Hibbel-Dobi in der Großstadt?
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Hallo,
Ich lese zwar schon seit einiger Zeit fleißig mit, aber habe mich erst ganz frisch angemeldet, um euch nach eurer Meinung und nach Ratschlägen bzgl. eines mich momentan sehr beschäftigenden Themas zu fragen.
Zurzeit studiere ich noch in einer beschaulichen Stadt in Hessen und wohne eher ruhig am Stadtrand. Nächstes Jahr könnte aber vermutlich ein Umzug nach Berlin anstehen- also Stadttrubel pur
Ares, mein Dobermannrüde, soll natürlich mitkommen, aber aufgrund seiner SDU und wirklich mangelhafter Sozialisierung kommt er sehr schlecht mit Stress, Menschenmengen und neuen Situationen zurecht.
Daher bereitet mir dieser mögliche Umzug bereits jetzt einiges an Bauchschmerzen und ich bin mir sehr unsicher, ob ich ihm diesem "Experiment" tatsächlich aussetzen sollte
Hat vllt jemand noch so einen absoluten Hibbel-Hund und lebt dennoch in einer größeren Stadt und kann mir von seinen Erfahrungen berichten?
Wie steht ihr generell dazu mit einem solchen Hund in eine Stadt wie Berlin zu ziehen? - Vor einem Moment
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Hallo,
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Ich würde es so einem Hund vermutlich nicht zu muten.
Mein DSH Rüde ist vom Grundcharakter der gleiche Typ, sher stressanfällig, problmeatisch mit neuen Situationen und Menschen... für ihn wäre ein Leben in der Stadt der Horror.Ich würde es nicht drauf ankommen lassen, sondern eine Wohnung in besser passenderen Umgebung suchen und dann pendeln.
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Was wäre denn die Alternative für den Dobi?
Ich denke, er würde ziemlich viel Streß haben, wenn er plötzlich in der Großstadt zurechtkommen muß.
Aber man könnte mit ihm immer ins Grüne fahren, wo er seine Umgebung gut ertrage kann.

Ich habe es mit meinem Dobi so gemacht und wir sind gut klar gekommen damit. Ein Halterwechsel halte ich für so einen Hund für noch mehr Streß.
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Ich hab mir meinen Hibbel-Terrier geholt als ich in einer Großstadt gewohnt habe. Es hat ihm viel Stress bereitet und mir auch, allerdings hat er da auch sehr viel gelernt. Es ging, aber erst seit dem ich in einer totalen Kleinstadt lebe merke ich wie viel es ihm ausgemacht hat. Er ist hier komplett anders. Ruhig, fröhlich, weniger gestresst, weniger ängstlich. Einfach ein lustiger kleiner Kerl. Vorher war er ein wandelndes Nervenbündel.
Der Umzug war für ihn übrigens auch sehr stressig, er bekam in Folge davon sogar eine Pankreatitis (er neigte auch schon vorher zu stressbedingtem Durchfall) und war extrem ängstlich. Das stabilisierte sich dann aber nach einigen Wochen.
Ich würde dir davon abraten, aber ich weiß auch wie das Leben manchmal so ist. Vielleicht hast du auch noch andere Möglichkeiten. Easy wird es sicher nicht und für deinen Hund auch nicht besonders gut.
Eine Abgabe will ich nicht empfehlen, aber soviel dazu sagen: ja sie wäre stressig, aber nach einer gewissen Eingewöhnungszeit und dem richtigen neuen Platz durchaus positiv für den Hund.
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ich habe auch einen sehr stressanfälligen Hibbel Hund hier und ich wohne in Berlin. Allerdings sehr am Rande. Wenn wir hier 10 min laufen sind wir "außerhalb". Ich würde meinen Hund nie! mit in die City nehmen.
Wenn ich hier raus gehe, habe ich mein Radar an und versuche die Stresssituationen soeweit wie möglich zu umgehen.
Wenn du nicht direkt in die City ziehen möchtest, sondern auch einen gewissen Fahrtweg in Kauf nehmen würdest, würde ich dir raten die äußeren Bezirke oder sogar das nahe Umland zu wählen. Damit entgehst du mit dem Hund den Großstadtrummel.
Ich brauche von hier aus mit den öffentlichen 30 min in die City, habe aber andererseits ganz viel Grün und Land vor der Tür. -
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aber aufgrund seiner SDU und wirklich mangelhafter Sozialisierung kommt er sehr schlecht mit Stress, Menschenmengen und neuen Situationen zurecht.
Wäre das Üben, mit Stress klar zu kommen, möglich?
Also z.B. sonntags mal in die Innenstadt, wenn wenig Trubel ist.
Mal Bus/Zug fahren außerhalb der Pendlerzeiten usw.Ihr habt doch noch ein Jahr Zeit, Euch auf den Umzug vorzubereiten.
