gemischtes Rudel - eine Kastrationsfrage

  • Dann dreht man sich im Kreis.
    Der unsichere Hund darf nicht kastriert werden aber der sichere?

    Klar ist Kastration immer ein riesiger Eingriff in den Hormonhaushalt.


    Die Entscheidung muss jeder für sich und seine individuell Hunde treffen.
    Und ganz ehrlich, bei allen Diskussionen, ich kenne massig Hunde, die ganz normal und gut leben, trotz oder wegen Kastration.

  • Ich halte ja ein gemischtes, intaktes Rudel. Das funktioniert hervorragend. Trennen muss ich nur in meiner Abwesenheiten und während der stehtage nachts.
    Wenn Kinder im Haus sind kann man Türen auch abschließen, so das die Kinder die Hunde nicht aus Versehen zusammen lassen können.

    Ich finde alle hier beschriebenen Hunde zu jung für eine kastra. Evtl. die Rüden eben während der Läufigkeit ausquartieren, wenn trennen keine Option ist.

    Hier hat der rüde gelernt mit läufigen Hündinnen zu leben. Er macht kein Drama draus und so geht das gut.

    Lg

  • @ChiBande bezüglich Kastration:
    Wenn es dir hauptsächlich um die Verhütung geht, und die andere Aspekte der Kastration eher Sorgen machen, dann würde ich dir raten die Rüden oder die Hündinnen (kann man sich ja vom Tierarzt beraten lassen) zu sterilisieren.
    Ich hab ein intaktes Pärchen, und hab damit bisher keinerlei Probleme. Es läuft ähnlich ab wie @Gammur schon beschrieben hat.
    Wenn aber das Risiko, dass man die Hunde nicht ordentlich beaufsichtigt, erhöht ist (sei es durch Kinder im Haus, oder einfach weil man selbst zu chaotisch ist ;) ) sodass man Nachwuchs befürchten müsste, dann fände ich eine Sterilisation die beste Option.
    Ich wüsste nicht, was für Vorteile Kastration in deinem Fall gegenüber Sterilisation hätte :)

  • Ich wüsste nicht, was für Vorteile Kastration in deinem Fall gegenüber Sterilisation hätte :)

    Sterilisation: Die Hunde werden immer noch heiß und zeigen die entsprechenden Verhaltensweisen, bzw. die Rüden geraten in Konkurenz um die heißen Hündinnen.
    Kastration: Hündinnen - werden nicht mehr heiß, es kann nichts passieren und die Rüden müssen nicht konkurieren!
    Rüden - keine Konkurenz, weil idealerweise kein Interresse an den läufigen Mädels!

    P.S ich hatte auch schon einen sehr unsicheren Rüden, Schäferhund, aus dem TS, mit 11 Monaten kastriert,
    War zwar viel Arbeit, aber durch konsequentes Training habe ich ihn sehr viel sicherer bekommen!

  • Sterilisation: Die Hunde werden immer noch heiß und zeigen die entsprechenden Verhaltensweisen, bzw. die Rüden geraten in Konkurenz um die heißen Hündinnen.Kastration: Hündinnen - werden nicht mehr heiß, es kann nichts passieren und die Rüden müssen nicht konkurieren!
    Rüden - keine Konkurenz, weil idealerweise kein Interresse an den läufigen Mädels!

    Hmm...
    Das mit der Konkurrenz muss so nicht sein, die kann auch ohne intakte/läufige Hündin auftreten, und auch bei kastrierten Rüden. Genauso gibt es intakte Rüden die super miteinander auskommen, auch wenn läufige Hündinnen in der Nähe sind (Zugegeben, wenn man komplett ungeregelt mehrere intakte Rüden mit einer läufigen Hündin laufen lässt wird es ziemlich sicher Probleme geben. Aber wenn man klare Regeln aufstellt und dafür sorgt, dass beide Rüden wissen, dass die läufige Hündin nicht ihre ist..?)
    Dass kastrierte Hündinnen nicht mehr läufig werden zählt für mich da noch am ehesten als Vorteil, aber das alleine wäre nichts was eine Kastration begründen sollte.
    "nichts mehr passieren" kann bei Sterilisation genauso... :???:

    Aber das soll hier ja keine allgemeine Kastrations-Debatte werden... Deshalb hab ich in dem von dir zitiertem Satz auch "in deinem Fall" stehen. Bei der TE ist der Grund für eine eventuelle Kastration in aller erster Linie die Verhütung, wenn ich nichts überlesen hab.
    Dazu kommt dann eventuell die Konkurrenz unter den Rüden. Wobei ich hier nirgends ernsthafte Probleme zwischen den beiden raus lese, sondern einfach ein Spiel, das zu wild wird, weshalb irgendwann mal einer sagt: jetzt ist Schluss! Das ist bei meinen beiden Hunden (und das sind Rüde und Hündin) genauso, vor allem wenn sie überdreht sind. Ich konnte da jetzt nirgends ein "konkurieren um Hündinnen" rauslesen. WENN das wirklich zum Problem werden sollte, trotz Erziehung und Management, dann kann man sich eine Kastration überlegen, muss sich aber absolut im Klaren sein, dass das die Probleme nicht mit 100%iger Sicherheit behebt.
    Und darum sprech ich mich hier für Sterilisation aus :smile:


