Mundgeruch und andere Probleme
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Ein kleines Update meinerseits:
Lacky hat sich inzwischen sehr sehr gut eingelebt, missen wollte ich ihn nicht mehr. Er ist mir wahnsinnig an´s Herz gewachsen und ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie das Leben ohne Hund war. Er hat auch gut zugenommen, wiegt nun 9,3 kg und sieht damit sehr gut aus.
Sein Gesundheitszustand ist allerdings nicht besonders toll. Die Zahnsanierung ist ja nun noch nicht lange her, ich putze ihm seither die Zähne und dennoch bekam er recht schnell wieder Mungeruc. Durch das Zähneputzen habe ich dann auch direkt schnell bemerkt, als im Bereich der hinteren Backenzähne im Unterkiefer das Zahnfleisch bei kleinster Berührung zu Bluten begann. Auch die Krusten an den Lefzen wollten trotz täglicher Behandlung nicht verschwinden und so habe ich dann direkt einen Termin bei einem Zahn-Spezialisten gemacht. Hier wurde festgestellt, dass Lacky nochmals operiert werden muss, der Zahnzustand allerdings insgesamt ganz und gar nicht dem entspricht, der so kurz nach einer Zahnsanierung eigentlich vorliegen sollte. Aufgrund mehrerer Symptome wird eine Autoimmunerkrankung vermutet. Dies gilt es nun noch abzuklären, hier dann auch bei einem Spezialisten.
Um die Narkosetauglichkeit zu überprüfen, wurde wieder ein geriatrisches Profil erstellt. Ich wollte es gerne haben, allein schon um zu sehen, ob sich die Leberwerte unter der anderen Fütterung und Co. verbessert haben. Leider ist nun ein Wert hinzugekommen und sie sind noch einmal erhöht im Vergleich zum letzten Blutbild. Also muss hier nun wieder ein Ultraschall gemacht werden, um zu sehen, ob die Leber auffällig ist.
Mal davon abgesehen, dass der kleine Mann gerade auch eine Bindehautentzündung hat, wurde er die Tage auch von einem Zweier-Hunderudel angegriffen, Schlimmeres konnte ich GsD durch Eingreifen verhindern, die alte Wunde an der Pfote hat es dennoch wieder aufgerissen und eine Verletzung dicht am Auge hat er leider auch davongetragen.
Es ist zwar ein bisschen viel im Augenblick, aber ich hoffe, dass wir das alles doch noch in den Griff bekommen. Ich hoffe inständig, dass der keinen Lebertumor o.ä. hat, das ist im Augenblick meine größte Sorge.
Heute würde ich mir es wahrscheinlich nochmal überlegen, einen älteren Hund aufzunehmen. Nicht wegen der Pflege, nicht wegen der Kosten, sondern weil man sich in das Tier über beide Ohren verliebt, weiß, dass man mit ihm nur noch endlich viel Zeit verbringen darf und es dann ganz besonders auf das Gemüt drückt, wenn Hund etwas oder etwas mehr hat.
Soweit erst einmal von uns.
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Ach das tut mir leid, dass Lacky so viel Pech hat. Wünsche euch alles Gute!
Auch wenn es für den Menschen natürlich hart werden kann, einen älteren Hund aufzunehmen, so ist es für den Hund doch das größte Geschenk überhaupt, seine letzten Jahre nicht im Tierhheim verbringen zu müssen. Zumal seine ganzen Wewehchen da wohl auch gar nicht so aufgefallen wären. Lacky hatte großes Glück bei dir gelandet zu sein!
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Ich würde mich heute - mit all dem was ich weiß - immer wieder für Lacky entscheiden. Er ist ganz wunderbar und ich würde ihn gegen nichts eintauschen wollen. Ich kann wirklich behaupten, dass er mein Seelenhund ist. Allerdings bin ich über das TH schon verärgert, beide TÄ können nicht verstehen, wie man einen Hund in dem Zustand überhaupt rausgeben konnte. Letztlich bin ich darüber aber auch froh, weil er hier Liebe & Fürsorge erfährt und ich keine TA-Besuche, Kosten & Mühen scheue.
Wegen seiner Ernährung habe ich mich nun an jemand Fachkundiges gewendet. Dabei ist aufgefallen, dass sein T4-Wert sehr niedrig ist, zwar innerhalb der Referenz, aber im untersten,untersten Bereich. Ich soll eine SDU abklären lassen, weil eine SDU nicht selten mit erhöhten Leberwerten einhergeht.
Übernächste Woche habe ich einen Termin in der Uniklinik. Was dort dann genau gemacht wird, kann ich noch nicht sagen. Den Termin vereinbart habe ich wegen der Abklärung einer Autoimmunerkrankung mit Organbeteiligung, habe auch gesagt, dass die Leber geschallt werden soll. Nüchtern soll ich ihn jedenfalls bringen, sicherlich wird da Blut gezapft werden (für ANA-Test und Co.), ob für den US ein gesonderter Termin anfallen wird, weiß ich nicht. Da werde ich dann auch direkt die SD-Sache ansprechen, nüchtern ist er ja - dann sollen sie in diese Richtung gleich mittesten.
