• Wie oft hast du bis jetzt Enzyme gegeben?

    Wie gesagt, ich vermute eher die Futterzusammensetzung als Auslöser der Probleme.
    War in der Dose Karotte mit drin oder war es Reinfleisch mit von dir gekochter Karotte?

    Mein Tip, wenn der Fleisch bzw. Proteinanteil im Vergleich zu Gemüse/Stärkebeilage sonst sehr groß ist: füttere 40-50% Fleisch und zwar am besten Muskelfleisch, kein Herz, Lunge usw., da das den Kot dünn machen kann und die andere Hälfte bis 60% entweder komplett Karotte oder Hälfte Karotte und (Süß) Kartoffel. Der (Süß)Kartoffel-Anteil gibt auf jeden Fall mehr Energie als nur Karotte.

    Und dann guckst du mal, wie der Kot ist.

    Wie hast du früher gebarft, also auch Gemüse und wenn ja, wieviel (anteilig zum Fleisch)?

  • Ich habe gestern am Abend mit den Enzymen begonnen.


    In der Dose gestern war Huhn und 5% Karotte.
    In der Früh und wie bereits vorgestern bekam sie gekochte Hühnerbrust mit selbst gekochter Moroscher Karottensuppe. Aber eben keine Enzyme.
    Da war das Verhältnis etwa 3:2.


    Ja, habe früher auch Gemüse bzw. Buchweizen gefüttert und zwar so in der Regel ca. 500 g Fleisch und der Rest eben Buchweizen und Gemüse, das waren dann ca. 300-350g. Hat aber wie gesagt auch nicht funktioniert.

  • Da war das Fleisch aber roh, oder? Buchweizen ist Vollkorn - Kartoffeln und weißer Reis sind leichter zu verdauen für Hunde.

    Morosche Karottensuppe - wenn der Name Programm ist, dann ist das ziemlich suppig, oder?
    Da wäre die Frage, wieviel Karotte dann im Vergleich zu Wasser in der Suppenportion wirklich drin ist. Ich kenn Morosche nicht, stell mir eben nur mit Wasser verdünnten Karotten-Püree darunter vor.

    Problem ist, wenn sehr viel Wasser dabei ist, dann verdünnt das zum einen die Magensäure und gibt aber auch wieder das Signal zur Säure-Nachbildung. Hat dein Hund Probleme mit Magensäure?
    Ich würde möglichst ohne zusätzliches Wasser füttern und eben ausprobieren, ob Hälfte Muskelfleisch und Karotte u/o Kartoffel hilft.

    Gibst du Salz? Das wäre wichtig.

  • Ich wollte nur mal anmerken, dass ich für Fin mal ganz ähnliche Ergebnisse hatte. Sein Elastase-Wert war nur 3 und der damalige TA wollte damit die Diagnose EPI gestellt haben.
    Ich habe auch eine zeitlang Enzyme zugefüttert und anfangs sah es auch so aus, als würde das die Symptome bessern. Blieb aber nicht dabei. Nach Rücksprache mit seiner Züchterin gab es weitere Diagnostik und die Blutwerte haben dann so gar keine EPI mehr gezeigt. Die waren bestens.

    Das ist jetzt ungefähr 5 Jahre her und Fin hat immer noch keine EPI. Aber der verträgt relativ wenig Fleisch bzw. % Protein und keine ständig wechselnden Mahlzeiten. Am besten kommt der mit einem Basis-TroFu und frischen Ergänzungen zurecht. Bzw. gibts die frischen Ergänzungen in dem Maß, wie er damit zurecht kommt, weil ich nicht gänzlich auf Frisches verzichten möchte.

    Mag sein, dass die Bauchspeicheldrüse da irgendwo "ein bißchen angeschlagen ist", aber nicht im Sinne von EPI, dann hätte es in den 5 vergangenen Jahren längst eine ausgewachsene EPI sein müssen.

  • Nein, das Fleisch war überbrüht. Roh wäre sowieso nicht gegangen.

    Naja die "Suppe" ist so wie ein Mus. Also nicht komplett flüssig, aber auch keine feste Pampe. Ich habe 1 kg Karotten mit etwas mehr als 1 Liter Wasser kochen gegeben und dann Wasser weggeschüttet und püriert.

    Soll ich also heute Hühnerbrust kochen und dann ein wenig Kartoffel/Karotte dazu geben? Schadet das bei EPI nicht? Also nur für den Fall, dass sie es hätte.

  • Wie gesagt, der Hund ist seit 2,5 Jahren schlapp und hat keine Energie. Und bisher haben wir nichts gefunden. Jetzt war erstmals der Wert schlecht.

    Ich denke, die Enzyme werden erst mal nicht schaden.