    P.S ich hatte auch schon einen sehr unsicheren Rüden, Schäferhund, aus dem TS, mit 11 Monaten kastriert,
    War zwar viel Arbeit, aber durch konsequentes Training habe ich ihn sehr viel sicherer bekommen!

    Dazu gratuliere ich dir gerne! Aber nur weil die Chance besteht, dass man das, was man mit der Kastration kaputt gemacht hat , mit viel Arbeit auch wieder hinbiegen kann, ist das für mich definitiv kein Argument für Kastration (falls es das sein sollte, wenn nicht hab ich die message nicht verstanden, entschuldigung) :winken:

  • Und darum sprech ich mich hier für Sterilisation aus

    Hier geht es doch darum, das die TE sich nicht sicher ist, ob sie die konsequente Trennung der Hunde während der heißen Tage garantieren kann.
    Da wäre mir die Kastra doch sicherer, denn wenn, speziell so kleine Hunde, sich, auch wenn man nicht mit Nachwuchs rechnen muss, unbeaufsichtigt vergnügen, kann doch eine Menge passieren!
    Sollte es dann aber doch noch zu Konkurenz kommen, müßte man doch noch kastrieren, wäre 2X OP Risiko!

    Aber nur weil die Chance besteht, dass man das, was man mit der Kastration kaputt gemacht hat , mit viel Arbeit auch wieder hinbiegen kann, ist das für mich definitiv kein Argument für Kastration (falls es das sein sollte, wenn nicht hab ich die message nicht verstanden, entschuldigung)

    Die Message sollte sein: Unsicherer Hund + Kastra muß nicht zwangsläufig im totalen Chaos enden.
    Meiner war bei Übernahme komplett unverträglich und hatte auch schon beschädigend gebissen, aus Unsicherheit. Nach ca. 3 Jahren konnte er, mit ausgewählten Hunden, offline laufen. Auch die Leinenaggro war komplett weg.

  • Man kennt ja irgendwann seine Hunde.

    Meine z. B. sind auch während der Stehtage zusammen, wenn ich dabei bin. Da gibts keine Probleme.
    Wenn ich weggehe und nachts, wenn ich schlafe, wird natürlich getrennt.

    Das geht aber nur, wenn alle Beteiligten cool bleiben. Meine Hündin bietet sich den Rüden nicht an (die nimmt sie als Verehrer glaub ich gar nicht ernst) und wenn einer der Herren Anstalten macht, sich an die Dame herantzumachen, kann ich das unterbinden.

    Ich kenne auch gemischte Rudel, da klappt das nicht so problemlos, das kommt einfach auf die Hunde an. Deshalb finde ich es gut, dass die TE erstmal abwartet und beobachtet.

  • Ich wollte mich noch mal für eure Erfahrungsberichte bedanken.

    Leider ist jetzt alles anders als geplant...

    Ich musste am 10.11. meine 11,5 Monate alte Hündin kastrieren lassen.
    Sie hatte eine schwere Gebärmutterentzündung.

    Sie hat die OP recht gut weggesteckt. Naja wie mans nimmt.
    Sie schläft noch sehr viel. Enzo beißt sie weg. Das Mädchen und Otis dürfen sich aber zu ihr legen.
    Sie frisst noch schlechter als früher. Hat leider auch 400g abgenommen, was bei einem Ausgangsgewicht von 2400 g (und da war sie schon sehr schlank und etwas mehr auf den Rippen wäre gut gewesen) natürlich recht viel ist. Im Moment wird sie mit Topfen(Quark) mit Eidotter aufgepäppelt. Unter ihr Barf mische ich jetzt auch Haferflocken und Lammfett. Wobei ich ihr das Barf mit der Hand füttern muss und immer nur ganz wenig anbieten darf, anders schaut sie es nicht an.
    Ich wollte zwar nicht mit der Hand füttern, aber nach 2 Tagen wirklich absolut nichts essen, musste ich handeln.
    Narbe sieht gut aus.

    So, jetzt heißt es abwarten bis Fiora (7 Monate) das erste Mal läufig wird und Enzos Verhalten beobachten.
    Otis (5,5 Monate) zeigt noch gar keine Rüdenambitionen. Er hebt noch nicht einmal das Haxerl beim pischen. Der ist scheinbar ein Spätzünder, noch ein richtiges Baby.

    lg

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