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Schleppleine

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    Hallo,


    ich habe seit 2 Monaten meinen ersten Hund (jetzt 5 Monate alt) und er durfte bisher im Feld & Wald frei herumlaufen. Da er jetzt nur 2 oder 3 mal Rehen und Vögeln hinterher ist, habe ich mir eine Schleppleine gekauft.


    Nun bin ich mir aber bezüglich der Anwendung bzw. des Trainings unsicher und auch der daraus resultierenden Länge der Schleppleine.Ich habe mir jetzt (auf Empfehlung einer Verkäuferin) eine 7,5 m lange BioThane Leine gekauft und überlege mir nun, diese gegen eine 10m oder 15m lange Leine umzutauschen.




    1. Ist der Sinn der Schleppleine der, dass der Hund wirklich lernt immer in einem Radius von 7-8m zu bleiben - oder vielmehr dass er sich frei bewegen und spielen kann, was ja wesentlich mehr einer Länge von 15-20m entspricht?


    2. Sobald ich eine Schleppleine habe, darf ich der Hund dann überhaupt nicht mehr frei (ohne Leine) bewegen? Dass wäre ja gerade bei der 7-8m Variante dann eine sehr große Einschränkung, da Hin-und Her Rennen etc.. ja nur sehr stark eingeschränkt möglich ist.


    Ich hoffe, mir kann jemand helfen.


    Vielen Dank

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  • 1. Zu einer Schleppleine gehört immer ein gut sitzendes Brustgeschirr. Schleppleine am Halsband ist gefährlich. Das Geschirr sollte im besten Falle einen Bruststeg haben.
    2. Die Schleppleine ist für das Erlernen der Distanzkontrolle gut. Es get nicht darum, das der HUnd sich sein Leben lang nur 7-8 m von dir entfernt.
    3. Ich empfehle, bei der 7,5 m Leine zu bleiben. Wer mit grösseren Längen gut umgehen kann ist Künstler.


    Wichtig ist: Dein Hund ist jung! Sorge mit der Schleppleine dafür, das er keine weiter Jagderfolge hat. Baue den sicheren Rückruf und das absolute Ablegen auf "Platz" auf. Platz sollte atombombemsicher funktionieren, dann kannst du davon ausgehen, das er sich bei Wild ablegen lässt. Baue keine Spiele, die mit Bewegeungsreizen zu tun haben, in den Alltag ein, bzw unterbinde sie. Der Hund sollte vorallem auf Nase trainiert werden, dass bedeutet er sollte vor allem suchen. ZUm beispiel sein Futter im Futterdummy.
    Achte darauf, als Rudelanführer interessant für den HUnd zu sein, nur dann wird er deine Meinung einholen, bevors ans Jagen geht. Der Hund darf solche Entscheidungen nicht selbst fällen.

  • 1. Ist der Sinn der Schleppleine der, dass der Hund wirklich lernt immer in einem Radius von 7-8m zu bleiben - oder vielmehr dass er sich frei bewegen und spielen kann, was ja wesentlich mehr einer Länge von 15-20m entspricht?

    Was der Sinn einer Schleppleine ist, entscheidet sich mit deinem Trainingansatz. ;) D.h. bei einem ängstlichen Hund kann es sinnvoll sein, den Radius stark zu begrenzen, um ihm Sicherheit zu geben, bei einem Hund, der unverträglich mit Artgenossen ist, steht meistens im Vordergrund, dass man ihn schneller greifen kann, usw.


    In deinem Fall würde ich die Schleppleine einerseits ganz gezielt zum Rückruf-Training nutzen (also mit einfachen Übungen anfangen und die Ablenkung dann immer weiter steigern und die SL dabei als Absicherung am Hund haben) und andererseits gucken, dass dein Hund auch regelmäßig mal ohne Leine laufen und mit anderen Hunden Kontakt haben kann.


    (Generell zum Umgang mit der Schleppleine: die SL bitte nie am Halsband befestigen, sondern immer am Geschirr und den Hund nicht an der SL mit anderen Hunden toben lassen.)


    2. Sobald ich eine Schleppleine habe, darf ich der Hund dann überhaupt nicht mehr frei (ohne Leine) bewegen? Dass wäre ja gerade bei der 7-8m Variante dann eine sehr große Einschränkung, da Hin-und Her Rennen etc.. ja nur sehr stark eingeschränkt möglich ist.

    Bei einem jungen Hund, der sonst alterstypisch hört und sich mit anderen Hunden gut versteht, würde ich auf jeden Fall dafür sorgen, dass er auch die Möglichkeit zum Freilauf ohne Leine bekommt. Wichtig ist dabei nur, dass er keine "Erfolgserlebnisse" im Jagen/Stöbern hat, die dein Training wieder kaputt machen. Gibt es bei dir in der Nähe ein Gebiet, wo Hunde freilaufen dürfen und kein Wild unterwegs ist?