    Wie ich schon geschrieben habe bin ich bei einer ganzheitlich arbeitenden TA, die mir unbedingt empfohlen hat, kein Trockenfutter mehr zu füttern. Sondern hochwertiges Nassfutter + Karotte. Aber das haut nun ganz und gar nicht hin. Die Teile kommen zum Teil hinten so raus wie sie vorne rein gingen.
    Sie hat mittels Haaranalyse gesagt, dass der Hund Magen-Darm-mäßig im Allerwertesten ist, total mit Schwermetallen belastet ist und die Bauchspeicheldrüse angeschlagen ist.
    Jetzt war der Plan eben der, dass wir den Hund sanieren. Und entgiftet wird er auch. Und dann könnte sich vieles schon lösen. Aber bis dahin muss er ja was zu fressen kriegen. Trockenfutter soll ich ja nicht füttern, aber da hatte sie wenigstens keinen Durchfall. Ideal war es sicher auch nicht, aber wir hatten keine so großen Schwierigkeiten wie derzeit mit dem Dosenfutter.

  • Hochverdauliche Kohlenhydrate schaden nich - auch wenn du von anderen Leuten durchaus das Gegenteil hören wirst. Wenn Kartoffeln (die müssen richtig durchgekocht und am besten püriert sein) vertragen werden, dann probier das ruhig aus.

    Normalerweise füttert man bei EPI eher fettarm und mehr an leicht verdaulichen Kohlenhydraten, wobei es aber auch EPI-Hunde gibt, die durchaus auch mehr Fett vertragen.

    Wieviel wiegt denn dein Hund?

    Schnipsel hälftig Karotte und Kartoffeln klein und zwar insgesamt soviel, wie du Fleisch gibst, koch sie und püriere/stampfe sie hinterher. Verwende möglichst wenig Wasser und versuch etwas Kochwasser mitzufüttern (wegen der Vitamine, die im Wasser sind). Das Fleisch kannst du ja zum Schluss mitkochen.

  • Ok, dann werde ich das mal versuchen. Ca. 29 kg oder jetzt durch das ganze Dilemma vielleicht weniger

    Wie gesagt, ich finde es halt seltsam, dass sie bei Trockenfutter guten Output (normal gefärbt und mengenmäßig 2x am Tag 1 Häufchen) keine Probleme hat (aber der Elastase Wert dabei total im Keller war) und bei allem anderen hat sie breiige Haufen, wo es teilweise so aussieht, als wäre das Futter überhaupt nicht verdaut.
    Müsste bei einer EPI denn dann nicht gar nichts mehr gehen?

  • Ich denke, die Enzyme werden erst mal nicht schaden.

    Nein, das werden sie sicher nicht.

    Ich wollte Dir nur einen Hinweis geben, dass es nicht unbedingt die Lösung ist.

    Ich wollte auch nicht sagen, dass Du jetzt TroFu füttern mußt. Gewiß nicht. Ich habe über 10 Jahre frisch gefüttert und bin mit TroFu gar nicht so glücklich ;)
    Aber manchmal muß man sich halt dem Hund anpassen... Und da würde ich eben eher nach gucken. Was verträgt der Hund, womit kommt er zurecht? Nicht danach, was gefühlt oder empfohlen gesünder wäre.

  • Ok, dann werde ich das mal versuchen. Ca. 29 kg oder jetzt durch das ganze Dilemma vielleicht weniger

    Wie gesagt, ich finde es halt seltsam, dass sie bei Trockenfutter guten Output (normal gefärbt und mengenmäßig 2x am Tag 1 Häufchen) keine Probleme hat (aber der Elastase Wert dabei total im Keller war) und bei allem anderen hat sie breiige Haufen, wo es teilweise so aussieht, als wäre das Futter überhaupt nicht verdaut.
    Müsste bei einer EPI denn dann nicht gar nichts mehr gehen?

    Irgendwie wird man eine EPI sicher (hoffentlich!) in den Griff bekommen. Es gibt ja spezielles Futter dafür und die sind sehr fettarm und reich an Stärke. Außerdem sind möglichst wenig Ballaststoffe drin. Und vor allem werden besagte Enzyme eingesetzt.

    Aber da dein Hund normales TF mit normalen Fett- und Ballastostoffanteil (geh ich jetzt mal von aus) ohne Zugabe von Enzymen anscheinend gut verträgt, klingt das eben nicht ganz so typisch nach EPI.

    Bei knapp 30 kg kannst du insgesamt 3 bis 4 g Kochsalz füttern. Musst gucken, ob du evtl. salzreiche Leckerlies gibst und so weniger Salz ins Futter geben musst.

    Nachtrag: Wenn Nassfutter oder Frischkost nun gar nicht hinhauen sollte auf Dauer, dann würde ich persönlich TF füttern. Es gibt ja mehr als eine Sorte und auch solches für sensible Hunde.

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