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Das Thema mit der Leine...

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    Hallo ihr Lieben,


    ich habe mich nun auch endlich in diesem schönen Forum angemeldet nachdem ich längere Zeit still mitgelesen habe. :smile: Leider habe ich ein kleines Problem mit meiner Labbihündin Bacardi. Sie ist nun knapp über ein Jahr alt und zu meiner Schande muss ich gestehen das mein Mann und ich das Leinentraining ein bisschen vernachlässigt haben bzw. da wir beide mit ihr spazierengehen es jeder anders handhabt... :dagegen: . Sie zieht zum Glück nicht "wie verrückt", steht aber immer leicht in der Leine. Zu uns umschauen gibt es nicht. Sie "geht allein". Die Nase ist überwiegend unten. Zum Anfang fanden wir das nicht schlimm da die Kleene ja ihren Spaß am Spazierengehen haben sollte durfe sie hierhin und dahin und schnuppern und und und. Wir sind dann stehngeblieben und haben gewartet. Wir haben uns ihr immer angepasst... Tja nun bekommen wir natürlich die Strafe dafür. Mein Mann würde sie auch gerne einmal ganz entspannt frei laufen lassen aber das ist nicht möglich. Zuletzt hat sie mich in einen Graben gerissen weil da irgendwas geflitzt ist (Maus etc.) und ich überhaupt nicht darauf vorbereitet war. Manchmal geht sie auch locker und lieb an der Leine aber das liegt "in Ihrem ermessen". Ist es interessant zieht sie wieder los. Ich habe das mit dem blockieren mit dem bein versucht wenn sie an mir vorbeiwill aber das klappt überhaupt nicht. dann läuft sie einen kleinen Bogen und ist auch wieder vorbei also ich bekomme weder Bein noch Hand vor sie. Hand ignoriert sie auch wenn man sie ihr vor die Brust hält und Kommando NEIN kommt. Ein Freund meinte leichtes Zwicken in die Flanke wenn sie an einem vorbei läuft könnte helfen damit sie sich auf uns konzentriert aber das interessiert sie gart nicht. Ich komme mit dem "zwicken" überhaupt nicht durch. Sie ist allerdings auch "im normalen Leben" durch absolut nichts zu erschüttern. Habt ihr einen Tipp für mich wie ich jetzt das Training richtig beginnen und aufbauen kann?
    Mir ist durchaus klar das wir Fehler gemacht haben. Darum habe ich mich hier angemeldet um nun aktiv daran zu arbeiten und hoffe ihr könnt mir helfen. Ganz liebe Grüße
    Tine

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  • Ich bin immer stehen geblieben, wenn die Leine stramm war.
    Voran ging es nur an lockerer Leine!
    Zusätzlich wurde jedes Hinwenden zu mir belohnt, kann man sehr gut mit dem Clicker konditionieren.
    Hat vielleicht drei Tage gedauert, bis die Leine zu 95% locker war.
    Geht allerdings bei einem jungen Hund wesentlich schneller, als bei einem, der sein Verhalten schon fast ein Jahr lang gefestigt hat.

    Gruß
    Hanne


    Erfolg ist die Fähigkeit,von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill

  • Danke dir Hanne für deine schnelle Antwort. Einen Klicke haben wir damit könnten wir also trainieren. Muss man aber immer wenn man klickt mit Leckerlie bekohnen? Oder kann man auch "nur" mit Worten loben... Das Problem ist das Mausi so extrem Futterfixiert ist das sie dafür alles macht. Sie würde den ganzen Spaziergang eng bei mir gehen und mich anschauen nur um ein Leckerchen zu erhaschen. Aber das ist ja weder für sie noch für uns das Ziel... Wir haben das mal an der Schleppe versucht mit dem Klickern und dann gleich Belohnung wenn sie sich zu uns umgeschaut hat. Leider ist sie dann kaum noch drei Meter gelaufen hat apruppt gestoppt und kam zu uns. Leckerlie, wieder weggeschickt, zwei Meter gelaufen, zu uns zurück, Leckerlie, weggeschickt, zwei Meter gelaufen und so weiter. zu anfang dachten wir oh das ja toll das sie zurückschaut zu uns und kommt aber leider tut sie es wirklich nur wegen den Leckerchen. Als die nämlich alle waren stand sie in der 10m Schleppe und hat sich nicht mehr sie Bohne für uns interessiert... Darum wollte ich es jetzt irgendwie anders aufbauen...

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  • Bin mir auch nicht sicher ob ich mit dem Problem aktuell auch mit Schleppe arbeiten sollte oder nur mit der normalen Leine bis sie gelernt hat gut zu laufen und dann erst mit der Schleppe arbeitet...

  • Bin mir auch nicht sicher ob ich mit dem Problem aktuell auch mit Schleppe arbeiten sollte oder nur mit der normalen Leine bis sie gelernt hat gut zu laufen und dann erst mit der Schleppe arbeitet...

    Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass es an der Schlepp schlimmer geworden ist :D

    Ich kann die Sterne am Himmel sehen, aber keiner leuchtet so hell wie ihr in meinem Herzen!
    Ihr fehlt so sehr, meine geliebte Hoppelbande


    Die Griechen Mac, Romana, Bazi und Enjo (*25.11.2013, *01.05.2014, 15.10.2015 & 16.05.2017) stellen unser Leben auf den Kopf!

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


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  • Da der Hund das Ziehen und dass ihr dahin geht, wo er hin will, ja jetzt schon so lange gelernt hat, würde ich mir als Ziel setzen, erst mal nur kurze Sequenzen ordentliches Gehen an der Leine durchzusetzen, um überhaupt erst mal eine belohnenswerte Situation schaffen zu können.


    Jetzt zu sagen, sie soll von jetzt auf gleich immer ordentlich gehen, wird nicht funktionieren.


    Ich würde euch empfehlen, mit einem Wechsel von lange Leine/kurze Leine oder wahlweise Halsband/Geschirr zu arbeiten, damit der Hund erst mal eine Idee bekommt, was ihr jetzt auf einmal überhaupt von ihm wollt.


    Also muss es weiter längere Sequenzen geben, wo sie ausdrücklich ihr altes Verhalten weiter zeigen darf und das wird erst nach und nach abgebaut.


    Führt ihr am Halsband oder am Geschirr?


    Ich erkläre das System mal mit einem Wechsel von langer und kurzer Leine.


    Ihr braucht dazu eine Leine, die man verstellen kann, am besten lang 2 m, kurz 1 m.


    An der langen Leine darf sie weiterhin ziehen und das wird auch nicht kommentiert, an der kurzen Leine muss sie ordentlich gehen.


    Ihr überlegt euch also immer vorher, wann Training stattfindet und wann nicht, es gibt also einen Anfang und ein Ende.


    Ihr geht zum Beispiel von zuhause los mit langer Leine. Sie darf ziehen, schnüffeln, pinkeln usw. wie gehabt, ihr lasst sie einfach machen. Wenn sie etwas Energie los gewroden ist, nehmt ihr sie kommentarlos zu euch ran und schnallt die Leine kurz und möglichst so deutlich, dass der Hund merkt, dass etwas passiert.


    Ist die Leine kurz, geht ihr weiter. Überholt sie euch, dreht ihr kommentarlos und auf der Stelle abrupt um in die entgegengesetze Richtung, überholt sie wieder, das gleiche Spiel. Am besten nicht mit dem Hund reden und einfach gehen. Irgendwann wird sie sicher zu euch schauen und "fragen", was das soll. Da könnt ihr zum Beispiel belohnen und auch immer, wenn sie auf eurer Höhe an lockerer Leine geht.
    Schafft sie dann ein paar Meter, dass die Leine locker ist, belohnen, Hund wieder zu euch ran holen und die Leine wieder sehr deutlich lang machen und sie kann wieder machen, was sie will, bis zur nächsten Trainingseinheit.


    Am Anfang sind die Sequenzen sehr kurz und schließen immer mit einem Erfolg ab. Je öfter ihr diese Einheitten auf dem Spaziergang einbaut, desto besser. Im weiteren Verlauf werden die einzelnen Sequenzen zeitlich länger und somit die Führung an der langen Leine immer weniger.


    Der Weg ist sicher viel länger als wenn man von Anfang an dran gearbeitet hätte, aber ich denke, er ist auch der für den Hund verständlichste, denn IHR habt ihm ja beigebracht, dass Ziehen ok ist.


    Das gleiche Vorgehen geht mit Halsband und Geschirr, heißt, die Leine wird vom Halsband ans Geschirr umgeleint. Je nachdem, wie ihr sie jetzt führt, sollte das dann auch das sein, wo sie weiter ziehen darf, weil sie es damit ja gelernt hat. Für die neue Leinenführigkeit wird dann das neue benutzt.


    Praktisch an dem System finde ich, dass man nicht immer im Zugzwang ist, permanent und konsequent zu üben, das ist im Alltag ja nicht möglich. Ständig stehen zu bleiben und zu warten, bis der Hund sich wieder an mir orientiert ist ebenso wenig praktikabel, wenn man einfach mal schnell mit dem Hund um dne Block muss, damit er Pipi machen kann.


    Unverständliche Maßregelungen wie Zwicken in die Flanke würde ich unterlassen. Grundstätzlich habe ich kein Problem damit, einen Hund so zu maßregeln, aber eher als deutlichen Abbruch. Euer Hund weiß ja gar nicht, worauf sich das bezieht, denn sie weiß ja gar nicht, dass sie nicht ziehen soll.


    Jetzt seid ihr gefragt, Geduld, Zeit und Ausdauer zu beweisen, um eurem Hund zu helfen, damit sie verstehen kann, was ihr überhaupt wollt.
    Und wenn ihr viele belohnenswerte Situationen schaffen könnt, wird sie es schnell lernen.


    Warum könnt ihr sie nicht frei laufen lassen? Klappt der Rückruf nicht zuverlässig? Das wäre dann eine andere Baustelle, wo ihr vielleicht auch noch mal ran müsst.


