Brainstorming zu wiederkehrenden Ohrenentzündungen
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Hallo liebe Foris!
Ich hoffe auf Ideen/Erfahrungen, was auch immer...
Es geht um meine 6 jährige Aussiehündin Roonie. Alles fing so Februar/März an. Wir waren in der Bretagne im Urlaub, da bekam Roonie schwarzen Schmodder in den Ohren. Da es sie nicht juckte oder ihr weh tat, dachte ich einfach an "normalen" Ohrendreck, auch wenn sie die Jahre vorher immer blitz blanke Ohren hatte. Leider, leider, habe ich es dann aber auch vergessen, die Zeit danach war für mich recht stressig. Ich weiss nicht mehr genau wann, ich denke so im Mai schaute ich nochmals in die Ohren und war recht erschrocken, die Ohren hatten wirklich starken schwarzen Schmodder. Mein erster Gedanke: Milben. Aber es juckt sie nach wie vor nicht. Pilz? Es riecht auch nicht unangenehm. Jeden Falls ab zum Arzt -> fette Ohrenentzündung.
Wurde mit antibiotischer (?) Ohrensalbe behandelt, bei der Nachkontrolle war auch die Entzündung komplett abgeheilt. Kaum 3-4 Wochen später bekam sie wieder Schmodder in den Ohren. Wieder beim Tierarzt, wieder fette beidseitige Ohrenentzündung. Dieses Mal bekam sie eine Ohrensalbe mit einem anderen Wirkstoff. Da ihr Fell ja etwas speziell ist, war der Verdacht auf der Schilddrüse (sie ist ja auch charakterlich etwas... originell
). Also Blutbild gemacht samt SD Werten. Fragt mich nicht genau was, wie wo, davon habe ich echt keine Ahnung
Jeden Falls ist alles unauffällig. Allerdings wurde das Blut ja während der Ohrenentzündung abgenommen, habe nun gelesen, dass das die Werte verfälschen kann?!Wieder Kontrolltermin, wieder alles abgeheilt. Allerdings hat der TA vorgeschlagen ihr ein Hormon versuchsweise zu geben, da dass Fell ja schon auf Hormongeschichte deuten würde. Sie bekam die erste Tablette an einem Sonntag, direkt am Montag ging es ihr sehr schlecht, ihr war kotzübel. Mittags bekam sie blutigen Durchfall und sie hatte Fieber. Also wieder zum Tierarzt. Als Nebenwirkung dieses Präparats ist zwar Übelkeit aufgeführt, aber in dem Ausmaß eigentlich nicht (der TA hat bei der Klinik angerufen um das nochmals abzuklären). Aber woher sollte sie denn einen Virus haben? Rider ging es ja auch blendend
Natürlich bekam sie keine weitere Tablette von dem Hormonzeugs und schon am Tag drauf ging es ihr wieder gut. Auch wenn es keine Nebenwirkung sein soll haben wir uns nicht wirklich getraut ihr das Zeug nochmal zu geben...Naja, keine 4-5 Wochen später, hat sie nun eine erneute beidseitige Ohrenentzündung

Das einzige was wohl übrig bleibt, ist eine eventuelle Futterunverträglichkeit (TA wollte uns auch gleich ein Allergikerfutter mitgeben...). Aber genau an dem Punkt bin ich auch bezüglich des TA irgendwie unsicher... Er hat ja nicht einmal gefragt, was sie aktuell zu fressen bekommt. Habe mich dann mit ihm geeinigt, dass ich weiter koche, aber wir eine Ausschlussdiät machen (eine unbekannte Proteinquelle, kein Getreide aber Kartoffel als KH Lieferant, Gemüse darf ich wechseln.
Auch zeigt sie sonst absolut keine Symptome... Seit sie 2kg abgespeckt hat ist sie fit wie nie und ihr scheint es eigentlich richtig gut zu gehen. Die Ohren jucken nicht oder tun ihr nicht weh, absolut unauffällig...Da eine Ausschlussdiät doch mich recht viel Aufwand verbunden ist (wir müsste wohl auf Ziege zurück greifen oder Exoten wie Känguru und co), versuche ich das noch zu vermeiden... Erst Mal habe ich unseren Fütterungsplan überprüft und deutlich den Proteinanteil runtergeschraubt. Laut Zentek brauchen Hunde in der Größe um die 50g verdauliches Rohprotein. Alles zusammengerechnet gab es bisher nämlich gut das doppelte (der Trockenkaukram machts
). Auf der anderen Seite hätte man einen Proteinüberschuss doch theoretisch im Blutbild sehen müssen, oder nicht?! 
