Abrupte Verhaltensänderung bei Junghund
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GhAres -
16. Mai 2016 um 21:08 -
Geschlossen
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würde er dann aber nicht auf andere Menschen anders reagieren?
Normalerweise erzählt man ja den anderen Menschen, was momentan mit Ares los ist. Diese Menschen nähern sich dann meist total unbewusst auch anders als üblich und das merkt ein Hund sofort ob man total gelassen ist, oder mit einer gewissen "Vorahnung" auf ihn zugeht.Abgesehen davon: Ares lebt von Welpenbeinen an bei ihr, hätte er mit ihrer Art des Umgangs ein Problem, so wäre dies mMn nicht plötzlich vor 2 Wochen sondern schon viel eher aufgetreten.
Ich denke, irgendwas ist da evtl. vorgefallen, sei es, dass er mal seine Grenzen austesten wollte und geknurrt hat.
Da reicht es dann teilweise schon, wenn man erschrickt und die Hand zurückzieht oder das kommentarlos in Kauf nimmt.
Es ist ganz normal beim Menschen, dass man dann in ähnlichen Situationen mit dem Hintergedanken zum Hund geht: "Hoffentlich knurrt er nicht schon wieder." und dabei ist die eigene Körperhaltung anders als vorher und das merkt der Hund sofort und reagiert entsprechend, weil er ja beim letzten Mal Erfolg damit hatte.Es wurde anfangs geschrieben, dass sein Knurren immer respektiert wurde und da liegt m.E. der Ursprung des Problemes.
Das kann sich dann peu a peu hochschaukeln.
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@Dackelbenny genau das war mir damals passiert... hätte ich beim ersten mal gleich anders reagiert wäre es mitunter nicht so weit gekommen. Leider...
Aber ich kannte den Ursprung.
Und der fing damals zuerst mit Schmerzen an.
Aber auf dem Video hier sehe ich auch einen verwirrten gestressten Hund der nicht genau weiß was er tun soll. -
Zuerst einmal: ich kann euch nicht genug danken! Euch allen!
Es ist für mich ein Ausnahmezustand, ein Alptraum. Mein Ares, mein Baby...es ist weg.
Übrigens: nach der gestrigen Schmerzmittelabe zeigt sich keinerlei Veränderung. Es ist m. M. n. iwo ein Zeichen dafür, dass das sein Rücken nichts damit zu tun hat. Die Medis sind ja hierfür bestimmt.
Wurden mal ein Schilddrüsenprofil gemacht mit ALLE Werten und einem Spezialisten zur Beurteilung gegeben? Irgendwie kam mir eine SD-Problematik als Erstes in den Sinn. Ein solches Verhalten kann ein Symptom sein.
Das wird auch leider oft von nicht spezialisierten Tierärzten übesehen oder nich ernst genommen.Daran haben wir auch schon gedacht, die Züchterin untersucht das Blut auf Abweichungen. Vll. ist ein Indiz dafür, dass er sich oft an der Halsgegen kratzt...? Eig. dachten wir an eine Allergie/ Unverträglichkeit, aber man spekuliert ja aktuell dauernd und sucht nach einem Grund.
Sollte Ares wirklich Schmerzen haben weiß er wohlmöglich überhaupt nicht wohin mit sich. Auf dem Video sieht es für mich zumindest danach aus, als wüsste er überhaupt nichts mit sich anzufangen und würde beinahe nach Hilfe suchen.
Du hast mir bereits in anderen Threads geholfen, Sammaja. Danke für deine Beiträge. Du triffst es auf dem Punkt. Er weiß nichts mehr mit sich anzufangen und zieht sich zurück.
Am Anfang las es sich für mich auch ein bisschen wie nen kleiner Egotrip von nem etwas verwöhnten Hundeprinzen, zumal Ares mir aus deinen früheren Schilderungen schon immer lieb, aber auch etwas "grenzenlos" vorkam (aber ich hab euch ja auch nie getroffen, also nimm das nicht zu ernst... Internet lügt ).
