Junghund Ignoranz & Bindung
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Hm, wie sichert ihr dann Windhunde? Führt man die monatelang ausschliesslich an der kurzen Leine? Oder leint man einfach ab und hofft auf das Beste? Ich bin jetzt wirklich nicht der Schleppleinenfreak, aber wenn der Hund so schwer zum Rückruf zu bewegen ist wie beschrieben - wie verhindert ihr, dass sie sich selber bespassen, solange der Rückruf noch nicht klappt?
Ich bin etwas verwirrt, weil die Whippets in meiner Umgebung eigentlich ganz normale Hunde sind. Klar mit rassetypischen Eigenschaften und Baustellen, aber nix, was einen so völlig durchgeknallten Hund vermuten liesse, dass man den nicht an eine etwas längere Leine legen könnte.
Ich denke da muss man doch ein wenig differenzieren. Dass die Greyhoundbesitzer hier von einer Schleppleine abraten kann ich zu 100% verstehen – da käme mir auch keine Schleppleine ran, denn wenn ca. 35kg in solch einer Art und Weise beschleunigen reißt das dich von den Füßen. Beim Whippet kann ich es nicht ganz so gut nachvollziehen. Meine Hunde laufen seit sie hier sind (3 Jahre und 2 Jahre) regelmäßig an der Schleppleine und bisher musste ich nicht einmal den Atem anhalten in der Angst, dass da gleich ein Beinchen, das Rückrat oder sonst was brechen könnte. Gesunder Menschenverstand und ein paar einfache Regeln wie an der Schleppleine wird nicht getobt, gerannt oder gespielt und wenn die Schleppleine sich ums Beinchen wickelt entwickel ich das sofort wieder und ich denke die Gefahr ist tatsächlich überschaubar. Lasse ich zwei Hunde von denen einer beschleppleint ist einfach durch die Äcker oder den Wald flitzen ist es klar, dass das gefährlich werden kann. Aber nicht nur beim Whippet sondern bei jedem Hund an dem ich so eine Leine falsch benutze. Sicher beschleunigen die schneller als andere Hunde, wenn man die Schleppleine richtig handhabt und nicht träumend durch die Gegend schlendert sollte das bei nemWhippet der im Schnitt 10-14kg wiegt aber gut machbar sein. Wichtig dabei: Schleppleine nicht schleifen lassen oder am hintersten Ende festhalten, sondern leine aufnehmen und geben wie der Hund sie braucht. Dann kann er auch an der Schleppleine nicht mehr Anlauf nehmen als an einer normalen 2,5m Leine.
An die, die sagen man soll den Hund fürs nicht-kommen bestrafen: Wie? Toffee war als Welpe/Junghund ganz genau so – und hat sich auch mal nen Anpfiff eingefangen. Der hat aber in keinster Weise dazu geführt, dass sie dann schneller gekommen ist, sondern war einzig und allein Ventiel für meinen Frust. Welche Konsequenzen außer den Hund zu vertreiben wenn er dann doch kommen will (wtf???) gibt es denn für den Hund? Einsammeln kann ich noch verstehen, Hund bewerfen nicht mehr so ganz… aber sonst bleibt einem außer anschreien ja nicht viel übrig, oder?
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Zufällig vor drei Tagen oder so beobachtet, wie ein Whippethalter seinen Hund ungefähr fünf Minuten lang gerufen hat. Der Whippet stand rum und wusste anscheinend ganz genau, was ihn erwartet. Der wollte da nicht hin, obwohl der HH wirklich gesäuselt hat. Aber ja, als er dann auch noch die letzte Etappe hingeschlichen ist, kam die Ansprache: "Bad boy, bad boy!"

Nicht, dass ich glaube, dass jemand von euch auch sowas machen würde, aber es passt einfach grad so gut in den Thread. -
oh keine angst ich sehe sie als individuum. ich sag nur - was wilma schafft, schafft sie auch
nur der weg dahin ist eventuell anders.
weswegen ja hier auch schon spielzeug habe, wilde spiele etc veranstaltet werden -> hat wilma nie gebraucht bzw der ist auch das felldummy egal, aber hettie gefällts.
also ich gehe auf sie ein, bzw suche etwas, worauf sie anspringt. -
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@naijra: bei einem Whippet (Windhund) ist die Beschleunigung (und die Geschwindigkeit) eine ganz andere als bei anderen Hunden, daher ist bei diesen Hunden eine Schleppleine besonders kritisch zu sehen.
