Fremder Hund
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Rico27 -
4. Januar 2016 um 10:52 -
Geschlossen
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Hallo,
ich hoffe mal, dass ich in diesem Thema richtig bin.
Im Mietshaus meiner Freundin wohnt ein Mann, der sich mehr oder weniger gar nicht um seinen Hund kümmert. Es handelt sich um einen Huskymix, der von ihm vor 3 Jahren aus dem Tierheim geholt wurde. Der Typ sitzt den ganzen Tag vor dem Fernseher. Der Hund ist arg verstört.
Ich habe vor einiger Zeit damit angefangen, ihn mitzunehmen, sobald ich in der Gegend joggen bin. Der Hund freut sich jedes Mal, sobald er mich sieht. Er kriegt sich gar nicht mehr ein und leckt mir während des ganzen Spaziergangs regelmäßig die Hand ab und springt mich immer wieder glücklich an. Er ist voll mit Energie und rennt die Felder eigentlich nur hoch und runter.
In letzter Zeit geht der Eigentümer nicht mehr ans Telefon, er ignoriert alles und jeden. Ich muss mich schon aufdrängen und klopfen. Dann gibt er mir den Hund meist mit. Ich weiß, dass der Tierschutz und das VetAmt nicht unternehmen können.
Vor einer Woche bin ich ihm etwas auf den Sack gegangen, weil sein Hund den ganzen Tag alleine war. Der hat gejault und gebellt. Für uns war das wirklich unangenehm, da die Wohnung eben direkt gegenüber ist. Ich kann mir vorstellen, dass er von mir die Schnauze voll hat.
Ich habe ihn schon zig mal gebeten den Hund abzugeben. Er will sich nicht trennen.
Außerdem würde ich dem Hund gerne ein Geschirr kaufen, da er immer noch dieses harte Halsband hat. Er ist sehr unerzogen und wild, weshalb ich auf Dauer Angst habe, ihn irgendwie an seinen Halswirbeln zu verletzen. Wie kann ich ihm das möglichst besänftigend beibringen?
Mir ist auch aufgefallen, dass er die Augen verdreht, sobald sein Hund schmutzig ist. Allerdings läuft sein Hund gerne durch tiefe Felder oder in Wäldern. Mittlerweile achte ich also darauf, ihn sauberzumachen oder zumindest nicht durch sumpfige Landschaften zu laufen.
Vielleicht habt ihr ein paar Ideen, wie ich mit der Sache umgehen sollte oder sogar Tipps, wie ich sie verbessern kann?
Er ist hoch explosiv und ich habe das Gefühl, an manchen Tagen reicht eine Nadel und er platzt. Und - das muss ich wohl auch zugeben - ich bin vermutlich sehr nervig. - Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier Fremder Hund schon mal geschaut ?*
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Woher weißt du, dass das VetAmt bzw. der Tierschutz nichts unternehmen können?
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Woher weißt du, dass das VetAmt bzw. der Tierschutz nichts unternehmen können?
Persönliche Erfahrung. Der Hund ist ja gesund und wird seine 5 Minuten am Tag rausgelassen.
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Hallo,
ich verstehe ja Dein Dilemma, dass Du dem Hund helfen willst, aber was genau möchtest Du denn machen, wenn selbst VetAmt und Tierschutz sagen, dass sie nichts machen können?
Du wirst Dich einfach auf die "Gnade" des Hundebesitzers verlassen müssen, dass er Dir den Hund weiterhin mitgibt und da bist Du dann auch an seine "Vorgaben" gebunden, denn wenn er irgendwann nicht mehr aufmacht und Dir den Umgang untersagt, dann hast Du Pech.Ein Geschirr mag zwar Sinn machen, aber ich würde es unter den Vorraussetzungen an Deiner Stelle nicht kaufen. Ich hab auch meine Zweifel, dass Du ihm in den kurzen Episoden, wo Du mit ihm gehst, wirklich etwas beibringen kannst, wenn er drei Jahre lang gelernt hat, dass er "machen kann was er will". Erziehung ist ein Prozess, der länger dauert und nicht mit drei Joggingrunden in der Woche zu bewerkstelligen ist.
Einen Tipp hab ich also leider nicht, außer, es weiter über die Einsicht des Besitzers zu versuchen. Kannst Du den Mann nicht mal auf einem Spaziergang (ohne Joggen) mitnehmen und ihm zeigen, was Du meinst? Vielleicht sieht er ja, wieviel Spaß der Hund hat und akzeptiert zumindest die dreckigen Pfoten. Ich bild mir ein, dass ihm ja irgendwas am Tier liegen muss ...
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Hallo,
ich verstehe ja Dein Dilemma, dass Du dem Hund helfen willst, aber was genau möchtest Du denn machen, wenn selbst VetAmt und Tierschutz sagen, dass sie nichts machen können?
Du wirst Dich einfach auf die "Gnade" des Hundebesitzers verlassen müssen, dass er Dir den Hund weiterhin mitgibt und da bist Du dann auch an seine "Vorgaben" gebunden, denn wenn er irgendwann nicht mehr aufmacht und Dir den Umgang untersagt, dann hast Du Pech.Ein Geschirr mag zwar Sinn machen, aber ich würde es unter den Vorraussetzungen an Deiner Stelle nicht kaufen. Ich hab auch meine Zweifel, dass Du ihm in den kurzen Episoden, wo Du mit ihm gehst, wirklich etwas beibringen kannst, wenn er drei Jahre lang gelernt hat, dass er "machen kann was er will". Erziehung ist ein Prozess, der länger dauert und nicht mit drei Joggingrunden in der Woche zu bewerkstelligen ist.
