Aufregungs- und / Frustbellen

  • Gepflegte Langeweile will auch gelernt sein ;-)Könnte es sein, dass sie das noch nicht so richtig aushalten kann?

    Ne - ich glaub, das isses in dem Fall nicht. Die wollen einfach arbeiten. Pudel sind wahnsinnig intelligent, die zeigen halt gern, was sie schon können, und ich kenns von Biene her auch so - dieses zum Arbeiten auffordernde Gekläff: "hopphopp, jetzt mach schon!" in die Richtung geht das. Wenn sie ne Chance dazu sehen, daß sie gleich arbeiten dürfen, geht´s halt los... *gg Deswegen ist die daheim trotzdem gechillt und döst vor sich hin, da stört sie die Ruhe keineswegs.

    Und je nachdem, wie intensiv die Pudel es zeigen, kann man´s aushalten (bei mir hauptsächlich bei der Staffel, ansonsten ists einfach verhinderbar, indem ich keine Leckerlis dabei habe), oder muß halt gucken, was man tut, damit sie merken, mit dem Gekläffe kommen sie nicht mehr zum Erfolg, Fraule reagiert darauf nicht. Arbeiten geht´s nur noch, wenn ich ruhig bin. Dann geht das schon irgendwann weg.

  • PS: zu dem Reizmagen: der könnte durchaus auch durch den Streß hervorgerufen worden sein, den sie sich mit dem Gekläffe macht, mit der Erwartungshaltung etc.

    Vielleicht verschwindet das schneller als Du glauben kannst, wenn Du einfach mal nichts machst, bis sie ganz ruhig ist unterwegs. Dann kannst wieder mit kleinen Aufgaben bestätigen, oder die gelungenen (kleinen und wenigen) Aufgaben mit Leckerli belohnen.

  • @ BieBoss ja genau, du hast es genau getroffen und meine Emma genauestens beschrieben.

    chillen kann die gut, gar kein thema. auch mit mir draussen. aber wenn die Erwartungshaltung : "jetzt gehen wir zum training" kommt, geht die ab wie ne furie.

    und ich kann es nicht damit trainieren: zur huschu fahren und dann dort nichts machen.
    die ist so schlau und merkt das sofort.

    sie hat eine gute bindung zu mir und merkt genau, wenn ich sie austricksen will.

    sicher bin ich auch u.a. auslöser für die kläfferei, weil ich ja auch wieder eine erwartungshaltung diesbezüglich habe.....so sehr ich mich auch um innere ruhe bemühe.

    ja der reizmagen ist eine kombi und ein teufelskreis. sie hat einerseits viele allergieen und andererseits veträgt sie den stress nicht. aber ich kann sie ja auch nicht in watte packen - zumal sie ein lebensfroher wissbegieriger hund ist.


    Ne - ich glaub, das isses in dem Fall nicht. Die wollen einfach arbeiten. Pudel sind wahnsinnig intelligent, die zeigen halt gern, was sie schon können, und ich kenns von Biene her auch so - dieses zum Arbeiten auffordernde Gekläff: "hopphopp, jetzt mach schon!" in die Richtung geht das. Wenn sie ne Chance dazu sehen, daß sie gleich arbeiten dürfen, geht´s halt los... *gg Deswegen ist die daheim trotzdem gechillt und döst vor sich hin, da stört sie die Ruhe keineswegs.

    genauso ist es. !

  • Das Ziel ist es doch auch nicht NICHTS zu machen...

    Sondern eben erst dann, wenn sie es nicht einfordert!

    Als Beispiel: Nicht zum Hundeplatz fahren und dann gar nichts tun, sondern hinfahren und erst in dem Moment was machen, wenn sie ruhig ist und sobald sie zu sehr stresst abbrechen...

  • ja genau das ist ja das Problem ;-)

    wir fahren hin und müssen ja warten.... bis es anfängt.....wir machen nichts .......und genau das ist die Zeit, wo sie so kläfft...bis wir anfangen..... dann ist sie ruhig.

    es nervt ja auch die anderen leute.
    wenn wir trailen - ist das im wohngebiet schwiergig das auszusitzen.
    auf dem hundeplatz ist es zwar nicht ganz so schlimm, aber aufgrund ihrer schrillen stimme sehr unangenehm.....

    und sie hält da lange durch.....

    mit ignorieren haben wir das ja schon versucht. man bekommt nach einiger zeit kopfschmerzen :-/

    was mache ich da?

  • Ich denke schon, daß sie das begreifen wird. Vor allem, wenn Du mehrfach den Versuch machst, sie rauszuholen, und sobald sie kläfft, wieder reinsteckst ins Auto.....

    Beim Trailen kannst das Auto zumachen, dann hören die Nachbarn net so laut mit. Jetzt wirds ja wieder kühler..... und sobald sie ruhig ist, hol sie raus. Kläfft sie los, gehts wieder ins Auto. Und entweder sie hält irgendwann Ruhe, dann darf sie starten, oder eben nicht, dann fahrt Ihr nach dem letzten Versuch mit Kläffkläff wieder heim. Umgehend. So kann sie Kläffen mit Heimfahren verbinden. Evtl. kannst auch noch nen Negativ-Marker einsetzen - "NEIN" jedes Mal, wenn sie doch wieder anfängt.

