Kastrierte Hündin noch sehr benommen

  • Hallo zusammen,
    heute morgen um 8 Uhr wurde meine Hündin kastriert. Eine Stunde später sollte ich sie bereits wieder abholen. Sie war noch extrem benommen, ihre Zunge hieng heraus und sie hatte sich angekotet.
    Ich bin davon ausgegangen das sie beim TA bleibt bis sie vollständig aufgewacht ist. Was sind eure Erfahrungen?
    Jetzt liegt sie zuhause mit mir auf dem Sofa und ist immernoch sehr benommen. Was mir sorgen bereitet ist, dass sie immer wieder winselt und erschrocken hoch schreckt.
    Hat das mit der Narkose zu tun oder könnte sie bereits Schmerzen haben? Das erste Schmerzmittel soll ich ihr erst gegen 15 Uhr geben.
    Würde mich über einige Erfahrungen freuen :( :

  • Ich finde die Abholung zu früh :ka:

    Meine Hunde blieben nach einer OP mit Vollnarkose solange in der Praxis, bis sie soweit wach waren, das sie schon alleine laufen konnten. Zu Hause haben sie dann weiter geschlafen.
    Nächsten Tag war die Narkose dann komplett raus.

  • Mein TA gibt Hunde nur raus, wenn sie selber rauslaufen können und bereits gepinkelt haben.
    Vor 6,5 Jahren haben ich meine Junghündin bei einem anderen TA in "schlafend" mitbekommen (ich war jung und dumm - würde ich heute nicht mehr machen).

    Je nach Hund dauert es einige Zeit bis er/sie wieder voll da ist. Das Winseln kann eine Folge der Narkose sein.
    Ich würde sie nicht unbedingt auf das Sofa legen (Absturzgefahr), sondern warm und weich direkt auf dem Boden unterbringen (kannst dich ja daneben setzen).

    Meine Hündin hat inzwischen mehrere Narkosen hinter sich - sie friert immer sehr und hat Probleme mit hellem Licht. Ich decke sie zu und hab nur Dämmerlicht an. Ansonsten bin ich einfach nur da und lasse sie ihren Rausch ausschlafen. Meistens ist das schlimmste nach der ersten Nacht überstanden.

    Kopf hoch - alles wird gut!

  • Puh, das finde ich nicht sehr verantwortungsvoll von dem TA, dass er einen Hund, der sich noch in diesem Zustand befindet, bereits mit nach Hause gibt. Normalerweise sollte der Hund wieder fast komplett fit sein (also selbst laufen und nicht noch halb in Narkose liegen), wenn man ihn abholt um die Möglichkeit einer Komplikation nach der Narkose auszuschließen.

    Das Winseln und Hochschrecken kommt mit Sicherheit von der Narkose, sie hat noch nicht alle Sinne ganz beisammen und kennt sich noch nicht richtig aus. Das ist nicht unnormal. Schmerzen sollte sie keine haben, da ist sie, denke ich, gut abgedeckt mit Schmerzmitteln bis zur nächsten Gabe.
    Ich würde mir daher keine Sorgen machen, das müsste sich von Stunde zu Stunde bessern.
    Wenn sich allerdings irgendetwas (außer dem Winseln/Hochschrecken) an ihrem Zustand verschlechtert, dann würde ich das auf jeden Fall abklären lassen.

  • ich habe meine Hündin damals auch noch ziemlich schlafend mitbekommen.

    Sollten sie zu Hause weich hinlegen, warm halten und in nem abgedunkelten, ruhigen Raum mit ihr bleiben. Achso, liegen sollte sie auf ner saugfähigen Unterlage.
    Ich habe sie dann ins Schlafzimmer gelegt. Auf den Teppich ne Decke, darauf ein Handtuch und darauf den Hund. Bei ihr war die OP im Sommer, da wars draußen warm. Aber bei den Temperaturen jetzt würde ich den Hund wohl auch zudecken.

    Habe mich neben sie gesetzt, so dass sie mich berührt hat und habe ein Buch gelesen. Einfach nur, damit sie merkt, dass da jemand da ist.

    Bei ihr hats auch noch gut 3 bis 4 Stunden gedauert, bis sie dann aufgestanden ist und rumlaufen konnte.

  • Juno wurde gestern um 12 Uhr operiert und ich habe sie um 19 Uhr ausgeschlafen(!) abgeholt. Meine TÄ entlässt die Hunde nur wach wenn sie selber laufen können! Alles andere ist zu riskant.
    Ich habe darauf geachtet, dass sie bequem und warm liegen kann und sie hat zuhause weiter geschlafen. Jetzt liegt sie neben mir und döst, ich drück euch die Daumen (und würde mir für die Zukunft einen anderen TA suchen).

