Hilfe beim Nichthören vom Hund?

  • Hallo Ihr Lieben,

    hier ist auch schon meine erste Frage und zwar hab ich ja einen Husky der auch wirklich ausgezeichnet hört. Er kann nicht nur die Standard Kommandos, wie Sitz oder Platz, sondern auch etwas ausgefallene Kommandos z.B. "Ohnmächtig" (er fällt dann um und legt sich auf die Seite) oder "Tanz" (dann hüpft er nur auf den Hinterpfoten herum).
    Mein Problem ist jetzt, dass er wie gesagt sonst perfekt hört, aber sobald ein anderer Hund in der Nähe ist, klappt nichts mehr und er hört mir garnicht mehr zu... :ka:
    Ich bin sehr ratlos, was ich jetzt machen soll, weil er ja gerade auf der Hundewiese oder beim Spaziergang auf mich hören sollte!

    Ich bitte um Rat.
    Sarah

  • Wahrscheinlich musst Du nochmal mit der Schleppleine anfangen, und das sozusagen von vorne. Mit vierl Geduld kann das aber auf jeden Fall werden, wenn er eigentlich schon gut auf Dich hört.

  • Für mich ist das abrufen oder stoppen wenn ein anderer Hund kommt die Königsklasse, denn meine findet ALLE anderen Hunde unglaublich toll. Ich habe einfach den Rückruf mit der Schleppleine und einem Super guten Leckerli (Leberwurst) aufgebaut. Wenn der Hund nicht kommt, kannst du Ihn an der Schleppleine heranageln.

    Außerdem musst du es schaffen Interesanter zu werden als die anderen Hunde. Bei Leia ging es, als ich angefangen hab etwas in die Gassirunden einzubauen, z.B. Suchspiele, Spielen mit nem Stöckchen oder ich mach "Agility" auf Baumstämmen und sonst was. Halt Dinge die dein Hund gerne macht. So hat Leia auch Ihren Radius enorm verkleinert denn es könnte immer etwas spannendes in meiner Nähe passieren.

  • Was machst du denn mit ihm sonst so ? Hat er nen Job? Wie alt ist er denn ? Wie lange habt ihr ihn?

    Huskys sind ja eh etwas eigenwillig was die Erziehung anbelangt, da brauchts mehr Zeit und Nerven ;-) Was macht er denn wenn er dir nicht zuhört genau? Rennt er zu den anderen Hunden?

    Ansonsten hat das @Leia86 schon gut geschrieben. So mach ich das mit meinen auch .

  • Ich finde, es gibt Unterschiede zwischen er hört gut (macht für Leckerchen alles) und er "hört wirklich gut"...

    Jedes Sitz, Platz, Pfötchen, mach Peng usw. ist NICHTS wert, wenn der Hund im Ernstfall nicht "hört" und zwar ist da das allerwichtigste der Rückruf!! Lieber darauf konzentrieren und das besser üben ,als weitere Tricks einüben.

  • Vorne weg: Ich finde auch, dass Abrufbarkeit bei Begegnung mit anderen Tieren wirklich sehr sehr schwierig ist. Ich würde auch den Ansatz mit der Schleppleine wählen und anfangs in großer Entfernung üben. Wenn es bei großer Entfernung klappt, den Radius sukzessive verkleinern.

    Außerdem musst du es schaffen Interesanter zu werden als die anderen Hunde.

    Ich bin eine klare Gegnerin dieses Ansatzes. Aus zwei Gründen: Erstens nutzt sich jede noch so tolle "Aktion", jedes noch so tolle Superleckerli irgendwann ab. Dann ist man gezwungen, eine Schippe drauf zu legen, und wieder, und wieder. Zweitens denke ich, dass es für einen "Ottonormal-Hundehalter" nicht machbar ist. Die Hunde, die ich kenne, für die wirklich der Halter ausnahmslos interessanter ist als jeder noch so starke Umweltreiz, sind Hunde die strukturiert gearbeitet werden und dafür auch entsprechend ausgebildet wurden.