Einen Tipp hab ich also leider nicht, außer, es weiter über die Einsicht des Besitzers zu versuchen. Kannst Du den Mann nicht mal auf einem Spaziergang (ohne Joggen) mitnehmen und ihm zeigen, was Du meinst? Vielleicht sieht er ja, wieviel Spaß der Hund hat und akzeptiert zumindest die dreckigen Pfoten. Ich bild mir ein, dass ihm ja irgendwas am Tier liegen muss ...
Deshalb wollte ich das Geschirr kaufen. Ich kann ihm nichts beibringen und am Halsband zieht er ständig. Das ist ja nicht gesund. Ich lasse ihn schon so oft wie möglich offline. Deshalb laufen wir eben auch über die Felder. Da kommen uns keine Hunde entgegen und Wild sehe ich aus weiter Entfernung. Denn er ist wohl nicht verträglich, läuft manchmal sehr weit weg und hat einen ziemlichen Jagdtrieb.Der Mann ist einfach stinkefaul, den kriege ich keine 2 Meter mit. Er sagte aber irgendwann mal zu mir, er wisse, dass sein Hund Auslauf brauche und ein Spaziergang täte ihm gut.
Vielleicht macht er aus Trotz so dicht, weil ich die Sache falsch angegangen bin.
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Der Mann sieht dich ja nicht, wenn du mit dem Husky Gassi gehst, oder?
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Deshalb wollte ich das Geschirr kaufen. Ich kann ihm nichts beibringen und am Halsband zieht er ständig. Das ist ja nicht gesund. Ich lasse ihn schon so oft wie möglich offline. Deshalb laufen wir eben auch über die Felder. Da kommen uns keine Hunde entgegen und Wild sehe ich aus weiter Entfernung. Denn er ist wohl nicht verträglich, läuft manchmal sehr weit weg und hat einen ziemlichen Jagdtrieb.
Und diesen "fremden" Hund lässt Du offline?

So ein Geschirr in der Größe, wenn es denn vernünftig sitzen soll, kostet ja nun auch ein paar Euro. Wenn Du die bereit bist notfalls abzuschreiben, dann könntest Du ja mal mit dem Hund in einen Laden gehen und einfach eines kaufen. Wenn Ihr raus geht, machst Du es ihm dran und bevor Du ihn zurück gibst, nimmst Du es wieder ab.
Risiko ist allerdings, dass Du irgendwann mit Geschirr ohne Hund da stehst.Du sagst, dass es Erfahrungswerte sind, dass das VetAmt nichts tut (oder tun kann). Hast Du denn wirklich mal da angerufen und nachgefragt?
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Der Mann sieht dich ja nicht, wenn du mit dem Husky Gassi gehst, oder?
Nein.
Er sieht nur seinen Fernseher, Kühlschrank, Bett und die Wohnungstür, wenn ich klingel. -
Nein.Er sieht nur seinen Fernseher, Kühlschrank, Bett und die Wohnungstür, wenn ich klingel.
Meine Idee ist nämlich die:
Du kaufst dem Hund ein Geschirr und machst es ihm in deiner Wohnung um. Das Halsband lässt du bei dir liegen. Wenn du wieder zurück kommst, nimmst du ihm in deiner Wohnung das Geschirr ab und machst ihm wieder das Halsband um. Und Herrchen
würde davon nichts mitbekommen... -
Und diesen "fremden" Hund lässt Du offline?

So ein Geschirr in der Größe, wenn es denn vernünftig sitzen soll, kostet ja nun auch ein paar Euro. Wenn Du die bereit bist notfalls abzuschreiben, dann könntest Du ja mal mit dem Hund in einen Laden gehen und einfach eines kaufen. Wenn Ihr raus geht, machst Du es ihm dran und bevor Du ihn zurück gibst, nimmst Du es wieder ab.
Risiko ist allerdings, dass Du irgendwann mit Geschirr ohne Hund da stehst.Du sagst, dass es Erfahrungswerte sind, dass das VetAmt nichts tut (oder tun kann). Hast Du denn wirklich mal da angerufen und nachgefragt?
Ich hatte anfangs auch etwas Angst. Aber er hört recht gut und kommt wie ein Jet angejagt, sobald ich rufe. Spätestens wenn ich brülle, lässt er alles stehen und liegen. Wir haben da schon unsere lustigen Erfahrungen gemacht. Er ist ein ganz toller Hund. Sensibel, liebenswürdig und aufgeschlossen.
In die Stadt kriege ich ihn wohl nicht. Aber ich kann das Geschirr probeweise mitnehmen und anpassen. Bei Ebay habe ich auch schon geguckt. Ich hatte auch überlegt, ihm einfach eins zu kaufen. Ich habe aber Angst, dass der Eigentümer das doch mal mitkriegt und dann erst recht sauer ist. Also brauche ich Formulierungshilfen, wie ich ihn fragen könnte.
Mit dem VetAmt habe ich durch andere Tiere Erfahrungen gemacht. Außerdem kenne ich dort jemanden und bin selbst dort gewesen. Es sind nette Leute, aber die Gesetze sind zu lasch. Die dürfen nicht handeln, so gern sie wollten.
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