• Wir haben im Verein 2 permanent "fremdgeführte" Hunde. Bei beiden klappt das hervorragend und beides läuft unendgeldlich.
    Im einen Fall führt ein Mitglied den Hund einer Tante - da ist natürlich kein Geld im Spiel. Im anderen Fall hat ein Mitglied mit dem eigenen Hund nicht mehr trainieren können, weil dieser Rückenprobleme bekam und ist nun froh einen Hund übernehmen zu können dessen Besitzer selbst aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kann.

  • Ich kenne es auch so, dass die Hundeführer, die für einen verletzten anderen HF einspringen und den Hund im Training und im Turnier führen, kein Geld dafür bekommen.
    Wer allerdings die Startgebühren bezahlt kann ich nicht sagen, da hab ich nicht nachgefragt.

  • Also, wir haben das so geregelt, dass ich die Startgebühr bezahle. Zum einen, weil ich sie ja sowieso bezahlen würde, wenn ich selbst starten könnte, und zum anderen weil ich meiner Trainerin total dankbar bin, dass sie sich mit meinem Hund beschäftigt und ihn auslastet.
    Für das Training bekommt sie keine Bezahlung, außer ab und zu mal eine Tafel Schokolade oder ähnliches in die Hundetasche gepackt als Überraschung für sie. ;)

  • Ich wurde schön öfter angesprochen, ob ich bei der Erziehung anderer Hunde helfen würde und auch in der Familie meines Verlobten werde ich regelmäßig um Rat gefragt. Ich gebe natürlich gerne Tipps, wie ich die jeweiligen Problemchen o.Ä. angehen würde, weiße aber auch immer darauf hin, dass ich kein ausgebildeter Hundetrainer bin und ich nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten kann.

    Was mir zu dem Thema noch einfällt: Ist es nicht inzwischen gesetzlich so geregelt, das man geprüfter Hundetrainer sein muss, wenn man anderer Leute Hunde (oder auch die jeweiligen Leute selbst) für Geld trainiert? Kostenlos kann einem das natürlich keiner verbieten, aber gegen Bezahlung dürfte das doch unter dieses Gesetz fallen?

  • Im Agility Bereich ist das ja recht häufig, dass die Hunde mal zwischendurch "wechseln" - viele Hunde sind da ja nicht so extrem auf einen Hundeführer eintrainiert, sondern sind "froh" wenn sie laufen können.


    Ich habe schon diverse Hunde, deren Eigentümer ich nicht war geführt (IPO) und tue es aktuell auch wieder. Aktuell auch wieder einen, der einem Freund gehört.
    Meiner Erfahrung nach funktioniert das recht gut, wenn man weiss was man da macht, sich gut auch auf einen Hund einstellen kann und klar die Kompetenzen geregelt ist. Führe ich einen Hund auf dem Platz, dann will ich von aussen kein Gemoser hören und es wird auch nicht heimlich dagegen gearbeitet. Bezug hatte ich bis dato noch keine Probleme, gerade für den Rüden jetzt bin ich eigentlich die Hauptbezugsperson, obwohl ich ihn meistens nur trainiere. Allerdings muss auch damit der Eigentümer klarkommen.
    Gründe dafür gibt es viele... dieses kindische "das muss er halt selber machen" kann ich nicht nachvollziehen. Ich war als Teenager mit Eltern, die mein Hobby nicht wirklich unterstützt haben und eigenem Hund, der nicht wirklich für den Sport geeignet war sehr sehr froh, dass andere mich unterstützt und mir ihre Hunde zur Verfügung gestellt haben. Für diese ganzen Erfahrungen bin ich auch heute noch sehr dankbar.

    Geld gab und gibts dafür in Bezahlungsform keines, wir unterstützen uns gegenseitig. Der Passus in der Novellierung ist übrigens "Gewerbsmäßig". Hundesportvereine fallen da zumindest in Bayern auch nicht drunter.
    Da würde ich mir mit der Züchterin halt so einig werden, gerade wenn du von der Aktion nicht wirklich etwas "hast" und das für sie eine Verkaufsfördernde Geschichte ist.

  • Also, ich hab mal in ner anderen Staffel eine Hundeführerin kennengelernt, die einen Hund fremdausgebildet hat. Die Nachbarn konnten/wollten nicht, und sie hat um Erlaubnis dazu gebeten. Die sind auch so weit übereingekommen, daß sie den Hund im Einsatzfall dann wird mitnehmen dürfen vom Eigentümer aus. Sie selbst darf glaub ich wegen Allergien in der Familie keinen Hund halten, und so ist das für sie ne tolle Lösung.

    Scheint also auch in sensiblen Bereichen zu klappen, daß man einen fremden Hund führt, aber ich weiß natürlich nicht, inwieweit sie den Hund unter der Woche auch sieht und betreut, dazu kann ich leider nix sagen.

    Aber ich glaub nicht, daß da irgendwo Geld übern Tresen geht, sie macht das, weil sie einfach keinen eigenen haben kann, und der Halter (schon älter) freut sich, daß der Hund ausgelastet wird.

    Wenn ich mich selbst auf so nen Deal einlassen würde, weil ich selbst nicht kann, würde da auch kein Geld fließen - vielleicht mal ne Einladung zum Essen, ja - oder die Bezahlung von nem Seminar oder so, Übernahme von Prüfungsgebühren o.ä. - aber keine Bezahlung für die Ausbildung an sich, v.a. wenn der Andere das macht, weil er Spaß dran hat und keinen eigenen führen kann im Moment.

