Hund bleibt allein, auch wenn er nicht muss
-
Gast80569 -
24. Juli 2015 um 08:20
-
-
Hallo,
ich zermarter mir seit einiger Zeit das Hirn, wie ich meinem Hund und meinem Freund das Leben etwas angenehmer machen könnte.
Das Problem ist folgendes, mein Freund und mein Hund verstehen sich an sich super. Es wird geschmust und gespielt etc. Aber sobald ich weg gehe und nur mein Freund da ist, verzieht sich mein Hund ins Schlafzimmer aufs Bett und liegt dort bis ich wieder komme. Laut meinem Freund ist er zu nichts zu motivieren. Er will das Geschirr nicht anziehen, wenn er es doch schafft, weigert er sich nach ein paar Metern Gassi weiter zu gehen.
Für mich ist die einzig mögliche Erklärung, dass mein Hund verknüpft hat, dass ich wieder komme, wenn er regungslos auf dem Bett liegt. Wenn ich ihn allein lassen muss, mach ich immer die Schlafzimmertür zu und finde ihn auch immer so auf dem Bett vor wie ich ihn quasi zurückgelassen habe. Er kommt auch nicht um mich zu begrüßen. Er wedelt etwas mit dem Schwanz, kriegt was leckeres und wenn das verputzt ist, kommt er dann langsam wieder in die Gänge und sagt auch Hallo.
Das ist natürlich eine blöde Situation. Eigentlich bin ich sehr froh, wenn ich weiß, dass mein Hund nicht alleine ist und zwischendurch kurz Pipi kann. Auch mein Freund nimmt das natürlich ziemlich persönlich, da er wirklich vernarrt in den Hund ist.Habt ihr irgendwelche Ideen wie ich mich verhalten oder was ich trainieren könnte?
Wenn ich ihn zu einer Bekannten bringe und diese auf ihn aufpasst, gibt es solche Probleme nicht. Und die sieht mein Hund weitaus seltener.
Viele Grüße
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Dein Hund legt sich deshalb während deiner Abwesenheit auf dein Bett, weil es nach dir riecht und du anscheinend die Hauptbezugsperson bist.
Bei deiner Bekannten kann er das nicht und daher verhält er sich dort auch anders.
Ich würde, wenn ich wieder weggehe, die Türe zum Schlafzimmer schließen, dann wird sich dein Hund wahrscheinlich deinem Freund gegenüber anders verhalten, weil er sich nicht auf deinen Geruch legen kann. -
Schlaf und Ruhe
Erwachsene Hunde: 17 bis 20 Stunden. Welpen, Senioren und Kranke: 20 bis 22 Stunden
nur so zur Info.Und das er ruht bist du kommst ist normal (du bist halt seine Hauptperson).
Bei der Bekannten geht es anders:
Natürlich macht der Hund das mit euch (nicht mitgehen) es funktioniert ja. Er wird euch einfach als Paar sehen wenn einer fehlt macht er einfach nix mehr.Was ihr machen könntet das dein Freund irgendwas mit dem Hund alleine macht um die Bindung etwas zu erhöhen.
-
Vielleicht sollte dein Freund etwas qualitative Zeit mit eurem Hund verbringen.
Ich rate jetzt einfach mal ins Blaue, du bist für die Erziehung größtenteils verantwortlich, dass heißt du kümmerst dich.
Auf dich kann man sich verlassen.
Dein Freund ist halt spielpartner.
Nichts schlechtes aber niemand an den man sich anhängen kann.Vielleicht sollten die beiden zusammen etwas machen wie dummy oder longieren.
Einfach die Bindung stärken. -
Dein Hund hat sich sein Ritual zum Alleinbleiben geschaffen und schläft in der Zeit, nehme ich an. Ich finde das prima.
Muss er denn zwischendurch Pipi oder Gassi gehen oder denkst Du einfach, dass das "nett" für ihn wäre?
Viele Grüße
Corinna -
-
Bei uns ist die Schlafzimmertüre tagsüber zu. Diese Türe ist nur offen, wenn sie ganz alleine bleiben muss, denn dann legt sie sich natürlich auf mein Bett, weil sie mir dann trotz meiner Abwesenheit nahe sein kann. Wenn nur ich weg bin und mein Sohn oder mein Mann bei ihr zuhause sind, dann ist die Türe auch zu und sie hält sich daher bei meinem Sohn im Zimmer oder im Wohnzimmer bei meinem Mann auf.