Aber das was du jetzt schilderst und was man auf dem Video sieht, sieht schon anders aus. Da muss wohl mehr hinter sein als nur ein bisschen verzogen.
Ich habs ja immer gesagt: wir müssen uns kennenlernen.
Verwöhnt- natürlich! Aber Grenzen erfährt er hier durchaus. Bis auf seine Hundevernarrtheit war er immer Mamis kleiner Liebling, jetzt ist er zum T-Rex geworden. Man darf ihn ja nicht mal zu fremden Hunden lassen bei den Spaziergängen ("Verpiss dich!!").
Wg. konkret diesem Problem war ihr Haar lieber- dann sind wir halt nach Haar gefahren, war uns egal. Ich glaube, sie will wiedr dort hin.
Ich bin den Züchtern sehr dankbar.Vor vielen Jahren hatte ich auch mal einen Hund der , nach einem epileptischen Anfall, sehr aggressiv auf meine Familie reagierte, sonst eigentlich ein Schäfchen war.
Wie ist es weitergegangen? :)
@Dackelbenny, ja, im Video war ich ein bisschen verunsichert. Ich sprach ihn betont freundlich an, da der nette Ares auf mich zukommen würde und erfreut wäre. Ansonsten bin ich im Umgang mit meinen Hunden nicht verunsichert. Bei uns zu Hause spielt es sich immer recht gelöst, herzlich und...normal eben ab. Ich war eine zufriedene HH, meine Hunde wirkten glücklich und bei uns zu Hause war es harmonisch...
Ares kuschelte mit mir im Bett oder auf der Couch, ich sprach leise mit ihm und daraufhin sah er mich an und beschnupperte mein Gesicht. Ich kraulte stets seine Halspartie, das möchte er besonders. Davon bekam er nicht genug! Auf meine Ansprache reagierte er stets mit Freude, wedelte mit dem Schwanz und sah mit aufmerksam an. Ich nanne ihn immer "mein Baby", weil er es nunmal für mich ist. Er ist so drollig, aufgrund seines Alters noch unbedarft, testet durchaus mal, aber es gab dbzgl. NICHTS, was gravierend gewesen wäre.
Wenn er zu mir auf die Couch kraxelte (seinen ewiglangen Beinen wird er immer noch nicht Herr), stupste er mich mit der Pfote an- kuscheln, Frauli! Den gab ich je nach Laune nach, auch Frauli mag hin und wieder ihre Ruhe, ich gebs zu.
Nichts dergleichen gibt es nun mehr. Es gibt kein Kuscheln, keine zärtlichen Worte, kein euphorisches Erzählen von Ares, wenn mein Partner von der Arbeit nach Hause kommt, keine Freude am HHdasein.Ohne Eneas wäre ich wohl aktuell verloren.
Ich halte eine Verhaltensänderung für ausgeschlossen.
l'eau, du hast uns kennengelernt. Ist dir was aufgefallen?
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Wie reagiert eigentlich euer Zweithund auf Ares' verändertes Verhalten?
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Gar nicht, Eni verhält sich wie immer. Die beiden haben ein neutrales Verhältnis zueinander. Kontaktliegen gibt es zB bei ihnen nicht, aber auch keine Raufereien. Draußen drehen sie ab und an eine Runde gemeinsam.
Wenn Ares sich im Auto aufgeführt hat, ließ Eneas sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Er beschwichtigte auch nicht. Nur, wenn es ihm zu blöd wird, macht er seinen Ärger kund, dann ist aber auch Ruhe bei Ares. -
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Die Geschichte mit meinem "Epileptiker-Hund" ist eine ganz andere. Der ist nur nach seinem allerersten Anfall ausgetickt. Er hat dann viele gehabt, aber das ist nie wieder passiert.
