Jagdhundausbildung

  • Hallo, ich habe einen Griffon Korthals Mix 2 Jahre und würde gerne eine Jagdausbildung machen ohne selber jagen zu müssen. Ich weiß das es so etwas gibt, aber
    habe keine Ahnung wo. Hat jemand erfahrung damit und weiß jemand wo man sowas machen kann oder irgend welche Alternativen.
    Würde mich über viele Antworten freuen, damit ich mein Hund irgendwann von der Leine lassen kann.

  • Habe ich schon drüber nachgedacht, aber man hört leider auch viel schlechtes über Jäger die Ausbilden. Und da möchte ich kein Griff ins Klo machen. Habe schon ein wenig hier gegoogelt aber leider nichts gefunden.

  • Moin,

    also, um Deinen Hund von der Leine lassen zu können, brauchts vorerst mal keine jagdliche Ausbildung, sondern nur entsprechendes Training und umlenkende Beschäftigungen, die ihn auslasten und fordern. Apportierspiele, Suchen, egal ob Schlepp oder Fährte.

    Jagdhunde kann man auch nicht immer von der Leine lassen - das liegt einfach am Umgang mit dem Hund. Je nachdem wie gut er ausgebildet ist.

    Ausgebildete Jagdhunde in Laienhand - sehe ich sehr kritisch, denn das Üben geschieht stets im Revier, nur die Grundlagen erarbeitet man sich auf dem Platz. Und Üben im Revier fällt ziemlich oft unter Wilderei - stört die ansässigen lebenden Tiere, schreckt sie auf und bringt Unruhe ins Revier - nein, das würde ich mir schlicht verbeten.

    Du kannst Deinen Hund auf der Jagd nicht selbst führen - müsstest das einem Jäger überlassen - wolltest Du das?

    Und, sie wollen dann auch los und jagen, mit ihrem Menschen und ich kenn einige, die dann den Menschen nehmen, er mit ihnen jagt und alle anderen sind noch zum kraulen und füttern gut, ich halte das für ganz schön schwierig.

    Nur gut ausgebildete Jagdhunde, die wissen, dass sie jagen dürfen, sind dann auch führig - aber - jede jagdliche Tätigkeit ohne Revier ist Wilderei und unter Umständen strafbar.

    Besser sind dann andere Tätigkeiten gemeinsam mit dem Hund, etwa Wild beobachten, Ruhe beibringen, Spuren anzeigen lassen (Wildwechsel) und dergleichen mehr.

    Sundri

  • ich könnte Dir z.B. den Deutschen Teckelclub empfehlen. Der hat überall seine Gruppen. Nachfragen kostet nichts!

    Nicht überall sind Jäger die Ausbilder; viele sind Nichtjäger und bilden nur aus.
    Nachfragen, wo es passt!

  • P.S. abgesehen davon, man beginnt mit der Ausbildung im Welpenalter, Apport im Jagdgeschehen etwa ist etwas gänzlich anderes als Apport in der Freizeit, es geht hier um totes oder mitunter nur verletztes Wild, das der Hund sicher bringen muss - nur Ausnahmen werden das bei einem erwachsenen Hund noch sicher ohne Zwang erarbeiten können. Ausnahmen sind hier sowohl der Hund als auch der zugehörige Mensch.

  • Ja, genau das meine ich Jagd beobachten, Ruhe bewahren usw und ansonsten Dummy und ähnliches. Aber da gibts halt auch irgendwelche Ausbildungen.
    Und werde mal bei den Deutschen Teckelclub schauen

  • Moin,

    apportieren und färten kann man in guten Hundeschulen lernen, dazu braucht es keine jagdlichen Ausbildungen.

    Nochmal, dazwischen liegen Welten - ich glaube, kein jagdlicher Verein wird einen Hund in Nichtjägerhand ausbilden, kein seriöser jagdlicher Verein, denn zumeist ist für das jagdliche Führen ein Jagdschein erforderlich. Viele Übungen gehen nicht ohne...

    Andere jagdliche Ausbildungen bieten die Jägerschaften an und auch die werden Abstand nehmen, von Hunden in Nichtjägerhand. Aus gutem Grund.

    Sundri

  • Gerade wenn du den Hund von der Leine lassen willst, würde ich keine jagdliche Ausbildung machen! Spaziergänge werden garantiert nicht gerade einfacher, wenn der Hund erst mal richtig am Wild war.

    Meine letzten beiden Jagdhunde (Irische Setter) gingen hauptsächlich deshalb nicht mit mir zur Jagd, WEIL ich mit Ihnen entspannt ohne Leine spazieren gehen können wollte. Ich finde dieses Buch hier klasse:

    Ersatzbeschäftigung bei meinem letzten Hund war übrigens Plastikflaschen suchen und apportieren. War teilweise bisschen schwierig, den ganzen Müll im Auto zu verstauen, aber der Hund hatte Spaß, es half der Umwelt und teilweise rechnete sich das Pfandgeld echt. :gut: Man muss nur kreativ sein.

    Im übrigen musst du bedenken, dass abgesehen von der praktischen Durchführbarkeit deines Vorhabens auch die Risiken für den Hund nicht unerheblich sind (Wildschweine, Autos, schlechte Schützen). Bist du bereit, den Hund diesem Risiko auszusetzen?

  • Was genau willst Du denn mit dem Hund machen? Soll er später zur Jagd gehen, oder ausschließlich auf Schweißfährten eingesetzt werden?

    Als Nichtjäger bist Du auf die professionelle Jägerschaft angewiesen. Willst Du Deinen Hund in fremde Hände geben oder selbst auf der Jagd führen?

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