    Und grundsätzliche glaube ich, dass bei einer Arbeitsrasse wie dem Labrador eine sinnvolle Arbeit angemessen ist wie zum Beispiel Dummytraining. Das könnt ihr Zuhause machen und später dann auch draußen. Der Hund lernt, dass Kooperation mit euch Spaß macht, kann das machen, wofür er gezüchtet ist und wird sich damit auch besser an euch orientieren.


    Einfach nur spazieren zu gehen und dann auch nur an der Leine und der Hund kann machen, was er will und sucht sich dann unabhängig von euch seine Beschäftigung - das ist einfach zu wenig aus meiner Sicht.

  • Ganz ganz lieben Dank schon mal für eure tollen Antworten,


    @'gorgeous2000:


    Wir führen sie am Halsband mit einer Leine die man von kurz auf lang stellen kann. (lang wäre 2m). Ich finde deine Lösung sehr gut da ich halt im Konflikt bin das ich wenn ich lange Spaziergänge mit ihr mache sie ja nicht permanent im Arbeitsmodus bei mir behalten kann und möchte. Die MAus soll ja auch Spaß haben und schnuppern dürfen etc. War vorhin mit ihr spazieren. Nur 15 min. Habe Klicker und Leckerlies dabei gehabt. Das klappte gut. Immer wenn sie mich überholt hat und gezogen sind wir wieder zurück. Hat sie geschaut sind wir wieder in die gewünschte Richtung. Sie lernt sehr schnell und bremst sich teilweise sogar selbst aus und schaut mich an. (denke aber leider das das nur an den Leckerchen liegt). Aber so sind wir dann an lockerer Leine die Straße hoch und runter mit zwischendurch immer wieder Richtungswechsel wenn sie gezogen hat. Aber da dachte ich dann halt: Hmmm aber so kann ich ja nicht 2h mit ihr spazieren gehen. Deine Lösung ist da sehr gut da sie dann auch mal kurz "Pause" hat. Aber was meinst du mit lang stellen. Die Leine auf 2m oder 10m Schleppe. Ein Signal für das Wechseln von kurz auf Lang könnte ja unser "LAUF" sein??? Und für den Wechsel von Lang auf Kurz vielleicht ein "RAN"??? Hoffe nur sie versteht was ich meine...


    muecke:


    Nein leider läuft Mausi nicht frei da sie ja wie ich oben geschrieben habe überhaupt nicht auf uns achtet bisher. Sie tüddelt hier und tüddelt da und "vertüddelt" sich dabei. Wir sind ihr dann herzlich egal. Auch wenn wir so wie manchmal angeraten wir einfach in die andere Richtung weggehen ist sie völlig unbeeindruckt. Vor allem bei einem Reiz wie anderer Hund oder bei ihr reicht auch schon eine Tüte die im Wind flattert. Ich habe panische Angst das sie auf die Straße laufen würde oder einfach nach HAuse zurückläuft etc. Habe das nie ausprobiert weil ich alleine bei dem Gedanken das ich keinerlei Einwirkung auf sie haben und sie komplett frei ist Panik bekomme... Bisher war sie nur an der Schleppe und da sie sich da nicht um uns schert und zieht dachte ich nicht im Traum daran sie abzumachen. Natürlich ist das unser großes Ziel. Entspannt spazieren gehen mit ihr und sie kann laufen und schnuppern etc. Da wollen wir hin. Dummieinsteigerkurs haben wir schon besucht. Habe gerade mehrere Dummis bestellt und will mit ihr sie Grundlagen etc zuhause üben. Im Gelände wollte ich erstmal nicht da ich denke das bringt sie vielleicht mit der Leinenführungsgeschichte wieder durcheinander???

  • Ich würd den Dummy weg packe und die Alltagstauglichkeit trainieren.
    Wie willst du Dummytraining machen ohne sie frei laufen zu lassen?


    Ich kenne viele Labbis , die gerne mit ihren Menschen arbeiten würden, wenn sie die Gelegenheit bekämen.


    Ausserdem sehe ich oft junge Labbis, wo ungeheuer bei der Leinenführigkeit geschludert wird, ich sehe selten bis NIE HH, die ihren Hund belohnen, dafür sehe ich umso mehr, die bestrafen und korrigieren.


    Ich würd mir die Taschen mit Futter voll packen und den Hund damit regelrecht bombardieren.
    Sämtliches aufmerksames zu mir gerichtetes Verhalten würd ich belohnen,
    ich selber arbeite ohne Klicker, dafür wissen meine Hunde, welches Wort/ Stimmlage eine Belohnung ankündigt.


    Selbst Bandit hat seit Antons Einzug nochmal richtig gut nachgelegt in Sachen Leinenführigkeit, und das ging ausschliesslich über Futterbelohnung.
    Ich bin sehr erstaunt, welche Veränderungen tatsächlich noch drin waren.

    Melanie mit Bandit & Anton
    und Mücke im Herzen



    BX und Labbi

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