An die Mehrhundehalter...

  • Hallo DFler,

    ich werfe mal ein paar Fragen in die Runde, die mich in letzter Zeit beschäftigen. Das Thema "Zweithund" ist zwar präsent, aber es dauert noch, bis ich diesen Wunsch umsetzen kann.

    1; zeigte euer Ersthund weniger Interesse an Artgenossen, seitdem er Gesellschaft hat?

    2; litt der Gehorsam des ersten Hundes unter dem Einzug des zweiten?

    3; veränderte sich die Beziehung zum Ersthund?

    4; tut ein weiterer Hund im Haushalt eurem ersten gut?

    Frage 1; interessiert mich brennend. Mein Ares lieeebt ja Artgenossen, leider kann ich ihm nicht soviel Kontakt ermöglichen, wie er es gerne hätte. Das ist zwar nicht der Grund, warum ein zweiter Hund einziehen wird, aber vlll. wär`s ja ein netter Nebeneffekt, wenn das flammende Interesse an anderen Hund etwas erlischt... ;) Verlassen tue ich mich natürlich darauf nicht. Ich stellte bloß fest, dass, nachdem er mit Seinesgleichen spielen konnte, sie ihn weniger juckten.
    Bis auf dem "Hundewahnsinn" ist er ein feiner Hund mit seinen bald 15 Monaten. Diese unbändige Aufregung, wenn Artgenossen zu nahe kommen, ist wohl der Grund weshalb ich keinen Welpen mehr möchte. :pfeif:


    Ich bin gespannt!

  • 1. Bei uns nicht wirklich unsere 1 Gaia war eh schon immer mehr desinteressiert bis misstrauisch
    hat sich dementsprechend nichts geändert
    Mit unserer 2 Helia spielt sie allerdings sehr gerne

    2. Eher das Gegenteil Gaia wollte unbedingt zeigen dass sie die ältere bzw bessere ist und schon sooo viel kann. Auch die Regeln, die für sie gelten hat sie bei Helia durchgesetzt zb. Wenn ich nicht ins bad darf, darfst du das schon dreimal nicht.

    3. Nein überhaupt nicht
    Wir schmusen immernoch genauso viel wie vorher spielen wie eh und je und sind uns so nahe wie immer

    4. Ja bei uns definitiv schon
    Gaia hat auf einmal kein Problem mehr mit dem alleine bleiben und bellt auch viel weniger (obwohl sie eh schon recht still war)
    Sie ist viel weniger eifersüchtig und kümmert sich rührend um Helia

    Ganz liebe Grüße
    Jenny mit Gaia und Helia

  • Die Fragen 1-3 kann ich definitiv mit "nein" beantworten.
    Die vierte Frage kann ich nicht beantworten, da mein jetziger Ersthund damals als ängstlicher Zweithund zu einem souveränen Ersthund dazukam, der jedoch inzwischen tot ist.
    Seit mein jetziger Zweithund dazukam, hat sich nichts verändert, was sein Wohlbefinden angeht, weil er schon vorher mit einem anderen Hund zusammengelebt hat.
    Während er allein war, verhielt er sich nicht anders.
    L. G.

  • 1; zeigte euer Ersthund weniger Interesse an Artgenossen, seitdem er Gesellschaft hat?
    Nicht wirklich. :lol: Arren liebt alles, Hunde sind immer toll. Er wurde so mit 2 Jahren gaaaaanz langsam ruhiger, jetzt mit 3 ist er zwar immer noch nicht in der Lage andere Hunde zu ignorieren, aber er springt immerhin den anderen Hunden nicht mehr vor lauter überbordender Freude voll ins Gesicht.


    2; litt der Gehorsam des ersten Hundes unter dem Einzug des zweiten?
    Nicht wirklich, weil man beim Mini kaum vom "Gehorsam" nach DF-Standard sprechen konnte/kann.
    Es war nur anstrengend 2 Hunde im fast gleichen Alter zu haben die eben beide noch nicht wirklich erzogen waren.


