Fragen, die man sich sonst nicht zu stellen traut - Teil IX

  • Solche Regelungen begreife ich immer nicht, man kann die Größe nicht an der Erziehung des Hundes abhängig machen.

    Ist in dem Link eigentlich schlüssig erklärt. Wobei ich den Typ nur schwer ernst nehmen kann, wenn er mit einer "großdeutschen" Riesendogge einleitet. :dead:

  • Ich verstehe die Gründe auch, wenn es wie in dem Beispiel 40m2 Wohnung mit Dogge ist. Wobei ich persönlich auch da nichts gegen hätte, solange der Hund ansonsten genügend Auslauf und Beschäftigung hat. Oder wenn es eine neu renovierte Wohnung wäre.
    Beides ist hier nicht der Fall. Die Wohnung würde ich definitiv als hundetauglich bezeichnen, mit 80m2 und ansonsten relativ "alt". Pvc Böden und Fliesen. Nichts dass kaputt gehen könnte. Und ich habe ja sogar eine Versicherung (die ich zB auch dort vorlegen muss falls das was wird).

    Ich würde echt gerne das Gespräch suchen, hab aber echt noch Angst, dass ich dann doch abgelehnt werde, obwohl sonst alles gepasst hatte.

  • Ich denke nicht, dass man das nur von diesem einen Kriterium abhängig machen kann.
    Selbst wenn Mia mehr gejagt wird, kann sie das Spiel ja selbständig beginnen und abbrechen. Die Hunde, die unfreiwillig gejagt werden, können das nicht, sondern versuchen sich durch weglaufen der Situation zu entziehen.


    Ja, also bei Mia ist es eigentlich wirklich fast immer so, dass sie das Spiel so aktiv beginnt. Sei es durch Blickkontakt zum anderen Hund, Spielaufforderung und loslaufen.
    Oder was sie bei mehreren Hütehunden gerne macht: loslaufen mit herausfordernder Körperhaltung. Irgendeiner der Hütis springt dann immer drauf an. :hust:

    es geht mir auch hauptsächlich um das Spiel zwischen Mia und Ares.
    Sie fordert ihn wie oben beschrieben auf, er geht drauf ein, sie macht den Hasen und sie beendet das auch wieder. Mittlerweile ist er ja schneller geworden und läuft so auch mal parallel zu ihr. Aber so vom Grundsatz her bestimmt Mia Richtung, Geschwindigkeit, Anfang und Ende.
    Ganz ganz selten fängt sie mittlerweile aber auch mal an, von ihm den Hasen zu fordern. Aber das sind meist nur wenige Meter.

    ich hätte das zwischen den beiden als Spiel eingeordnet. Nur das eben die Rollen (so gut wie gar) nicht getauscht werden. :ka:

    Wenn er sie zb auffordert und sie keine Lust hat ignoriert sie das entweder oder watscht ihn ab. Je nachdem wie sehr er sie nervt. :hust:

  • Der dritte Grund ist ja auch nicht von der Hand zu weisen. Mitmieter haben oft irrationalerweise mehr Angst vor großen als vor kleinen Hunden. Oder gibt es in dem Haus keinen Mitmieter?

  • Ich versteh schon, dass du Angst vor dem Gespräch mit dem Vermieter hast. Aber stell dir mal vor, es kommt raus, dass du anfangs gelogen hast nur um die Wohnung zu bekommen. Ich glaube, das Verhältnis zum Vermieter wäre dann auch nicht mehr sooo toll.
    Kann ja sein, dass es nie raus kommen würde, die paar Zentimeter sind ja wirklich recht minimal. Aber genau deshalb würde ich ihm das auch gleich sagen, dass dein Hund knapp drüber wäre. Meistens kann man doch drüber reden und vielleicht möchte er sich ja selbst ein Bild von deinem Hund machen. Dann wird er schon sehen wie unproblematisch dein Hund ist :smile:

  • ich finde, ehrlich gesagt, 10 cm nicht "minimal" - ich hab tatsächlich grad mal ein Lineal genommen und nochmal nachgeschaut ;)
    Und ich bin doch der Meinung, das Mit-Mieter oder Vermieter durchaus in der Lage sind per Augenmaß abschätzen zu können ob ein Hund nun 45 oder 55 cm hat - also kann so eine Lüge durchaus "auffliegen".
    Mal davon abgesehen, dass es meiner Laienhaften Meinung nach einem Vertragsbruch gleich kommen würde, wenn die Größe des Hundes (eben bis max. 45 cm) im Vertrag fest geschrieben ist und der Hund bereits vor Unterzeichnung deutlich größer ist finde ich auch, dass wir Hundebesitzer füreinander "mitverantwortlich" sind.
    Wäre ich Vermieter und mein Mieter würde mich bei der Größe (oder Rasse) seines Hundes belügen würde ich Mittel und Wege suchen, die Hundehaltung generell zu verbieten - um so einen Fall nicht noch einmal zu haben.
    Und damit gibt es dann eine Wohnung mehr, bei der Hundehaltung grundsätzlich nicht gern gesehen wird...

