Hundetraining in einer anderen Dimension
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Hierr wäre halt einfach interessant, in wie weit der fremd erarbeitete Gehorsam übertragbar ist.
Da kann ich einen eigenen Erfahrungsbericht beisteuern.
Unsere letzte DSH haben wir mit 18 Monaten vom Züchter übernommen, dort wurde mit 12 Monaten die BH gemacht.
Nach ein paar Wochen Eingewöhnungszeit habe ich mit ihr angefangen auf dem Platz zu üben, damit wir mit der SchH1 weitermachen können. Ich habe ziemlich schnell festgestellt, dass das nichts wird, weil die Hündin irgendwie fast alles, was sie für die BH gelernt hatte, "vergessen" oder unzureichend ausgeführt hatte.
Ich habe dann mit ihr fast bei Null angefangen und die BH nochmal gemacht, damit wir ein Team werden. - Vor einem Moment
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Hi,
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Dass es bei Jagdhunden und dergleichen gängige Praxis ist, ist für mich nicht gerade ein Argument dafür.
Denn Familienhunde sind eben keine Gebrauchsshunde, und es ist ja nun nicht so, dass in diesen Bereichen alles super läuft. -
Naja, Frau Theby lebt von diesem Geschäft, und wenn alle Hunde und Halter glücklich miteinander sind, verdient sie nix mehr.
Also muss sie ganz einfach ab und an, was brandneues auf den Markt werfen, um im Gespräch zu bleiben. Und wenn sich dann tätsächlich ein paar HH finden, die bereitwillig ihren Hund und ihr Geld abgeben, hat sie doch erreicht was sie wollte und kann ihr Geschäft weiterführen.Allerdings, an mir verdient sie nix!
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Ich habe dazu Erfahrungen, wenn auch ein bissel in abgewandelter Form.
Meine ältere Aussie-Hündin war acht, als sie zu mir kam und am Vieh fertig ausgebildet.
Daheim hat sie sich sofort heimisch gefühlt und zusammen gearbeitet haben wir sogar schon nach wenigen Tagen.
Ein bissel Hüteerfahrung hatte ich natürlich schon, die "Bedienung"
war nicht neu, zum lernen für mich war und ist das großartig....sie ist gerade elf geworden, immer noch fit und immer noch eine extrem große Hilfe.
Nach ein paar Wochen waren wir daheim ein eingespieltes Team, was kaum noch Kommandos benötigte.
Im Alltag vom ersten Tag an übrigens völlig unkompliziert, gehorsam und hoftreu...hatte sie nämlich tatsächlich auf der Terasse...ähm...vergessen.

Meine Junghündin (jetzt wirds spannend
) war im November einmal für zwei Wochen und Ende Dezember für drei Wochen bei ihrer Züchterin / meiner Trainerin zur Basisausbildung am Vieh, ohne mich...so lange kann ich keinen Urlaub machen.
Sie hat vorher schon einiges mit mir zusammen gemacht, ein paar Trainings-Wochenenden, Lehrgänge, gänzlich dämlich bin ich zwar auch nicht, aber mit der jahrelangen Erfahrungen kann ich nicht mithalten und wollte einen sehr sauberen Aufbau und ne gute Basis haben.
Entfernung sind über 300km, also nix für jede Woche.Meine Hündin ist dort geboren, hat sich wohl gefühlt, noch deutlich mehr gelernt, als ich für möglich gehalten hätte und ich kann sie seitdem sogar tatsächlich zuhause einsetzen, was nicht mal mein Anspruch gewesen ist.
Seit Januar ist es natürlich noch besser geworden, Trainings-Wochenden, Lehrgänge und "Training" durch Alltag daheim....läuft.
Der Hund hat eine richtig gute Zeit dort gehabt und ich kann daran nix negatives feststellen....mir fiel es schwer, jo, aber das sind letztlich menschliche Befindlichkeiten und die zeit ging ratzfatz vorbei. -
Naja, Frau Theby lebt von diesem Geschäft, und wenn alle Hunde und Halter glücklich miteinander sind, verdient sie nix mehr.
Heißt, um eine Hundeschule erfolgreich zu betreiben, muss man dafür sorgen, dass der Halter möglichst nix lernt?
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Die Argumentation klingt in der Theorie einleuchtend.

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Du musst dich dann noch mit den anderen Hundeschulen in der Gegend zusammenschließen, damit ihr alle sichergehen könnt, dass die Kund_innen auch in den anderen Schulen nichts lernen. Dann könnte das klappen. Naja und das Internet und Printmedien abschaffen, damit die Menschen nirgends über funktionierendes Training stolpern können. Oh, und eine Mauer bauen, damit zugezogene keine Erfahrungen von draußen einschleppen können.
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Nach wie vor verstehe ich den Vorteil dieser Methode einfach nicht.
Trainiert werden:
"1. Geh auf Deine Decke (Platz)
2. Leinenführigkeit
3. Lass es (nimm nichts auf was auf dem Boden liegt)
4. Bleib
5. der sichere Rückruf
6. Trüffelsuche (Nasenarbeit)
7. Reizangeltraining (Impulskontrolle)
Bonus: Inklusive Trainingspläne!"
Quelle:
Das sind doch alles Dinge, die sich verhältnismäßig einfach aufbauen lassen (Disclaimer: bei Trüffelsuche kenne ich mich nicht aus, vermute aber, das wird jetzt kein Hexenwerk sein).Die Herausforderung liegt doch im weiteren Training, damit die Übungen auch bei erhöhten Anforderungen länger klappen. Das macht der Hundehalter doch ohnehin wieder selbst und das ist es doch, was zeitintensiv ist und wo am ehesten die Trainingsfehler auftreten (zumindest bei mir - nur bei mir?).
Ob mein Hund jetzt in 5 oder 15 Minuten verstanden hat, was "bleib" sein könnte, das macht den Kohl doch wirklich nicht fett. Die echte Arbeit kommt doch danach, wenn ich aus ein paar Schritten Meter mache, außer Sicht gehe, etc.
Neu und sensationell wäre es allerdings, wenn es Frau Theby gelänge, vom untrainierten Hund in einer Session zum funktionierenden Rückruf von Wild/spielenden Hunden voranzuschreiten.
Naja, wer weiß, was da auf der DVD so alles wundersames passiert. -
Hierr wäre halt einfach interessant, in wie weit der fremd erarbeitete Gehorsam übertragbar ist.
Exakt das frage ich mich auch. Ich behaupte mal bei speziellen Fällen nämlich gar nicht. Denn es ist ja auch eine Frage der Bindung, die Hund und Halter Sicherheit gibt. Und Bindung ist etwas, in das ich als Halterin investieren muss. Das kann mir kein Trainer der Welt abnehmen. Keine Erziehung ohne Beziehung.
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man kann noch so genau und kleinschrittig verhalten aufbauen, wenn es im alltag nicht verstärkt und generalisiert wird, wird es nicht lange halten. und damit man richtig verstärkt muss man die übungen ja selbst auch können.
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