Galgo als Dritthund zu zwei kleinen Hunden?

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    Hallo Foris,


    ich plane schon länger die Adoption eines Dritthundes zu meinem Dackel-Mix Balou (fast vier Jahre) und meinem Jack Russel Mogli (knapp 2 ½ Jahre) und jetzt habe ich mich in einem Galgo verliebt bzw. es soll eine kastrierte Galga werden. Ich habe mich über die Charaktereigenschaften dieser Rasse bereits ein bisschen informiert und würde gern eure Erfahrungen hören.


    Ich habe einen ca. 1000 Quadratmeter großen Garten in dem die Galga ohne Gefahr laufen kann. Außerdem sind die Gassistrecken in meiner Nähe sehr übersichtlich und ich habe selten Wildbegegnungen. Die nächste Freilaufmöglichkeit habe ich in wenigen Minuten erreicht und dort kann ich einen Kilometer bis zum nächsten Horizont sehen ohne dass Straßen oder Wald dazwischen ist.


    Was meint ihr, kann eine Galga hier ihrem Laufbedürfnis nachkommen? Welche Erfahrungen habt ihr mit euren Windhund(mischlingen) gemacht? Kommt ein Hund dieser Größe mit kleineren Hunden klar? Ich habe gelesen, dass es eventuell sein kann, dass andere Hunde beim Spielen mit den Zähnen festgehalten werden? Habt ihr diese Erfahrung gemacht?

    Liebe Grüße von meiner "Männer-WG"
    - Balou (Dackel-Mix) * 08.03.2011
    - Mogli (JRT), * 21.10.2012
    - Hermann (Podengo-Mix) * 16.06.2014
    und von Selina


    Wenn wir behaupten, der beste Freund unseres Hundes zu sein,müssen wir die Art von Freund sein, den wir selbst gerne hätten.(SuzanneClothier)

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  • Gar keine Antworten? Es gibt doch durchaus Windhundbesitzer hier im Forum, oder? Habt ihr ausschließlich Windhunde?


    Ich habe schon gehört, dass Windhunde wenig Körpersprache haben und Nicht-Windhunde damit Probleme haben könnten. Hat hierzu jemand Erfahrungen gemacht?

    Liebe Grüße von meiner "Männer-WG"
    - Balou (Dackel-Mix) * 08.03.2011
    - Mogli (JRT), * 21.10.2012
    - Hermann (Podengo-Mix) * 16.06.2014
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  • Ups, deine Signatur ist aber sehr grell, da brauch ich fast ne Sonnenbrille...



    Ich glaube, dass eine Galga mit deinen beiden Kleinen gut klar kommen kann. Du müsstest halt beim Aneinandergewöhnen und beim Spielen aufpassen, dass die Große nicht in den Jagdmodus fällt. Ggf. unterbindest du das Spielen grundsätzlich oder greifst situativ ein.


    Aufpassen musst du auch, falls du dich mal mit anderen Windhunden, vor allem Sichtjägern (das ist der Galgo) triffst, dass deine Kleinen dann nicht "unter die Räder" geraten und für Beute gehalten werden. Das geschieht, wenn sie als Sichtreiz wie eine Beute wahrgenommen werden und eher in Gruppen, weil die schnell mehr Dynamik entfalten.


    Hier steht das Jagdverhalten des Galgos beschrieben (zB): http://www.spanische-wind-und-jagdhunde.de/galgoespanol.html

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Aber es gibt eben auch gegenteilige Erfahrungen und teils sehr leidvolle. Selbst Windspiele, die ja selbst Windhunde sind, können nicht immer gefahrlos mit anderen, größeren Windhunden spielen. Und in Windhundausläufen ist teils auch Maulkorbpflicht, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.
    - Ich will hier nicht schwarzmalen, nicht falsch verstehen, bitte, sondern nur sensibilisieren für diese Thematik, zumal danach gefragt wurde, nach einer Risikoeinschätzung Kleinhunde/Galga. Und da sehe ich im Haus kein Problem, wohl aber sage ich "Obacht" bei Hetz- und Rennspielen.
    (Mein 8kg-Hund mit 37 cm wurde auch schon als Beute angesehen.)

  • Vielen Dank für eure Meinungen und Erfahrungen.


    Schau mal im "Windhunde und Windhundmischlinge"-Thread ab Seite 208. Da wurde die Frage schon mal gestellt und es kamen einige Antworten.


    Den Windhund-Thread habe ich gesehen, die vielen Seiten haben mich allerdings abgeschreckt aber jetzt habe ich ja einen Anhaltspunkt wo ich suchen kann.


    Und in Windhundausläufen ist teils auch Maulkorbpflicht, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. - Ich will hier nicht schwarzmalen, nicht falsch verstehen, bitte, sondern nur sensibilisieren für diese Thematik, zumal danach gefragt wurde, nach einer Risikoeinschätzung Kleinhunde/Galga. Und da sehe ich im Haus kein Problem, wohl aber sage ich "Obacht" bei Hetz- und Rennspielen.
    (Mein 8kg-Hund mit 37 cm wurde auch schon als Beute angesehen.)


    Von der Maulkorbpflicht in den Windhundausläufen habe ich auch schon mal gehört. Wie sieht es nach eurer Einschätzung mit einem Windspiel zu meinen beiden Kleinen aus? Die wären ungefähr gleich groß da „dürfte“ es ja eigentlich nicht passieren dass meine Jungs für Beute gehalten werden.