    Ich würde das offene Gespräch suchen.
    Anbieten, den Hund vorzustellen etc.
    Aber ich würde nicht lügen, auch auf die Gefahr hin, die Wohnung nicht zu bekommen - ich könnte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.

  • Ich werde heute nochmal eine Nacht drüber schlafen, aber tendiere auch dazu, das Gespräch zu suchen.
    Mal sehen. Vielleicht klappt es ja trotzdem.
    Wenn nicht, wäre ich halt voll aufgeschmissen. Es ist einfach so schwer etwas halbwegs gescheites mit Hund zu finden. :(

  • 45 cm ist aber auch irgendwie eine komische Beschränkung. Normalerweise gelten dich Hunde ab 50 cm als groß.

    Aber da es so genau festgelegt ist, würde ich da auch nicht schummeln. Wenn im Mietvertrag stehen würde, es sind keine großen Hunde erlaubt, könntest du es ja so auslegen, dass du deinen Hund nicht als groß siehst. Aber wenn die genaue Schulterhöhe angegeben ist und du weißt, dein Hund ist größer, ist das ja ein Vertragsbruch.
    Ich würde also wohl wirklich mit der Gesellschaft reden.

    Ich wurde auch schon bei einer Wohnung abgelehnt, weil die Vermieter meinten, 60 m² sind für einen schäferhundgroßen Hund ja viel zu klein! Ein kleiner Hund wäre erlaubt gewesen!
    Erstens hat Coco in der Wohnung sowieso zu ruhen und zweitens sind wir größtenteils sowieso nur zum schlafen in der Wohnung, da mich Coco zur Arbeit begleitet und wir ansonsten auch viel unterwegs sind.
    Da würde ein kleiner Hund, der täglich 8 Stunden alleine bleiben muss, wahrscheinlich viel mehr "Schäden" anrichten.
    Aber wenn die Stimmung von Anfang an eher gegen den Hund ist, möchte ich auch gar nicht unbedingt in die Wohnung einziehen. Denn wenn dann wirklich mal was ist, wird die Schuld schnell auf den Hund geschoben. Aber ich weiß natürlich auch, dass der Wohnungsmarkt teilweise sehr angespannt ist!

  • Ja, wie gesagt, es war schon eine Überlegung die 10 cm zu schummeln, aber es ist auch nicht so, dass ich eine negative Stimmung gegenüber diesem Thema seitens der Gesellschaft empfunden habe. Von daher bin ich gewillt, ehrlich zu sein.

    Andererseits habe auch ich schon schlechte Erfahrungen damit gemacht ehrlich zu sein.
    Hatte mal den Fall, dass der Vermieter gewechselt hat und ich vorher gefragt hatte und Hund ok war. Beim neuen Vermieter hätte ich eigentlich nicht nochmal fragen müssen, habe es aber trotzdem getan, weil ich eben nett bin. ^^ Und was war? Nein auf gar keinen Fall, "Hundephobie". (noch dazu erfunden) aber das ist eine andere Geschichte.
    Nur damit man versteht warum ich überhaupt auf die Idee komme zu lügen. Auch in anderen Fällen hab ich schon oft den kürzeren gezogen wenn es um dieses Thema ging. Deswegen versuche ich einfach alles, damit ich endlich mal ohne große Probleme eine vernünftige Wohnung bekommen kann.
    Ich finds ja selber auch total ätzend dass ich so oft umgezogen bin in den letzten Jahren, aber manchmal geht es eben nicht anders. :/

  • Ich gehöre ja auch zu den Leuten, die ihren Hund noch nie (!) alleine im Auto gelassen haben.
    ........
    Tanken, Einkaufen,.. überall bleibt sie erstmal zuhause........

    Wenn Du Hund im Büro mit hast: hast Du echt noch nie im Leben auf dem Hin- oder Heimweg vom Büro getankt oder schnell noch was eingekauft? :-)

    Ich mach das gerne - spart doppelte Fahrten und damit Sprit, und natürlich auch Zeit.

    Is natürlich toll, wenn man das nicht braucht mi tdem im-Auto-lassen, andererseits: wenn der Hund darin entspannt ist - was solls, warum sollte ich es dann zu vermeiden suchen.....

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