Heute mittag geht es zum Tierarzt zur Kontrolle, da letzte Woche der Gehörgang so zugeschwollen war, dass man nicht das Trommelfell sehen konnte und ein Fremdkörper nicht ausgeschlossen werden konnte. Allerdings halte ich das irgendwie für arg unwahrscheinlich...
Also, vielleicht hat jemand noch einen Gedanken zu der Geschichte, ich weiss ehrlich gesagt nicht mehr so wirklich was ich davon halten soll

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Hallo,
hast du hier Brainstorming zu wiederkehrenden Ohrenentzündungen schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
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Puh, das tut mir leid .
Hast Du die Möglichkeit, Deine Ronnie einer Tierheilpraktikerin vorzustellen? Oftmals finden diese Therapeuten sehr gut Ansätze und können die Tieren mehr helfen als die Schulmediziner.
Ein Beispiel:
Die Labradorhündin unserer Freunde hatte immer wieder Analdrüsenentzündungen, die tierärztlich behandelt wurden. Dann gingen die Freunde zu einer THP, die Ernährung der Hündin wurde leicht umgestellt, sie bekam hom. Mittel und war danach komplett frei von Entzündungen...das hat jetzt zwar mit den Ohren nichts zu tun, aber zeigt, dass alternative Heilverfahren oft sehr gut helfen -
ja daran habe ich auch schon gedacht, also eventuell wo ganz anders hin zu gehen... Eventuell zu einem TA der sich wirklich gut mit SD Werten auskennt (nur weil sie "normal" sind, müssen die Werte ja nicht gleich "gesund" sein...). Ich kann halt nicht abschätzen in wie weit sich ein "normaler" Tierarzt damit auskennt?!
Heilpraktiker habe ich auch schon dran gedacht, werde mich mal nach einem guten umhören!
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Hallo,
Unser Ben hatte auch lange Zeit immer wieder beidseitige Ohrenentzündungen und viel schwarzen Schmodder
in den Ohren. Allerdings hat es ih auch gejuckt und er hat sich ständig geschüttelt. Ohrmilben konnten jedoch auch ausgeschlossen werden.
Wir haben das Futter umgestellt auf eine Sorte mit besonders geringen Proteingehalt und auch die Kauartikel fast ganz weggelassen ...
Seitdem reinige ich seine Ohren regelmäßig mit felican und es ist ganz gut geworden...aber sobald er dann doch mal wieder etwas zum Kauen hatte, merke ich es direkt an seinen Ohren
Ich wünsche euch alles Gute !
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Eventuell zu einem TA der sich wirklich gut mit SD Werten auskennt (nur weil sie "normal" sind, müssen die Werte ja nicht gleich "gesund" sein...).
Wie sind denn die Werte? Weißt Du das?
Dago hatte eine subklinische SDU, es war nur ein Wert außerhalb der Norm....weiß nicht mehr welcher das war, aber Dago wurde mit einem SD-Hormon behandelt und es ging ihm richtig gut.....er wurde damit fast 16 Jahre alt
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Genau sowas hatte ich schon mal gelesen, daher hatte ich auch mal mein gefüttertes Protein überprüft...
