Yorki, 8 Monate, komisches Verhalten

  • Aufzucht war nicht ideal, die Welpen waren nur im Haus und im Garten. Kleine Kinder haben sie bis zur 8. Woche nicht kennen gelernt, dann haben wir Maja geholt.

    Es wäre aber vllt. noch wichtig zu erwähnen, dass fast ALLE Welpen aus diesem Wurf dieses Verhalten ggü. fremden Personen / Kindern haben.


    Es könnte m.E. an der Aufzucht in den ersten 8 Wochen liegen.

  • Außer, dass deine das Problem bei Hunden und nicht bei Kindern hat, passt das Verhalten ganz genau.. Ist es schlecht Wetter, windig, vor allem NASS und KALT, brauch ich sowieso nichts üben.. Deshalb fang ich jetzt langsam an, über die nächsten kleinen Schritte nachzudenken. In vielen Bereichen sind wir schon ein gutes Stück weiter gekommen, so dass wir damit leben können und auch der Hund sichtlich entspannter ist, wenn auch nicht perfekt gelassen.

    Aber grade diese panische Angst bei Kindern und das oft komplett unsichere Verhalten beim Spazieren kann man sicher noch besser hinbekommen.

    Mein Stiefvater übrigens kennt das auch nicht, er hatte zuvor eine Yorki Hündin, die genauso war wie du deine Vorgänger beschreibst.
    Offen, selbstbewusst, Terrier halt.

    Unsere wiegt auch nur 2 kg und hat für einen Yorki auch noch sehr sehr wenig Fell..

  • Unsere wiegt auch nur 2 kg und hat für einen Yorki auch noch sehr sehr wenig Fell..

    Verzwergung, Inzucht?, keine Welpenförderung, zu früh abgegeben -> in meinen Augen unseriös, reine Vermehrung.
    Bei mir geht mit Sicherheit kein kleiner Hund raus, der nicht ausreichend auf "das Leben da draußen" vorbereitet ist! würd ich mich schämen, echt!

  • Das unsichere Verhalten kann aber auch andere Gründen halten. Als vor knapp 3 Jahren unsere (leider mittlerweile verstorbene) Pepper einzog, war sie, wenn unsere ältere Hündin dabei war Terrier durch und durch und wurde auch liebevoll Terrorzwerg genannt. Aber wehe sie war alleine unterwegs. Unsicher und ängstlich. Dabei war sie komplett identisch zu unserer älteren Hündin aufgezogen worden und die beiden waren auch blutsverwandt. Aber ein komplett anderer Hund als die Ersthüündin, die sehr aufgeschlossen ist. In unserer Welpengruppe waren alle Zweithunde schüchterner als die Einzelhunde. Unsere Trainerin hat uns damals darauf hingewiesen, daß so etwas gar nicht untypisch ist und man möglichst viel mit den Welpen/Junghunden ohne den älteren Hund unternehmen soll, damit sie auch ein eigenes Selbstbewusstsein entwickeln.

  • Naja.. an Masse und Gewicht wird noch was kommen. Mit 2kg liegt sie da jetzt nicht an der unteren Grenze und mit Endgwicht ist sie normaler Standard.

    Die Aufzucht war alles andere als ideal. Die Hunde kannten auch kein Halsband. Maja hat bis heute Angst, wenn man Geschirr oder Halsband anlegen will. Ich denke zum einen wegen dem Anlegen, das mag sie absolut nicht und auch weil sie weiß, dass es dann raus in die böse Welt geht. :tropf:

    Bei zu früh abgegeben scheiden sich ja die Geister.. bei Hunden in der Größe bin ich auch dafür, die Welpen länger beim Züchter zu lassen.. Ansonsten mache ich das stark davon abhängig, in wie weit sich jeder einzelne Welpe entwickelt, wie die Welpen beim Züchter gefördert werden usw.

    Von richtigem Züchter kann man bei einem Biewer eh nicht sprechen.. das ist ja keine eingetragene Rasse.

  • Ich frag mich gerade, warum du dir dann dort einen Hund geholt hast, wenn du das alles so "schlecht" gefunden hast. :???:

  • Danke Sabine, das ist nämlich so der Hauptgrund, den ich sehe. Meine Nicki z. B. kommt vom Vermehrer, Aufzucht absolut nicht ideal. Trotzdem haben wir das zusammen gemeistert und sie hat sich toll entwickelt. Maja wurde bis jetzt nicht anders groß, hat nicht mehr oder weniger gesehen und verhält sich ohne ihre Nicki wirklich, als gäbe es für sie kein Morgen mehr.

    Trotzdem ist ihre panische Angst vor Kindern aber immer vorhanden, da ist ihr dann auch Nickis Beisein komplett egal. Und daran müssen wir dringen arbeiten :verzweifelt:

  • Der Hund gehört nicht direkt mir, sondern meiner Schwester und da ich diese mit ihren 12 Jahren eher nicht so als 'Hundeführer' ansehe, eher meinen Eltern. Ich habe bei der Entscheidung nicht viel mitzureden gehabt ;)

  • ber bzgl. Kastra.. Grade beim Thema Unsicherheit/Angst höre und lese ich immer wieder, dass NICHT kastriert werden soll, da sowieso schon unsichere Hunde dazu neigen, noch weiter in die Unsicherheit zu fallen?

    Das betrifft Rüden - da kann es mit dem Wegfall des Testosterons zu verstärkter Unsicherheit kommen. Bei Hündinnen fällt aber kein Testosteron weg, im Gegenteil, dessen Einfluss verstärkt sich eher. Aber im grossen Ganzen ist zu erwarten, dass sich die kastrierte Hündin wie in der Zeit hormoneller Ruhe (Anöstrus) verhält - auch intakte Hündinnen stehen ja nur relativ kurze Zeit unter Hormoneinfluss.

  • Für mich hört sich das nach einem hochgradig gestresstem Leben in Angst und Schrecken an.

    Eine schwere OP ist wohl das letzte, was dieser Hund gerade braucht.

    Ich würde dazu raten den Hund einem verhaltenstherapeutisch arbeitendem Tierarzt vorzustellen. Es muss abgeklärt werden, ob der Hund unter diesem Umständen überhaupt halbwegs stressfrei leben kann.

    Willkommen auf der Homepage der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie - GTVMT! - Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie

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