    3; veränderte sich die Beziehung zum Ersthund?
    Nein. Arren ist und bleibt mein Herzbube. Ich liebe ihn.
    Aber Hamilton liebe ich ebensosehr. Arren ist halt... Ja, er ist einfach mein Herzchen. Hamilton ist ein Traum, er und ich hängen ganz anders zusammen. Aber Hamilton und ich hatten auch nen Weg zu gehen um zusammenzuwachsen, Arren hingegen ist einfach so ein Herzchen von Natur aus, den kann man garnicht nicht lieben!

    Das einzige was sich veränderte war die Tatsache das ich einfach gemerkt habe im Whippet "meine" Rasse zu finden. Aber das nach Arren kein weiterer MiniBulli kommt stand für mich schon fest bevor mir der Whippet in den Schoß fiel.


    4; tut ein weiterer Hund im Haushalt eurem ersten gut?
    Ja, definitiv.
    Arren brauchte Hunde wie die Luft zum Atmen. Einen für sich allein zu haben tat ihm sehr gut, die erste Woche war es furchtbar anstrengend weil die beiden sich jeden Morgen aufs neue völlig aus dem Häuschen waren das sie sich hatten. :lol:
    Inzwischen ist Hamilton ja nun schon 2 Jahre bei uns. (Wo ist die Zeit nur geblieben?) Die beiden lieben sich, hassen getrennt sein, putzen sich, toben zusammen, kloppen sich auch mal, schmusen zusammen. Sie gehören zusammen.

  • Bei uns ist die Ausgangssituation, denke ich, wichtig: 11-jähriger Rüde, extrem instabiles Nervenkostüm, komplett unverträglich, unkastriert, mangelnder Grundgehorsam. Dazu kam ein damals 10 Monate junges, sehr souveränes, mit allem verträgliches, sehr intelligentes und extrem forderndes kastriertes Fräulein.

    1: Nein, aber Spike hatte nie (freundliches) Interesse an Artgenossen. Sein "Interesse" ist jedoch deutlich friedlicher geworden, sein Sozialverhalten hat sich stark verbessert. Ich habe den Eindruck, er hat erst durch Smilla gelernt, wie hündische Kommunikation funktioniert.

    2: Gehorsam war tatsächlich kaum vorhanden :hust: , aber es hat sich nichts verschlechtert.
    3: Geringfügig. Spike ist ganz froh, dass er seine Ruhe hat und dass Smilla bekuschelt wird. Es hat sich mit ihrem Einzug vieles für ihn verbessert, vom besseren Futter über längere Runden bis zu entspannterem Umgang mit Alltagssituationen.

    4: Auf jeden Fall! Allerdings hat sich das Verhältnis in den letzten Wochen etwas verschlechtert, weshalb Smillas Auszug sicherlich nicht allzu schlimm für ihn sein wird.

    Für Smilla (Zweithund) sieht das ein bisschen anders aus:
    Sie ist ziemlich eifersüchtig und sichtlich genervt davon, dass der kleine Opa ihre Grenzen nicht akzeptiert. Es kommt regelmäßig zu Zurechtweisungen im Zusammenleben. Mittlerweile ist Spike von ihr in "seinem" Raum begrenzt worden, weil sie sich sonst nicht so auslebe kann, wie sie es benötigt. Ohne hündische Mitbewohner ist sie deutlich entspannter und im Haus gehorsamer. Draußen ändert sich am Gehorsam nicht viel, sie verteidigt lediglich das "Rudel", wenn Fremdhunde hineinrauschen-

  • 1; zeigte euer Ersthund weniger Interesse an Artgenossen, seitdem er Gesellschaft hat?

    2; litt der Gehorsam des ersten Hundes unter dem Einzug des zweiten?

    3; veränderte sich die Beziehung zum Ersthund?

    4; tut ein weiterer Hund im Haushalt eurem ersten gut?

    Zu 1: Nein. Poco hat eh nur ein geringes Interesse an anderen Hunden. Mag man nicht meinen, wenn man sein Verhalten sieht wenn ein Hund in Sicht kommt. Aber sobald der andere Hund abgecheckt wurde, ist er schon uninteressant. Meine Zweithündin hingegen liebt andere Hunde und will auch immer mit denen spielen/raufen.

