Unsere Junghunde...der alltägliche Wahnsinn Teil IV

  • @BeatriceKiddo ich kann mich dem, was die andern sagen, nur anschließen. ich würde das von der hundetrainerin gesagte wenn, dann eher am ende anwenden, wenn schon klar ist, welches verhalten gewünscht ist und welches nicht. den hund dann entscheiden lassen zwischen dem erwünschten verhalten und anderen möglichkeiten. das könnt ich mir vorstellen. aber auch dann würd ich das wohl eher mit ausgewählten personen üben und nicht einfach fremde leute mit einbeziehen. wer weiß, nicht dass du dann womöglich im schlimmsten fall selbst noch krass stress an der backe hast.

    würd vielleicht generell eher auch versuchen, spannung aus der situation zu nehmen, wenn der hund schon so angespannt ist. auf ne art signalisieren, dass es ok ist, dass der hund auf die ihm suspekte person aufmerksam wird und den menschen suspekt findet. das sollte dann aber dir gemeldet werden und du entscheidest dann darüber, was weiter passiert. schon energisch, aber auf ne ruhige bestimmte art und weise(?). so würd ich es versuchen. das gibt dem hund dann vielleicht auch das gefühl, ernstgenommen zu werden, aber die entscheidung triffst ja du. ??? wäre meine idee. also ich würde das suspekt finden nicht komplett unterbinden, aber eben das verhalten drauf verändern.

    so ne idee. und natürlich würd ich präventiv handeln und nicht den hund einfach machen lassen :D

    zu den öffentlichen: wir haben die öffentlichen als baustelle. hab kein auto, aber vor auto hat sie auch angst. also nicht vor dem auto, sondern einzusteigen und mitzufahren.
    mal schauen. für mich ist auch wichtiger, dass sie auf die öffentlichen klarkommt, da ich auto (kenne kaum leute mit auto) schlecht üben kann. hmpf.
    wir fahren momentan manchmal besser, manchmal schlechter eine station u-bahn. das ist der aktuelle stand. sie hat angst, aber ich denke, es wird. wird wohl aber auch noch dauern.
    hab mir jetzt nen fahrradanhänger bestellt, um aus meiner ortsgebundenheit rauszukommen ;) im schlimmsten fall wird sie ein sportlicher fahrradhund, hab ich mir immer gesagt :D aber das wird schon mit den öffis.

    ansonsten passiert bei uns: suchspiele! ich liebe es, ihr zuzusehen, wie ihr hirn arbeitet! ;) sie braucht ihre zeit, unterbricht auch mal, aber vergisst ihre mission nicht :D

    und für's alleinsein-üben hab ich mir jetzt doch ein zweithandy geholt. werden wir morgen gleich ausprobieren.

  • Wie baust du das mit den Öffis denn auf, @U und M?

    Allgemeine Frage: Was macht ihr, um Spaziergänge interessanter zu gestalten? Smilla scheint auf unseren Waldrunden langweilig zu sein und ich bin relativ ratlos, wie ich diese interessanter gestalten kann. Hier gibt es nur drei relativ kleine Wälder, die für uns erreichbar sind und Hundekontakt hat sie dort ebenfalls keinen. Ich gehe öfter mal mit ihr durchs Unterholz, weil sie das ohnehin sehr, sehr spannend findet und ständig "fragt", ob wir das machen können, allerdings möchte ich nicht meine ganzen Gänge durch Dornenbüsche laufend verbringen, sondern das eher als besonderes Highlight nutzen.
    Also, hat jemand Ideen?

  • BeatriceKiddo: wenn ich so nachdenke, dann merke ich, dass ich mittlerweile fast alle Kontakte am hellichten Tag bei neutralem Gelände "laufen" lasse. Also alles, wo die Chance gut steht, dass der Zwerg das erwünschte Verhalten (=Ignorieren) zeigt. Nur sobald sie beginnt zu fixieren, spreche ich sie an und lenke die Aufmerksamkeit auf mich.
    Ich finds interessant, dass bei euch mit Leckerli/Ball die ganze Sache gar kein Thema ist - hier hilft das Leckerli, aber sie schaut schon noch. Sobald sie sich nur mehr auf Leckerli/Spiel mit mir konzentriert, ist auch das Ignorieren nah.

