• Hallo Leute :winken:

    Auch wenn mich das Thema Epilepsie nicht betrifft, als Interessierte möchte ich einfach mal ganz blauäugig fragen, in wie weit das bei eurer Rasse Thema ist und welche Maßnahmen ggf. ergriffen werden.
    Mir geht es jetzt in erster Linie um die erbliche Epilepsie, wie man sie erkennt und gerne auch Erfahrungsberichte.
    Es soll nicht gegen Züchter oder Deckrüdenbesitzer, einzelne Rassen etc. gewettert werden also bitte keine Zwingernamen. Ich hab selbst schon miterlebt wie schnell solche Diskussionen kippen können also bitte sachlich bleiben und sich möglichst mit wilden Gerüchten zurückhalten, zu Unrecht "beschuldigt" werden will niemand.

    Also, wie regelt das euer RZV bzw. die Züchter? Bei meinem ist es so, dass man Epi-Fälle melden kann, dann darf der Züchter keine Wurfwiederholung machen. Ich weiß aber auch, dass es zum Teil Datenbanken gibt, die solche Fälle ihrer Rasse sammeln. Vielleicht gibt es da ja noch mehr Strategien. Wäre ebenfalls interessant, in wie weit das schon Erfolge gebracht hat.

    Zum Einstieg noch ein Link über Genetik von mir:
    Grundlagen angewandter Genetik für die Hundezucht

    ...damit evtl. auch andere, die in Genetik nicht so fit sind, verstehen können.

  • Mit dem Border Collie habe ich eine Rasse, deren Population extrem mit Epilepsie belastet ist.
    Es gibt auch diverse Datenbank, allerdings ist die Dunkelziffer der betroffenen Hunde mit Sicherheit extrem hoch (mit den unterschiedlichsten Gründen wieso ein Hund nicht eingetragen wird).
    Zudem wird seit Jahren versucht ein Gentest zu entwickeln, bisher erfolglos.

    Bei meinem ist es so, dass man Epi-Fälle melden kann, dann darf der Züchter keine Wurfwiederholung machen.

    Beim Border Collie habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass der CfbrH die Epi-Problematik totschweigt und es ist defintiv kein kleines Problemchen-

  • In der Datenbank der ABCD gibt es für den Border Collie ja mittlerweile einige Eintragungen. Ich hoffe, dass sich viele anschließen und offener werden mit dem Thema.

    Hast du einen Link zur ABCD-Datenbank oder ist diese nur für Mitglieder zugänglich?
    Ich kenne bisher "nur" die aus Tschechien, GB, Italien, den Niederlanden, Polen, Schweden und USA/Kanada

  • Beim Curly gibts auch solche Datenbanken. Allerdings ist es freiwillig, d.h. nur bedingt aussagekräftig.

    Ich find Epi ein ganz schwieriges Thema, weil es eben nicht durch Tests nachzuweisen ist und ja auch ganz unterschiedlich auftritt.

  • Beim WSS ist Epi leider auch ein Thema, und es wird selten offen damit umgegangen. Unser Spaniel Club ist da leider keine Ausnahme. Epilepsie ist ein zuchtausschliessender Fehler, aber es gibt keine weiteren Vorschriften - man könnte theoretisch sogar eine Wurfwiderholung machen trotz betroffener Welpen.

    Infos über Hunde, welche epileptische Nachzucht gebracht haben, sind schwierig zu kriegen. Nur wenige Länder veröffentlichen gemeldete Fälle in ihren Jahrbüchern - und die kriegen nur Vereinsmitglieder zu Gesicht. Umfassende internationale Listen gibt es nicht, und nur ganz wenige Länder haben öffentlich einsehbare Datenbanken, die sich nach Epilepsiefällen durchsuchen lassen. So macht sich jeder Züchter seine private schwarze Liste, aus bestätigten Fällen und der Gerüchteküche gemixt. Viele kümmern sich auch gar nicht drum, nach dem Motto "Pech haben kann man immer". Jo, kann man, aber man ja auch nicht grad zwei bekannte Carrier verpaaren....

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