Bauchweh, Durchfall und Co. ...
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Gast84071 -
1. März 2016 um 09:56
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Mir wurde un unterbreitet, dass Probiotika eh nicht die Magensäure überleben, da der pH bei 2 (oder so?) liegt...und das alles daher Unsinn sei....
Bin jetzt verwundert....was meint ihr denn?
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Hi,
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Ich meine auch, dass Protbiotika mindestens umstritten sind.
Bei Menschen wird ja deshalb mittlerweile auch schon mit Stuhlimplantaten experimentiert.
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Mir wurde unterbreitet, dass Probiotika eh nicht die Magensäure überleben, da der pH bei 2 (oder so?) liegt...und das alles daher Unsinn sei....
So manche Diskussion über Pro-und Prebiotika wird in der Öffentlichkeit widersprüchlich geführt. Die Wissenschaft ist da aber schon viel weiter.....und mit Unsinn hat das nun aber gar nix zu tun.
Seit ein paar Jahren überprüft das Zentek-Institut hier in Berlin ganz gezielt die Wirkung von Pro-und Prebiotika.Probiotika & Präbiotika • Institut für Tierernährung • Fachbereich Veterinärmedizin
Nach heutigen Erkenntnissen muss ein Probiotikum nicht zwingend ein lebender Mikroorganismus sein, denn auch von Zellteilen oder nicht lebenden Mikroorganismen können gesundheitsfördernde Effekte ausgehen.
Es gibt z.B. die Dissertation von Marco WEISS ( 2003), die sich eingehend mit der Anwendungssicherheit von Probiotika beschäftigt. Ist immer besser, sich lieber selbst zu informieren, als seltsamen "Unterbreitungen" Glauben zu schenken.

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Ohne jetzt den ganzen Fred gelesen zu haben - doch, die guten Bakterien passieren in ausreichender Menge die Magensäure unbeschadet. Es gibt eine Doktorarbeit, in der Mutaflor bei Hunden mit Magen-Darm-Problemen verwendet wurde.
Und auch aus eigener Erfahrung kann ich berichten, daß Symbioflor 2 bei meinen Hunden gewirkt hat. -
Ach das hab ich schon von meinem TA empfohlen bekommen....aber nicht versucht

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Hehe, daher fragte ich ja nach, weil es mir iwie Spanisch vorkam.
Sehr gut. Also wir hantieren hier gerade mit Bokashi und Bactisel und ich hoffe, dass sich das Gedärm darüber freut, nachdem der Kot nach den AB nun gerade eher suboptimal ist...
Edit: ach ja...die Aussage stammte übrigens von einem Tierheilpraktiker...mein TA hingegen riet mir direkt zu Probiotika. Gibts also auch

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Oh Mensch, man weiß echt nicht immer, was man glauben soll, kann...
Aber ich glaube, dass im Thema Darm noch eine Menge Musik steckt!
Letztens hab ich von einer Studie gelesen: Da bekamen Mäuse Darmbakterien von depressiven Mäusen eingesetzt - und wurden in Folge depressiv
...Wenn man den Gedanken weiter verfolgt...Da essen wir irgendwann Sch..., vermutlich in Tablettenform - aber natürlich mit guten, nicht mit depressiven Bakterien!
Joy ist seit der 1. Runde Giardien-Medis Df-frei *auf Holz klopf.
Heute hab ich das erste Mal wieder normales Dosenfutter gefüttert (danke Melanie, für das Gespräch!).
Ostern die 2. Runde Medikamente.
Sofern ihr Output ok ist, wie jetzt, gebe ich weiter das normale Futter.
Zum Darmklimaaufbau nach den Medis und den Giardien werde ich Moor nehmen, reines Moor "in Flaschen".
Und falls noch mal DF einsetzt, wieder Schonkost.
Mal schauen, ob ich das Bactisel auch noch gebe.
Mehr aber auf keine Fall, Moor und ggf. Bactisel. Ich glaube, so viel ist nicht gut. Zumal - ohne DF - ja keine Not besteht. Ich denke, es ist eher Geduld gefragt. -
Aber ich glaube, dass im Thema Darm noch eine Menge Musik steckt!
Ja....der Darm ist kein langweiliger Schlauch mit Verdauungsfunktion.

