Guter Onkologe in München gesucht

  • Hallo ihr,

    ich suche einen guten Onkologen in München, der nicht versucht mir eine Chemo oder Strahlentherapie aufzuschwatzen. Es geht mir lediglich um eine letzte Einschätzung der Lage, nicht um Untersuchungen in Narkose (CT/MRT) oder das Gefühl, dass ich der schlechteste Hundebesitzer auf der Welt bin, weil ich meinen Hund nicht mehr mit einer Chemo oder Bestrahlung foltere.

    Mir sind die Tierkliniken zuwider, aber ich schätze, ich werde nur dort einen Onkologen antreffen. Ich hätte mich jetzt für Dr. Stockhaus in Haar entschieden, warte mit einer Terminvereinbarung aber mal noch ab, was hier so an Tipps kommt.

    Wichtig:

    Ich karre meinen Hund nicht mehr durch halb Deutschland. Ich suche wirklich im Dunstkreis von München.

    Danke!

    LG
    Shalea

  • Hallo,

    da ich nichts weniger kann als abzuwarten, habe ich nun einen Termin in Haar gemacht. Wenn ich die Wahl zwischen der Vet. Uni und Haar hab, dann lieber da. Das Telefonat war ein guter Beweis dafür, warum ich einen großen Bogen um Tierkliniken mache:

    Ich: "Grüß Gott, mein Name ist XY, ich hätte gerne einen Termin mit meinem Hund bei Ihrem Onkologen."
    Sprechstundenhilfe: "Mhm, um was geht es denn?"
    Ich: "Mein Hund ist 12 Jahre alt, leidet unter massivem Gewichtsverlust, starkem Muskelabbau, frisst kaum noch, hat diffuse Schwellungen in der Kehlkopfregion, Stimmveränderungen, Husten und die bisherigen Äußerungen lagen irgendwo zwischen nichts und Kehlkopfkrebs. Ich würde gerne mit allen Untersuchungsbefunden kommen und hätte gerne die fachliche Einschätzung eines Onkologen in diesem Fall. Ich möchte ausdrücklich keine Chemo, keine Bestrahlung und keine Untersuchungen in Narkose. Mein Hund hat eine Herz- und Leberinsuffizienz und steht im Moment nicht mehr wirklich gut da."
    Sprechstundenhilfe: "Terminvorschlag, bringen Sie den Hund bitte mit. Er muss nüchtern bleiben."
    Ich: "Nüchtern?"
    Sprechstundenhilfe: "Ja, er darf nichts gefressen haben."
    Ich: "Nochmal: Es geht ausschließlich um eine fachliche Einschätzung, sonst nichts. Ich möchte kein CT/MRT und keine Chemo/Bestrahlung. Falls mein Hund morgens überhaupt was fressen möchte, wird er nicht nüchtern sein."
    Sprechstundehilfe: "Aber er sollte trotzdem nüchtern bleiben."
    Ich: "Ähm.... wozu?!"
    Sprechstundenhilfe: "Ich hätte jetzt mal einen Ultraschalltermin gemacht."
    Ich: "Dazu müsste er nicht nüchtern sein!"
    Sprechstundenhilfe: "Doch, damit man die Darmschlingen besser erkennen kann."
    Ich: "Darmschlingen? Wir hatten vor eineinhalb Wochen erst eine Ultraschalluntersuchung. Mein Hund hat Auffälligkeiten am Kehlkopf, nicht am Darm!"
    Sprechstundenhilfe: "Mh naja... wenn dann hat er ja vermutlich eh nicht viel gefressen."
    Ich: GRRR!


    :mute:

  • Ich kann zum Thema nichts Sinnvolles beitragen, möchte dir aber mein Mitgefühl aussprechen und wünsche dir viel Kraft und euch beiden noch eine wunderbare gemeinsame Zeit, wie lange sie dauern mag.

  • Hmmm.... also am Tel. hast du natürlich keinen Spezialisten, da würde ich mich nicht abschrecken lassen...

    Wann habt ihr denn einen Termin in Haar?

    Ich hoffe nach wie vor, dass sich die Diagnose Kehlkopfkrebs NICHT bestätigt.

    "Starke Halsentzündung" das wär doch was...

    Daumen sind gedrückt.

  • Ich hab das Gefühl, du bist im Moment völlig durch den Wind.
    Ich würd erst ein paar Tage Ruhe einkehren lassen, um klar denken zu können und dann weiter überlegen, was du eigentlich von den TÄ möchtest.
    Kein CT/MRT, keine Narkose, keine Chemo....
    Aber wie soll ein TA eine vernünftige Diagnose stellen, wenn du jede Art der Untersuchung ablehnst?

    Ich wünsche dir ein paar ruhige Minuten, damit du in dich gehen kannst und ich hoffe, daß die Diagnose Kehlkopfkrebs nicht zutrifft.
    :streichel:

  • Grundsätzlich habe ich von Haar nur Gutes gehört. Ich kann verstehen, dass Du nochmal zu einem guten Tierarzt möchtest, letztendlich weißt Du aber tief im Innern, wie es um Deinen Hund bestellt ist. Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen für Deinen Termin in Haar (ich dachte immer, das wäre auch eine Tierklinik...).

