Hundetraining in einer anderen Dimension


  • Naja - im geliebten Volkssport Fußball isses doch auch net anders: schau Dir doch mal die "National"mannschaften an, was da so für Nationen drinstecken. Alles, was spielen kann, egal, woher und egal, wie teuer.... Hauptsache, man gewinnt.....

    Als ich finde die Aussage jetzt doch sehr sehr fragwürdig bis unpassend und will das jetzt mal nicht unkommentiert stehen lassen. Ich habe zwar mit Fussball 0 am Hut aber dein "Nation" Begriff hat eine Färbung die mir nicht gefällt.

  • Genau deswegen steht die "Nation" ist Gänsefüßchen - damits eben nicht mißverstanden wird. Im Ürigen heißt das Ding nun mal "National"mannschaft - da kann ich nix für... Komisch - DA hats keine "Färbung", aber wenn mans selbst verwendet, schon? Naja....

  • Genau deswegen steht die "Nation" ist Gänsefüßchen - damits eben nicht mißverstanden wird. Im Ürigen heißt das Ding nun mal "National"mannschaft - da kann ich nix für... Komisch - DA hats keine "Färbung", aber wenn mans selbst verwendet, schon? Naja....

    Es geht um die Komplettaussage von dir.

  • Wenn Du meinst - rauslesen kann man überall, was man möchte. Aber ich führe das an dieser Stelle nicht fort- bin nicht der Meinung, mich für irgendwas rechtfertigen zu müssen, und ist auch OT, sprengt damit das Thema, wär schade drum.

    Fakt ist, daß es nicht die eigene Leistung ist, die man dann mit dem fertig fremd-ausgebildeten Hund zusammen zeigt. Mal abgesehen davon, daß ich glaube, daß diese Leistung sicher viel besser sein kann, wenn man sie zusammen erarbeitet hat, weil man dann aufeinander abgestimmt ist und man sich versteht und besser reagiert auf den Andern.

    Es ist nicht umsonst zB bei uns in der Rettungshundearbeit so, daß der Hundeführer nur mit dem eigenen Hund auf Einsatz geht bzw. dem Hund, mit dem ER die Ausbildung gemacht hat. Weil ER ihn besser lesen kann, und der Hund besser auf ihn hört. Alles Andere ist verboten, sowohl in der Prüfung, als auch im Einsatz.

    Find ich auch richtig so, auch in der Grundausbildung - wenn einem der eigene Hund nichtmal DEN Aufwand wert ist, sich mit seiner Ausbildung zu beschäftigen, dann tut mir der Hund leid......

  • Naja,in dem Fall wird ja argumentiert, dass man es dem Hund "leichter macht" und man weniger Strafen etc. verwenden muss, wenn es so von "fremder kompetenter Hand" aufgebaut wurde, was wiederum die Lebensqualität des Hundes verbessert etc.

    Also das Faulheitsargument würde ich hier mal nicht den Hundehaltern zuschieben..

  • Komischer Trend. Oder komisches Angebot. Ob es ein Trend wird, wird sich erst zeigen.

    Die Attribute (huhu, Grammatik?) "völlig neuartig und sensationell" finde ich eher sensationell unpassend. Dass Hundehalter ihre Hunde woanders ausbilden lassen, ist ja nun gar nicht neu*, bloß heute wohl eher selten.

    Neu scheint mir einzig, dass die Hundehalter zugucken (und sich wie Deppen fühlen?) dürfen. Dass sie im weiteren Umgang mit dem Hund angeleitet werden, sollte für eine Hundeschule ja selbstverständlich sein.

    Ich kann mir vorstellen, dass diese Art des Trainings für die Hunde selbst nicht unbedingt das schlechteste ist. Immer vorausgesetzt natürlich, der Hundetrainer hat ein besseres Timing & Co. als der Hundehalter. Üben muss der Hundehalter ja sowieso, damit die Kommandos auch in anspruchsvolleren Situationen eines Tages funktionieren. So ganz leuchtet mir daher der große Vorteil jetzt auch nicht ein. Scheint mir weder schneller zu gehen, noch viel effektiver zu sein.

    Hundeschule 4.0 ist es gefühlt für mich also so gar nicht. Wie gesagt, eher Hundeschule 1.04. Ein bisschen bin ich fast enttäuscht von Frau Theby.

    * Mein Opa hat seine Jagdhunde immer bereits ausgebildet angeschafft, bis auf einen. Von dessen entsetzlicher "Ausbildung" erzählen meine Mutter und ihr Bruder heute noch. Auch in einem alten Buch schreibt ein Förster ganz nebenbei von seinem neuen Jagdhund, der bereits "abgerichtet" ist.

  • Der Vergleich hinkt hinten und vorne, darauf möchte ich allerdings nicht weiter eingehen, weil es einfach zu weit führen würde.

    Ich würde nur bitten hier nicht die Zulassungsvorraussetzungen für Fußballspieler zu diskutieren.

