Einem Welpen Platz beibringen

  • Klar braucht das Geduld. Aber Grundkommandos finde ich schon wichtig. Oder was ist eure Meinung bzw. Was ist wichtiger in dem alter?

    Wofür brauchst Du das derzeit? Ich trainiere das immer recht später, dafür mache ich ganz viel Alltagstraining, das finde ich viel wichtiger. Leinenführigkeit in allen möglichen Situationen finde ich sehr wichtig.

  • 'Komm', 'Nein', 'Aus' ggf. 'Bleib'
    Das 'Bleib' ist mir im Moment auch nur bedingt wichtig, zum Beispiel in der Küche. Die ist sehr eng und wenn ich da irgendwie am Rumhantieren bin, ist es einfach ganz gut wenn Miko weiß, dass sie auf ihrem Platz zu bleiben hat.
    Ansonsten möchte ich, dass sie einfach Welpe sein kann und diese Zeit ebenfalls genießen. Demnach bin ich nicht der Meinung, dass ein 11 Wochen alter Welpe schon 'Platz' lernen oder gar können muss. Aber das ist wohl Geschmackssache.

  • also in dem Alter ist mir nur die Stubenreinheit wichtig, dann die Bindung zu mir (Rückruf) und die Leinenführigkeit.

    ebenbei üb ich ab und an mal mit Futterhand die Positionen sitz, Platz und steh, aber ein Kommando kommt da wirklich erst sehr sehr spät zu es geht mir da nur darum dass sie die Bewegung kennen.

  • Das Blöde ist einfach bei diesen sogenannten Grundkommandos, dass die Welpen solche Tricks zwar schnell lernen, man sich die meistens aber auch schnell wiederselbst kaputt macht, weil man sie dann schon zu schnell in Situationen benutzen will, die der Hund noch gar nicht leisten kann.
    Ich kenne auch kaum Hundehalter, wo die Hunde die viel gelobten Grundkommandos außerhalb des Hundeplatzes wirklich richtig beherrschen, denn wenn das wirklich so wäre, müsste ich ja in Konfliktsituationen immer nur Sitz oder Platz sagen und hätte schon kein Problem mehr.

    Viele Hundehalter sind sehr stolz drauf, wenn Welpi schon Sitz und Platz KANN, aber wirklich können kann es so ein junger Hund noch gar nicht.

    Der muss erst mal Alltag lernen, für Dressurkommandos hat man noch genug Zeit. Unhid am Ende helfen die einem auch nicht unbedingt viel, weil es mit Erziehung absolut gar nichts zu tun hat.

    Dinge wie Frust aushalten lernen ist etwas, was zum Beispiel wichtig ist für junge Hunde.
    Oder grundsätzlich mal etwas NICHT zu dürfen.

    Bei meinem ersten Hund habe ich auch a la Hundeverein Sitz, Platz, Fuß recht früh geübt. Schön und gut, hat auch gut geklappt.

    Bei meinem zweiten Welpen habe ich alles bewusst ganz anders gemacht. Ein Abbruchsignal war mir wichtig, gute Impulskontrolle, Ruhe bewahren und Frust aushalten lernen, auf Kommando ins Körbchen verschwinden, mal kurz irgendwo warten können usw. Und das auch nicht direkt nach Einzug.

    Grundbenimm, wie verhalte ich mich adäquat und meiner Umwelt angepasst - das sind Dinge, die wichtig sind und die ich aber nicht über irgendwelche Hörzeichen erreiche, sondern über Einordnung in den Alltag, ruhiges und gelassenes Auftreten, dem Hund vermitteln, dass ich Plan vom Leben habe und es sich für ihn lohnt, sich an mir zu orientieren.
    Und das findet 24 Stunden am Tag statt.

    Sitz und Platz hilft mir am Ende nicht sooooo viel, wenn der Hund nicht gelernt hat, wie das Leben funktioniert.
    Pfote auf Kommando geben ist ein ähnliches Dressurkommando, bringt mich aber im Alltag nicht weiter.

    Zudem hat ein Welpe ja bestimmte Zeitfenster fürs Lernen und man muss einfach schauen, was da gerade Thema ist und entsprechend da ansetzen.

    Glaub mir, für Sitz und Platz hast Du noch ausreichend Zeit. Für den Hund ist das nicht so wichtig, für ihn ist es ein lustiges Kunststück, wo er sich ein Leckerchen verdienen kann.

    Nicht mehr und nicht weniger.

    Aber mit Erziehung hat es nichts zu tun.

  • Meine lernen das Platz so wie hier bei 2:16

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    und das auch schon recht früh (nicht mit Kommando, aber die Bewegungsabläufe). Ebenso wie 'aus'. Ansonsten kommt es auf den Hund an. Der eine lernt fremde Menschen/Hunde zu ignorieren, der andere lernt auf mich zu achten/in meiner Nähe zu beiben, alle lernen Leinenführigkeit (ok, die lernt ein Hund erst jetzt :p ) und Stubenreinheit, usw.
  • Bei Kleinhunden nutze ich für das Erlernen des Kommandos Platz gerne diese Methode:

    Ich lasse den Hund sitzen (Voraussetzung, er kann schon das Kommando sitz), dann hocke ich mich seitlich vor den Hund, strecke mein Bein nach vorne raus, sodass der Hund dann neben meinem ausgestrecken Bein sitzt. Dann halte ich auf die andere Seite meines Beines ein Leckerlie und führe den Hund mit dem Leckerlie unter meinem Bein durch. Das Bein halte ich so tief, dass sich der Hund hinlegen muss, wenn er an das Leckerlie möchte. In dem Augenblick in dem sich der Hund hinlegt, sage ich das Kommando Platz und dann bekommt er sein Leckerlie. So kann der Hund das Kommando mit dem Hinlegen verbinden.
    Das dauert gar nicht lange, dann funktioniert das auch ohne Bein und ohne Leckerlie.

    • ja sehe ich auch so. Aber da mein kleiner Milow das schon alles kann, gehe ich einen Schritt weiter. Abrufen üben wir auch. stubenrein ist er. Aus macht er auch. In sein Körbchen geht er auch von allein. An der leine läuft er für den Anfang auch ganz gut:)
  • Gut, mit 11 Wochen kenne ich keinen Hund, der etwas kann. Nicht so, wie ich es definiere ;) Und da meine im Sport laufen, habe ich z.B. bzgl. 'Aus' etwas andere Ansprüche als manch anderer.

    Bei nem Beagle-Welpen würd ich wohl sehr viel am 'arbeite zusammen mit mir' arbeiten und außer dem Abruf viel nach hinten schieben...

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