Magen-Darm-Geschichten beim Hund haben ja erschreckend zugenommen. Insofern ist es sinnvoll, sich mit diesem wichtigen Organ zu beschäftigen.
Das mache ich eigentlich seit ca. 8 Jahren. Da kam meine Spanierin zu mir und mit ihr ein desolates Immunsystem und ein überaus eigenwilliges Gedärm. Die üblichen "Ernährungs-Gesetze" wurden außer Kraft gesetzt und das "Gesetz Nr. 1 Der Hund braucht Fleisch" verschwand erst mal in der Mottenkiste.
Der Magen-Darm-Trakt des Hundes ist ein permanent belastetes Kontaktorgan und Darmerkrankungen stellen sich somit auch als komplexes Geschehen dar, deren Ursachen oftmals multifaktoriell sind. Das bedeutet, dass so manches Medikament aus der Schulmedizin der darmeigenen Regulation eher entgegen wirkt als hilfreich zu sein. Beispiel AB`s, Magensäureblocker, Cortison o.ä.
Um das Darmgeschehen des eigenen Hundes verstehen zu können, sollte man ganz "am Anfang" beginnen. Nämlich, wie kommt die Darmflora in den Hund und wie bleiben die Bakterien im Gleichgewicht.
Ganz am Anfang heißt: Wo kommt mein Hund eigentlich her?
Die ersten Bakterienstämme kommen von der Mutterhündin. Für den Welpen ist es am Einfachsten, mit diesen weiterzumachen. So werden die ersten Stämme auch richtig stark, was das Immunsystem aktiviert und den Stoffwechsel begünstigt.
Wird der Welpe zu früh von der Mutter getrennt, entstehen schon die ersten grundlegenden Probleme. Das passiert z.B. beim Vermehrer-Handel, bei vielen Strassenhunden oder in Tötungsstationen. Insofern verfügen viele (junge) Hunde aus dem Ausland-Tierschutz unter Umständen gar nicht über die robuste Verdauung, die ihnen gerne nachgesagt wird.Aber nicht nur auf die Mutterhündin, sondern auch auf die Gegend, wo sie gelebt hat (....und die dadurch vorkommenden Nahrungsmittel) sind Bakterien spezialisiert. So kann eine Hündin, die Getreide und Milchprodukte gut verträgt, diese Bakterienstämme an ihre Welpen weitergeben, die dann wiederum selber gut mit diesen Nahrungsmitteln zurecht kommen.
Die Mutter meiner Andalusierin muss demzufolge mehr Gemüse, Obst, Kartoffeln o.ä. zu fressen bekommen haben und eher wenig Fleisch. Das musste ich erst mal herausfinden.

So kann z.B. die übermäßige Besiedelung des Magen-Darm-Traktes mit Clostridien durch ein Futter mit zu hohem Proteingehalt entstehen. Dadurch kann die Zahl der eiweißspaltenden Bakterien wie Clostridien um mehrer Zehnerpotenzen zunehmen. Das wiederum geht auf Kosten der "nützlichen" Bakterien......und schon entsteht ein Ungleichgewicht mit der Diagnose Dysbiose. Die Aussage "Der Hund braucht (viel) Fleisch" darf man nicht verallgemeinern. Sie ist individuell zu handhaben.
Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig für eine gesunde Darmflora und somit auch für ein intaktes Immunsystem. Wie die auszusehen hat, muss Jeder, der einen Hund mit Verdauungsstörungen hat, selbst herausfinden. Daran führt kein Weg vorbei.

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(...) Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig für eine gesunde Darmflora und somit auch für ein intaktes Immunsystem. Wie die auszusehen hat, muss Jeder, der einen Hund mit Verdauungsstörungen hat, selbst herausfinden. Daran führt kein Weg vorbei.

Ich finde den Thread hier dafür richtig gut! Dass man sich austauschen kann und Ansätze für den eigenen Hund findet.
Und weil man echt nicht mit jedem so detailliert über den Hunde-Output reden kann, selbst unter HH ist das ja eher ein "Spezialthema"...
Joys 1. normale Kost erbrachte einen etwas zu harten Stuhl, aber noch im Rahmen.

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So kann z.B. die übermäßige Besiedelung des Magen-Darm-Traktes mit Clostridien durch ein Futter mit zu hohem Proteingehalt entstehen. Dadurch kann die Zahl der eiweißspaltenden Bakterien wie Clostridien um mehrer Zehnerpotenzen zunehmen. Das wiederum geht auf Kosten der "nützlichen" Bakterien......und schon entsteht ein Ungleichgewicht mit der Diagnose Dysbiose. Die Aussage "Der Hund braucht (viel) Fleisch" darf man nicht verallgemeinern. Sie ist individuell zu handhaben.
Ich würde sagen, der Hund braucht ausreichend hochwertiges Protein und das muss ja nicht unbedingt Fleisch sein.
Man kann das auch umdrehen: die Ernährung ist womöglich nicht zu fleisch-/proteinlastig oder auch zu fetthaltig, sondern es fehlt zumindest an Ballaststoffen, möglicherweise auch an energieliefernden Kohlenhydraten. Manchmal wird auch zu bindegewebshaltig gefüttert, z.B. viel Lunge (steckt gern in den Barf-Mixen, da recht günstig). Die Mischung machts`s also
.Und ja, Hundekacke ist auch hier ein wichtiger Aspekt - bin da leidgeprüft, was Anton angeht. Ich guck ihm immer noch beim scheißen zu
, um Rückschlüsse auf seine Darmgesundheit zu ziehen (er ist Allergiker und wir haben noch nicht alle Übeltäter gefasst). - Vor einem Moment
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