  • Ich danke euch sehr für eure Antworten! Die Lage hat sich schon etwas beruhigt. Sie hat aufgehört zu winseln und zu erschrecken. Sie ist zwar noch verschlafen aber ich denke soweit ist sie in Ordnung. Vielen Dank für eure Unterstützung :gut:

  • Das ist völlig normal. Als meine Frieda im Sommer unterm Messer war, durfte ich beim Aufwachen dabeisein. Irgendwann nach 22 Uhr -die komplette Praxis war schon auf Hochglanz geputzt- wollten die Mitarbeiter des Doc dann gern heimgehen (OP war nach 19 Uhr gewesen, so bis 20 Uhr etwa). Haben gefragt, ob sie schon läuft. Ne - die hatte sich nichtmal hingesetzt, aber immerhin schon rumgeschaut (ich sag immer "geschaut" - sie "schaut" natürlich nur mit den Ohren, wendet den Blick aber dabei trotzdem zu mir, als könnte sie sehen) und sich zu mir gedreht, natürlich noch total verpennt und desorientiert.

    Da hat die TA-Helferin sie vorsichtig gepackt und hingesetzt - Frieda ganz verdutzt, überhaupt net reagiert, aber sitzengeblieben. Die Helferin guckt prüfend: "OK- fällt net um - geht heim..." :lachtot: Muß aber dazusagen, die kennen mich ja inzwischen, und wissen, daß mich sowas net schockt, und daß ich mir das zutraue mit dem Hund.

    Ich hab sie dann ins Auto gesetzt (laufen ging noch net), sie hat sich gleich ins Kissen gekuschelt und schlief auf der Heimfahrt weiter. Daheim konnte sie dann schon gehen, nachdem ich sie ausm Auto gesetzt hatte (normalerweise springt sie, aber man muß es direkt nach ner OP und noch halb narkotisiert ja nicht übertreiben, ne?... |) ), und lief dann zur Haustüre. Die Treppen hab ich sie dann aber wieder getragen, und bis zum nächsten Tag schlafen lassen. Dann war sie wieder fit.

    Mach Dir also keine Sorgen, gib ihr die Zeit, ihren "Rausch" auszuschlafen :-) Hat ja auch jeder Hund nen anderen Stoffwechsel - der eine wacht auf ist gleich voll da, der Andere braucht n bissl. Sicher auch altersbedingt - bei der OP vor 6 Jahren war Frieda auch recht schnell so fit, daß sie selbst rausgelaufen ist. Aber mit 14 darf man nach ner Narkose schonmal bissel langsamer sein...

    PS: wenn ich gewollt hätte, hätt ich den Hund auch früh abgeben und abends abholen können. Aber das kann ich nicht. Wenn die Mäuse was haben, bleib ich bei ihnen, auch wenn ich schlecht in den OP mit rein kann. Und nachdem Frieda ja ein bißchen besonders ist durch ihre Blindheit und die Unverträglichkeit mit anderen Tieren, möcht ich dann für sie da sein und sie beruhigen, aber auch im Griff haben können. Ein Aufwachraum, in dem andere Tiere untergebracht wären, wäre Streß pur, die würde (noch unter Narkose!) nen Aufstand und Gezeter machen. Auch bei der OP vor 6 Jahren schon hab ich auf sie gewartet, udn sie dann in nem separaten Zimmer beim Aufwachen begleiten dürfen, und sie dann gleich mit heimbekommen.

    PPS: warum sollte sie sich nen anderen Tierarzt suchen - das verstehe ich grad nicht! Ist doch alles ok gewesen....

  • Huhu,

    meine Lütte war vor ziemlich genau einem Jahr unterm Messer. Ich durfte beim (Einschlafen und) Aufwachen dabei sein, mitnehmen durfte ich sie auch erst, als sie wieder einigermaßen geradeaus gucken und ein paar Schritte laufen konnte. Auch meine Maus hat sehr gefroren, konnte kaum stehen, aber bereits einen Ball wieder "bespaßen":

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    Und Kenzie wäre übrigens nicht Kenzie, wenn sie nicht beim ersten Pipi"gang" nicht wieder versucht hätte, dreibeinig und schwankend vor einem Mäuseloch vorzustehen :D :D :D

    Meine älteste Hündin wurde mal in Narkose geröngt, die hat danach stundenlang "Gespenster" gesehen und in einer Tour gefiept :fear:

    Gute Besserung deiner Maus!

    Bea

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