    Ad Beschäftigung im Wald: hier werden Suchspiele gespielt (mittlerweile nicht mehr mit Autoschlüsseln :p , sondern mit anderen kleinen Dingen). Zu Beginn clickere ich kurz die Berührung an dem Ding, dann soll sie suchen. Ich nehme verschiedene kleine Sache. Ziel ist hier, dass sie irgendwann meine verlorenen Sachen findet. Dann gibts noch kurze UO-Einheiten, mal ein "Rum" um Baumstämme und wir spielen relativ viel mit Stöcken.

  • Suchspiele mit Futter gehen, andere Dinge sucht sie nicht - daran hat sie einfach kein Interesse. Leider interessieren sie Stöcke auch nur sehr kurz und Unterordnung würde ich auf den Spaziergängen gern vermeiden, weil sie ansonsten sehr viel leisten muss und auch mal Hund sein soll. :smile: Ich suche eher irgendwelche sonstigen Beschäftigungsmethoden, aber mir fällt nichts ein. Nasenarbeit ist super, wenn es Futter gibt, abliegen und dann herkommen ist super, wenn sie rennen kann und es Futter gibt, ansonsten lasse ich sie die (inzwischen sehr ramponierte) Beißwurst festhalten, nehme die Handschlaufe und renne ein Stück mit ihr oder werfe sie auch mal, aber daran hat sie auch nur für ein bis zwei Wiederholungen Interesse. Stöckchen apportiert sie auch aus dem Wasser, allerdings nicht öfter als fünf-, sechsmal, danach war's das.

  • @ fragments
    Tempo veränderen - Meine hat noch nie so oft nach mir geschaut, als ich Gänsefüßchen Marsch gemacht habe
    Käseschabletten an Bäume kleben und suchen lassen
    verstecken spielen
    Maiskolbenspiele - grade die Haare sind interessant - erst Lage wegen dem spritzen abmachen
    Fahrrad nebenher schieben
    Buddelspiele - will man ja nicht im Garten haben
    alleinsein üben und schnell eine Futterfährte legen
    Gummistiefel an, wenn ein Bach da ist und Wasserwandern
    Einfach mal im Wald/Feld auf den Boden setzen, wenn Hund aufgeregt ist oder nur so, damit er Schnüffel an der Schlepp
    Knuddelstunde ebenso mal nach drausen verlegen
    Alles Kleinigkeiten ohne viel Aufwand

  • Tempo verändern und Käsescheiben kleben klingt super, an Maiskolben komme ich leider nicht ran (jedenfalls nicht an rohe mit Haaren), Fahrrad kennt sie und findet sie total öde. :) Buddeln machen wir immer auf dem Feld, das ist dann die Abwechslung zum Wald.
    Wasserwandern fände sie sicher toll - ich muss mal schauen, dass ich eine Stelle erwische, die nicht knietief ist, denn die Gräben hier sind wirklich hoch mit Wasser gefüllt.
    Knuddelstunde klingt auch toll, wobei ich das lieber auf dem Feld mache, da ist das Risiko geringer, dass irgendwer stört und sie ihren Unmut kundtut.

    Danke!