Was macht Hettie, wenn du einfach wegrennst?
Edit: Auch ganz wichtig: belohnst du sie (im Freilauf), wenn sie sich an dir orientiert?
Ihr schafft das schon

lg
sie folgt dann, nach kurzem zögern, aber mit rennen. wird jedes mal belohnt.
auch das umorientieren. ich übe auch an der leine andere hunde zu ignorieren, an ihnen vorbei zu gehen, ohne dahin zu ziehen. klappt meist wenn der andere hund eher desinteressiert ist. sobald der andere aber interesse zeigt ist nat. vorbei. versuche das im vorfeld abzuschätzen (watschelnde, ältere hunde sind super übungsobjekte :D)
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@katrina23: ich würde niemals bestrafen, wenn der Hund kommt! Wenn dann bestrafe ich den Moment, in dem er nicht kommt, bei mir z.B.:
- "Hey!" (mehr oder weniger laut/böse)
- schimpfen
- (strenges/wütendes) auf den Hund zu gehen/stapfen
- etwas in die Richtung des Hundes werfen (im besten Fall schaut er Hund erstaunt, dass da plötzlich sein Spieli neben ihm liegt und bringt es dann ^^)
- weg gehen/rennenWas davon kommt auf meine Verfassung und die Situation drauf an, die "Stärke" ist jedes Mal der Situation angepasst.
Beim auf den Hund zu gehen/Wegtreiben ist es absolut wichtig, dass man sofort den Druck raus nimmt und den Hund zu sich einlädt, wenn dieser beschwichtigt.
Kommt der Hund auf eine Strafe hin wird, je nach Situation und meiner Verfassung, Hund ruhig verbal gelobt, freudiger gelobt, einfach nur angeleint, gestreichelt usw. - richtig tolles Lob gibt es dann aber eher nicht.
Insgesamt sollte man meiner Meinung nach versuchen, solche Situationen so wenig wie nur möglich aufkommen zu lassen.
Nochmal zum Rückruf-Training (hatte ich heute früh vergessen, war da etwas im Stress, da eigentlich schon zu spät dran):
Den Rückruf selber nicht zu oft pro Spaziergang üben - das macht den Rückruf langweilig! Man muss den Rückruf auch nicht jeden Spaziergang üben/verwenden.
(Anfangs) darauf achten, dass man nicht "sinnlos" ruft, also nicht rufen, wenn der Hund vor Einem ist, und man nachher in die Richtung läuft, aus der der Hund kam; eher rufen, wenn der Hund hinter/neben Einem ist - die Situation kann man auch stellen, in dem man einen kleinen Haufen Leckerchen "verliert" und während der Hund frisst weiterläuft.Wenn Hettie hinterher kommt, wenn du wegrennst, kannst du auch damit arbeiten: Rufen und Losrennen, Party sobald Hettie bei dir ist.
Evtl. kannst du auch mit dem Futterneid von Hettie arbeiten: ruf beide Hunde, und der der zuerst da ist, bekommt so lange Leckerchen bis auch der andere da ist.
Insgesamt würde ich erstmal das neue Rückrufkommando mit vielen tollen Aktionen, die Hettie mit dir gemeinsam erlebt verbinden: also Rückruf während Hettie bei dir ist und unmittelbar eine tolle Aktion starten (gemeinsam rennen, zergeln, um ein Spielzeug "kämpfen", tolle Leckerchen in den Hund "stopfen", ein gemeinsames Spiel starten, dich anspringen lassen, zusammen Toben - sich dabei natürlich immer total freuen). Das kannst du auf einem Spaziergang auch etwas öfters machen, als das "eigentliche" Rückruftraining.
Wenn Hettie das Kommando mit etwas super-tollem Verknüpft hat, in Mini-Schritten den Abstand zwischen dir und Hettie vergrößern und paralles mit dem Rufen-Wegrennen anfangen.