    Zu 2: Definiere "litt". Leidend schien er mir jetzt nicht. Aber Hunde finden sich ja schnell mit unvermeidbaren Situationen ab und machen das Beste daraus. :ka:

    Zu 3: Nein.

    Zu 4: Er könnte generell gesehen auch ohne Zweithund leben. Aber gerade mit der jetzigen ist doch ein inniges Verhältnis entstanden und sie tut ihm in Sachen alleine bleiben gut.

  • 1; zeigte euer Ersthund weniger Interesse an Artgenossen, seitdem er Gesellschaft hat?

    Helena-Samson: Nein. Helena war nie der Hund, der auf viel zwischenhundliche Kommunikation oder gar spiel aus war. Sie kam, machte zur Not klar wer das sagen hat und dann machte sie ihr Ding. Generell war Helena ein Hund, der seine eigenen Wege ging, auch auf Gruppenspaziergängen. Samson klebte dann bei ihrem Besitzer. Auch untereinander war nie wirklich viel "Spiel".

    Samson-Krabat: Dadurch, das Krabat zu jedem Hund will, hat auch Samson stärkeres Interesse an anderen Hunden. Von sich aus würde sie das so intensiv nicht eingehen, aber sie sieht sich als Beschützer des Kleinen. Da haben wir grad starke Kommunikationsmissverständnisse :roll:

    2; litt der Gehorsam des ersten Hundes unter dem Einzug des zweiten?

    Helena-Samson: Nö.

    Samson-Krabat: JA. Dieser Hund war in der Welpenzeit, im Junghundalter und überhaupt eigentlich nur eins: unkompliziert. Momentan fühle ich mich, als hätte ich zwei Pubertäre an der Leine. Bin mir grad echt nicht sicher, ob die jetzt alles im Alter nachhohlen muss oder ob es an Krabat liegt.

    3; veränderte sich die Beziehung zum Ersthund?

    Helena-Samson: Nein. Allerdings ist Samson auch Männes Hund und Helena war meiner (die hab ich in die Beziehung gebracht).

    Samson-Krabat: Ja. Samson ist, wie gesagt, Männes Hund. Sie ist vom Typ her ein Hund, der mir nicht liegt. Klar mag ich sie und in der Zeit nach Helenas Tod war sie eine wichtige Stütze. Krabat ist aber auch eher ein Hund, der im Mittelpunkt steht. Da hat ein eher unscheinbares Mauerblümchen kaum eine Chance und da ist sie glaub auch froh drüber.

    4; tut ein weiterer Hund im Haushalt eurem ersten gut?

    Helena-Samson: Helena war es egal.

    Samson-Krabat: Ja und Nein. Nach Heles Tod schien auch Samson etwas in ein Loch zu fallen. Generell war sie eher ruhig, trantütig und benahm sich wie eine alte Oma. Als Krabat kam war sie um Jahre verjüngt. Man merkt ihr an, das Krabat vom Typ her ihr manchmal fast zu viel ist, aber nichts geht über "ihr Baby" und ich glaub, wenn Krabat sie nicht hin und wieder antreiben würde, würde sie nur in ner Ecke liegen und ihre Rente geniesen. Mit gerade mal 10 Jahren :omg:

    Interessant wird es, wenn der Dritthund hier einzieht :???: .

  • 1. Ja, definitiv und der Zweithund auch. Die beiden Spielen zu 90% nur miteinander, aber haben auch ihre Hundekumpel.


    2. In der Anfangszeit, wo der neue Welpe vom Ersthund noch nicht gemocht wurde, ja. Das äußerte sich allerdings nur auf Spaziergängen, da hat sie dann mal gucken wollen, ob sie es ausnutzen kann, dass meine Aufmerksamkeit durch den Welpen beansprucht.


    3. Auch hier ja. Vorher waren wir nun mal ein starkes Zweierteam. Da ist nun mal ein Dritter zwischen gekommen, wovon wir aber beide letztendlich nur profitiert haben. Unsere Beziehung ist auf jeden Fall genau so gut, wenn nicht sogar besser.


