Hund an Nager gewöhnen

  • Hey,

    ein bekannter Trainer hat mir empfohlen, mir ein paar Nager zuzulegen und im Garten zu halten, damit der Hund sich früh genug (im Welpenalter) daran gewöhnt und das Wild später weniger jagt.

    Habt ihr Erfahrungen damit, was haltet ihr von der Idee? Die Nager würden logisch getrennt werden und hätten ihren großen, sicheren Auslauf mit Schutzmöglichkeiten.

  • Kannst du auch erklären, warum du das für Blödsinn hältst? Denn mit den großen Tieren hat es bereits geklappt. Die ignoriert er.

  • Weil ein Hund nicht blöd ist und Tiere "Zu Hause" von Tieren "draußen" unterscheiden kann. Genauso wie er Tiere "hinter einem Zaun" von Tiere "ohne Zaun" unterscheiden kann.

    Selbst meine Kater haben diese Unterscheidung zwischen Vögel "zu Hause" und Vögel "draußen"getroffen.

    Soll heißen: Hund kann lernen das Tiere zu Hause Tabu sind, wird sie aber, wenn die entsprechende Veranlagung da ist, draußen trotzdem jagen. Das sollte ein Trainer wissen und dir lieber Tipps geben, wie du einen jagenden Hund im Alltag händelst.

    Schaffe dir bitte niemals Tiere FÜR deine Tiere an.

  • Ich hatte jahrelang Karnickel ( Für mich - nur für den Hund wäre mir die Pflege zu aufwändig ). Das Gehopse im Auslauf wurde von meinem ersten Schäfer nach zwei, drei Tagen geflissentlich ignoriert. An den freilaufenden Karnickeln haben wir ungefähr zwei Jahre trainiert....... :pfeif:

    Hat also Nix geholfen.


    Alles Größere ( Rehe, Wildschweine, Damwild, Mufflons, Pferde ) hat er von ganz alleine ignoriert.

  • Wenn du Kleintiere halten möchtest, dass doch bitte, weil sie dir gefallen und du dich gerne um sie kümmern möchtest und nicht als Anti-Jagdtraining für deinen Hund.
    Hunde können sehr gut zwischen dem unterschieden, was bei ihnen im Garten lebt und "zur Familie" gehört und was draußen frei herumläuft.

    Wenn du kein Interesse an der Kleintierhaltung hast, würde ich eher zur Anschaffung einer Schleppleine raten und damit Radiustraining und ein sicheres Stoppkommando üben ;)
    Oder eben auch eine Pfeife für einen Superrückruf im Ernstfall oder du übst, dass dein Hund den Weg nicht verlassen darf. Es gibt ja viele Möglichkeiten, wie du mit dem Jagdtrieb deines Hundes umgehen kannst.

  • Aber warum klappt das bei größeren Tieren, bei kleinen Tieren dagegen soll es nicht funktionieren? Wenn Tiere rennen, hat man so oder so eine Ausnahmesituation. Darauf kann ich keinen Hund vorbereiten. Es geht mir eher darum, dass der Hund lernen soll, die Karnickel eines Bekannten zu ignorieren, bei grasenden Kleinvieh nicht gleich auszuticken. So wie ich trainiert habe, dass er Kühe und Pferde auf den Weiden ignoriert, indem ich seinen Zaun an die Kuhweide gebaut habe.

  • Aber warum klappt das bei größeren Tieren, bei kleinen Tieren dagegen soll es nicht funktionieren?

    Weil kleine Tiere Beute sind und die meisten Hunde auch ohne Erfahrung, bzw schnell verstehen, dass man sich mit Rind und co besser nicht im 1:1 Kampf anlegt!


    Warum übst du da nicht einfach Ansprechbarkeit und Gelassenheit?
    Sprich, man setzt sich halt mal vor die Tierchen hin, bis Hund kappiert hat das da nix aufregendes passiert, und ruhig ist?

    Anfangs kann das ja sogar eine große Entfehrnung sein, aber was bringts den Hund direkt vor die Hasen zu setzen, die dann mit großer
    Wahrscheinlichkeit selbst panisch werden wenn ein ungestümer Junghund
    wirklich Interesse zeigt, dann hin und herrennen, und der Jagdtrieb im
    Hund dann erst richtig angesprochen wird?

  • Meine Vollblutjägerin ignoriert Pferde und Kühe auch. Einmal weil ein Zaun dazwischen ist und einmal weil die Tiere ihr zu groß sind und sie die eh nicht umbekommt.

    Damit der Hund die Kaninchen bei deinem Freund ignoriert, musst du dir doch keine eigenen anschaffen. Dann übe es doch gut gesichert beim Freund. :ka:

  • Das Problem ist, dass ich nicht üben kann, weil ich hier keine Tierchen habe.

    Kühe wollte meiner anfangs zerlegen.

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