-
Mein Hundeopa hat auch ab der zweiten Woche seit er bei uns eingezogen ist (vorletzten Herbst) beschlossen, nur noch mit mir spazieren zu gehen. Wenn mein Partner mit ihm geht, sieht das so aus: widerwillig aus der Tür raus, bocken (Popo auf den Boden), irgendwann gibt er nach, Treppe runter, am nächst gelegenen Busch das Bein heben, schnurstracks zurück, fertig. Versäubern ja, Spaziergang nein. Ohne Bocken eine Angelegenheit von 2 min, mit Bocken 5 min.
Wenn ich dabei bin, schwingt die Rute, wird geschnüffelt, entdeckt, markiert usw.

Wenn ich nicht da bin, trägt er auch immer das Geschirr, weil er sich das sonst nicht anziehen lässt. Oft ist eine Hausleine dran. Denn wenn man die in die Hand nimmt, kooperiert er glücklicherweise. Ohne Hausleine kann es sein, dass er nicht aus seinem Bettchen aufsteht.
Oftmals wirkt er unsicher wenn ich nicht da bin und lässt sich von den anderen Familienmitgliedern nicht streicheln, kuschelt auch nicht auf der Couch, sondern zieht sich in sein Bettchen zurück. Das ist allerdings (durch Bindungsaufbau) schon besser geworden.
Wir haben uns dran gewöhnt.
(Die Hundetrainerin empfiehlt auch immer den Druck rauszunehmen. Das hat bei uns definitiv auch geholfen. Das hilft sowohl dem Hund als auch meinem Partner. Wenn der Hund sich versäubern muss, kommt er schon. Und wenn er nicht muss... ja, mei... dann bleibt er halt in seinem Bettchen und wartet bis Mami wieder kommt)
-
Ich würde den Hund nicht zur Kontakaufnahme zwingen in deiner Abwesenheit. Wahrscheinlich gibt ihm dieses Ritual in deiner Abwesenheit Sicherheit. Warum sollte man ihm das nehmen. Wenn er Nähe zu deinem Freund möchte, wird er schon kommen.
Man kann natürlich grundsätzlich versuchen die Beziehung zwischen deinem Freund und dem Hund zu stärken, indem er z.B. mehr mit dem Hund alleine unternimmt.
Aber ist das sinnvoll und möchtest du das? Musst du entscheiden. Der Hund scheint mir zufrieden so wie es ist. -
Ich finde, es ist doch alles gut so wie es ist.
Dein Hund entspannt scheinbar ritualisiert, wenn Du weg bist. Besser kann es doch nicht sein.
Ich würde das auf jeden Fall aufrecht erhalten, denn wenn Dein Freund jetzt anfängt, in Deiner Abwesenheit action mit dem Hund zu machen, kann es sein, dass Du Dir das alles kaputt machst.
Gemeinsame Zeit kann er doch an anderer Stelle mit dem Hund verbringen, das muss ja nicht gerade sein, wenn Du weg bist.
Dass er einfach da ist, ist doch an sich für Dich sicher ein recht beruhigendes Gefühl, falls mit dem Hund was ist.
Ansonsten soll Dein Freund doch einfach sein Ding machen, all das, was er vielleicht nicht machen kann/soll, wenn Du da bist und dann ist doch alles gut.
Man hat ja auch nicht ständig Zeit, sich mit dem Hund zu beschäftigen, abgesehen davon, dass die ausreichende Möglichkeit zu schlafen einfach auch wichtig ist und wenn der Hund das selbst so macht, würde ich ihn einfach lassen.
Wenn er Kontakt aufnehmen will, wird er schon von alleine kommen.
-
Es gibt Hunde die sind "Ein-Mann(bzw Frau
)Hunde". Kenne ich nur allzu gut von meinem Großen. Nach 3 Jahren Beziehung schafft mein Freund es mittlerweile ihn zu einer kleinen Runde von ca. 20min zu überreden, wenn er (der Hund) gut drauf ist. Anfangs hat er mit ihm nicht mal die Wohnung verlassen, auch wenn sie sich sonst gut verstanden haben.Anfänglich hat er das auch sehr persönlich genommen. Ich denke auch immer noch, aber er hat verstanden dass Sanny so ist. Was anderes bleibt kaum übrig, wenn die Beziehung zum Hund ansonsten gut ist.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!