  • @fragments: ich hab bei den öffis ewig hin und herprobiert. hab versucht mit nem anderen hund zusammen, hab versucht mit richtig tollem futter. hab versucht über die spiele-/aufregungsschiene. im endeffekt hat alles nichts funktioniert. ich bin ja schon öffis mit ihr gefahren, früher. aber sie hatte eben angst. hab dann immer mehr dinge ausgeschlossen, also bus z.b. sind wir nur einmal gefahren, weil ich nach arbeit wirklich nicht mehr 2std oder so nachhause laufen konnte (als ich sie vom sitter geholt hab), war zu kaputt dazu. tram haben wir auch schnell aufgehört. dann blieben nur noch u-und s-bahn. zum schluss sind wir nur noch s-bahn gefahren, haben aber da dann auch aufgehört, wegen angst. im endeffekt geh ich einfach ruhig mit ihr rein und mache das ganze super langsam. also am anfang sind wir treppen runter, wieder hoch. dann treppe runter und unten kurz sein, wieder hoch. dann treppe runter und am gleis sein, wieder hoch (entweder zum andern ausgang oder wieder zurück). dann treppe runter, auf die bahn warten, wieder hoch. dann treppe runter, auf die bahn warten, einsteigen, sofort wieder aussteigen, ganz raus. (also hoch heißt bei mir auch raus aus der station, zur erklärung:)) und jetzt sind wir eben soweit, dass wir eine station fahren. nicht mehr.
    ich mache sozusagen gar nichts, korrigiere nur sehr leicht, wenn sie aufsteht, lobe evtl richtiges körperliches verhalten (hinsitzen, hinlegen). ich versuche einfach nur ruhe und "wir machen hier was völlig normales" zu vermitteln. ansonsten nichts. ach doch, ich sage leuten im engeren umkreis ganz oft, dass sie dem hund nicht direkt in die augen schauen sollen. angefasst hat sie bisher zum glück noch niemand. ich versuche selbst sowas wie autogenes training mit mir zu machen, um komplett runterzufahren. wenn wir wieder aufm gehsteig sind, dann lob ich sie und bin stolz, in der hoffnung, das überträgt sich.

    hatte kurzzeitig auch versucht, was ich auch für ne gute art halte, immer lockere leine und/oder schlepp je nachdem. dann die möglichkeit geben, wegzugehen, wenn sie wiederkommt zu loben bzw. das gefühl zu vermitteln, du kannst gehen, ja, aber hier passiert was viel tolleres (allein mit spielzeug spielen etc. und wenn sie kommt "loben" im sinne von "ja, spiel mit mir mit" ) und so schrittweise vorgehen. so hatt ich das am anfang mal gemacht, das dann aber wieder verworfen.

    sie hat eben auch so angst, dass sie kein futter annimmt und spiel pusht glaub ich nur unnötig (sie ist sowieso von der angst schon angespannt), hab mich daher für den jetzigen weg entschieden. und zwischen den einzelnen schritten liegen auch lange zeiträume (also wirklich wochen teilweise. wir fahren jetzt bestimmt seit nem monat eine station und werden das auch so weitermachen, bis ich das gefühl hab, gut jetzt gehts weiter).yoah. unten sein geht mittlerweile auch, meiner meinung nach mittlerweile weniger gestresst als bisher. wenn die bahn einfährt ist sie gestresst und einsteigen geht mal mehr mal weniger gut. drin ist sie unruhig und gestresst, das ganz rausgehen ist dann sozusagen die belohnung.
    wir machen das auch wenn, dann fast immer am ende des spaziergangs, wenn sie schon ausgepowert ist.

    achja, so spaziergangbeschäftigung halte ich ziemlich so wie Flintstone01 :) ab und an wird noch geschwommen, wenns denn grad geht oder gespielt (öfter als schwimmen)

  • @ akiko Idee ist nicht von mir, sondern von einem anderen user hier - aber die kleben gut
    @fragments
    Nachlaufen spielen(Zickzack, abbremsen, ins leere Laufen lassen) machen wir auch oft, natürlich muß sie mich fangen xD ich hätte ja keine Chance.
    Statt Fahrrad skateboard oder crossliner?
    Statt Gummistiefel geht ja auch kurze hose und nackte Füße

  • Ich hab auch mal eine allgemeine Frage: wie verhalten sich denn eure Hunde, wenn ihr mit ihnen was macht? Also gerade zu Beginn?

    Mir fliegt der Zwerg nämlich gerade dezent um die Ohren, wenn wir rausgehen, zumindest die ersten 15-20 Minuten :roll: . Die "üblichen" Warnsignale für Unter- oder Überforderung hat sie eigentlich nicht. Zuhause wird viel geschlafen, sie kann sehr gut alleine bleiben und sie kommt auch nach einem Spaziergang schnell runter. Es ist auch egal, ob ich gerade wenig Programm mache oder viel.
    Aber die hat gerade eine Energie, dass ich manchmal nur so schaue. Ich bin mir gerade unsicher, ob das nicht eh normal ist und ich einfach noch zu sehr von den letzten Jahren mit unserer Seniorin geprägt war (die konnte auch noch stundenlang gehen, aber halt gemütlich und nicht so :hurra: :hurra: :hurra: ).

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