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Wo Andere "Oh wie süß!" schreien, verfallen wir fast dem Wahnsinn!

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    Hallo liebes Forum!


    Der Titel dieses Threads bezieht sich auf eines von zwei Problemen mit unserem kleinen Stinker. Ich hab schon in so vielen Foren gesucht, aber nie Lösungen gefunden. Darum habe ich mich hier angemeldet in der guten Hoffnung, das Ganze endlich mal in den Griff zu bekommen :)


    Erstmal möchte ich natürlich unsere Ausgangsituation schildern!
    Wir, das sind ich, mein Mann, unserer wundervolle 2-Jährige Tochter und Isi, der kleine Knuddelbär.
    Isi ist ein Rüde, unkastriert, etwa 10 Monate alt. Genau kennen wir sein Geburtsdatum nicht, er wurde als "frischgeschlüpfter" Welpe allein auf einem Feld gefunden, danach von seiner Pflegemama mit der Flasche aufgezogen. Deshalb haben wir auch keine Ahnung, welche Rasse er sein könnte. Die meisten Vermutungen gehen von einem Golden Retriever oder Labrador mit einem Jagdhund aus, aber eben alles nur sehr vage! Im Alter von 12 Wochen kam er dann zu uns, es war der perfekte Zeitpunkt: Sommer, das heißt wir waren den ganzen Tag draussen (er wurde dadurch sehr schnell stubenrein), unsere Tochter M. groß genug, und weil ich in Karenz zu Hause bin genug Zeit für unseren neuen Hausbewohner!
    Er hatte auch schnell die "Grundkommandos" Sitz, Platz, Hier gelernt, kann gut einige Zeit alleine bleiben, Autofahren ist auch kein Problem. Wie schon erwähnt, ist Isi ein totaler Knuddelbär, er darf auch auf die Couch zu uns, aber erst nachdem wir es ihm ausdrücklich erlauben! Da hält er sich sehr brav daran. Alles in allem also der perfekte Brave Hund, wenn wir da nicht zwei Probleme hätten!


    Das 1. bezieht sich auf den Titel. Kind und Hund verstehen sich total gut! Isi ist sehr geduldig mit M., sie kennt aber auch Isis Grenzen und es gab noch nie "Vorfälle", die den einen oder andern irgendwie gefährden könnten. Aber wenn M. weint, dann jault Isi wirklich Herz- und Trommelfellzerreissend mit. Die Anderen schreien dann gleich "Meine Güte, ist das niiiiiiiiedlich, der Hund leidet mit der Kleinen ja direkt mit!!! So so süüüüüß", und ja die ersten Male dachten wir uns das auch, aber es geht uns mittlerweile wirklich an die Substanz :( Die beiden stacheln sich damit gegenseitig richtig hoch! Wir haben schon so viel versucht, aber nichts hat geholfen! Erst dachten wir, er will uns signalisieren, dass sie Hilfe braucht. Aber auch wenn wir da sind, und er sieht, dass wir M. helfen, jault er weiter. Dem Hund gut zureden klappt auch nicht. Derzeit ist es so, dass wir ihn in den Vorraum (wo er nachts schläft und sein Plätzchen hat) schicken, M. beruhigen, und wenn sie aufhört zu Weinen, darf er auch wieder rein. Wir lassen meist sogar die Türe offen, dass er selbstständig von dem Schreien flüchten kann, aber er macht es nur auf Befehl, manchmal jault er draussen dann sogar weiter :verzweifelt: Habt ihr vielleicht Tipps? Wir erwarten im Juli unseren zweiten Nachwuchs, und es wäre toll, wenn wir bis dahin eine Lösung gefunden hätten! :tropf:


