernt, dass überhaupt nichts Spannendes passiert, wenn ich aufstehe.Hab Geduld. Das wird schon
Denk einfach daran, dass es sich um ein unschuldiges Baby handelt. Er macht nichts mit Absicht, kann noch nichts und ist einfach neugierig. -
Hier wurde es kommentarlos aufgewischt und der Hund raus getragen. Kein Riesen Tamtam mit schimpfen oder ansprechen! Alle Hunde wurden hier recht schnell sauber. Natürlich gibt es immer wieder Pfützen im Haus, aber mein Gott- es ist ein Welpe. Das geht natürlich auch nicht von heute auf morgen, sondern braucht viel Zeit und Geduld.
Hier wurde auch immer hinterher gelaufen. Was ich gar nicht als Problem ansehe, denn irgendwann wurde sich einfach hingelegt und geschlafen. Eingesperrt oder eine Raumbegrenzung gab es hier nie, sehe ich auch nicht für nötig. Hier hatten die Welpen/Hunde von klein auf das komplette Haus und den garten frei zur verfügung.
-
-
Ich würde mir auch nicht so viele Gedanken um den Welpen machen,sondern ihn einfach in deinen Tagesablauf einbeziehen.Ihm zeigen,wie es bei dir so ist,was du tust wenn du in ein anderes Zimmer gehst,es passiert einfach gar nichts.Hinterherlaufen ist völlig normal bei einem Welpen,er sucht deine Nähe.Mich hat das nie gestört,wegsperren halte ich für falsch,so verunsicherst du ihn mehr und mehr.
Das er auf seiner Decke liegen soll,versteht er nicht,dafür ist er ui klein.
Er spürt deine Anspannung genau,er ist sehr empfindlich für deine Stimmungen und dem,was du für ihn damit ausstrahlst.Klar pinkelt er mehr,er ist gestresst und unsicher,das könnte der Grund für das vermehrte Pinkeln sein.
Er macht das nicht Extra.
-
Wenn du ihn "auf frischer Tat ertappst" beim Pipi machen in der Wohnung würde ich das nicht ignorieren, sondern laut nein (oder hey, oder was auch immer) sagen und ihn sofort schnappen und rausbringen. Wenn du ihn in Ruhe fertig machen lässt und dann kommentarlos aufwischst, weiß er ja gar nicht, dass er das nicht soll.
Was soll das bringen? Der Hund hat ein Eigeninteresse, "seinen Platz" nicht zu beschmutzen, er muss nur erstmal den Unterschied zwischen drinnen und draußen kapieren. Wenn der Welpe beim oder nach dem Pinkeln drinnen angeschnauzt wird, hat das doch nur zur Folge, dass er sich künftig versteckt oder/und Angst bekommt vor seinen Leuten. Und "Nein", "Hey" oder sonstwas - die Bedeutung dieser Wörter als Abbruchsignal kennt er eh nicht. Er KANN seine Blase auch noch gar nicht so gut kontrollieren, selbst wenn er es wollte.
LG
Sibylle -
Danke für eure ganzen Antworten. So ein kleiner Wurm nagt manchmal sehr am Nervenkostüm und ich bin immer voll stolz auf uns beide, wenn den ganzen Tag über kein Missgeschick passiert ist und ärgere mich einfach über mich selber weil ich es nicht mitbekommen habe. Er ist mein erster Hund und ich neige generell dazu mir viel zu viele Gedanken zu machen.
Dann ist ja alles normal. Wir üben weiter und dann wird das.Zu der Frage was wir den ganzen Tag so machen:
Es gibt 4x Futter (8, 12, 16, 20) Nach dem Frühstück legt er sich generell hin und pennt locker noch 2 Stunden. Dann geht es zum Lösen nach draußen. Dann spielen wir meistens, dann nochmal raus. Dann schläft er wieder und kurz vor 12 Uhr wird dann draußen kurz gespielt. Dann gibt es schon wieder Fressen und dann mindestens nochmal ne Stunde Siesta. Danach hat er so seine aktivste Zeit. Da wird dann auch getobt. Und so geht das weiter. Fressen, schlafen, rausgehen. Daraus besteht unser Tag.
Wie gesagt, danke euch.
-
Was soll das bringen? Der Hund hat ein Eigeninteresse, "seinen Platz" nicht zu beschmutzen, er muss nur erstmal den Unterschied zwischen drinnen und draußen kapieren. Wenn der Welpe beim oder nach dem Pinkeln drinnen angeschnauzt wird, hat das doch nur zur Folge, dass er sich künftig versteckt oder/und Angst bekommt vor seinen Leuten. Und "Nein", "Hey" oder sonstwas - die Bedeutung dieser Wörter als Abbruchsignal kennt er eh nicht. Er KANN seine Blase auch noch gar nicht so gut kontrollieren, selbst wenn er es wollte.
LG
SibylleSo habe ich es in jedem Welpenratgeber gelesen und bei uns hat es gut geklappt.
Ich hab jetzt auch nicht doll geschimpft oder so, sondern einfach nur den Welpen mit meinem nein unterbrochen und dann rausgetragen. Wenn er da dann weitergepieselt hat, habe ich gelobt.
So hat Molly das ziemlich schnell gelernt und mittlerweile klappt es mit der Stubenreinheit fast zu 100% (sie ist jetzt knapp 13 Wochen alt). -
Könnte es sein, dass er gelernt, dass er viel von Dir bespielt wird und er deshalb keine Ruhe finden kann, wenn Du Dich in der Wohnung bewegst?
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!