Fremdhundausbildung
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Hallo zusammen!
Mich würde mal interessieren ob jemand von euch Hunde von anderen Leuten ausbildet oder diese im Sport führt.
Ich habe am Samstag ein Angebot von einer Aussie-Besitzerin bekommen ihren Hund evtl zu trainieren und mit diesem dann auf Turnieren zu starten.
Wenn es tatsächlich dazu kommt, dann würde ich das wirklich sehr gerne machen. Kosten für die Turniere würden auf sie gehen.
Sie würde mir die Stunden dann auch gerne bezahlen.
Grundsätzlich würde mir schon alleine das Training viel Freude machen. Ich möchte daran auch nicht groß verdienen. Da ich dafür aber noch einen Teil meiner Freizeit opfere, wäre ein kleiner Obolus schon schön.
Was meint ihr, was man da so verlangen kann?
Es wird vermutlich auf ein Training von 1-2 mal die Woche hinaus laufen. Und dann hin und wieder ein Turniertag. - Vor einem Moment
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Hallo,
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Ich wurde schon gefragt, ob ich Hunde ausbilden kann. Aber ich habe jedes mal dankend abgelehnt, obwohl ich schon stolz war, dass ich gefragt wurde.
Einerseits hab ich nicht die professionelle Erfahrung, andererseits finde ich, dass sich die Leute vorher überlegen sollten, was für einen arbeitsintensiven Hund sie sich holen und ihn gefälligst selbst auslasten. Die Bindung zwischen Hund und Halter wird beim Arbeiten sehr innig und ist wichtig auch im täglichen Handling.
Wieso bildet die Person ihren eigenen Hund nicht selbst aus? Man kann ja zusammen wachsen! Wer hat denn schon von allem zu Beginn den Plan...
Außerdem wäre mir eine Person unangenehm, die dann sagt "Ja mein Hund hat soooo viele Preise" - dabei hat sie dazu Null beigetragen. Andererseits, wenn auch sonst wenig mit dem Hund gearbeitet wird und ich nur 2mal die Woche da bin und den Rest der Woche halligalli ist, findet eh nicht der große Trainingserfolg statt. -
Ich stelle mir das ganz schön schwierig vor, wenn man einen Hund 2 x die Woche nur zum Training abholen soll, mit ihm anschließend trainiert.
Man geht doch den Hund gar nicht so genau, dass man ihn "lesen" kann und auch die Beziehung zueinander ist doch eher fremd als vertraulich. Es gibt sicherlich Hunde denen macht das nichts aus; aber die Mehrzahl tickt da eher anders.
Außerdem entgeht dem Bezieher durch die gemeinsame Arbeit mit dem Hund so viel Positives: Vertrauen erfahren, Bindung verbessert sich, man lernt seinen Hund besser kennen, man sieht die kleinen Fortschritte und die Erfolge .................
Nein, niemals gäbe ich meinen Hund in Fremdausbildung. Wie ich mit meinem Hund umgehe, das weiß ich, was der andere Mensch mit meinem Hund macht, wenn er außer meiner Sichweite ist, werde ich seltenst erfahren.
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Wir haben beim Agi auch einen Hund, der nicht von der Besitzerin selbst geführt wird. Dies hat allerdings gesundheitliche Gründe. Sie ist aber bei jedem Training dabei und der Hund kennt die Hundeführerin auch außerhalb des Platzes. Den Hund zwei Mal die Woche für ne Stunde abholen und sonst gar nicht kennen, stell ich mir persönlich schwierig vor.
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Ich glaube, im Hundesportbereich gelesen zu haben, dass @bordy einen Hund führt, der jemand anderem gehört, bin mir aber nicht ganz sicher....
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Ich kann aus der anderen Perspektive berichten. Charlie wird im Moment von meiner Trainerin trainiert und auch auf Turnieren geführt, da ich mich am Knie verletzt habe und mehrere Wochen nicht rennen darf und dieses Stop and go beim Agi mein Knie zu sehr belasten würde.
Das funktioniert super. Charlie kennt meine Trainerin seit mehreren Jahren und die beiden sind ein tolles Team. Ich kann sogar beim Turnier an der Seite stehen und zuschauen und er ist mit voller Konzentration im Parcours. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass er sich von mir entfremdet, er weiß ganz genau zu wem er gehört.
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@Maggie86 Das kann ich so auch vollkommen verstehen. Eine Verletzung ist immer eine Ausnahmesituation und da ist man auch froh, wenn man jemanden hat, der den Hund auslastet und du dich in Ruhe erholen kannst. Schön, dass du da sogar dabei sein kannst, ohne dass dein Hund abgelenkt ist. Ich geb meinen Hund auch selten mal zu spazieren gehen jemandem mit, wenn hier Ausnahmezustand ist, oder nehme den Hund der Nachbarn mit, weil die schon älter sind und das Frauchen gerade die 3. Knieop hatte.