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hmmm..Da er ja auch an SDU leidet, denke ich dass das nicht viel bringen wird ausser noch mehr Stress. Ich habe hier einen Schisser der nicht unter SDU leidet, hatte genau diesen Ratschlag auch bekommen damals und den auch umgesetzt, Schritt für Schritt....doch kommt er damit immer noch nicht klar und wird auch immer gestresst sein in solchen Situationen. deshalb mussten wir auch die Ausbildung abblasen, weil es eben nicht geht. damit habe ich mich zum Wohl des Hundes arrangiert, gehe mit ihm sicher noch in einigermassen belebte Gebiete damit er nicht voll zusammenbricht, würde mit ihm aber sicher auch nicht nach München oder Berlin ziehen. Dann eher ausserorts mit Garten, damit er dort wenigstens ein wenig Freiraum für sich hat, und Laufen gehen so am Rande des Tumults ab und an. Für solch stressanfälligen Hunde sollte man wirklich den Kompromiss eingehen, sich eine Wohnung am Rande zu suchen :-) Und ein Dobi unter Stress in der Stadt...oh ohhhhhh :/
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Ich finde es kommt sehr drauf an, wo man wohnt.
Wenn der Hund unter Dauerstress steht, geht das nicht. Aber es gibt ja auch in Berlin ruhigere Ecken. Evt. kann er dann halt nicht überall hin mit. - Er kann alleine bleiben?Wenn er allerdings auch in deutlich reizärmeren Umgebung schon schnell oder viel nervöses Verhalten zeigt, kann man noch mehr Reize wohl eher vergessen.
Wobei Hunde sich auch gut einstellen können - aber nur bis zu einem gewissen Grad. -
Berlin ist eigentlich eine relativ ruhige Stadt. Solange man den Kern und die It-Bezirke (die eigentlich auch Kern sind) meidet.
Je weiter weg vom Ring, desto ruhiger.Wir wohnen im Gebiet um den S Baumschulenweg (relativ nah am Ring). Zwar entwickelt es sich grade (zu meinem Leidwesen) zu einem In-Bezirk, aber unsere Ecke hat wirklich Kleinstadt, wenn nicht sogar großes Dorf-Flair. Ich hab den Wald vor meiner Nase (leider viele Hunde, Jogger und auch Kindergruppen. Aber auch Ausweichmöglichkeiten), die wichtigste Straße ist die Baumschulenstraße die gerne mal etwas voller ist, aber mit vielen Schleichwegen.
Man kann mit Hund aber auch diese Straßen größtenteils meiden.
Hektischer wird es erst eine Bahnstation weiter in Schöneweide, da haben wir allerdings sehr gute Einkaufsmöglichkeiten (Center)Eine Freundin wohnt in Marzahn, am Rand zu Brandenburg.
Man darf halt keine Vorurteile gegen Plattenbau haben. Aber auch da: zwar viele Häuser, große Straße und ansonsten schaut sie aus dem Fenster über plattes Land und Felder, Felder, Felder...Und es gibt noch einige Gebiete, die recht ruhig sind. Hellerdorf soll da auch einige Ecken haben. Und auch in Schöneweide, wenn man weiter rein fährt, gibt es ruhigere Wohnanlagen, Köpenick ums Krankenhaus rum (also, die Ecke) find ich auch extrem Ruhig usw.
Ich würde dir vor dem herzug raten, nimm dir die Zeit, fahr her und schau dich abseits der Studentengebiete (was meist die überlauten Itgebiete sind) und den Tourismushochburgen um und entscheide dann, was für deinen Hund machbar ist.
Und unter diesen Aspekten such dir einen netten, ruhigen Bezik, der eurer alle Bedürfnisse erfüllt.Allerdings, und das ist bestimmt nicht übertrieben: Stell dich auf massenhaft Hunde ein. Viele Leute hier haben Hunde und nicht immer an der Leine oder Flex auf ansatz ;-)
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Erstmal schonmal ein riesiges Dankeschön für die vielen Antworten
Also, vieles, was ihr geschrieben habt, passt eindeutig zu meinen Bedenken. Ares ist zwar super schnell, wenn es darum geht Tricks und "Blödsinn" zu lernen, aber sich in neue Situationen einzufinden, fällt ihm unglaublich schwer.
Zurzeit kommt hinzu, dass wir (mal wieder :/ ) dabei sind, die Dosis an Forthyron anzupassen. Wenn er richtig eingestellt ist, ist er logischerweise deutlich leichter händelbar und es fällt ihm spürbar leichter, sich in stressigen Momenten an mir zu orientieren.
@ Helemaus: Deinen Tipp, mir die Stadt erstmal alleine anzuschauen und die Stadtteile besser kennenzulernen, werde ich auf jeden Fall beherzigen. Danke dir!
@frolleinvomamt: Hier in der Umgebung kommen wir im Alltag gut zurecht- er fährt mit mir regelmäßig Bahn und auch die- zugegeben- nur mäßig besuchte Innenstadt ist für uns an ruhigen Vormittagen kein Problem. Allerdings ist er sowohl durch seine SDU und seine schlechte Sozialisierung nur eingeschränkt lernfähig, was soetwas anbelangt...Vermutlich werde ich eine etwas weiter außerhalb gelegene Wohnung suchen müssen, damit ich ihn nicht doch vollkommen überfordere, allerdings kommt damit auch wieder das Problem auf, dass ich eben nicht "mal schnell" in der Mittagspause nach Hause flitzen kann, um nach ihm zu sehen...
Obwohl das Ganze noch ein ganzes Jahr hin ist, belastet mich dieses Gegrübel jetzt schon unglaublich.
Trotzdem nochmal vielen Dank für eure Tipps und Anregungen soweit
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