Unsere Junghunde...der alltägliche Wahnsinn Teil IV

  • Ich persönlich würde in diesem Fall nicht den Hund bestimmen lassen - bzw. habe ich mit dem Zwerg auch einen Hund, der bei Unsicherheit vielleicht nach vorne gehen würde. Und unsicher wird sie manchmal bei fremden Männern (bzw. bei ganz bestimmten Männern).

    Hier hilft schönfüttern und Situationen klären.

  • Ich hatte es so verstanden, dass der Hund nicht bei Fuß gehen muss. Bei Balou versuche ich es auch an locker durch hängender 2m Leine. Aber ganz hin lassen ist banane.

    @wiejetztich
    Bei anderen und anderen Autos springt er ohne Probleme in den Kofferraum. Es hat vermutlich damit zu tun, dass er seine ersten Lebensmonate sehr krank war und ihm immer übel war und er verknüpft hat: in unserem Auto fahren = Übelkeit = scheiße.

  • Ps: Update zum Hauskaufhorror:
    Wir zahlen statt zum 1.9 zum 1.10 und renovieren dann und ziehen Ende Oktober um. Hoffentlich ziehen die netten Nochbesitzer auch wirklich zum 1.10 aus und machen da nicht denselben Terror, wie mit dem 1.9.
    Am 31.10 muss nämlich unsere Mietwohnung geräumt sein.

  • Wenn er bellt, dann direkt NEIN und verscheuchen von der Person, so das er merkt das darf er nicht.

    Ein Abbruchkommando ist zwar jetzt keine megaharte Korrektur, aber doch negativ genug, dass ich Sorge hätte, der Hund verknüpft die ihm ohnehin suspekten Personen noch negativer. Und das wäre mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit eher kontraproduktiv.

    Es wäre doch besser ein paar Menschen "zu bestellen" die wissen worauf sie sich einlassen?

    Das fände ich eine gute Option - vielleicht kannst du ja Helfer gewinnen, die der Hund nicht kennt, und die in sein "Beuteschema" fallen.

    Aber: Ich würde den Hund keinesfalls einfach machen lassen, und dann, wenn es zu spät ist, noch versuchen mit einem Abbruchkommando was zu reißen. Vermutlich ist er da ohnehin schon so erregt, dass er auch nicht mehr so gut ansprechbar ist? Und alles, was massiver ist, würde ich aufgrund der Gefahr von Fehlverknüpfungen wie gesagt keinesfalls machen.

    Und gerade wenn die Schleppleine lang gehalten werden soll, hab ich bisschen schiss, dass ich zu spät eingreife und er den Mensch vllt sogar berührt

    Dass mal jemand unverhofft irgendwo auftaucht, ok, kann passieren. Aber solche Situationen zu provozieren geht gar nicht, finde ich. Da finde ich den Rat

    Aber sie meinte ja ich soll ihn eben nicht bei fuss haben, sondern machen lassen. Aber da hab ich doch weniger kontrolle und ggf rennt er vllt vor...

    der Trainerin ehrlich gesagt ziemlich fahrlässig.
    Und auch unfair - ein Fehlverhalten zu provozieren, anstatt ihm zu sagen, was er denn bitte stattdessen machen kann.

    Ich finde das irgendwie komisch.
    Dem Hund wird die Entscheidung überlassen und wenn er sich entschieden hat, wird er bestraft
    So verstehe ich es zumindest.
    Ich persönlich würde meinen Hund gar nicht die Möglichkeit geben das selbst zu entscheiden. Ich sage wer suspekt ist und wer nicht.

    Sehe ich auch so.

    Ich würde üben, welches Verhalten er bei ihm suspekten Menschen zeigen soll: Fuß gehen, zu dir umorientieren, stehen bleiben, etc. Kleinste Schritte dahin würde ich bestärken. Und wenn es die Gelegenheit gibt, würde ich zu Trainingszwecken durchaus mal mit Helfern üben - aber dann eben nicht bis zu dem Punkt laufen lassen, so dass der Hund schon selber Initiative ergreift, sondern eben alles erwünschte Verhalten ausarbeiten.

  • Ich persönlich würde in diesem Fall nicht den Hund bestimmen lassen - bzw. habe ich mit dem Zwerg auch einen Hund, der bei Unsicherheit vielleicht nach vorne gehen würde. Und unsicher wird sie manchmal bei fremden Männern (bzw. bei ganz bestimmten Männern).

    Hier hilft schönfüttern und Situationen klären.

