Für Jeden das Passende. :)

  • Hier tummeln sich doch einige ausgebildete Lehrer, die auf dem Gebiet der Lerntheorie topfit sein sollten?! Wird da in der Schule genauso locker mit Strafe umgegangen? :ka: Ernstgemeinte Frage.

  • Darf ich hier mit einer Frage zu Seite 1 noch mal dazwischenplatzen? Das hier finde ich nämlich einen richtig interessanten, wichtigen Einwurf:

    An dem Punkt fängt es an schwierig zu werden, gerade wenn es um so etwas wie Leinenrucken/-zupfen geht, denn nicht selten gewöhnt sich der Hund dran und der "Impuls" muss immer kräftiger werden damit es als Strafe wahrgenommen wird.

    Die Antwort darauf (ich zitier's noch mal, damit's übersichtlicher bleibt :smile: ) verstehe ich allerdings nicht so ganz.

    Ein Impuls hat für mich einzig und allein die Aufgabe, dem Hund die richtige Richtung zu weisen bzw. klarzumachen, dass ich auf die Ausführung des Befehls bestehe, auch wenn er jetzt keine besondere Lust dazu hat.

    Was machst du denn, wenn er den Impuls auch ignoriert? Also nehmen wir mal die von dir geschilderte Situation an: Hund an der Leine, läufige Hündin in Riechweite, Hund will hin. Du zupft an der Leine, Hund ignoriert das. Und jetzt? :ka: Dass man mit heftigeren Impulsen schnell in einer Gewaltspirale endet, hast du ja selbst ganz richtig angemerkt, aber was ist denn die Alternative, wenn man diesen Trainingsansatz wählt?

    (Ich frage nur so genau nach, weil ich den Unterschied wirklich nicht verstehe - und korrigier mich, wenn ich da was durcheinander werfe -, aber du lehnst Leckerli-basierte Erziehung ab, weil du befürchtest, dass sich die Belohnung abnutzt – wie verhinderst du also die Abnutzung deines Impulses?)

  • Auf diese Frage

    Die Frage bleibt: Wie klappt das dann im Freilauf?

    wurde schon so

    Ein Hund der im Freilauf nicht ansprechbar wäre, gehört an die Leine, deshalb ist diese Frage nicht sinnvoll.

    geantwortet. Danke @Labradora


    Hier tummeln sich doch einige ausgebildete Lehrer, die auf dem Gebiet der Lerntheorie topfit sein sollten?! Wird da in der Schule genauso locker mit Strafe umgegangen? :ka: Ernstgemeinte Frage.

    Ein Schüler, der laufend zu spät kommt, kommt eben dann mal zum Nachholen des verpassten Stoffes am Nachmittag. Das kann man jetzt als Strafe sehen oder auch nicht. Der Schüler sieht es vermutlich als Strafe. Trotzdem ist es meines Erachtens keine.


    Darf ich hier mit einer Frage zu Seite 1 noch mal dazwischenplatzen? Das hier finde ich nämlich einen richtig interessanten, wichtigen Einwurf:

    Die Antwort darauf (ich zitier's noch mal, damit's übersichtlicher bleibt :smile: ) verstehe ich allerdings nicht so ganz.

    Was machst du denn, wenn er den Impuls auch ignoriert? Also nehmen wir mal die von dir geschilderte Situation an: Hund an der Leine, läufige Hündin in Riechweite, Hund will hin. Du zupft an der Leine, Hund ignoriert das. Und jetzt? :ka: Dass man mit heftigeren Impulsen schnell in einer Gewaltspirale endet, hast du ja selbst ganz richtig angemerkt, aber was ist denn die Alternative, wenn man diesen Trainingsansatz wählt?
    (Ich frage nur so genau nach, weil ich den Unterschied wirklich nicht verstehe - und korrigier mich, wenn ich da was durcheinander werfe -, aber du lehnst Leckerli-basierte Erziehung ab, weil du befürchtest, dass sich die Belohnung abnutzt – wie verhinderst du also die Abnutzung deines Impulses?)