Und egal, wie weit man mit dem Rückruftraining schon ist, es kann nicht schaden, dass Rückrufwort mit Schritt 1 neu "aufzuladen" (fällt mir ein, sollte ich auch mal wieder machen).Dass du das orientieren an dir während des Spaziergangs beachtest/lobst ist schonmal gut

Ich denke, dass viele Außenreize (andere Hunde) noch zu interessant für Hettie sind, ist in dem Alter noch normal - wäre ja auch langweilig, wenn ein Hund mit 6 Monaten "fertig" wäre

Jin ist (an der Leine) bei Fremdhundebegegnungen auch noch nicht ganz einfach (bei ihr kommt noch dazu, dass sie sich das Pöbeln von Puck abschauen möchte, wird natürlich unterbunden); insgesamt haben wir hier wenig Fremdhundebegegnungen, jetzt am Wochenende konnte ich mal im Freilauf testen - allerdings immer auf recht große Entfernung und da Jin eh nicht so der "Yeah! ein anderer Hund!"-Typ ist, ist das auch nicht sooo schwer...Edit (schon wieder was vergessen): den "alten" Rückruf würde ich als "Gummi-Rückruf" in nicht soooo wichtigen Situationen behalten.
Für's Anleinen hab ich ein extra-Kommando eingeführt (ein freudiges "Anleinen!") und versuche zu vermeiden nach einem Rückruf anzuleinen.lg
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Irgendwie habe ich in dem Alter den Rückruf so drei bis vier Mal die Woche lediglich trainiert. Benutzen... das wäre mir nicht in den Sinn gekommen.
Versteh grad nicht, warum man bei einem Windhund keine Schleppleine benutzen kann. Gut, gibt halt verschiedene Trainingsmethoden... ich würde den Hund auf jeden Fall sichern.
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Mir persönlich ist eine Schleppleine zu gefährlich (u.a. Gefahr des Reinrennens, des Verhedderns) - bin aber eh nicht so der Schleppleinen-Typ und weiß nicht, ob ich sie verwenden würde, hätte ich einen Hund einer anderen Rasse.
Ich seh auch kein Problem damit, einen nicht so gut hörenden Hund in sicheren Gebieten frei laufen zu lassen; man muss natürlich die Umgebung und den Hund dabei gut im Auge behalten.
Bisher "benutze" ich den Rückruf bei Jin auch v.a. zum Training; ganz so selten, wie @flying-paws trainier ich ihn aber glaub nicht.
Regelmäßig hab ich den Rückruf jetzt aber schon "echt" benutzt und wüsste auch nicht, was dagegen spricht - natürlich muss man auch hier im Auge behalten, ob der Hund den Rückruf in der Situation schon kann oder der Reiz doch zu stark ist.lg
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Sowas würde ich nicht machen.
"Meine" Kira hab ich mal etwas "länger" verbannt: zu dem Zeitpunkt war das Thema Krähenjagen eigentlich schon durch, sie schaute interessiert zu ein paar Krähen, ich hab es ihr verboten oder sie gerufen (so genau weiß ich es nicht mehr), sie schaute zu mir und Entschied sich dann für die Krähen (ich glaub, ich hab sie nochmal angesprochen, warte ja nicht während der Hund abwägt einfach nur ab, wie er sich entscheiden wird) - als sie dann noch mit Jagd-Adrenalin-Grinsen umgedreht ist, da gab's dann ordentlich Ärger und eine Verbannung von vielleicht maximal 1, 2 Minuten.
Ok, ich merke grade, ich bestrafe auch u.U. für's Zurückkommen, aber das ist echt eher selten und in wirklichen Ausnahmesituationen; kann mich momentan auch nicht erinnern, das so öfters gemacht zu haben und in der Situation war ich echt sauer.
Aber, erinnerlich, war sie dann den restlichen Spaziergang über mir gegenüber aufmerksamer und gehorsamer.lg
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Versteh grad nicht, warum man bei einem Windhund keine Schleppleine benutzen kann. Gut, gibt halt verschiedene Trainingsmethoden... ich würde den Hund auf jeden Fall sichern.
also bei einem Grey seh ich da zB wirklich schwarz
wenn man die Beschleunigung nicht kennt, mag einem das das vl merkwürdig vorkommen, aber es hat durchaus seine Gründe, warum die meisten Besitzer größerer Windhunde eine Schleppleine ablehnen..
Ein Greyhound hat nach dem ersten Galoppsprung schon 50 km/h auf dem „Tacho“, nach 3 Sprüngen ist er, wenn nötig, auf Höchstgeschwindigkeit (bis zu 80 km/h)
Wer bereits mal einen Grey aufhalten wollte, der 2-3 Meter Zeit hatte, zu beschleunigen, der weiß, wie viel Kraft dahinter steckt!
Und jeder weitere Meter bedeutet mehr Kraft. - Vor einem Moment
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