    Das 2. Problem ist sein Geschirr, oder eher seine panische Angst davor, die ich mir beim besten Willen nicht erklären kann :ka: Er wurde von klein auf an ein Geschirr gewöhnt, und er hatte bis vor Kurzem auch nie Probleme damit. Aber seit zwei, drei Monaten fürchtet er sich davor. Dazu muss ich sagen, dass wir ihm das Geschirr nicht täglich engelegt haben. Wir haben einen großen Garten, in dem wir ihn sich immer austoben liessen, und alle paar Tage gingen wir dann mit Geschirr und Leine eine große Runde spazieren. So, dann begann mir plötzlich ein verändertes Verhalten aufzufallen. Sobald er das Geschirr sieht, zieht er Ohren und Schwanz ein, verfällt in eine total gebückte Haltung, versucht sich sogar zu verstecken, kommt aber, wenn ich "Hier" rufe zu mir. Sobald ich ihm das Geschirr anlegen will, pinkelt er sich selbst und mich von oben bis unten an :/ Er will dann nichtmal ein Leckerli annehmen! Aber sobald wir draussen sind und gehen, wird es wieder besser.
    Was ich mir schon das Hirn zermartert habe! Aber ich komme partout nicht auf den Grund seines Verhaltens. Oft lese ich, er verbindet wohl negative Erlebnisse, aber ich weiß nicht welche. Er wurde nie damit bestraft, das Spazieren verläuft auch fast reibungslos, niemand hat jemals ruckartig daran gezogen. Die Größe ist auch gut eingestellt, es schnürt oder reibt nirgends.
    Jetzt habe ich versucht, ihm zu zeigen, dass es nichts Schlimmes ist, das Geschirr anzuziehen. Ruhig mit ihm gesprochen, alles ganz langsam gemacht, und ihn ausführlichst gelobt, wenn ich es ihm übergestreift und geschlossen hat. Aber er zittert wie Espenlaub, nichtmal das Belohnungsleckerli will er haben :(
    Dann dachte ich mir, er muss sich einfach wieder daran gewöhnen, sehen, dass sich nichts änder damit. Also mehrmals am Tag rauf damit, viel loben und sich ansonsten Verhalten wie immer. Aber es geht nicht. Sobald er das Geschirr drauf hat, ist er wie ausgewechselt. Er verkriecht sich unter "seinem" Stuhl (der von drei Stein geschlossen ist, sein kleiner Zufluchtsort) und lässt sich nicht blicken, ausser man ruft ihn. Und selbst dann guggt er uns nur doof an, und geht wieder, nichtmal auf dei Couch hüpft er, wenn wir es ihm sagen. Er spielt nicht, er kuschelt nicht, er frisst nur nach großem Zögern. Sobald das Geschirr wieder runterkommt, ZACK, der fröhlichste, kuschelbürftigste Hund der Welt. Also was tun?


    Für alle, die bis hierher gelesen und noch nicht angenervt waren: Vielen Vielen Dank! :respekt: Es ist doch ziemlich lang geworden, aber ich wollte einfach viele Informationen unterbringen, um gute Hilfe zu bekommen ^^
    Habt ihr Tipps, Ursachen, Ratschläge für mich? Ich bin echt für alles dankbar, was uns auch nur ein bisschen helfen könnte! Vielen Dank :)

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  • Zu Hund und Kind kann ich leider nichts beitragen.
    Aber zu der Frage mit dem Geschirr. Warum wechselt ihr nicht auf Halsband? Mein erster Hund hatte seins eigentlich 24h am Tag um. Geschirr wurde nur über Nacht ausgezogen.
    Mein jetziger Hund hat ein breites Lederhalsband das auch nur über Nacht ausgezogen wird. Er läuft besser und konzentrierter an kurzer Leine, am Geschirr kann er zu weit vor und "vergißt" mich hinter sich. Wenn er plötzlich los sprinten will, laufe ich Gefahr zu fallen- am Halsband passieren solche Situationen nicht.
    Versteh ich das richtig das ihr nicht täglich Gassi geht? Kann es daher sein das eurer Hund mit den Umweltreizen einfach überfordert ist?

  • Hallo!
    Zum Problem NR. 1 habe ich mangels Erfahrung keinen Tipp. Was ihr macht (wegschicken), scheint mir der richtige Weg zu sein.
    Zum Geschirr: Ich würde mal ein anderes ausprobieren. Vielleicht sitzt es falsch und drückt ihn? Ich habe unterschiedliche Geschirre und stelle fest, dass der Hund definitiv einen Favoriten hat. Wäre vielleicht eine Idee?
    Welches habt ihr denn?

