Unsere Junghunde...der alltägliche Wahnsinn Teil IV

  • Wir haben auch einen sehr niedrigen Zaun zu den Nachbarn, der schon als Welpe für Holly ein Klacks gewesen wäre.
    Daher haben wir von Anfang an die Schlepp benutzt (damals nur eine dünne Schnur). Damit haben wir dann den Zaun als Grenze aufgebaut.
    Bis heute hat sie noch nicht einmal versucht darüber zu hüpfen, egal wie langweilig ihr war.
    Zwar lehnt sie sich mal dagegen, wenn der Nachbarsjunge sein Eis verdächtig tief über den Zaun hält :roll: , aber drüber geht sie nicht.
    Zum Grenzen aufbauen gibt es ja ganz tolle Videos im Netz, ich finde spontan leider nicht das, das wir genommen haben. Aber Auswahl gibt es ja genug.
    So oder so viel Erfolg :smile:

  • Ich verstehe ja, dass es nicht das schönste ist, eine Leine zu schmeißen, aber ich muss dazu sagen, dass es Situationen gibt, in denen ich es anders nicht geregelt kriege.
    Ich würde Balou nie abwerfen, aber ihm etwas vor die Füße werfen tu ich schon.
    Balou ist jetzt sieben Monate alt und von Anfang an ein Clown, der gerne seine Grenzen testet und auf taub macht.
    Normalerweise kriegt man viel über Geduld hin, aber bei meinem Retriever habe ich ohne Erfolg sehr lange daran gearbeitet, dass er draußen nichts außer von mir verstreutes Futter frisst. Er hat nicht drauf regiert. Am Anfang waren es Zigaretten, Kaugummis, Papier, Taschentücher, Plastik, Erde, Kaninchenköttel, Pferdeäpfel usw. Bei pfui reagierte er nur bei den großen Dingen wie Pferdeäpfeln und Zigaretten, weil die ja eh nicht schmecken :-D
    Bei kleinen Sachen wie Erdbrocken und Kaninchenkötteln musste ich zusätzlich zum pfui die Leine in seine Richtung werfen. Seitdem hat er es verstanden.
    Ich denke, dass alles zwei Seiten hat. Klar, er ist mein erster Hund und ich weiß sicherlich noch nicht viel, aber bei so einem Clownskopf geht halt nicht alles über Leckerli.

  • Gestern war bei uns auch ein ätzender Tag. Bin am späten Nachmittag mit Amy spazieren gegangen, erst an der Schlepp und dann an der kurzen Leine zwecks Leinenführigkeitstraining. In die Schlepp hat sie sich bestimmt 5 mal reingeworfen, weil sie einer Duftspur nachgehen - nein nachrennen - wollte (schätze ich..denn Nase war auf Boden und andere Tiere / Menschen waren nicht zu sehen). An der kurzen Leine das gleiche Spiel, hab dann nach ner halben Stunde aufgegeben, weil es einfach keinen Sinn mehr gemacht hat. Solche Aussetzer hatte sie schon lange nicht mehr, als sie das letzte Mal intensiv Duftspuren verfolgt hat, wurde sie läufig :verzweifelt: . Hoffe, das ist noch nicht wieder dran...es ist erst knapp 4 Monate her...

  • Ich finde grade in Situationen wo man aufgeben will, muss man dran bleiben.

    Wie macht ihr das denn mit der Leinenführigkeit?
    Wenn Anju zieht bleib ich stehen und schicke sie ins Sitz... immer wieder, auch wenn es mir irgendwann auf den Zeiger ging :D

  • Oh, ok - dann ist sie ja wirklich extrem gestresst bzw. aufgeregt. Dann würde ich es wahrscheinlich auch erstmal mit konditionierter Entspannung probieren.

    Und - ich weiß, es sagt sich immer so leicht - aber mach dir nicht zu viele Gedanken was andere denken könnten. Und wenn sie durch Kauen in solchen Situationen runterkommt, dann würde ich vielleicht schon auch Kauzeugs geben - vielleicht sogar direkt, nach dem Ankommen, damit sie gar nicht erst zu Fiepsen anfängt?


    Ja, evtl. sollten wir ihr tatsächlich gleich was zu Kauen geben. Ich hoffe halt immer, dass sie einfach so runterkommt... - aber evtl. ist es wirklich besser, wenn sie gleich knabbert. Obwohl - meist ist es so - kaum ist es aufgefressen wird aufgestanden und dann wie gehabt rumgefiept.

    Gestern - passend zum Thema - war sie EINMAL 'entspannt'/k.o. in der Stadt.
    Davor hatten wir unsere 2. Runde Mantrailing4Fun - wo sie auch rumgequäkt hat...(gerade, wenn einer von uns gegangen ist, das war ja gaaanz fürchterlich!! Da wurde dann angstvoll panisch gekläfft)

    Ich hatte kurz einen, der anderen Hunde an der Leine festgehalten - bzw. das war überhaupt nicht nötig - da - der einfach so ruhig dasaß.
    Das war Urlaub für die Sinne... - ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das ist, einen Hund zu haben, der einfach ruhig dasitzt und wartet, bis man wiederkommt, ohne zu ziehen, zu zerren, panisch herumzuspringen... - generell - einfach nen ruhigen Hund an der Leine - sowas kenne ich überhaupt nicht... - haben die es gut, dachte ich mir.