  • Hört sich so an, als würden hier wirklich viele ähnlich denken als ich. Wenn es wirklich dazu kommen sollte, dann mache ich das gerne. Eine wirkliche Bezahlung möchte ich dafür gar nicht. Ich habe mich ja auch nicht aus Interesse an Kohle freiwillig zur Verfügung gestellt. Sondern ganz einfach deshalb, weil ich diesen Sport toll finde, diese Hunderasse liebe und wirklich gerne etwas mit Hunden mache. Und mich wird es vielleicht selbst auch noch weiter bringen mich nicht nur auf meinen eigenen Hund festzufahren. Unkosten werden mir ja zumindest am Anfang gar nicht entstehen. Die Fahrkosten zum Hundeplatz fallen für mich eh an, weil ich meine eigenen Hunde ja auch dort ausbilde. Und Turniere werden wir ja auch dann erst später laufen, wenn es mit uns als Team klappen sollte. Seminare zahlt mir der Verein (bin dort im Moment die einzige Turnierstarterin und werde deshalb etwas mehr unterstützt).
    Naja, wir werden wirklich mal gucken wie das mit dieser Halterin erst einmal selbst klappt. Sie ist ja sehr bemüht ihren Hund eigentich selbst zu führen. Dass ich einspringe war ja am Samstag erst nur ein Gedanke, falls sie es doch nicht schaffen sollte. Wir warten die nächsten Wochen erst einmal ab.
    Ich danke euch schon einmal für eure Meinungen und Erfahrungen.

  • Ich wurde schön öfter angesprochen, ob ich bei der Erziehung anderer Hunde helfen würde und auch in der Familie meines Verlobten werde ich regelmäßig um Rat gefragt. Ich gebe natürlich gerne Tipps, wie ich die jeweiligen Problemchen o.Ä. angehen würde, weiße aber auch immer darauf hin, dass ich kein ausgebildeter Hundetrainer bin und ich nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten kann.Was mir zu dem Thema noch einfällt: Ist es nicht inzwischen gesetzlich so geregelt, das man geprüfter Hundetrainer sein muss, wenn man anderer Leute Hunde (oder auch die jeweiligen Leute selbst) für Geld trainiert? Kostenlos kann einem das natürlich keiner verbieten, aber gegen Bezahlung dürfte das doch unter dieses Gesetz fallen?


    Ist bei mir ähnlich - dazu kommt noch, dass wir natürlich auch unsere Tierheimpfleglinge "ausgebildet" haben, um deren Vermittlungschancen zu erhöhen (die meisten wurden ja genau deswegen abgegeben/ausgesetzt, weil sie erziehungstechnisch Defizite hatten).
    Selbstverständlich gab's kein Geld dafür, wir waren einfach nur glücklich, dass wir Hunde hatten, mit denen wir uns beschäftigen konnten, die Hunde waren ausgelastet und konnten sehr oft wesentlich schneller in neue Heime vermittelt werden, es war also eine win-win-Situation für alle.

    Wenn mich heute jemand fragt, betone ich allerdings direkt, dass ich keine allgemeingültigen Tipps geben kann, sondern nur aufgrund meiner eigenen Erfahrungen dieses oder jenes machen würde.
    Einen Hund zur Ausbildung zu mir nehmen würde ich allerdings nicht, ob mit oder ohne Bezahlung. Ich bin kein professioneller Hundetrainer, ich arbeite aus Spaß an der Freude mit Hunden - und natürlich möchte ich auch nicht dafür verantwortlich gemacht werden (können), falls bei den Besitzern dann etwas schief läuft, diese Verantwortung möchte ich nicht übernehmen!


    Das betrifft hier aber auch ausschließlich "Alltagserziehung/-ausbildung", mit Hundesport habe ich keinerlei Erfahrungen.

  • Ich wurde schon öfter um etwas Hilfe & Tipps bzgl. Erziehung gebeten (Familien & Freundeskreis), einen
    Hund für jemand anderen komplett trainieren & führen würde ich aber nicht machen.
    Wenn schon, soll der Halter seinen Hund führen und ich unterstütze gerne
    dabei.

    Da ich keinen Hundesport betreibe (meine Anfrager auch nicht bisher) geht es dabei "nur" um die Erziehung zum umweltsicheren, gehorsamen Begleiter.

    Man trifft sich dann in unregelmäßigen Abständen, geht zusammen, bespricht sich,
    ich sag was mir auffällt, was man wie machen könnte, Alternativen, Beschäftigungsmöglichkeiten...etc..

    Ist etwas unklar, zeige ich es dann gern mit Lupo-oder gebe Lupo auch mal aus der Hand, damit sie zb spüren können, was unterschiedliche Körperhaltung ausmachen kann.. Den fremden Hund nehme ich nur selten selbst "in die Hand", der Halter muss mit ihm zurecht kommen, nicht ich..Manchmal macht es ihnen aber auch erst das bewusst, dass das "Problem" nicht am Hund liegt-sondern an ihnen.

    Bei meiner "immerwiedermal-Pflegehündin (Aussie) ist es etwas anders, Frauchen
    ist körperlich nicht gerade fit, bei der Konsequenz hapert es auch etwas..
    Sie ist froh wenn ich der Hündin was neues beibringe oder sie etwas fordere, auslaste oder etwas korrigiere. Natürlich sprechen wir ab, was gemacht wird
    und wie sie das dann weiterführen oder nachmachen kann..

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