    Jeder hat 'nen Vogel frei - und wer's nicht glaubt, hat deren zwei...

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  • Hm, zum Punkt 1 kann ich Dir leider nichts sagen.


    Zu Punkt 2: Muss er denn unbedingt ein Geschirr tragen? Würde nicht auch ein Halsband gehen? Bzw. auch, was ist das für ein Geschirr? Diese K9-Geschirre z.B. sind ja relativ groß und - im Vergleich - schwer. Es gibt ja auch recht leichte Geschirre.


    Versteckt er sich und zittert er nur drin und sobald Ihr draußen seid ist das Geschirr vergessen und der Hund normal drauf? Dann könnte es vielleicht wirklich mit der Prozedur des Anziehens zusammenhängen. Auch da ist so ein K9-Geschirr für manchen Hund ein Problem, weil die ja über den Kopf gestreift werden. Andere Geschirre kann man direkt am Körper anlegen.


    Grade wenn er draußen dann ganz normal drauf ist, würde ich wirklich empfehlen nicht nur sporadisch mit dem Hund spazieren zu gehen, sondern jeden Tag einmal - mit Geschirr. So dass der Gewöhnungseffekt einsetzt nach dem Motto "Ja, mein Geschirr - jetzt gehen wir raus". Damit verknüpft er vielleicht das Geschirr anziehen mit dem aufregenden Rausgehen.


    Btw: Auch ein Hund mit großem Garten (wir haben selbst 4.000 m²) muss Außenreize aufnehmen und sollte bei einem täglichen Spaziergang bewegt werden. Du musst ja nicht 3 mal am Tag gehen, machen wir meistens auch nicht. Aber eine große Runde wo er schnüffeln und vielleicht auch mal rennen kann (ja nach Rückruf und Jagdleidenschaft) sollte schon drin sein.



  • Das ist Ted mit seinem Halsband. Er ist 9 Monate alt und Kleiner Münsterländer/ Bordercolli/ Labrador/ Husky Mix

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich kann auch nur zu dem "Geschirr-Problem" eine Vermutung äussern:
    Bist du sicher, dass dieses Geschirr, mit dem er ja früher klar kam, immer noch optimal sitzt, oder


    - könnte er rausgewachsen sein, so dass es irgendwo drückt?
    - ihm beim Laufen was daran stört? Z.B. muss der Gurt ja mind. 2-3 cm hinter den Vorderbeinen entfernt sitzen.
    - Zu hartes Material, das irgendwo einschneidet?


    Evtl. könnte ein weiches Fleece-Geschirr besser geeignet sein....

    Liebe Grüße
    Francisca mit Charly (und Chico im Herzen +02.07.2014)

    Erinnerungen sind wie kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten....
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    Chico i. d. FOTOGALERIE DER USERHUNDE Seite 3

  • Hallöchen :)


    Vielen Dank für die schnellen, zahlreichen Antworten!
    Also das Geschirr ist von Trixi, eines, dass erst über den Kopf gezogen, und dann um den Bauch geschlossen wird. Das Geschirr bekam er immer drauf, wenn wir spazieren gingen, ich war da immer der Meinung, er denkt sich "Ja spazieren, supi, wuff!" :tropf:
    Sonst hat er immer ein ganz schmales Halsband drauf, das nur zum Hundemarkenhalten dient.
    Ich hab es mir nochmal genau angesehen, das Halsband verhakt oder reibt auch nicht mit dem Geschirr, mir kommt nur der Steg zwischen Hals- und Rumpfteil zu kurz vor (jemand hat erwähnt, dass der Rumpfteil 3 cm von den Beinen entfernt sein soll).
    Ich hab mit meinem Mann gesprochen, wir werden wie hier viele vorgeschlagen haben ein gescheites Halsband kaufen, dass er dann wie jetzt auch dauerhaft drauf hat :) Dann fällt das Geschirrdilemma weg, und mit der Leine hat er ja kein Problem :)


    Bleibt nur noch die Jaulengeschichte :???:

