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Einführen von "Stadttraining" - wie am besten?

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    Guten Morgen zusammen. :winken:


    Habe mich gestern das erste Mal gewagt, in nem größeren Dorf spazieren zu gehen, um mein 9 Monate altes "Baby" endlich an die Öffentlichkeit und die Gesellschaft heranzuführen. Höchstwahrscheinlich ist das viel zu spät, aber ich konnte mich vorher nicht wirklich überwinden, vor Angst dass dem kleinen was passiert, definitiv mein Fehler. :verzweifelt:


    Jetzt sind wir also hingefahren, ausgestiegen, erstmal ein paar Kommandos ausgeführt und dann langsam los, in kleinen Nebenstraßen ohne Menschen und mit wenig Autos, war erstmal ok. Dann langsam weiter in die belebtere Ecke. Da könnte man ihm die Unsicherheit und den Stress richtig ansehen. Er hat ständig nach hinten geschaut, dann wieder nach vorn, hier geschnüffelt, da ne Person entdeckt die er komisch fand, hat an der Leine gezogen wie ein Wilder. Und ließ sich überhaupt nicht mehr ansprechen. Selbst Leckerlis hat er wieder ausgespuckt, wo er sonst kein Futter liegen lassen würde. Das Training der leinenführigkeit war natürlich wie weggeblasen, scheinbar nichts mehr in Erinnerung gewesen...
    Auf dem Rückweg habe ich dann festgestellt, dass es mit der futtertube besser funktioniert, die steht wirklich über allem andren.
    Nun meine Frage: in welchen Situationen belohne ich ihn jetzt zu Anfang am besten? Möglichst bei Blickkontakt? Oder wenn er ruhig an der Leine läuft und auf mich achtet? Bin auch offen und dankbar für alle weiteren Tipps. :hilfe:

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  • Selbst Leckerlis hat er wieder ausgespuckt, wo er sonst kein Futter liegen lassen würde.

    Hey,
    also wir hatten das Glück das wir seit Welpenschule mit 10 Wochen jede Woche an unterschiedlichen Standorten in der Stadt sind. Angefangen haben wir damit das wir uns irgendwo nur hinsetzen und "ruhe" üben, so dass der Hund sich erstmal orientieren kann und sich langsam daran gewöhnen kann....


    Das du das jetzt erst anfängst, kann ich persönlich nicht so ganz nachvollziehen wenn man schon das Glück hat einem Welpen die Welt zu zeigen und somit die Chance auf ein souveränen Hund bekommt.
    Aber du hattest deine guten Gründe, jetzt ist es so :)


    Dein junger Hund braucht am Anfang bestimmt 10 Minuten um sich an das gewusel einigermaßen zu gewöhnen, wir machen -heut noch mit 1 Jahr- am Anfang immer erst "Auszeit", irgendwo hinsetzen und 10 Minuten nur chillen, beruhigend auf ihn einreden ab und zu, Leckerlies wird er nicht nehmen weil er zu viel Stress hat / zu aufgeregt ist....


    geh am Anfang nur kurz (also 10 Min. sitzen und 5-10 min. laufen). Lauf nur paar Meter, stopp wieder, dass er nicht aus der Situation flüchten kann (Leinenziehen). Mach oft Pause, atme selbst tief ein und entspann dich dadurch, das wird sich früher oder später auf ihn übertragen.


    Versuch ihn nicht mit Tricks abzulenken, mach am Anfang 1 oder 2 mal was einfaches was er gut kann, Sitz/Pfote geben sowas, das du seine Aufmerksamkeit hat und dann lass ihn schauen, er muss es mitbekommen und begutachten können.

  • Ich möchte mch dem vorherigen anschliessen.


    Las deinen Hund erstmal die Gegend erkunden die Leinenführigkeit wird wiedermal auftauchen.


    Mein Hund ist ab dem 1. verlängerten Wochenende mit ins Büro gekommen
    (gesichert natürlich) und auch so ist er aufgrund seiner Größe einfach fast überall dabei.


    Urlaub Flieger 2x hin u ret. , Italien, Krotien, Stadt (Wien usw.),


    Er ist ein sicherer Hund geworden den weder Baustellen Züge oder sonstwas beeindruckt.


    Sozialisierung also verschiedene Gegenden Menschen Hunde Geräusche usw..sollte der Hund schon vorher kennengelernt haben oder er bleibt halt ein Hofhund wenns gar net passt.


    lg LinouAlexandra

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  • ich würde bei dem hund gegenkonditionieren wenn er noch leckerlies nehmen kann, zwar einen reiz (mensch, fahrrad, auto) bereits wahrnimmt, aber noch keine körperspannung, kommunikation mit dam auslöser (beschwichtigungssignale, bellen, fixieren) zeigt. also distanz gross halten, wenn der auslöser bemerkt wird, click oder markerwort, leckerlie. der hund soll sich ja mit den reizen auseinandersetzen, fixiert er einfach nur dich, kann er dies nicht. ich würde auch sonst kein anderes verhalten vom hund in solchen momenten erwarten, wie zum beispiel leinenführigkeit oä.


    dass dein hund in solchen momenten die leinenführigkeit vergisst ist normal, das muss man langsam aufbauen, also zuerst mit ganz wenig ablenkung, dann ganz langsam steigern.


    und ja, 9 monate ist schon mächtig spät.