    :streichel:

  • Natürlich ist Haar eine Tierklinik und zwar eine der besten in Deutschland.

    Ich sehe es genau wie Harry97, wie sollen die Ärzte eine vernünftige Diagnose stellen, wenn du von vorn herein alle Untersuchungen ablehnst.

    Jetzt geh einfach mit deinem Hund hin, nimm die Vorbefunde mit und lass die Ärzte ihre Arbeit machen. Danach kannst du mit ihnen zusammen überlegen, was man tun kann. Allerdings würde ich jetzt nicht von Anfang an sagen "ich will dies nicht, ich will das nicht und jenes will ich erst recht nicht.

    Kopf hoch in Haar bist du, bzw. dein Hund, in den allerbesten Händen. Ich wünsche euch alles erdenklich Gute.

  • Dankeschön euch! :)

    @JennyHund:
    Es spricht nicht wirklich viel für eine Halsentzündung. Der Rachenraum wäre dabei gerötet. Außerdem begründet das nicht den vergrößerten Kehlkopf, der auf dem Röntgenbild eindeutig zu sehen war und nicht die Beule am Hals (wobei die Meinungen darüber, ob das Kehlkopf, Schildrüse oder Parotis sind, auseinander gehen).

    Wir haben den Termin am Dienstag.

    Ich würd erst ein paar Tage Ruhe einkehren lassen, um klar denken zu können und dann weiter überlegen, was du eigentlich von den TÄ möchtest.

    Ich bin ziemlich klar und weiß, was ich von dem Tierarzt erwarte.

    Kein CT/MRT, keine Narkose, keine Chemo....

    Aber wie soll ein TA eine vernünftige Diagnose stellen, wenn du jede Art der Untersuchung ablehnst?


    In Anbetracht der Tatsache, dass ich gerade einen knappen vierstelligen Betrag für diverse Untersuchungen bei verschiedenen Tierärzten gelassen habe, würde ich nicht behaupten, dass ich "jede Art der Untersuchung" ablehne. Ich lehne ab, was meinen Hund das Leben kosten kann und was ich ethisch in seinem Fall nicht vertretbar finde.

    Für meinen Hund stellt eine Narkose im derzeitigen Zustand ein enorm hohes Risiko dar. Er ist stark untergewichtig und hat eine fortgeschrittene Leberinsuffizienz, eine Mitralinsuffizienz, auffällige Nieren, eine Anämie, im Hintergrund zwei Parasitosen und es steht der Verdacht eines Blasenkarzinoms im Raum. Er hatte schon mit der letzten Narkose vor einem Jahr massive Probleme - und da stand er gesundheitlich noch wesentlich besser da.
    Wenn ich Untersuchungen / Behandlungen ablehne, dann hat das in der Regel einen (wohlüberlegten) Grund. Als Besitzerin nehme ich mir das Recht heraus, selbst zu entscheiden, was ich meinem Hund zumute und wo ich Grenzen ziehe. Zum Schutz meines Hundes habe ich Grenzen gezogen und werde das weiterhin tun.

    Es sind bereits alle Untersuchungen gelaufen, die notwendig sind und in Frage kommen:
    - Herzultraschall
    - Bauch-Sono
    - Röntgen von Kehlkopf und Lunge
    - umfangreiche Blutuntersuchung
    - Urinuntersuchung

    Dass der Hund mehrfach einer allgemeinen Untersuchung inkl. einer Kontrolle des Mundraums unterzogen wurde, sollte ich an dieser Stelle nicht schreiben müssen, ich mach's aber mal.

    Wir waren heute bei unserer Physio, deren Befürchtung ganz klar war, dass der Hund mir aus den Schuhen kippt, wenn ich ihn nicht zum Fressen bekomme.In einem derartigen Zustand verschwende ich überhaupt keinen Gedanken an eine Narkose.
    Ich habe ein großes medizinisches Interesse und gehe Dingen gerne auf den Grund. An erster Stelle steht aber das (würdevolle) Leben meines Hundes.

    Der Tierarzt wird keine Diagnose stellen können, darum geht es auch überhaupt nicht.

  • Ich sehe es genau wie Harry97, wie sollen die Ärzte eine vernünftige Diagnose stellen, wenn du von vorn herein alle Untersuchungen ablehnst.


    Jetzt geh einfach mit deinem Hund hin, nimm die Vorbefunde mit und lass die Ärzte ihre Arbeit machen. Danach kannst du mit ihnen zusammen überlegen, was man tun kann. Allerdings würde ich jetzt nicht von Anfang an sagen "ich will dies nicht, ich will das nicht und jenes will ich erst recht nicht.


    Vielleicht sollte man ohne die Leute, deren Hintergrund und die gelaufenen Voruntersuchungen zu kennen, nicht vorschnell einen Stempel draufhauen.

    Der Tierarzt darf gerne seine Arbeit machen, die Spielregeln dafür gebe ich aber in einem gewissen Rahmen vor. Das kann man verstehen oder eben auch nicht.

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