    Ich bin der Meinung, dass gewisse Dinge einfach auf der Basis des Gehorsams funktionieren sollten. Gerade solche Kommandos wie der Rückruf oder ein Stopp. Diese Kommandos sind nämlich genau für solche Situationen da und müssen auch funktionieren, wenn da ein Kaninchen davon hoppelt.

  • Vorne weg: Ich finde auch, dass Abrufbarkeit bei Begegnung mit anderen Tieren wirklich sehr sehr schwierig ist. Ich würde auch den Ansatz mit der Schleppleine wählen und anfangs in großer Entfernung üben. Wenn es bei großer Entfernung klappt, den Radius sukzessive verkleinern.

    Ich bin eine klare Gegnerin dieses Ansatzes. Aus zwei Gründen: Erstens nutzt sich jede noch so tolle "Aktion", jedes noch so tolle Superleckerli irgendwann ab. Dann ist man gezwungen, eine Schippe drauf zu legen, und wieder, und wieder. Zweitens denke ich, dass es für einen "Ottonormal-Hundehalter" nicht machbar ist. Die Hunde, die ich kenne, für die wirklich der Halter ausnahmslos interessanter ist als jeder noch so starke Umweltreiz, sind Hunde die strukturiert gearbeitet werden und dafür auch entsprechend ausgebildet wurden.
    Ich bin der Meinung, dass gewisse Dinge einfach auf der Basis des Gehorsams funktionieren sollten. Gerade solche Kommandos wie der Rückruf oder ein Stopp. Diese Kommandos sind nämlich genau für solche Situationen da und müssen auch funktionieren, wenn da ein Kaninchen davon hoppelt.

    Was bedeutet bei dir "auf Basis des Gehorsams" und wie trainierst du sowas wenn bspw. ein Kaninchen viel interessanter ist als der Halter?

  • Was bedeutet bei dir "auf Basis des Gehorsams" und wie trainierst du sowas wenn bspw. ein Kaninchen viel interessanter ist als der Halter?

    Bleiben wir bei dem Beispiel Hetzjagd auf Kaninchen. Mein Hund fände das auch tausend Mal interessanter als sich bei mir ein im Vergleich "schnödes" Leckerchen abzuholen. ABER: Er hat eben gelernt, dass er ihm beim Rückruf keine andere Wahl bleibt, als zu mir zu kommen.

    Das Training ist eine Mischung aus unterschiedlichen Dingen. Zunächst ganz wichtig finde ich eine sehr gute Impulskontrolle. Die stellt mir nämlich sicher, dass mein Hund zumindest kurz zögert bevor er los sprintet. Das ist eine wertvolle Sekunde, die man hoffentlich im Notfall effektiv zum Rückruf nutzen kann. Wenn man diese Sekunde verpasst hat und der Hund ist bereits unterwegs, ist ein funktionierendes Stopp immens wichtig. Dann stoppt man ab und benutzt dann den Rückruf.

    Die Kombination Impulskontrolle und Rückruf habe ich mit der Leine/Schleppleine geübt. Im Prinzip ging das so. Welpi Newton sieht was Interessantes. Ich bleibe sofort wie angewurzelt stehen, warte, bis er sich zu mir umorientiert und sobald er das tut, wird er ausgiebig belohnt und gelobt. Anfangs kann man das zuhause üben mit Leckerchen vor die Nase legen. Später dann mit Umweltreizen und ganz später dann an der Schleppleine in Kombination mit dem Rückruf. Die Umorientierung habe ich dann an der Schleppleine quasi zum Rückruf ausgebaut. Newton hing sein komplettes erstes Lebensjahr (bis auf einen Monat Unterbrechung) an der Schleppleine. War doof, aber dafür funktioniert der Rückruf nun auch wirklich sehr gut.

    Das Stopp, muss ich sagen, funktionierte bei uns am besten mit der Reizangel. Das ist eine ähnliche Situation (Hetzen) und klappt bei uns zumindest auch in real life.

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