    Das Auto am besten relativ am Ende parken, wo sie möglichst weit weg vom Geschehen ist, dann nervt das Gekläff net ganz so schlimm, und Du hast die Chance, daß sie eher mal ruhig ist, weil weit genug weg vom "Kläff-Auslöser" *gg

    Und wenn das immer noch net hilft, dann würde ich paar Wochen nicht auf den Platz gehen, sondern stattdessen in der Nähe des Platzes in Sichtweite mit dem Hund spazierengehen - bis die Erwartungshaltung weg ist. Dann mal übern Platz gehen, wenn der leer ist. Evtl. selbst mit ihr ne Minute arbeiten, wenn sie ruhig bleibt (damit sie das Ruhigbleiben mit der Bestätigung ARBEITEN verknüpfen kann). Dann mal beim Gassi kurz reinschauen ins Training und sofort wieder raus. Und wenn sie das dann mal 10 Minuten schafft, ohne zu lärmen vor Erwartung, darf sie beim nächsten Mal ne gaaaaanz kurze Einheit arbeiten -aber dann, ohne vorher ruhig zu liegen, damit Du ne Erfolgschance hast - sie geht ruhig auf den Platz und darf arbeiten, so gehst kein Risiko ein, daß sie zu kläffen beginnt. Die nächsten Tag dann wieder nur von außen zugucken..... Dann wieder mal rein und gaaanz kurz arbeiten. Dann mal wieder paar Tage nix. Sobald sie wieder zu kläffen beginnt beim Betreten des Platzes, wieder 2 Wochen gar net hingehen. Bis sie in der Lage is, im Auto mal ne halbe Stunde auf dem Platz zu warten und wieder heimzufahren, ohne zu kläffen. Dann kannst sie mal wieder im regulären Training ne Aktion machen lassen, NACH der ruhigen halben Stunde. Und anschließend sofort heim, damit sie sich nicht wieder durchs zuschauen hochschaukelt, solang sich das Ruhigbleiben nicht gefestigt hat.

    So führst Du sozusagen ne gezielte Verwirrtaktik ein, sie weiß nie, wann sie wird arbeiten dürfen, der Platz selbst wird mir RUHE verknüpft, und mal darf sie arbeiten, mal nicht, sodaß keine generelle Erwartungshaltung entsteht à la "Platz=Arbeiten". Und nur, wenn sie ruhig ist, arbeiten.

    Du kannst auch zwischendurch einfach mal ne Wiese suchen außerhalb des Orts, und dann auf einmal dort ne Kleinigkeit mit ihr arbeiten. Vollkommen unerwartet - aber eben aus der Ruhe raus. Damit der arme Hund net völlig überdreht, weil er gar nix mehr arbeiten darf *gg Damit könntest auch die Verknüpfung, daß Arbeit nur auf dem Platz stattfindet, etwas lösen. "Es kann jederzeit, wenn ich ruhig bin, gearbeitet werden" soll sie verinnerlichen.

  • puh, das wird schwierig, da der platz am anderen ende der stadt ist und ich jedesmal 1 stunde anfahrt habe.....

    aber naja, was tut man nicht alles. ein versuch ist es auf alle fälle wert.

    das arbeiten verknüpft sie nicht nur mit dem platz. ich mache jetzt gerade mal einen kurs mit. der geht 5 wochen immer dienstags.

    ansonsten baue ich solche übungen und tricks halt ins normale gassi ein. u d da ist sie ja wie ein deckchen.

    solche kurse finden halt immer mal statt. und je nach bedarf mach ich die mal mit.
    also auch keine regelmäßigkeit.

    aber sie weiß halt, dass dort immer was tolles gearbeitet wird.
    u d beim trailen erkennt sie das schon wenn ich die tasche packe. und da haben wir einen gleichbleibenden trainingstermin an unterschiedlichen orten.

  • Ich verstehe schon, dass es lernfreudigere Hunde gibt als meinen altersstarrsinnigen Dackel-Mix. Und ich würde auch gerne regelmässig auf dem Hundeplatz stehen. Das wäre für mich ein nettes Hobby. Für meinen Senior leider nicht. Wenn ich ihn frage, würde er gerne so zwei bis dreimal die Woche Rehe jagen gehen. Das wäre sein Hobby, meins wiederum nicht ;) Ich glaube, da würde selbst er aus lauter Vorfreude am Rad drehen.

    Nichtsdestotrotz, auch in Anbetracht des Reizmagens wäre es doch mal einen Versuch wert, mit dem Hundeplatz eine Pause einzulegen. Beschäftigung ohne Aufregung würde sich doch bestimmt auch anderweitig finden, falls es sich als notwendig erweist.

  • Mmmh, irgendwie drängt sich mir beim Lesen der Gedanke auf, dass Du ein maximales Ergebnis bei möglichst geringem bis gar keinem Aufwand haben möchtest.

    Ein Hund, der sich vorher total hochgeifert, hat keinen Spaß. Der ist einfach nur durch. Auch, wenn er danach scheinbar "gut" arbeitet. Aber der Stress vom Gegeifer braucht Tag, um wieder abgebaut zu werden.

    Ich würde hinfahren Hund aus dem Auto, geifert er, rein ins Auto und den anderen zuschauen. Hält er zwischendurch die Klappe, rausholen, fängt er wieder ein wieder rein ins Auto... und so weiter.

    Da Du Deinem Hund bereits beigebracht hast, dass das Gekreische zielführend ist, wird es etwas dauern...

    Viele Grüße
    Corinna

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