So, habe die Mail mit den Ergebnissen wieder gefunden:
T4 Gesamtthyroxin 2,6 ug/dl (1.0 - 4.0)
Harnstoff-N 27 mg/dl (9 - 29)
Kreatinin 1,1 mg/dl (< 1.4)
Natrium 149 mmol/l (142 - 153)
Chlorid 115 mmol/l (106 - 120)
Kalium 4,4 mmol/l (3.9 - 5.8)
anorg.Phosphat 1,2 mmol/l (0.9 - 1.7)
Bilirubin 0,3 mg/dl (< 0.4)
GPT 29 U/l (< 122)
Alk. Phosphatase 22 U/l (< 147)
y-GT 3 U/l (< 13)
GOT 30 U/l (< 59)
GLDH 3 U/l (< 18)
Gesamteiweiß 6,2 g/dl (5.4 - 7.6)
Albumin 3,4 g/dl (2.8 - 4.3)
Globulin 2,8 g/dl (2.4 - 4.3)
Glucose 112 mg/dl (57 - 126)
a-Amylase 516 U/l (< 1264)
Lipase 25 U/l (< 298)
Cholesterin 218 mg/dl (< 398)
Cholesterin (nüchterne normalgewichtige Hunde): < 300 mg/dl
Fruktosamin 313 umol/l (203 - 377)
CK 70 U/l (< 378)
LDH 19 U/l (< 159)
Calcium 2,5 mmol/l (2.1 - 2.9)
Magnesium 0,9 mmol/l (0.7 - 1.1)
Triglyceride 89 mg/dl (28 - 468)
Triglyzeride (nüchterne normalgewichtige Hunde): 28 - 150
mg/dl
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Leukozyten 5,8 G/l (6 - 12) -
Erythrozyten 7,7 T/l (6 - 9)
Hämoglobin 19,5 g/dl (15 - 19) +
Hämatokrit 56 % (38 - 55) +
MCV 72 fl (60 - 77)
MCH 25 pg (17 - 23) +
MCHC 35 g/dl (31 - 34) +
Thrombozyten 230 G/l (150 - 500)
Reti/100Ery 0,98 %
Retikulozyten(absolut)75700 /ul
.
----------------------------------------------------------------
Basophile Granulozyten0 % (0 - 1)
Eosinophile Gr. 3 % (0 - 6)
Segmentkernige 61 % (55 - 75)
Lymphozyten 32 % (12 - 30)
Monozyten 4 % (0 - 4)
Basophile Gr. (abs.) 0 /ul
Basophilenwerte bis 200/ul werden in der Literatur noch als
physiologisch angesehen.
Eosinophile Gr. (abs.)180 /ul (0 - 600)
Segmentkernige (abs.) 3538 /ul (3000 - 10000)
Lymphozyten (absolut) 1842 /ul (1000 - 4000)
Monozyten (absolut) 238 /ul (0 - 500)[/quote]
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Ach und das Mittel was sie einmal bekam war Incurin...
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So, wir kommen eben vom Tierarzt. Allerdings bei der Vertretung, also auch nochmal eine andere Meinung gehört.
Beide Entzündungen sind komplett abgeheilt und es wurde kein Fremdkörper gefunden (wär hätte es gedacht). Dafür haben wir eine Ohrenspülung zur Vorbeugung mitbekommen. Nächste Woche zweimal, dann immer nach dem Schwimmen.Ich hoffe soo, dass das in Verbindung mit der neuen Fütterung funktioniert!
Dafür noch was Positives: Roonie hat wieder 1kg abgenommen

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Mein letzter Dackel begann damit, dass er immer wiederkehrende Ohrenentzündungen hatte, irgendwann leckte er sich dann zusätzlich die Zehenzwischenräume knallrot und zu guter letzt kratzte er sich den Hals blutig. Bei ihm war ein Proteinüberschuß schuld, da ich ihm zusätzlich zu seinem Trockenfutter täglich einen kleinen Kauartikel (z.B. Hühnerhals, Schweineohrmuschel, Straußensehne usw.) gegeben hatte.
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Das macht mir gerade richtig Mut, dass mein weg so erstmal ein Anfang ist!
Das mit den Kauartikeln ist hier nämlich genau so! Es gab die normale Ration Futter und abends einen "Nachtisch".
und ich habe mir dazu jetzt folgendes ausgerechnet:
Gurgel (Truthahn, getrocknet)(a ca 130g)
Rohprotein: 65g
vRp (mit 90% gerechnet): 58gRinderohr, getrocknet (a ca 60g)
Rohprotein: 50g
vRp (90%): 45gKopfhaut, getrocknet (a ca 90g)
Rohprotein: 63g
vRp: 56gDas heißt, dass der Bedarf an verdaulichen Rohprotein mit einem Kauteil schon gedeckt ist!
Bei Deinem Dackel natürlich noch viel gravierender, da er bestimmt einen viel geringeren Bedarf hatte.
Von daher gibt es hier nur noch Kauteile, wenn der Rest des Tages vegetarisch war, bzw gibts dann im Napf nur Gemüse und KH. - Vor einem Moment
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