    Naja,in dem Fall wird ja argumentiert, dass man es dem Hund "leichter macht" und man weniger Strafen etc. verwenden muss, wenn es so von "fremder kompetenter Hand" aufgebaut wurde, was wiederum die Lebensqualität des Hundes verbessert etc.

    Also das Faulheitsargument würde ich hier mal nicht den Hundehaltern zuschieben..


    Hierr wäre halt einfach interessant, in wie weit der fremd erarbeitete Gehorsam übertragbar ist.

    Von Fremdausbildung kenne ich es so, dass der HH mehrere Tage eingelernt wird, wie er den Hund zu "bedienen" hat, damit der Lernerfolg möglichst lange vorhält.

  • Eins ist klar - was dieser Kram nicht kann ist eine anständige Hund-Mensch Beziehung aufbauen bei der sich Hund und Halter verstehen und wo kleine Gesten und Signale den Alltag ausmachen, wo der Halter seinen Hund ganz genau kennt und wo man sagen kann das sowas wie eine Freundschaft besteht (wobei das eher das falsche Wort ist - you know what I mean). Zumindest weiß der, wer sowas nicht hat nicht, was damit gemeint ist.
    Das ganze ist ein Symtom unserer Zeit wo man keine Zeit hat aber haufen Zeit für sinnlosen Mist und denkt mit etwas Geld alles kaufen zu könne, wo man denkt vermeintliche Umwege mit vermeintlichen Abkürzungen erreichen zu können.
    Und ob das hinten raus tiergerecht oder hundegerecht ist sei mal dahin gestellt - eine starke soziale Bindung zur Bezugsperson (eigentlich das A-und-O im Hundeleben) fehlt.
    Hier wurde ein Trend gesehen und auf dem Rücken der Hunde kommerziell verwertet. Was fehlt ist jetzt noch der Ganztagsgassiservice. Abends kommt der Hund dann von 8-10 zum Halter um ihm die Füße zu wären. ;)
    Manche Leute sollte keine Hunde halten und andere sollten lieber richtiges Haltertraining anbieten.

  • Meins wäre das auf gar keinen Fall. Ich möchte meinen Hund selber erziehen und trainieren, dafür habe ich ihn unter anderem. Und auch meine etwas schwierigere Hündin habe ich alleine trainiert und bin jetzt umso stolzer auf die tollen Fortschritte, die sie macht und gemacht hat.

    Außerdem wirkt es auf mich ein bißchen so, als ginge Viviane Theby davon aus, dass sie das Nonplusultra der Hundeerziehung ist. Ob es so ist, kann ich nicht beurteilen, aber so wirkt es auf mich.

    Und wie ja auch schon erwähnt wurde - nur weil es dann bei Frau Theby funktioniert, heißt das noch lange nicht, dass der Besitzer das Verhalten später auch im Alltag abrufen kann.

  • Ich kenne nun Theby's Konzept nicht, die Idee ist an sich aber nicht schlecht und wie bereits angetönt wurde, in manchen Bereichen sogar gängige Praxis. Jagdhunde, Hütehunde (Koppelgebrauchshunde für die Puristen), Assistenz- und Behindertenhunde, Polizei- und Militärhunde werden durchaus ab und an und in gewissen Sparten sogar grundsätzlich nicht von den Leuten ausgebildet, welche die Hunde und deren Fähigkeiten schlussendlich nutzen. Weshalb das beim Familienhund nicht auch so sein könnte, ist gar kein dummer Gedankengang und in dieser Hinsicht sicher relativ neuartig. Bei Pferden ist dieses Vorgehen ja auch bekannt, aber vor allem viel verbreiteter und da findet es keiner merkwürdig.

    Wichtig ist dabei allerdings, dass nach der eigentlichen Ausbildung des Hundes genügend Zeit auf die 'Synchronisierung' von Hund und Halter und die (Aus-)Bildung des Halters an sich investiert wird. Und genau daran, denke ich, wird es in der Realität dann wohl öfters hapern. Wieso noch mehr Geld und Zeit investieren, wenn der Hund doch angeblich schon 'fertig' ist? Dass man eben sein eigenes Verhalten anpassen muss um den Hund zu führen und zu lenken, mag da für viele Halter, die den langen Weg der Ausbildung nicht miterlebt oder sogar selber begangen haben, schwierig zu verstehen sein.

    Das ist wiederum für jemanden, der einen (ausgebildeten und konsequent funktionierenden) Hund für seine Arbeit, um den Alltag leichter zu bewältigen oder auch nur für den Sport will, wohl leichter zu verstehen. Denn diese Menschen sind entweder tatsächlich auf ihren Hund angewiesen oder haben ein klares Ziel vor Augen, sodass ich mir vorstellen könnte, dass sie sich und ihren Hund von Anfang an eher als Team verstehen und bereitwilliger ihr eigenes Verhalten anpassen um für den Hund optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen.

    Die Theorie klingt in meinen Ohren also im Prinzip interessant, ich zweifle allerdings an ihrer Realisierbarkeit im reinen Familienhundealltag.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!