Junghund extrem wachsam/bellfreudig
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Hallo ihr Lieben,
mein 5 Monate alter rumänischer Senfhund ( wahrscheinlich Husky-Mix) aus dem Tierschutz macht mich wahnsinnig.
Ich weiß, er ist erst 3 Tage bei mir und muss erst einmal ankommen, aber das Gebelle zerreißt meine Nerven.
Er kommentiert JEDES Geräusch mit einer Bellattacke.
wird eine Zimmertür in der Wohnung geöffnet - er schlägt an
springt die Gastherme an - er schlägt an
Geräusche von draußen - genau
Nachbar geht durch den Hausflur - bingoEs sind ja nicht nur die akkustischen sondern auch optische Reize auf die er kontinuierlich reagiert.
Ich denke er ist extrem unsicher und bellt deswegen, aber ich schaffe es nicht ihn in dieser Situation zu beruhigen und ihm Sicherheit zu vermitteln.
Er lässt sich in diesen Momenten durch nichts und niemanden, auch nicht durch das tollste Leckerchen vom Bellen abbringen.
Ein ruhiges, bestimmtes NEIN wird komplett ignoriert, genau wie ein festes, lautes NEIN. Glaubt mir, ich habe schon alles mögliche probiert.
So kann es nicht weitergehen. Ich bekomme sonst Stress mit den Nachbarn.
In der Hundeschule (Junghundgruppe) waren wir gestern. Aber die ist nur einmal in der Woche.
Was kann ich tun, um ihm Sicherheit zu geben?
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Wo hat er denn seinen Ruheplatz?
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Sein Körbchen steht im Wohnzimmer neben der Couch. Zusätzlich hat er eine Art Höhle unterm Esstisch.
Aber zu 99% ist er bei uns auf der Couch. Wollte ich zwar erst nicht, aber ich dachte, dass die Nähe ihm gut tut.
Er schläft sehr viel, aber sobald ein akkustischer Reiz kommt, ist er hellwach!
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Meine Hündin (jetzt fast 8 Monate alt), die ich erst 6 Wochen habe, war anfangs fast genau so. Sie kannte nichts und hatte vor jedem Geräusch Angst. Wenn mein Mann eine komische Bewegung gemacht hatte, oder wenn sie irgendwas "Ominöses" gehört hat wie Waschmaschine, Klospülung, Kaffeemaschine, Eisbecher auskratzen, Husten, Niesen, Räuspern usw. usw. hatte sie Angst, teils hat sie auch das Nackenfell aufgestellt und ist dann auf meinen Mann, meinen Sohn oder meinen Vater bellend zugeschossen wenn die ein komisches Geräusch oder eine ungewohnte Bewegung gemacht hatten.
Da dieses Verhalten aus Unsicherheit resultiert und nicht böse aggressiv ist, kommt man mit einem Abbruchsignal wie "nein" usw. in solchen Situationen nicht weit, das verunsichert den Hund nur.
Für den Hund bedeutet das alles sehr viel Stress, er muss sich erst an all die neuen Geräusche und Situationen gewöhnen, das dauert seine Zeit.
Ich habe meine Hündin in solchen Situationen nicht abgelenkt oder geschimpft, sondern habe mich zu ihr auf den Boden gekniet, sie sanft festgehalten (vorne an der Brust und den anderen Arm um den Körper) und beruhigend auf sie eingesprochen. Gestreichelt habe ich sie nicht dabei, sondern einfach nur meine Hände "aufgelegt", damit sie nicht flüchten oder nach vorne gehen kann. Das hat ihr Sicherheit vermittelt und mittlerweile nach 6 Wochen hat sie sich an alles sehr gut gewöhnt.
Gestern war nach Langem wieder eine Situation, da hat mein Mann irgendjemanden nachgeäfft und dabei ungewohnte Bewegungen und Geräusche gemacht, da ist sie wieder bellend mit aufgestelltem Fell bis auf 2m zu ihm hingestürmt weil ihr das nicht geheuer war. Er hat ist dann sofort zu ihr hingegangen, hat mir ihr gesprochen und sie dann gekrault - dann war ihre Welt wieder in Ordnung.Solange der Hund dermaßen unsicher ist, würde ich noch in keine Hundeschule gehen, der Hund ist jetzt genug mit dem ganzen Stress zuhause beschäftigt. Auch würde ich die nächste Zeit immer nur dieselben Gassirunden gehen, bis der Hund mal mehr Sicherheit hat. Auch würde ich schauen, dass erstmal der Tagesablauf wenn möglich einigermaßen gleich ist.
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Aber zu 99% ist er bei uns auf der Couch. Wollte ich zwar erst nicht, aber ich dachte, dass die Nähe ihm gut tut.