Wir werden das schon schaffen. Ich liebe diesen Hund und zur Not esse ich eine Scheibe Toast weniger, wie meine Oma sagen würde. Mehrere Familienmitglieder haben mir gesagt, dass ich mich melden soll, wenn ich finanzielle Hilfe für Lacky brauche. Bisher war das nicht der Fall, ich hoffe, dass das so bleiben wird, aber ich muss mir zumindest keine Gedanken machen.
Liebe Grüße
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Hallo :)
Ich hätte direkt eine Frage, die ich gerne in die Runde werfen möchte. Über Lacky´s gesundheitlichen Probleme wisst ihr ja Bescheid. Wie bei Übernahmetieren weiß man ja oft nicht, wie die (gesundheitliche) Vergangenheit war und manches könnte einfacher sein, wenn man davon Kenntnis hätte.
Da er ein Abgabehund war, bin ich im Besitz seines EU-Ausweises. Dort ist aufgeführt, bei welchem TA er zwischen 2006 und 2009 in Behandlung war bzw. geimpft wurde. Wenn man den Ausweis gegen das Licht hält, kann ich auch den Namen des ehemaligen HH lesen.Mich zuckt es gerade wirklich in den Fingern und ich bin an der Überlegung, seinen ehemaligen TA anzurufen und zu fragen, ob es in seiner gesundheitlichen Historie "Besonderheiten" gab. Spricht etwas dagegen? Darf der TA mir Auskünfte erteilen? Unabhängig davon: Darf man den ehemaligen HH ggf. kontaktieren (abgesehen davon, ob dies ratsam ist oder nicht)?
Mir ist wichtig, dass das TH keinen Ärger bekommt. Ich weiß nicht, inwiefern die z.B. einen neuen EU-Pass ausstellen müssen o.ä. Den ehemaligen HH würde ich auch möglichst nicht kontaktieren. Den TA hingegen schon gerne - alles, was ich mehr an Informationen zu Vorerkrankungen/Behandlungen bekomme, wäre nützlich.
Liebe Grüße
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Ich kann gut verstehen, dass du mehr zur Vorgeschichte deines Hundes erfahren möchtest.
Der TA hat Schweigepflicht und wenn er die ernst nimmt wirst du eher nichts erfahren.
Den ehemaligen Halter zu kontaktieren würde mir nicht in den Sinn kommen.
Wer weiß wie und warum der Hund abgegeben werden musste.
Soweit ich weiß muss das Tierheim keinen neuen EU_Pass ausstellen, darf es auch nicht. Kann mich aber irren mit dem was mir diesbezüglich im Kopf herum schwirrt.
Ich vermute fast, du musst mit dem was du bisher weißt auskommen, so unbefriedigend das auch sein mag.
Ich wünsche dir, dass dem Hund doch noch besser geholfen werden kann.
Hast du mal versucht ihm Chloropylltabletten zu geben?LG, Friederike
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Das ist natürlich sehr traurig - auch, weil es dem widerspricht, wofür ein TA eigentlich steht: Der Tiergesundheit.
Nun gut, es ist wie es ist. Nun müssen halt alle Untersuchungen ggf. doppelt und dreifach gemacht werden, in der Hoffnung, dass die Leber zwischenzeitlich nicht schlapp macht.
Chlorophyltabletten dürften in dem Fall leider nicht helfen, zumindest nicht bei dem eigentlichen Problem.

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Dein jetziger TA könnte sich mit dem vorherigen TA in Verbindung setzen, ich denke, der würde evtl. eine Auskunft bekommen.
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Dein jetziger TA könnte sich mit dem vorherigen TA in Verbindung setzen, ich denke, der würde evtl. eine Auskunft bekommen.
Versuchen kann man das. Wobei ich auch hier denke, dass es Schwierigkeiten geben könnte.
Ganz übertragen kann man den Fall auf den bei Menschen jetzt natürlich nicht wirklich. Aber "Menschenärzte" dürfen sich auch nicht "einfach so" untereinander kurzschließen, das bedarf zumindest einem stillschweigenden Einverständnis (z.B. der Nutzung einer Überweisung). -
Huhu,
vor einiger Zeit hatten wir nun den Termin in der Uniklinik. Gemacht wurde da eine sehr ordentliche Allgemeinuntersuchung, der Leber-US, Ermittlung von fT4 und einem anderen Schilddrüsenwert und eine Serumelekrophorese und wir haben besprochen, wie eine OP dort ablaufen würde.