  • Bleibt nur noch die Jaulengeschichte


    Ich find eure Variante ganz gut.
    Ich würde es so machen (bzw. ich habe es beim Frustbellen von unserem Hund so gemacht), dass ich dem Hund ein Kommando gebe (Schluß! Aus! Ruhe! was-auch-immer) und ihm dann 2-3Sekunden Zeit gabe es zu befolgen. Also ruhig zu sein. Macht er das (und wenns nur zwei Skeunden sind, da muss sehr gutes Timing vorhanden sein) wird er gelobt, als habe er gerade 20 Kinder vorm Ertrinken gerettet, gleichzeitig noch 5 Babykatzen aus einem brennenden Haus gerettet und dabei noch Milch ausm Supermarkt mitgebracht hätte ;)
    (Also leicht übertrieben xD )


    Befolgt er das Kommando NICHT, fliegt er raus. Ganz ruhig, ohne Hektik. Tür zu und die bleibt so lange zu, bis der Hund sich wieder beruhigt hat.
    Unser Hund hat irgendwann kapiert "Aha. Schluß... Dann muss ich raus. Wenn ich ruhig bin, werde ich belohnt."


    Wenn er dann wieder reinkam und weiter gebellt hat, flog er wieder raus. Blieb er ruhig, wurde er gelobt.


    Vll. könnt ihr solche Situationen auch fokussieren? Also vll. kann deine Tochter mal so tun, als würde sie (anfangen zu) weinen?
    Dann könntet ihr das sicher besser trainieren, als im Ernstfall.

  • ich kann zu dem Heulproblem was beitragen, wenn auch nichts wirklich ermutigendes. Manche Hunde reagieren auf bestimmte Geräusche mit diesem Geheul. Bei meinem Großen sind es Feuerwehrsirenen bei dem Bub einer Freundin leider auch das Weinen des menschlichen Nachwuchses. Ansprechbar sind die Hunde wenn sie erstmal heulen kaum noch bis der Auslöser weg ist. Beim Lesen deines Beitrages dachte ich noch, gut, die Kleine ist 2 Jahre alt das Weinen wird weniger werden und sie wird auch anders klingen, wird also vorbeigehen wie bei J. Mit 3 1/2 Jahren war sein weinen uninteressant für den Hund. Und dann las ich Nachwuchs Nr 2 ist unterwegs... Super. Bei meiner freundin gab es keine Wiederholung beim 2. Kind aber der weinter auch total anders. vielleicht ist es die Frequenz, welche die Hunde zum Heulen bringt und jedes Kind klingt anders.


    Ich drücke dir jedenfalls die Daumen dass deine Tochter bald weniger weint und dass der Nachwuchs anders schreit. Ansonsten wird wohl nur helfen dass euer Hund lernt und echt verinnerlicht auf seinen weit entfernten Platz zu gehen wenn das Kind mit Weinen beginnt. Das beizubringen stell ich mir aber logistisch schwierig vor, denn wenn das Kind weint muss man sich ja darum kümmern und kann nicht noch erstmal ruhig den Hund erziehen. Blöde Situation und wie ich mir denke reichlich stressig.

  • Erfahrung mit Problem Nr. 1 habe ich nicht. Der Hund möchte euch jedenfalls nicht rufen, weil die Kleine Hilfe braucht (woher sollte ein Hund beurteilen können, wann ein Mensch Hilfe braucht). Er fühlt sich zusammengehörig mit deiner Tochter und will das mit Heulen zeigen. Sie heult und er denkt "oh wie schön, ich mag dich auch" und legt los. Wenns die Lautstärke wäre, würde er eher flüchten. Du hast geschrieben, die beiden schaukeln sich im Heulen hoch. Vielleicht hat deine Tocher Angst, sodass sie noch mehr weint? Das würde es mir dann leichter machen, den Hund kurz zu loben und ihm dann mit "Aus" oder was auch immer das Abbruchsignal zu geben bzw. Kindi das Verhalten des Hundes zu erklären, wenn du meinst, dass sie das versteht. Ich fänds auch schwierig, dem Hund das zu verbieten, schließlich ist das ja eine sehr soziale (wenn auch laute) Geste.


    Ich drück euch die Daumen, dass ihr da eine Lösung findet!

    Liebe Grüße,
    Anne

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