• Nein, er soll nicht zu jagd gehen. Ich möchte Ihn einfach nur beschäftigen und kontrollieren und da sind die Hundeschulen hier in der Gegend nicht so ganz auf dem Laufenden. Daher suche ich Alternativen

  • In deinem Fall ist das m.E. keine gute und sinnvolle Alternative.
    Für einen Jagdhund finde ich Fährtensuche wie sie beim IPO Sport angeboten wird, sinnvoll.

  • Dann wärst Du beim Deutschen Teckelclub gut aufgehoben; die bieten Dir eine gesunde Mischung von Unterordnung, Wasserarbeit und Fährtenarbeit.

    Da kannste dann die Begleithundeprüfung in 3 Katogorien (siehe 3 Sparten oben) ablegen. Such Dir eine Ortsgruppe!

  • Jagdhundeausbildung gibt es bei den Kreisjägervereinigungen oder bei den Rassehundevereinen der jeweiligen Jagdhunderassen. Natürlich gibt es hier, wie überall, bessere und schlechtere Ausbilder und die unterschiedlichsten Methoden. Da gilt (wie für mich überall) nie den Hund aus der Hand geben und wenn man mit einer Aufgabe Bauchschmerzen hat, klar sagen, dass man das so nicht will. Damit hatte ich noch nie Probleme.
    Allerdings bieten die ihre Gruppen für Hunde an, die eben auch jagen sollen. Dass der Hundeführer keinen Jagdschein hat, gibt es da eigentlich nur z.B. bei Ehepaaren, wo einer jagd und der andere den Hund führt.
    Wenn der Hund nicht zur Jagd eingesetzt werden soll, dann sollte man ihn auch nicht jagdlich ausbilden. Hundebespaßung an toten Tieren ist einfach ein no go. Da gibt es doch viele tolle Sportarten, wie z.B. Dummyarbeit, in denen man den Hund gut auslasten kann.
    Aus deinem Ausgangspost wird mir die Intention deines Interesses an der Jagdhundeausbildung nicht ganz klar. Soll der Hund jagen, und wenn ja mit wem, oder soll er nur beschäftigt werden?

    Edit: Hat sich mit deinem letzten Beitrag überschnitten. Lass die Jagdhundehausbildung und such dir einen netten Hundesport.

  • Eine Jagdhundeausbildung wäre in deinem Fall keine gute Idee. Du würdest in deinem Hund nur eine Erwartungshaltung wecken, die du nicht abdecken könntest und das kann zum echten Problem werden.
    Ich glaube auch nicht, dass du einen Jagdhundeausbilder findest, der deine Idee unterstützen würde.
    Der Korthals ist doch ein super Allrounder. Du könntest mit ihm Fährten oder Mantrailling machen. Du sagtest er ist ein Mix. Was ist den noch drin?

  • Was du brauchst, ist ja eher Antijagdtraining:-)

    Eine klassische Jagdhundausbildung macht man ja nur, um den Hund auch jagdlich zu nutzen. Dazu gehört natürlich am Ende auch Kontrollierbarkeit an Wild, aber der Hund darf seine Passion trotzdem ausleben und dem Jäger zuarbeiten.

    Du müsstest eher in der normalen Erziehung schauen, dass du deinem Hund Impuskontrolle, Frustrationstoleranz, einen sauberen Rückruf und ein gutes Abbruchsignal beibringst. Das ist erst mal ganz normale Erziehung und das braucht so gut wie jeder Hund.

    Zusätzlich benötigt ein jagdlich talentierter Hund dann eben noch eine entsprechende Aufgabe und das muss nicht unbedingt was mit Jagd zu tun haben. Du könntest genauso gut den Hund über Fährtenarbeit, Mantrailing, ZOS, Dummytraining oder alles, was mit ernsthafter Nasenarbeit zu tun hat, beschäftigen. Das halt nur, damit der Hund sein Talent in dem Bereich auch mal ausleben darf unter Anleitung.

    Aber egal, ob man seinen Hund entsprechende arbeitet, hat am Ende nichts damit zu tun, ob man ihn ableinen kann.

    Warum kannst du deinen Hund nicht ableinen? Ist er sofort weg oder was passiert dann?

    Wie lange hast du den Hund denn schon und was hast du bisher schon mit ihm gemacht?

  • Es handelt sich hier außerdem um einen Mischling, und je nachdem, was noch mitgespielt hat, ist das Jagdverhalten u. U. gar nicht für die klassische Jagdgebrauchshundeausbildung tauglich, vor allem, wenn Nichtjagdhunde mitgemischt haben.

    Daher würde ich mich auch lieber in der Sparte der Jagdersatzbeschäftigungen unter den Hundesportarten umsehen, zuvor aber erst mal ausloten, welche Jagdsequenzen Dein Hund überhaupt zeigt: Nase hoch, Nase am Boden, spurlaut, Apportieren, beutescharf, etc.?

    Caterina

  • Ich denke, dass Dummytraining, Mantrailing oder andere Formen der Nasenarbeit sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten wären.

    Dummyarbeit wird viel von den Retrieververeinen angeboten, wobei es da oft schwierig ist, mit einem Nicht-Retriever und Nicht-VDH-Hund unterzukommen. Einige Hundeschulen bieten das auch an, wie gut das dann ist, muss man wohl jeweils vor Ort beurteilen.

    Mantrailing wird meines Wissens eher in Hundeschulen oder privaten Trainingsgruppen angeboten und kaum in Vereinen.

    Ansonsten wäre vielleicht noch die Fährtenhundarbeit, die ja auch schon genannt wurde, eine sinnvolle Alternative. Das findet man vor allem bei SV- und allgemeinen Gebrauchshundevereinen.

  • Dank für diesen Thread! Ich fing gerade an, in meiner Ahnungslosigkeit mit dem Gedanken einer Jagdhundeausbildung für Elvis zu spielen, weil er einfach dafür geschaffen ist.
    Aber dass er dann wahrscheinlich eher schwerer "am Wild" kontrollierbar ist und mit einer riesen Erwartungshaltung in den Wald geht, das wusste ich nicht und hatte ich daher nicht bedacht.

    Wir bleiben beim (und intensivieren das) Jagdtersatztraining!

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