Der US war soweit unauffällig, zumindest war nichts zu sehen, was für einen Hund in seinem Alter außergewöhnlich gewesen wäre. Die Schilddrüsenwerte sollen auch i.O. sein und die Serumelekrophorese deutete eher auf einen entzündlichen Prozess als auf ein tumoröses Geschehen. Die alten Leberwerte waren grenzwertig. Hier sollte dann nach ein paar Wochen nachgetestet werden, denn für eine altersbedingte Geschichte hätten sie nicht weiter ansteigen dürfen. Für den Fall, dass sie ansteigen sollten, wurde mir eine Leberbiopsie ans Herz gelegt, hätte ein US diagnostisch gesehen seine Grenzen. Außerdem bekam er dann zusätzlich zum hochdosiertem Silymarin von Stada auch Zentonil als Leberschutz.Gestern bekam ich dann den Befund des neuen Leberprofils. Leider sind die Werte trotz Leberdiät und Medikamente weiter gestiegen.
Hinsichtlich der Autoimmunerkrankung sind sich mehrere Ärzte sicher, dass Lacky betroffen ist. Bei der anstehenden OP wird an mehreren Stellen Probematerial entnommen, allerdings darf ich mir schon recht sicher sein, dass Lacky medikamentös eingestellt werden muss. Eine Leberbeteiligung schließt die Uniklinik zwar weitestgehend aus, aber beschwören lässt sich das nicht.
Montag werde ich nun für seine OP den Termin vereinbaren. Ich hoffe, dass es möglichst schnell gemacht werden kann, weil ich mich um die Nase sorge. Kostenmäßig weiß ich noch nicht, was auf mich zukommen wird und es wird auch schwierig sein, dass vorab einschätzen zu lassen, weil er fremde nicht an die Zähne lässt. Sicher ist nur, dass 4 mindestens gezogen werden müssen. Geschätzt habe ich um die 800 Euro, mich würde es aber nicht überraschen, wenn wir das überbieten. Aber Hauptsache dem Hund wird geholfen.
Eine kleine gute Nachricht habe ich aber für euch: Der Kleine wiegt inzwischen gesunde 9,4 kg

Liebe Grüße
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Wieder ein kleines Update:
Lacky hat seine OP gut überstanden. Es wurden drei Zähne gezogen und an einem Fangzahn hat er eine Füllung bekommen. Dort war kein Loch o.ä., aber der Zahnschmelz war dort sehr rau (was mir beim Zähneputzen schon aufgefallen war) und weil das auch nicht ganz glatt zu polieren ging, hat man die Stelle mit einer Füllung "versiegelt".
Vom Zahnfleisch wurde eine Biopsie gemacht, von den Lefzen unud von der Leber. Inzwischen liegen mir die Ergebnisse auch vor: Leider hat er eine Paradontitis, gegen die man nicht sonderlich viel machen kann. Die klassischen Behandlungssitzungen beim Menschen kann man mit dem Hund so nicht machen, weil er das ohne Narkose natürlich nicht mitmachen würde. Das Augenmerk liegt hier auf AB-Behandlung und dauerhaft alles so gut es geht sauber halten, um zu vermeiden, dass sie Paradontose sich verschlimmert. Bei den Lefzen lag eine ordentliche Entzündung vor (wie ja bereits vermutet) und hier wird es (zunächst) mit einem hautgängigen AB und Desinfektion versucht. Und bei der Leber handelt es sich um eine harmlose Erhöhung der Leberwerte. Keine Hepatitis, kein Lebertumor, keine Organfunktionsstörung, sondern lediglich gutartige regenerationsbedingte Umbildungsvorgänge in der Leber. Er braucht also keine Leberschutzmedikamente mehr und ich muss mir keine Gedanken machen, dass seine kleine Leber schwer krank ist.
Für die Dauer der AB-Therapie und für 3 Wochen danach bekommt er von mir noch ein Leberschutzmedikament, damit die Leber etwas entlastet wird. Nach der AB-Therapie bekommt er dann noch eine kleine Darmsanierung und auf Dauer werde ich dann 1x jährlich ein Kontroll-BB anfertigen lassen und vorsorglich 2x im Jahr eine "Entgiftungskur" mit Silymarin von Stada machen. Ob das wirklich notwendig wäre, weiss ich nicht. Aber ich denke mir einfach, dass seine Leber nicht mehr ganz taufrisch ist, das Organ ist ja immer auf Zack und Umweltgifte lassen sich ja auch nicht gänzlich vermeiden. Ansonsten bekommt er weiterhin sein Opi-Futter, bedarfsgerecht, nichts Besonderes im Vergleich zu anderen Hunden , nur mit dem Unterschied, dass ich mehrere kleinere Portionen am Tag füttere und das Fleisch hochwertig (also leicht verdaulich, nicht bindegewebsreich) ist.
Ich bin jedenfalls froh, die OP gemacht zu haben!
Liebe Grüsse
- Vor einem Moment
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