    4. JA! Die beiden sind einfach Herzensschwestern. In den ersten 4 Wochen dachte ich, was ich uns mit dem Welpen angetan habe, weil der Ersthund überhaupt nicht begeistert war. Heute kann ich sagen, dass die beiden zusammen gehören.

  • ....1; zeigte euer Ersthund weniger Interesse an Artgenossen, seitdem er Gesellschaft hat?

    2; litt der Gehorsam des ersten Hundes unter dem Einzug des zweiten?

    3; veränderte sich die Beziehung zum Ersthund?

    4; tut ein weiterer Hund im Haushalt eurem ersten gut?

    ........

    1.

  • 1. Biene hat sich noch nie allzusehr für andere Hunde intererssiert, das kommt alle Jahre mal vor, daß sie einen so toll findet, daß sie mit dem wild spielt. Nur, wenn sie läufig ist - dann werden sämtliche Rüden, die sie sonst genervt wegschnappt, plötzlich hochinteressant, egal, wie groß oder wie doof der sonst empfunden wird *g Aber da schreitet dann Fraule schnell ein... *gg Also: noch weniger interesse als vorher geht fast net *gg

    2. Nein - die war mit 9 Monaten echt schon "perfekt", was den Gehorsam betrifft, hätten die BH laufen können. Gut, das Fuß war net 1000%ig mit Anhimmeln oder so, aber Abruf, Ablage, eben der Alltagsgehorsam waren toll, sodaß ich mich auf den 2. Hund super konzentrieren konnte, und ihr ist trotzdem kein Müll eingefallen wie jagen oder einfach weglaufen. Aber das ist mit Sicherheit abhängig vom Ersthund und dem, was Du ihm bereits beigebracht hast - gerade in der ersten Zeit verstärkt die Augen auf beide Hunde richten, und den ersten umgehend korigieren, wenn was net gleich klappt, damit der gar net erst auf die Idee kommt, man könnte die Chance nutzen, dann wird das schon :-)

    3. Ne, gar net. Außer, daß ich zunehmend dankbar war für so nen alltagstauglichen Hund, der sich quasi selbst erzogen hatte... *gg Bevor ich Bossi hatte, war mir nicht bewußt, daß das Großziehen und Ausbilden eines Hundes auch Arbeit bedeuten könnte *gggg Bei Biene ging das alles mehr oder weniger von allein im Überflug, die is echt sooo toll....

    4. Ja, total! Sie konnte und kann immer noch gut alleinbleiben, wenn ich arbeite - aber mit "ihrem" Bossi ists natürlich schöner. Wenn ich das Haus verlasse, kuscheln die zwei sich auf der Eckbank in der Küche zusammen, Bossi liegt auf Biene wie auf nem Kissen. Und wenn sie wen ärgern will, weil sie übermütig ist, müssen net meine Füße dran glauben, sondern sie malträtiert Bossli, der bereitwilligst mitmacht :-) :-) So unterschiedlich wie die beiden sind -unterwegs tun sie immer so, als kennt keiner den Anderen - aber daheim und wenns drauf ankommt, sind se ein Arsch ein Einmer, wie man so schön sagt. Wenn ein Rüde die läufige
    Biene belästigt, gibt Haue von Bossi, wenn einer weg war mit mir, eine glückliche Begrüßung an der Haustüre. Und wenn einer krank ist, ist der Andere ganz seltsam, der leidet dann mit. Besonders Bossi ist total happy, wenn einer krank war und wieder fit zurück ist vom Doc! Sogar nach Friedas (Dritthund) OP kam er an, als sie noch ganz dasig in meinem Arm lag nach der Narkose, und hat sie erstmal freudigst wedelnd und fiepend von oben bis unten abgeshnuppert - so nah war er glaub ich noch nie an Frieda dran, ohne daß die bös wurde. Klar - die war mit Aufwachen beschäftigt *gg Auch, als Biene der Abszeß vor 2 Wochen weggemacht wurde, und wir kamen wieder heim, wurde erstmal aufgeregt Hundelinchen beschnuppert, und dann hat er sich einfach in ihre Nähe gelegt. Ganz wollte sie keinen Kontakt, weil noch alles wehgetan hat, aber sie hat ihn in der Nähe geduldet und das glaub ich auch genossen... :-)

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