    «I don't know half of you half as well as I should like,
    and I like less than half of you half as well as you deserve.»

    (Bilbo Baggins, The Fellowship of the Ring by J.R.R. Tolkien)

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  • Hallo und erstmal herzlich willkommen hier im df!
    Schön, dass du hierher gefunden hast und dich informierst!


    Wir haben mehrere Schleppleinen und aber auch eine 10m Flexileine.


    Gerade derzeit erwacht mit der Natur draußen natürlich auch das Wild, und dass dein 5-monatiger Hund (was für eine Rasse ist es und wie heißt er denn?) das äußerst interessant findet und da hinterher will ist ganz normal.
    In wildreichen Gegenden ist es für dich im Moment tatsächlich sicherer ihn an der (langen) Leine zu lassen.
    Das heißt aber nicht: für immer, lebenslang und immer nur!
    Du musst nun ganz viel (noch bevor die Pubertät ihm die Ohren "verklebt") mit deinem Hund den "sicheren Rückruf" üben!
    Vielleicht gehst du mit ihm ja schon in eine Hundeschule und lässt dir da zeigen, wie man das richtig/positiv macht.
    Erst wenn ihr beide ein gutes Team geworden seid, der Hund von dir ohne Leine (wieder) sicher zu kontrollieren ist, solltest du ihn völlig frei laufen lassen.


    Wenn die Gefahr, Wild zu begegnen nicht besteht, beim Spiel mit anderen Hunden, in umzäunten Geländen soll die Leine selbstverständlich wieder ab.


    Wie lang dabei die Schleppleine ist, die du verwendest hängt von deinem persönlichen "Geschmack" ab.
    Ich verheddere und verwickle mich selbst z.B. mit der 10m Schleppleine total, ich bekomme das einfach nicht gebacken.
    Deswegen verwende ich eine 10m Flexileine, das klappt bei mir klasse.
    Mein Mann schwört auf die Schleppleine und flucht über die Flexi…….du siehst, jedem das seine ;)
    Außerdem kommt es auch auf die Größe und das Gewicht des Hundes an, denn die lange Leine erhöht die "Anreißkraft" des Hundes schon ziemlich. (Bei 30kg Dalmatiner im "Abflug" ist das schon Bandscheiben-gefährlich!)

  • Also vielen Dank erstmal für die ganzen Antworten.


    Mein Hund ist ein Zwergspitz/Shih-Tzu Mischling und heißt Blue.


    Aufgrund der Antworten belasse ich es jetzt bei meiner 7,5m Schleppleine.


    Ich gehe meistens in den Feldern in der Umgebung meines Hauses spazieren. Das Wildvorkommen ist besonders stark an einer Stelle, da es dort einen Tümpel mit Vögeln etc.. gibt. War gerade schonmal eine halbe Stunde mit der Schleppleine draußen und hat doch echt gut geklappt. Habe gleich gemerkt, dass der Hund viel mehr auf mich fixiert ist als vorher.


    Also vielen Dank erstmal!

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Wir haben mehrere Schleppleinen und aber auch eine 10m Flexileine.

    Wo gibt es denn Flexileinen mit 10m Länge? Ich kenne Flexis mit max. 8m Länge.

  • Hallo,


    wie schon erwähnt, sollte die Schleppleine nur an einem gut sitzenden Brustgeschirr festgemacht werden. Ich habe den Umgang mit der Schleppleine in der Hundeschule gelernt. Vielleicht hast du auch die Möglichkeit, dir das von einem Trainer zeigen zu lassen.


    Ich würde die Schleppleine hauptsächlich zum Training von Orientierung am Halter, Impulskontrolle und Frustrationstoleranz verwenden. Auch kann man damit sehr gut das Abbruchsignal (bzgl Jagen) trainieren.


    Das hier, finde ich allerdings einen merkwürdigen Ansatz.

    Achte darauf, als Rudelanführer interessant für den HUnd zu sein, nur dann wird er deine Meinung einholen, bevors ans Jagen geht

    Wir bilden mit unserem Hund kein Rudel. Wir sind Menschen. Er/Sie ist ein Hund. Ergo, klappt nicht. Auch die oft vorherrschende Meinung, man müsse sich für seinen Hund beim Spaziergang interessant machen, finde ich unglücklich. Ein Hund, der wirklich ernsthaft am Jagen interessiert ist, wird IMMER das Jagen interessanter finden als dich. Ich finde es viel effektiver, wenn der Hund sich soweit kontrollieren kann, dass er nicht auf jeden Reiz sofort anspringt und das Abbruchsignal 100%ig sitzt.

  • Danke für den Link. Das wusste ich gar nicht, dass es so eine Flexi gibt.
    Muss ich wohl noch ein paar mehr Dackel vorspannen, dass sich diese Flexi rentiert. :D

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    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


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