Ich hab meine Aussage jetzt auf eine normale Situation mit gesundem Halter bezogen. Wenn der Halter gesund ist und sich einen Hund anschafft, dann ist er auf für das Training verantwortlich - meine Meinung. Und wenn man das von vornherein nicht möchte, dann holt man sich einen Hund, der die Arbeit auf dem Hundeplatz nicht unbedingt verlangt. -
Im Hundesportbereich ist es nicht so unüblich, dass man auch mal einen fremden Hund führt, wenn der Besitzer keine Zeit hat oder gesundheitlich dazu nicht mehr in der Lage ist. Ich kenne auch Hundeführer die derzeit aus beruflichen Gründen keinen eigenen Hund halten können wollen bzw. zu ihrem alten und/oder kranken Ersthund keinen weiteren nehmen können und deshalb einen Fremdhund führen.
Ich kenne ein paar Leute die fremde Hunde führen. Natürlich ist es etwas anderes, wie das Training mit dem eigenen Hund, weil man sich manche Sachen die man sonst im Alltag erledigt, sich auf dem Trainingsplatz mit dem neuen Partner erstmal erarbeiten muss.
Wenn man Lust dazu hat, kann man es ruhig mal ausprobieren, ob man mit dem angebotenen Hund zusammenpasst. Man sollte nur im Vorfeld genau regeln, was das werden soll, vor allem wenn auch von Bezahlung gesprochen wird.
Sich hinzustellen und zu sagen "nö du wolltest den Hund, jetzt arbeite auch gefälligst selber damit" find ich bisserl kindisch. -
Ich denke auch, dass das im Hundesport nicht unüblich ist, vor allem wenn der HF aus gesundheitlichen Gründen nicht kann.
Ich kenn persönlich zwar keinen Fall, sondern nur, wo innerhalb der Familie "weitergegeben" wird. Sprich: Mutter und Hundebesitzerin trainiert mit ihrem Aussie UO und ein bisschen Agi, die Tochter (die nicht mehr daheim wohnt und selber einen Hund hat), trainiert mit dem Hund auch Agi und will auch Turniere bestreiten.Ich weiß nicht, ob das für mich in Frage kommen würde - ich übe ja lieber mit meinem Hund. Dass ich dann dafür was verlangen würde glaube ich nicht, evt. Unkosten wie Sprit.
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Ok ich gehe mal etwas tiefer in die Materie.
Es handelt sich bei der Hündin um eine Zuchthündin. Diese soll gerne im ASCA ein paar Turniere laufen, damit man dann auch sehen kann, dass die Hunde aus dieser Zucht dazu geeignet sind. Die Besitzerin möchte ihren Hund grundsätzlich selbst führen. Aufgrund von gesundheitlichen Problemen könnte es schwierig werden im Agility. Selbst macht sie mit ihrem Hund Obedience und jetzt auch Rally Obedience und lässt ihre Hunde wohl auch hüten. Es geht also einzig und alleine darum, dass der Hund im Agility geführt wird. Grundsätzlich handelt es sich um eine sehr aufmerksame Hündin. Sie würde wohl auch mit anderen Leuten laufen.Unser erstes Ziel ist es erstmal, dass Halterin und Hund es versuchen. Nur, wenn es nicht klappt oder die Halterin mal Schmerzen hat werde ich einsteigen. Und, nur wenn es gar nicht gemeinsam geht werden wir drüber sprechen, dass ich den Hund führe.
Wie gesagt, ich würde das sehr gerne machen. Einen Hund ganz zu mir zu nehmen und ihn auszubilden habe ich von meiner Seite aus direkt abgelehnt. Ich glaube das hätte sie sonst vielleicht auch noch gemacht. Das schmeichelt mir natürlich schon, dass sie nach einem Tag Training scheinbar so ein Vertrauen zu mir hat.Mich würde aber echt interessieren, wie das die anderen Hundeführer alle so machen. Ob es wirklich sooo schwer ist einen mehr oder weniger unbekannten Hund im Agility zu führen. Eine enge Beziehung, wie ich sie mit meinen Hunden habe, werde ich da natürlich die aufbauen können.
Einen Versuch wäre es vielleicht einfach mal Wert. Was hätte man zu verlieren? Im Prinzip doch nur die Tatsache, dass der Hund dann nicht im Agility läuft. Das würde der Hund dann so oder so ggf. nicht tun. - Vor einem Moment
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