  • Höchstwahrscheinlich ist das viel zu spät

    Das ist milde ausgedrückt.


    Fahr erst Mal irgendwo hin, wo Du mit dem Hund nicht noch irgendwo hin musst. Also Parkplatz, Hund raus, hinsetzten, beobachten, ab und an für ruhiges Verhalten belohnen. Ich würde dabei bei den normalen Leckerchen bleiben und einfach so lange sitzen bleiben bis der Hund sie nimmt. Dann noch mal fünf Minuten, Hund ins Auto und heim. Sinnvoll ist es immer aus der Situation zu gehen, wenn der Hund ruhiger geworden ist und das kannst Du bei Deinem Hund gut erkennen, wenn er normale Belohnung annehmen kann.


    Viele Grüße
    Corinna

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Guten Morgen!
    Natürlich war es nicht von Vorteil, dass du deinen Hund davor bewahren wolltest. Jetzt ist es aber so und du kannst daran arbeiten.
    Ich würde zunächst einmal gar ncht versuchen den Hund abzulenken. Dein Hund muss lernen mit der Situation klar zu kommen. Heißt, dass er einige Dinge einfach wahrnehmen sollte. Lass ihn sich komische Sachen (Mülltonnen etc) in Ruhe ansehen. Geh langsam mit ihm drauf zu und berühre die komischen Dinge. Bei Menschen ist es schwieriger, die haben da bestimmt etwas gegen. Aber lass deinen Hund trotzdem gucken. Futter nehmen Hunde nicht, wenn sie Stress haben. Ein voller Magen macht träge und damit könnten sie der Situation in Notlagen nicht entfliehen.
    Bein Tipp wäre auch, dass du immer mal wieder für ein paar Minuten ins Dorf gehst. Nimm dir die Zeit und setz dich ruhig irgendwo hin. Lass deinen Hund bewusst seine Umwelt erkunden.
    Emma hat auch sehr lange gebraucht, bis eine Innenstadt für sie ok ist. Aber regelmäßige kleine Trainingseinheiten erleichtern es sehr.
    Kleiner Tipp von mir: von der Tageszeit her würde ich den Sonntag Morgen wählen. Die Geschäfte sind da geschlossen und es sind wenig Leute unterwegs. Wenn dein Hund etwas sicherer ist, kannst du dann später mal andere Zeiten wählen.
    Verlange im Moment keine Fußarbeit in der Stadt. Das wird deine Maus noch total überfordern. Freue dich und lobe, wenn der Kontakt zu dir aufgebaut wird. Fordere es aber nicht geziehlt ein.

  • wenn der hund nicht bis zur 16. woche mit solchen dingen langsam konfrontiert wurden wird es sehr zäh. ich würde bestimmt nicht in die stadt nun, sondern irgendwo üben wo nur wenige menschen sind, zb. im dorf während der essenszeiten, wenn es regnet usw. sonst ist der hund sehr schnell überfordert, was wiederum das risiko birgt dass er aggressive verhaltensformen annehmen könnte, weil er sich ganz einfach nicht zu helfen weiss.

  • Ich würde da ehrlichgesagt überhaupt nichts mit Leckerlie belohnen, da m.E. die Gefahr bei einem so unsicheren Hund viel zu groß ist, im falschen Augenblich zu belohnen und dann ist die Belohnung eher kontraproduktiv.
    Ich würde mich einfach mit dem Hund in eine ruhigere Ecke setzen, gar nicht viel rumlatschen, und den Hund in Ruhe lassen, damit er von selbst merkt, dass ihm nichts passiert und er erstmal alles beobachten kann. Wenn er sich mit dieser Situation arrangiert hat (kann auch mal etwas dauern), dann würde ich wieder nach Hause gehen/fahren.
    Das nächste Training würde ich genauso starten und dann nach kurzem Sitzen, wenn der Hund sich beruhigt hat, ein Stück mit ihm Laufen und mich dann an einer anderen Stelle hinsetzen, damit er wieder alles erstmal aus sicherer Entfernung beobachten kann.
    Leinenführigkeit würde ich außen vor lassen in solchen Situationen und auch keine weiteren Kommandos geben. Der Hund ist eh schon gestresst genug, der hat zu genügend zu tun, auch ohne Kommandos klarzukommen. Ignorier ihn einfach, soweit es dir möglich ist. Wenn er sich hinsetzt und du merkst, dass er entspannter wird, dann kannst du ihn ja kurz durch Streicheln loben, alles andere würde ich igonieren.

  • angst und stressbedingtes verhalten ist ja kein operantes verhalten, also kann man es mit futter auch nicht verstärken. sonst wäre ja jede gegenkonditionierung unmöglich.

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