    Aber - beide Hunde, die mit dabei waren - der eine hatte Angst vor lauten Geräuschen und die andere konnte auf Spaziergänger und Fahrradfahrer nicht ruhig reagieren, sondern hat angefangen zu bellen und zu knurren - beide waren nicht so begeistert von anderen Hunden(Zoey durfte nicht zu denen hin, was sie doof fand).

    Die Probleme haben wir ja zum Glück nicht... das muss man halt auch mal sehen...

    Danach waren wir kurz noch in der Stadt auf dem (relativ leeren) Stadtfest - und da hat sie sich wirklich mal freiwillig gesetzt und später gelegt - sogar kurz mit dem Kopf abgelegt... wie schön!
    (Während wir Bratwurst+Pommes gegessen haben)

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    Könnte es nicht immer so sein... das wäre so schön...


  • Bei kleinen Sachen wie Erdbrocken und Kaninchenkötteln musste ich zusätzlich zum pfui die Leine in seine Richtung werfen. Seitdem hat er es verstanden.
    Ich denke, dass alles zwei Seiten hat. Klar, er ist mein erster Hund und ich weiß sicherlich noch nicht viel, aber bei so einem Clownskopf geht halt nicht alles über Leckerli.

    Was hat er denn verstanden? Du hast ihn nur ins Meiden gebracht.
    Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen "nur Leckerli" und "Leine werfen".

    Ich hab sowas über ein Alternativverhalten aufgebaut. Zeig mir das Essbare -> du bekommst was besseres. Wieder und wieder. Tauschen bis es drin ist im Hund.

    Und ja, miene Hunde apportieren mir gefundene Würstchen am Strand. Finden sie essbares im Garten bringen sie es mir rein in die Küche. Dann wird gegen was anderes getauscht.
    Somit haben sie nicht den Drang etwas schnell runter schlingen zu müssen und es so vor mir zu sichern. Vertrauen aufbauen heißt es da. Und gerade bei jungen Hunden geht das doch super?!

  • Lernt sie das dadurch? Da hätte ich bei unseren Bedenken, dass sie ziehen=sitz verknüpfen und dann bei Auflösung von sitz fröhlich weiterziehen :???:

    Anju zieht nicht mehr. Wird sie wohl also so gelernt haben.

    Ich denke mal sie wird - ziehen = Sitzen = nicht schneller ans Ziel kommen - verknüpft haben.

  • Zum Ziehen:

    Wir machen es so, wir bleiben stehen - und wenn Madame sich irgendwann mal umdreht so nach dem Motto "Was ist da los" - Markerwort, Leckerlie bei mir abholen - so dreht sie sich zu mir ein und kommt zurück.

    Am Anfang haben wir da auch etwas getrickst, in dem wir noch schneller das Markerwort gegeben haben - also sobald sie zieht - stehenbleiben - und in dem Moment, so sie von sich aus etwas locker lässt, Markerwort, Leckerlie - irgendwann ist sie dann immer zu uns getappst.

    So bekommt man dann nen Hund, der sich irgendwann hoffentlich komplett selbstregulieren kann und sich sozusagen immer 'eindreht', wenn Zug kommt/Zug locker werden lässt.

    Funktioniert bei uns ganz gut, es sei denn, die dreht halt gerade mal wieder durch. ;)

  • Mein Lupo wird erwachsen. Er wird viel ernster und seine Triebe kann man nicht mehr verstecken.

    Was ich am Anfang sehr toll fande: Lupo hat NIE gebellt, ich wusste gar nicht, ob er es überhaupt kann... Mittlerweile schlägt er fremde Leute im Haus an und ganz gruselig: er knurrt draußen ihm unangenehme Menschen an. Und das ganz tiiiiief. Der hört sich an wie'n großer Hund... Daran müssen wir arbeiten.

    Und sein Jagdtrieb. Nurnoch im Jagdmodus. Steht mit mittlerweile alles sauber vor. Vorzugsweise Hasen und Rehe. (Er steht vor. Er jagt und hetzt nicht. Das haben wir von Anfang an trainiert)
    Und er ist soooo happy, wenn er dann tatsächlich was gefunden hat... (Nein, wir wildern nicht und hetzen auch keine Tiere. Und wir haben nen Jäger dabei, damit uns da keiner was unterstellen kann & wir bewegen uns auch nur in Jäger's Gebiet)
    Mittlerweile steht echt im Raum, ob ichn Jagdschein mach und mich aber NUR zur Nachsuche anbiete. Lupo würde das unglaublich freuen... Vorher brauchen wir aber die BH...
    Und das tollste daran ist ja, dass er sooooo ausgeglichen und happy (und abends todmüde) ist....

    Irgendwie ist mein Kleiner kein Clown mehr :(

    edit: das vorstehen und jagen hat er von allein gemacht. Wir haben ihn lediglich belohnt, wenn er nicht nachgerannt ist. Oben klingt es so, als hätten wir ihn fürs jagen belohnt... Und ja, mir ist es lieber, wenn er slles vorsteht, statt nachzuhechten. Und ich kann das Vorstehen mittlerweile jederzeit abbrechen. Weil er auf 3 Etappen vorsteht. Heißt ' aus der Richtung kommt der Duft' ' hier ist er eben gelaufen' und 'guck 50m in die Richtung, da steht es.'

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