Erfolgreiches Anti-Ködertraining?

  • Huhu,

    mich interessiert, ob es hier Hundehalter gibt, die ihrem Hund erfolgreich das Verweisen oder Ignorieren von Nahrung draußen beigebracht haben, dabei aber gleichzeitig im Alltag viel mit Futter belohnen, dass nicht nur aus der Hand kommt und auch Futtersuchspiele machen.

    Wenn nicht selbst, kennt ihr Hund-Mensch Teams, bei denen das so funkioniert?

  • Oh das würde mich auch sehr interessieren weil Cooper ja auch gerne draußen aufsammelt.

    Gerade bin ich nämlich noch ganz geschockt weil ich erfahren habe das ne 2-jährige Landseer Hündin vergiftet wurde die wir kannten :( :(

  • Hallo, hier klinke ich mich gern mal mit ein.

    Mit meiner Lucie funktioniert es super, sie weiß, dass sie nichts vom Boden aufnehmen darf (außer bei Katzensch****). Ich hab einfach ein Superleckerlie vor sie gelegt und nein gesagt, wenn sie es nehmen wollte. Nach 3x üben, einmal in der Wohnung, einmal draußen und einmal draußen auf Entfernung ist es in ihrem kleinen, schlauen Köpfchen drin.

    Bei meinem Dicken funktioniert es leider so garnicht, vielleicht hat es hier ja jemand einen Trick für unsensible Hunde. :hust:

  • Wenn ich vor Cooper oder zeitgleich was sehe und ich sage scharf Nein dann geht er da auch nicht bei bzw.wenn es schon im Maul ist spuckt er es auch wieder aus aber wenn er in den Büschen ist sehe ich ja leider nichts und da würde es er halt runter schlucken :/

  • Ich habe zwei Anti-Giftköder Kurse gemacht mit meinem Dackel-Mix. In dem ersten sollte ich ihm Körpersprachlich zu verstehen geben, dass alles was auf dem Boden liegt mir gehört. War für die Tonne, hat nichts gebracht.

    In dem zweiten sollte er Fressbares anzeigen und wurde mit etwas höherwertigem belohnt. Das funktioniert wenn ich alles fressbare vor ihm sehe. Ich habe in den gut vier Jahren die er bei mir lebt noch nie Futtersuchspiele gemacht. Bis auf wenige Ausnahmen wird er IMMER aus der Hand gefüttert.

    Ich bin mal gespannt ob sich jemand meldet der Futtersuchspiele macht und dessen Hund trotzdem nichts aufsammelt.

  • Ich mach mit meiner Hündin Suchspiele, aber da bekommt sie dann ein Startkommando. Wenn dann blöderweise in der Nähe ein Köder wär, würde sie es auch nehmen, aber ohne Aufforderung würde sie auch kein Leckerlie vom Boden aufheben, wenn es mir runtergefallen ist.

  • Ich mache und machte mit allen meinen Hunden Futtersuchspiele und werfe bei Distanzübungen auch mal ein Leckerchen zur Belohnung auf den Boden vor den Hund, aber ich sage immer sofort "nimm", bevor meine Hunde ein Leckerchen vom Boden fressen. Das hat zur Folge, dass sie bei zufällig gefundenen fressbaren Dingen fragen, d.h. mich anschauen und auf "nimm" warten, was natürlich IMMER sehr hoch belohnt wird. Zu diesem Zweck habe ich auf jedem Spaziergang einige "Joker-Leckerchen" mit dabei.

    Ah, vor dem Futternapf müssen meine Hunde übrigens nicht warten, ich stelle den Napf ab und wünsche "einen Guten", dort müssen sie also nicht auf die Freigabe warten.

    Mein Weisser Schweizer Schäferhund und auch mein Malinois haben mir gefundene "Leckereien" (Knochen, Wurststücke, Brot aber auch tote Mäuse, vertrocknete Kröten und Blindschleichen etc.) jeweils gebracht und gegen ein Joker-Leckerli getauscht, aber ganz selbständig so gemacht :-D

  • Bei Whyona hab ich das nie hinbekommen ... sie lässt alles liegen wenn ich ihr sage dass sie das jetzt nicht nehmen soll. Aber gewisse Dinge sieht man nicht, und dann ist es bei ihr schnell im Magen verschwunden. Man lernt allerdings mit de Zeit die Art zu schnüffeln zu lesen, meistens merke ich ihr an wenn sie was fressbares in der Nase hat un kann sie dann rufen.

    Bei Tarek wollte ich das nicht, und ich hab auf das Sprühhalsband zurückgegriffen. Tarek ist ein sehr sicherer und selbstbewusster Hund, der deswegen nicht grad zusammen bricht ... Ich habs komplett ohne Kommando aufgebaut, im Prinzip sollte das Futter das rumliegt selber einfach doof werden. Verschiedenes Fressbares ausgelegt, so dass er es nicht mitbekommt, oder von bekannten auslegen lassen die vorausliefen und dann gewartet bis er dran war und gesprüht. Mitlerweile bekommt er was in die Nase und macht nen Bogen drum. Ich werds von Zeit zu zeit wieder antesten, aber bisher hälts, er ist jetzt 10 Monate alt.

    Sicher nicht mit jedem Hund machbar, aber bei den meisten anderen Methoden, verbieten etc ist man doch oft davon abhängig dass man es selber sieht und dem Hund entsprechend davon abhalten muss das zu fressen. Und so kann ich davon ausgehen dass er es von sich aus nicht einfach nimmt.

  • Ich habe Newton beigebracht, Fressbares draußen anzuzeigen. Habe es mit Markern gemacht. D.h. jedes Liegenlassen gemarkert und dann geschaut, welches Alternativverhalten er mir anbietet. Bei ihm war das "Sitz!". Seither zeigt er mir alles an, was so für ihn in die Kategorie "genießbar" fällt... Heute zum Beispiel eine tote Feldmaus... :mute:

    Leckerli-Suchspiele bzw. Leckerlis hetzen machen wir draußen trotzdem. Wäre mir jetzt nicht aufgefallen, dass es da "Gewissenskonflikte" gibt. Wenn ich ihm ein Leckerli auf den Boden werfe, bzw. es irgendwo verstecke und ihn dann suchen lassen, ist es ihm irgendwie klar, dass er das fressen darf und Anderes eben nicht.

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