    Ich frage mich, wie es möglich ist, einen Impuls zu ignorieren?! Zumal ich in der von dir beschriebenen Situation gar keinen Impuls geben würde. Ich würde da einfach stehen bleiben, mit der Leine blockieren und warten, bis er sich zu mir umorientiert. Und wenn es 15 Minuten dauert, dauert es eben 15 Minuten. Tut es aber nicht. Am Dienstag in der Hundeschule war eine Hündin in den Stehtagen. Da waren es maximal ein paar Sekunden, bis er sich umorientiert hat.

    Sinnvoller fände ich die Frage im Bezug auf die Kofferraum-Situation. Wenn er da nämlich auf den Impuls nicht reagieren würde, wäre es tatsächlich problematisch. In den Kofferraum heben kann und werde ich ihn sicher nicht. Es ist bisher noch nicht vorgekommen, dass er nicht auf den Impuls reagiert hat und ich bezweifle, dass es je vorkommen wird. Wenn er es doch mal täte, würde ich einfach zurückspulen und die Situation nochmal von vorne durch machen. Half bisher auch oft. Also Kofferraum zu, kleine Runde drehen, Kofferraum auf, zum Einsteigen auffordern, etc. pp. Bis er es blickt, dass er jetzt keine andere Wahl hat, als in den Kofferraum zu steigen. ;)

  • Ich frage mich, wie es möglich ist, einen Impuls zu ignorieren?!

    Du hast geschrieben, dass du den Impuls nutzt, um die Aufmerksamkeit deines Hundes zu bekommen, also quasi Zupfen = Umorientierung zu dir. Meine (vielleicht etwas doof formulierte) Frage ist also: Was machst du, wenn sich der gewünschte Erfolg nach dem Impuls nicht einstellt?

    Sinnvoller fände ich die Frage im Bezug auf die Kofferraum-Situation. Wenn er da nämlich auf den Impuls nicht reagieren würde, wäre es tatsächlich problematisch. In den Kofferraum heben kann und werde ich ihn sicher nicht. Es ist bisher noch nicht vorgekommen, dass er nicht auf den Impuls reagiert hat und ich bezweifle, dass es je vorkommen wird. Wenn er es doch mal täte, würde ich einfach zurückspulen und die Situation nochmal von vorne durch machen. Half bisher auch oft. Also Kofferraum zu, kleine Runde drehen, Kofferraum auf, zum Einsteigen auffordern, etc. pp. Bis er es blickt, dass er jetzt keine andere Wahl hat, als in den Kofferraum zu steigen.

    Okay, wenn du die Situation mit der läufigen Hündin unpassend findest, dann nehmen wir diese. :smile: Auch hier wieder meine Frage: Was machst du, wenn der Hund den Leinenimpuls ignoriert? Die Situation zu wiederholen mag ja am Anfang helfen, aber wie oft würdest du das tun? Was machst du, wenn er sich konsequent weigert (und Schmerzen/Angst augeschlossen sind)?

  • Ist doch piepegal, ob das ne Strafe ist oder nicht. Leben ohne schlechtes gibt es nunmal nicht und komischerweise gesteht man Hunden untereinander zu, dass die sich mehr als nur "impulsen" und nennt das richtig und artgerecht, aber wenn Mensch eben nicht alles versucht vom Hund wegzuhalten, sondern auch auf seinem Recht, nicht durch die Gegend geschleift zu werden vom Hund, besteht ist das alles pfui und böse.
    Naja, unsere Nachfahren werden sich in 100 Jahren wohl fragen, wozu man Jahrelang über sowas diskutiert hat.

  • @Nightstalcer

    Ich für meinen Teil kritisiere überhaupt nicht das (oft unumgängliche) Prinzip der Strafe, sondern den inflationären Umgang damit und dass es oft einfach am Bewusstsein dafür mangelt, was bereits Strafe ist und was man wiederum auch "alternativ" anbieten sollte. Damit meine ich, dass der Lernende immer die Option haben sollte, einen belohnungsbasierten Weg wählen zu dürfen, ob Mensch oder Tier. Diese Tür sollte immer offen sein!

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