Andererseits ist das Sofa auch ein sehr unruhiger Ort, weil es eben kein Bett ist ...
Nutzt er denn die Höhle?
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Stell dir vor, du bist auf einem fremden Planeten gelandet, dort wirst du erstmal auch bei jedem Geräusch zusammenzucken....so ähnlich geht es gerade deinem Hund.
Und woher soll so´n kleiner Kerl im Ausnahmezustand ein "Aus/Nein" denn schon kennen und befolgen können.
Hab Geduld, überfordere ihn nicht, schon gar nicht mit irgendeiner Junghundgruppe.Und zum Nachbarn: bringe ihm eine nette Kleinigkeit vorbei, bevor er sich beschwert. Einfach ne Flasche Wein und ihm sagen, dass du dran arbeitest, er möge etwas Geduld haben. Ist immer besser als im nachhinein die Wogen glätten zu müssen.
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Er ist erst seit 3 Tagen bei Euch und gestern wart Ihr schon in der Hundeschule ? Der Hund wird total überfordert sein, er braucht Ruhe , muss all die neuen Eindrücke und den Stress verarbeiten. Nur kurze Gassirunden, alles langsam und ruhig.
Meine Pflegehunde bellen in den ersten Tagen auch oft sehr viel und wir wohnen in der Pampa. Ich hatte mal einen Hund hier der hat fast 2 Wochen durchgebellt und von da an war Ruhe - ein Kläffer war das keineswegs, sondern nur ein gestresster Hund.
Wie sieht denn Euer Tagesablauf derzeit aus und wie lange geht ihr spazieren ?
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Nutzt er denn die Höhle?
Nein überhaupt nicht.
In der Wohnung ist er verspielt und total verschmust.
Sobald ich auf der Couch sitze, kann ich gar nicht so schnell gucken, wie er auf die Couch springt und sich mit einem tiefen Säufzer neben, hinter oder im Zweifel auch mal auf mich drauf schmeißt und innerhalb kurzer Zeit einschläft.
Wenn ich ins Bett gehe, ist er der erste, der mein Kopfkissen in Beschlag nimmt.
Aber trotzdem fängt er ständig an zu Bellen, sobald er etwas hört.
Er hat jetzt ein eigenes Kissen neben meinem Bett, wegen der Räude. Trotzdem wechsel ich die Bettwäsche und die Decken im Wohnzimmer täglich.
Er ist erst seit 3 Tagen bei Euch und gestern wart Ihr schon in der Hundeschule ? Der Hund wird total überfordert sein, er braucht Ruhe , muss all die neuen Eindrücke und den Stress verarbeiten. Nur kurze Gassirunden, alles langsam und ruhig.
Meine Pflegehunde bellen in den ersten Tagen auch oft sehr viel und wir wohnen in der Pampa. Ich hatte mal einen Hund hier der hat fast 2 Wochen durchgebellt und von da an war Ruhe - ein Kläffer war das keineswegs, sondern nur ein gestresster Hund.
Wie sieht denn Euer Tagesablauf derzeit aus und wie lange geht ihr spazieren ?
Ich glaube, ich habe es zu gut gemeint und hab alles falsch gemacht.Wir gehen vormittags eine große Runde (ca. 3 Std). Wir waren in den Feldern, dann im Wald und gestern im Dorf.
Wenn wir Zuhause sind schläft er natürlich erst mal wieder.
Dann gehen wir zur Zeit ca. alle 3 Stunden eine kleine Runde um den Block. Ca. 15 Minuten. Aber auch hier habe ich wohl wieder alles falsch gemacht. Denn wir gehen fast jedes mal eine andere Strecke.
Die letzte Runde nachts dauert so ca. 20 Minuten. Hier kommt meine Freundin mit ihrer Labbi-Mix Hündin mit. Nach der Runde toben die beiden dann noch so ne halbe Stunde und dann schläft er die Nacht durch (wenn ihn kein Geräusch weckt).
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- Woa, die 3-stündige Runde ist heftig - das tägliche Programm würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall reduzieren.
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Lass den Kleinen erst mal zur Ruhe kommen, 3 Std. Gassi ist für einen 5 Monate alten Hund zu viel.
Geh die nächsten Tage lieber erst mal die gleichen Runden, lass ihn viel schnuppern und die Umgebung kennenlernen.
Bzgl. der Geräuschempfindlichkeit kannst du mal probieren, ob es ihm hilft, wenn du wenn er etwas meldest kurz selbst nachschaust und ihm dann im ruhigen Ton mitteilst, dass da alles in Ordnung ist. So lernt er, dass du seine Angst ernst nimmst und dich darum kümmerst und es nicht seine Aufgabe ist zu wachen.
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