Kastration wirklich nötig? Erfahrungen?

  • Ich hoffe, ihr könnt mir helfen und mir ein paar Fragen beantworten.

    Es steht mittlerweile fest das Odi kastriert werden muss.
    Seine Prostata ist stark vergrößert,er verliert Blut und unkontrolliert Urin. Kot absetzen fällt ihm sehr schwer.
    Das erste Mal spitzte es sich im Oktober/November15 zu. Wir probierten es mit Ypozane. Die Wirkung ließ schon innerhalb des ersten Monats deutlich nach. Jetzt verliert er wieder maßig Tropfen und blutigen Urin.
    Teilweise ist er auch nicht mehr ansprechbar und verweigert Essen. Er befindet sich im Dauerstress. Ich versuche so gut es geht Hunde zu umgehen was in der Stadt aber schwer ist.

    Aber jetzt zu meinen Fragen:
    1. Sollte ich einen Zeitpunkt abwarten? Gibt es den richtigen Zeitpunkt?
    2.Auf was muss ich bei der Op achten?
    3. Auf was muss ich danach achten?

    Hättet ihr sonst noch Tips?

    Ich wollte Odi eigentlich nie kastrieren aber dieser Zustand ist so nicht tragbar. Er ist übrigens 2Jahre und 7Monate alt.

  • Ach, das klingt ja gar nicht gut.

    Die Fragen solltest Du mit dem TA besprechen. Der wird Dir das alles genau erklären.

    Wenn es keine medizinischen Gründe für ein Abwarten gibt, würde ich den Zeitpunkt nicht groß raus schieben. Der Hund hat ja nicht unerhebliche Beschwerden, die zügig behandelt werden müssen.

  • @mittendrin

    Vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ich bin einfach so stark verunsichert. Habe Angst mich falsch zu entscheiden. Gerade da Odi teils sehr unsicher ist.

    Meiner Tierärztin vertraue ich - wäre nur froh noch weitere Meinung einzuholen.

  • Das kann ich gut verstehen. Aber wenn es keine andere und vor allem wirklich wirksame Behandlungsmöglichkeit für die Prostata gibt (ist das denn abgeklärt?), dann bleibt Dir ja leider keine Wahl.

    Ich fand jedenfalls bei meinem Maxe die Prostatageschichte schwerwiegend. Das Allgemeinbefinden ist doch wirklich sehr beeinträchtigt, weshalb man da für mein Empfinden auch keine wirkliche Wahl hat. Maxe wurde übrigens mit fast 12 Jahren ohne Inhalationsnarkose kastriert (Hodentumore). Der war herzkrank, war vorher beim Herz-Doc wegen der bevorstehenden OP, und hatte "grünes Licht" dafür. Ist alles komplikationslos verlaufen.

  • Sie meinte in diesem Fall könnte ich halt immer wieder Ypozane geben ( das will ich nicht auf Dauer) oder den Hormonchip (von dem ich nicht überzeugt bin).
    So stark wie er es jetzt schon hat,deutet wohl er darauf hin das er immer damit Probleme haben wird - wahrscheinlich eher stärker.

    Das mit der Narkose Form macht mich jetzt auch irgendwie wuschig.

  • Meine ganz persönliche Meinung: ich würde nicht lange daran herumdoktern, sondern so bald wie möglich kastrieren damit der Hund nicht mehr leidet.

    Allerdings ich bin nun auch niemand, der eine Kastration als etwas Schlimmes empfindet. Vor dem ersten Lebensjahr würde ich nur wenn wirklich absolut nötig kastrieren, danach fast jederzeit - vorausgesetzt der Hund ist gesund. Ich kastriere Hund nicht aus Spass an der Freude, sondern wenn es nötig wird. Treten Probleme wie die von Dir geschilderten auf, würde ich ohne zu zögern kastrieren. Kastrationen bei Rüden sind ein viel kleinerer Eingriff als bei Hündinnen und verheilen in der Regel sofort und problemlos.

  • Wir haben in der Staffel nen älteren Hund, der dasselbe Problem hatte. Der bekam erstmal nen Hormonchip. Damit wurde es viel besser. Nachdem die Wirkung nachgelassen hat von dem Chip, sind die Probleme der Prostata aber nicht wiedergekommen - eine Kastra hat sich somit erübrigt.

  • Hallo,
    bei uns ist es ähnlich, deswegen kann ich da bestimmt etwas zu beitragen.

    Mein Rüde fing mit 5 (!!) Monaten an, mit einer vergrößerten Prostata. Sie ist damals bereits ins Becken abgekippt und er pinkelte Blut und hatte Kristalle in der Blase.

    soll die Prostata näher untersucht werden. Sollte sie vergrößert sein rät sie zu einer Kastration.

    Dazu würde ich auch raten! Mein Rüde bekam erst Tabletten, durch die es jedoch noch schlimmer wurde.
    Jetzt ist er gechipt (Jahreschip), seit dem geht es ihm gut. Er wird jetzt VOR Ablauf des Chips kastriert. Das ist wohl sehr wichtig. (zumindest bei unserem Rüden da er wohl Tumor gefährdet ist durch die Hormonschwankungen)


    Ypozane hatten wir auch, dadurch bekam er Milch im Gesäuge....
    zu deinen Fragen:
    1) Warum einen Zeitpunkt abwarten er hat doch JETZT die Probleme. Also würde ich auch JETZT Kastrieren. (oder Chipen).
    2) dazu kann ich nichts sagen, ist bei uns selbst erst im Februar so weit (Da der Jahreschip im März die Wirkung verliehrt)
    3) Ich denke das ist das gleiche wie beim Jahreschip. Aufdringliche Rüden abblocken, weniger Futter geben, weil der Stoffwechsel anders ist... das sind meine Erfahrungen vom Chip...

  • Ypozane sollte ja die gleiche Wirkung erzielen. Vom Chip bin ich nicht angetan.


    Aber vielen Dank für deine Erfahrungen, BieBoss.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!