Umgang mit Schutz- und Wachtrieb

  • @Iris + Berny oh Wow, also hat dich das so genervt, dass du diese Anlagen nie wieder haben wolltest?
    Habe ich schon öfter von Leuten gehört!
    Dass den kleinen Hunden da sehr viel mehr verziehen wird, sehe ich auch leider oft.
    Wie oft werde ich halb von kleinen kläffenden Hunden attackiert. Würde meiner das machen, ist das Geschrei groß. Wenn er wufft, werde ich schon halb angemacht.

    Aber schade, dass dein Hund auch generell ein Problem mit Fremden hatte.

    Gibt es vielleicht auch jemanden mit so einem Hund, der Fremde aber ganz gut hinnimmt?

  • Also meine ungarische Mixhündin passt zu 95% auf @fragments Beschreibung :dafuer: nur glaub ich ist mein Mädel kleiner als Smilla (48cm)

    Das hätte ich schreiben können hihi. Wir haben auch Territorialverhalten (nach der Hitze schlimmer als in der Ruhephase) Da duldet sie fremde Hunde (und vorallem die Erzfeinde) nicht so ohne weiteres in ihrem Heimatgebiet.
    Da kann die echt pöbelig werden. So ein wahnsinns Menschenfreund ist sie auch nicht, aber nachdem ich den Menschen abgecheckt hab und ihr das zeige, ists meist gut.
    Viele Menschen finden sie so niedlich und wollen immer anpatschen :lepra: vorallem immer auf den Kopf, das kann sie echt nicht leiden, duckt sich weg und kommt zu mir - zum Glück.

    Wachtrieb in gesundem Maße, Merkwürdiges wird sofort gemeldet, wenn es klingelt bellt sie auch 2 mal. (Wenn die Kinder allein mit den Hunden zuhause sind, gibt sie richtig Gas! Da wird richtig böse Alles und Jeder verbellt - da versteht sie keinen Spaß) Wenn jemand am Haus rumschleicht auch, und kämpfende Katzen draußen auch xD

    Das Schutzverhalten ist bei Dunkelheit deutlich ausgeprägter als bei Tag. Sie würde ganz klar nach vorne gehen (mein Collie niemals) und mich verteidigen.
    Wenn ihr Jemand nicht gefällt oder gruselig ist, wird er böse angeknurrt und im Zweifel geht die Wildschweinbürste hoch.

  • Anderes Beispiel: ein eben angekommener Gast umarmt mich, der Hund will dazwischen und drängt den anderen Menschen ab.

    Das ist meiner Meinung nach aber doch kein Schutztrieb? Ich würde das eher als ein Maßregeln von Seiten des Hundes werten, wahrscheinlich einfach ein unsicherer Hund, der durch Kontrolle versucht Sicherheit zu bekommen. Oder liege ich da falsch?

  • Schutztrieb: wir arbeiten noch daran dass sie das richtiger einschätzen lernt bzw. öfter die Klappe hält. Durchaus mit Erfolg! Menschen im Dunkeln die mich anquatschen dürfen angegrummelt werden, solang bis ich was dagegen sage. (Gilt in erster Linie fürs noch bei Weitem nicht erwachsene schwarze Ungetüm, das Bonsch hat das schon gelernt)
    Wachtrieb: Is mir alles recht. Sie dürfen melden und sie dürfen Leute die ohne Erlaubnis ins Haus oder aufs Grundstück spazieren auch stellen. Die Hunde sind nie alleine und unbeaufsichtigt mit so einer Situation konfrontiert sondern höchstens 1-2 Minuten.

  • Meine Rasse bringt auch beides mit, ich möchte manches aber bewusst nicht fördern. Wenn ihm was suspekt ist, kriegt er deutlich gesagt, dass er sich da umsonst aufplustert, fürs böse gucken versuche ich paralell ein Kommando einzuführen, sprich er darf gerne bei mir suspekten Gestalten, die uns begegnen, die Ohren aufstellen und sich groß machen, aber wenn er das bei spielenden Kindern probiert, sage ich ihm eben, dass das unangemessen ist.
    Wachen ist okay, nur nervt mich tierisch, dass er jedes Familienmitglied meldet, beim Pizzaboten aber die Klappe hält.

  • @kamikazeherz na ja darüber kann man sich ja hier streiten :headbash:
    @bonitadsbc
    Ah das finde ich spannend. Viele wollen ja gerade das ihren Hunden verbieten, was ja immer schwierig ist, wenn der Hund doch diese Anlagen mitbringt :ka:
    Auf dem eigenen Grundstück muss ich sagen, bin ich auch radikal und würde da so ziemlich gar nichts verbieten :hust:

  • Ja, ich bin gespannt, ob da noch wer etwas zu schreibt, der sich auskennt. Das ist ja nur meine Vermutung. :D

  • Meine Hunde haben rassetypisch Wach- und Schutztrieb; der Große mehr, der Kleine weniger. Ich schätze das grundsätzlich schon an ihnen und sie dürfen das - in Maßen - auch ausleben. Auf's Haus aufpassen und melden, wenn jemand Unbekanntes auf's Grundstück kommt ist ausdrücklich erwünscht, auf mich achten und mir Bescheid geben, wenn jemand beispielsweise im Dunklen an mich herantritt, auch.

    Mit Besuch haben sie beide kein Problem - wer von mir hereingelassen wird, ist in in ihren Augen okay. :D Der ältere Rüde hatte allerdings in seiner Jugend eine Phase, in der er meinte, er müsste mich draußen vor so ziemlich allem beschützen, was ihm auch nur im Entferntesten komisch vorkam – das hat eine Weile Training gekostet...

    Was die "Ernsthaftigkeit" angeht, mit der sie das tun: der Lütte ist grundsätzlich eher freundlich, glaubt an das Gute in fremden Menschen ;) und wenn der irgendwen seltsam findet, dann macht er höchstens Radau, Ansätze zum echten Nach-vorne-Gehen/Zupacken habe ich bei ihm noch nie gesehen. Ausschließen würde ich das nicht, er ist ja erst 2, aber so im Vergleich ist er deutlich derjenige, der eher Alarm macht und nicht gleich draufhaut.

    Der ältere Rüde ist da deutlich vehementer. Da er normalerweise gutmütig und in Balu-der-Bär-Haltung durch's Leben läuft, ist das für Außenstehende immer ein bisschen schwer vorstellbar, aber ich hab' mit ihm zweimal die Erfahrung gemacht, dass er, wenn ich ernsthaft bedroht werde, sich ohne Rücksicht auf Verluste oder die eigene Unversehrtheit dazwischen schmeißt. Mir wär's lieber, er würde das nicht tun und dementsprechend habe ich auf ihn da ein besonders wachsames Auge.

    Ansonsten: Schutz- und Wachtrieb ist für mich kein 'Muss' bei der Hundewahl, wäre aber auch kein Contra-Punkt.

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