    Ja mit nem Stück wurst in der Hand klappt es perfekt, oder seinem Ball. So habe ich es immer gemacht bevor mir das die Trainerin geraten hat besser nicht zu tun. Der Hund würde so ja nicht die Situation an sich im Kopf durch laufen.
    Jinx zeigt dieses Verhalten auch bei uns zu Hause wenn wir "fremden" Besuch haben. Kumpels von meinem Freund gegenüber ist er sehr misstrauisch. Es hat sich langsam eingeschlichen in den letzten 3 Monaten :/obwohl wir von klein auf extra leute eingeladen haben, dass er sich daran gewöhnt (Immer mit leckerli geben... das der Besuch was positives wird). Ich lasse ihn absitzen wenn es klingelt und er darf den Besuch erst begrüssen, wenn ich es sage. Das klappt soweit auch ganz gut. Aber dann muss ihn jemand nur länger anschauen (z.b.: seine freunde und er schauen fussball und sitzen auf der couch, am anfang kein Problem und er legt sich hin. es muss einer ihn nur länger anschauen, das er misstrauisch wird. Wenn er dann auch noch angesprochen wird, bellt er und steht auf. ) Und im Büro kann es auch passieren wenn ihn ein Fremder länger anschaut. Ich lenke ihn solchen Situationen mit Leckerlis, aber selbst wenn die Freunde oder Kollegen ein Leckerli in die Hand nehmen, sich seitlich hin knien und beschnuppern lassen, traut er ihnen keinen deut mehr. Im Büro weiß aber jeder (habe jinx dabei seit er 10 Wochen ist, und jeder kennt ihn in der Firma von klein auf. Deshalb haben diese Leute auch keine angst oder regen sich auf (sind 3 - 4 bestimmte die er komisch findet) Und 2 die er über alles liebt :roll: (einer davon hat eine schublade voll leckerlis... alle hunde in der firma lieben ihn :D :hust: ) Im Büro weiß auch jeder das ich wünsche das er ignoriert wird (ja ich habe einen Zettel an meiner Tür mit "no touch , no talk, no eye-contact" :p . Aber es gibt halt immer welche die es halt lustig finden jinx zu ärgern bzw denken sie zetteln damit ein spiel an. Oder welche die "streicheln" wollen :tropf: )...
    Zu Hause oder im Büro ist es aber händelbar da ich ja direkt eingreifen kann oder schon vorher ablenken. Draussen ist es halt schwierig in gewissen Situationen. Ich war im Wald mit ihm vor ein paar Tagen, und irgendwo ausm Dickicht kam ein Typ heraus. Jinx war da so 8 Meter von mir entfernt, und springt direkt hin :( : Bellt wie ein bekloppter, der Typ fands dann auch noch sehr lustig und fing an in die Hände zu klatschen und laut auf ihn ein zu labern und zu lachen. Das hats dann halt noch mehr angestachelt. Auch mein "SCHLUSS" hat ihn net interessiert. Dann kam sein Hund ausm gebüsch gedackelt und dann war jinx an dem interessiert und die sache vergessen.
    Er fährt schnell hoch, aber fährt auch schnell wieder runter.

    Ich hatte eigentlich die ganze Zeit das Gefühl mit "vorausschauendem handeln" das eingermaßen im griff zu haben. Aber nachdem die Trainerin mir nun gesagt hat dass ich dringend daran arbeiten muss, fällt es mir vermehrt wieder auf. Und sie sagte auch dass so ein verhalten immer schlimmer wird wenn ich jetzt nix mach :flucht: .... Deshalb riet sie mir zu dieser Methode aber ich kann es irgendwie nicht richtig umsetzen (ich kann ihn ja net ständig leute anfallen lassen)

  • Ich habe ja auch so einen Hund, der manche Menschen stellt und verbellt, allerdings aus ganz anderen Motiven heraus (entweder, weil sie mich tatsächlich massiv verunsichern/Angst bei mir auslösen oder weil sie sich in unserem Haus aufhalten). Dass sie Leute auf der Straße anbellt, ist erst zweimal passiert - einmal, weil sie sich offenbar höllisch erschreckt hat und einmal, weil es der Postmann war, den sie schon mal im Treppenhaus in meiner Abwesenheit "erwischt" und gestellt hat - letzteren hasst sie seitdem, knurrt aber nur, wenn er sich uns nähert. Ich arbeite auch daran, indem ich entsprechende Personen schön füttere und sie gleichzeitig beschäftige, indem ich sie z.B im Fuß daran vorbeiführe oder sie eine Beißwurst tragen lasse, an deren Ende ich zerre. Diese Methode finde ich deutlich besser, zumal sie Fremde ohnehin schon blöd findet und ich keinen Hund brauche, der dann schlimmstenfalls noch verknüpft, dass ich bei Fremden auch noch blöd werde.
    Draußen ist das bei uns zum Glück eher kein Problem, weil sie ja nur diesen einen "Feind" hat und andere Menschen ignoriert und wenn sie mal jemanden suspekt findet, vermeide ich, dass sie knurrt und bestätige ruhiges Verhalten und Orientierung zu mir.

  • Einen Hund der so "extrem" nach vorne reagiert würde ich in solchen Situationen (Mensch kommt, oder Menschenmenge oder Besuch) viel enger führen und keinen Spielraum nach vorne geben ...

    Tarek würde alles stellen dass unserem Haus zu nahe kommt ... hier im Quartier läuft er prinzipiell hinter mir, und nach vorne preschen wird unterbunden ... mitlerweile grollt er ab und an noch, aber es reicht ein einfaches Abbruchsignal damit er es sein lässt ...

    Ich würde in diesen Situationen anfangs ne kurze Leine benutzen, wenn du ihn direkt neben dir nicht kontrolliert bekommst, musste gar nicht erst anfangen es auf 5 oder 10 meter zu versuchen ...
    Evtl ne klare Grenze nach vorne geben, aber unbedingt auch richtiges Verhalten bestärken ... selber ruhig und konsequent bleiben ...

    Besuch würde ich instruieren den Hund komplett zu ignorieren ... da musst du halt kucken was ihm gut tut ... wenn er ruhig und neugierig kucken geht wäre das ja ok ... aber Ziel wäre es ja, dass da wer kommt, aber sie lernt es passiert gar nix weil die interessieren sich ned für mich ... ist halt schwer was zu raten wenn mans nicht sieht, aber für mich würde erst mal ruhe und entspannung im vordergrund stehn und dann kann man immer noch ne geplante Annäherung an die Leute machen ...

    Wobei ich immer denke, dass es einfach ein puzzleteil vom ganzen ist ...

    Wie ist er denn sonst so, nimmt er dich und deine grenzen ernst? Gibt es andere Situationen wo er nicht hört? Und so weiter und so fort :-)

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