Ich werde nur dieses Gefühl nie vergessen, wie völlig verunsichert wir danach waren. Und dir Angst vor einer Wiederholung. -
Oh okay. Danke für deine Antwort.
Ich werde nur dieses Gefühl nie vergessen, wie völlig verunsichert wir danach waren. Und dir Angst vor einer Wiederholung.
Ja, ich habe mein Vertrauen in Ares verloren.
Übrigens: Spiele und dergleichen sind ihm derzeit auch egal. Er möchte nur in Ruhe gelassen werden.
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Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass sich bald eine Erklärung findet und dass eure Beziehung wieder heil wird.
Bei uns kam das dann mit der Zeit. -
Die Züchterin könnte sich gut vorstellen, dass er lt meinen Schilderungen Kopfschmerzen hat. Es ist natürlich nur eine Überlegung. Das gereizte Verhalten und das Zurückziehen sprechen dafür.
Vielen lieben Dank, Bodoline. :)
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Gib ihm keine Schuld an seinem Verhalten. Ich weiß, wie schwer das fällt und dass das sicher leicht gesagt ist.
Ich hatte ja auf den ersten Seiten den Fall von meiner Sitterhündin geschildert, die genau das gleiche Verhalten (auch mit Ausrastern) zeigte wie Ares es jetzt tut und die vorher auch IMMER ein super verschmuster Hund gewesen ist.
An einem Tag ist ihr Verhalten eskaliert. Ihre Besitzerin wollte sich das Knurren und Fletschen nicht mehr bieten lassen, hat doofe Ratschläge bekommen ("Du musst ihr zeigen wer der Boss ist!", "Die dominiert dich!" etc.) und hat danach gehandelt.
Sie hat die Hündin also gepackt und auf den Rücken gedreht, was sie natürlich sofort gezündet hat.
Die Besitzerin hat mehrere tiefe Wunden davon getragen und war danach völlig verstört. Sie hat mich angerufen, ich bin sofort zu ihr gefahren (gemeinsam mit meiner Schwägerin) weil sie sich nicht mehr aus der Küche (zum Hund!) getraut hat.
Als wir ankamen, fanden wir ein völlig aufgelöstes Frauchen und einen vollkommen verstörten Hund.
Nach Krankenhausaufenthalt und allem Drum und Dran, ganz vielen Gesprächen mit uns und auch mit einem Trainer, weil sie einfach Angst vor ihrer Hündin hatte nach dem Beißvorfall, hat sie sie dann aber doch nicht aufgegeben und wir haben sie alle dabei unterstützt.
Sie hat sie gesundheitlich auf den Kopf stellen lassen, die Ursache wurde gefunden und jetzt sind sie ein Herz und eine Seele.
Derartiges Verhalgen kam nach der Genesung der Hündin nie wieder vor.
Sie hatte einfach wahnsinnig starke Schmerzen. Der Leidensdruck muss unvorstellbar groß gewesen sein. Und leider können unsere Tiere uns das nicht mitteilen. :/Was ich damit sagen will: Bitte nimm Ares sein Verhalten nicht übel. Er kann sich nicht anders ausdrücken und sieht als Hund keine andere Möglichkeit bzw. gehe ich auch davon aus, dass das Hirn da einfach kurzschließt.
Ich weiß, es ist hart. Als ich damals mit Aliya (Sitterhündin) da saß während mein Mann ihr Frauchen ins Krankenhaus gefahren hat, war mir auch ganz anders. Aber mir war damals schon klar, dass sie Schmerzen haben muss und das einfach ein Aussetzer war, ausgelöst (in dem Fall) durch das verzweifelte Verhalten von ihrem Frauchen, die sich einfach nicht mehr zu helfen wusste.
Fühl dich nochmals lieb gedrückt. Ich bin mir sicher, dass etwas gefunden und Ares geholfen werden kann. Du wirst deinen "alten" Ares zurück bekommen. Er schlummert irgendwo in dem schmerzenden Körper.

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