    Mir gefällt der als anhänglich und kuschelbedürftig beschriebene Charakter von Windhunden.

    Liebe Grüße von meiner "Männer-WG"
    - Balou (Dackel-Mix) * 08.03.2011
    - Mogli (JRT), * 21.10.2012
    - Hermann (Podengo-Mix) * 16.06.2014
    und von Selina


    Wenn wir behaupten, der beste Freund unseres Hundes zu sein,müssen wir die Art von Freund sein, den wir selbst gerne hätten.(SuzanneClothier)

  • Ich kann Dir nur von meinen beiden Windhunden berichten, ein Whippet und ein Silken Windsprite. Während die Whippetdame extremen Jagdtrieb hat, ist der Siwi (bisher) in dieser Richtung gut händelbar.
    Auch wir haben hier einige gut übersichtliche Wiesen, die sich über mehr als 2 km erstrecken. Trotzdem, Wild kann auch dort auftauchen, und - entgegen aller Gerüchte Windhunde seien nur Sichtjäger - das stimmt so nicht. Natürlich haben sie den gleichen guten Geruchsinn wie alle anderen Hunde und setzen diesen auch ein. Unsere Whippetdame ist Sicht- und Nasenjäger.
    Die größte Gefahr besteht darin, mit welcher Geschwindigkeit ein Windhund, egal ob Galgo, Whippet, Greys usw. jagen. Die sind auf 100 in nullkommanix. Das kann ein Nichtwindhundbesitzer gar nicht begreifen, der so etwas noch nie gesehen hat. So schnell kannst du gar nicht reagieren.
    Ich will damit sagen, auch ich bin eine die den Whippet die meiste Zeit an der Leine hat, da hier viel Wald und Wild ist. Aber selbst auf den Wiesen wo ich sie los mache, kann ich mich nicht mit anderen Leuten unterhalten, meine ganze Aufmerksamkeit gilt den Hunden. Für mich ist das auch ein Grund, weshalb ich in Zukunft wohl wieder auf andere Rassen zurückgreifen werde, ich vermisse einfach die Leichtigkeit des Spazierengehens, mal Federn in die Luft blasen und die Gedanken schweifen lassen. Das ist mit einem Windhund nicht möglich.
    Was das spielen mit anderen Hunden angeht, da hatten wir nie Probleme. Unsere Hündin hat von Anfang an Hunde aller Größenklassen kennen gelernt und kann schon einen Hund von einem Hasen oder Eichhörnchen unterscheiden.
    Was ds Kuchelbedürfnis im Haus angeht, auch da gibt es Unterschiede. Nicht jeder Windhund ist ein Kuschelmonster, unsere Siwi ist ein sehr weicher und herzlicher Hund mit extremen Hang zu Körperkontakt. Die Whippetdame ist ganz anders, eher distanziert.
    Allerdings sind beide im Haus sehr unauffällig und ruhen viel. Die meiste Zeit liegen sie im Körbchen und beobachten oder dösen, Besucher werden nicht belästigt.
    Das du dich in eine Galga verliebt hast kann ich sehr gut verstehen, die Hunde sind bildschön.

    Whippet Nele, *10.08.2012
    Silken Windsprite Feline, *18.01.2014
    Langhaarwhippet Yuna, *19.08.2016

  • Anhänglich und kuschelbedürftig? Na gut, kann sein, dass es bei den Galgos anders ist, aber z.B. die Greys, die ich kenne, sind das nicht.
    Auch mein Ares kann sich nicht für`s kuscheln und liebhaben begeistern. Kontaktliegen, ja. Anhänglich- das kann man nun so und so sehen...
    Mein Hund läuft sehr viel frei. Er jagt ausschließlich per Sicht. Bei den Greyhounds, die mir sonst noch begegnet sind, ist das auch der Fall. Ich mag Sichtjäger. Wie es bei Whippets und Windspielen ist, kann ich nicht beurteilen. Es sind aber ein paar Besitzer hier im Forum, wenn auch nicht viele.
    Dem Laufbedürfnis gerecht zu werden ist nicht schwer, solange man Orte hat, an denen sie flitzen können. Wenn man das berücksichtigt kann man sie relativ leicht auslasten.


    Einen Galgo aus dem TS würde ich persönlich nicht zu meinen Kleinhunden holen. Bei einem gut sozialisierten Hund vom Züchter ist`s was anderes, wie ich finde.
    Bei deinen doch kleinen Hunden fände ich eine kleineren Windhund besser...ich würde mich noch intensiv mit den verschiedenen Rassen beschäftigen, sie sind doch speziell und das muss man mögen.


    Was Körpersprache angeht, da konnte ich oder eine andere Personen zu keinen Zeitpunkt feststellen, dass Ares für seine Artgenossen schwer zu lesen ist. Ganz im Gegenteil...er ist da sehr, äh, direkt...

  • Wir besuchen öfters mal den Windhundauslauf auf der Offenbacher Rennbahn. Dort laufen auch Podencos, Galgos und andere Windhunde mit kleinen Hunden zusammen frei.
    Ich bin immer überrascht, wie harmonisch es dort zugeht, wenn man bedenkt, dass es so viele fremde Hunde auf einer beschränkten Fläche sind.


    ABER:


    Die Galgos die ich kenne spielen grob. Die zwacken teilweise, weshalb manche beim Auslauf einen Maulkorb tragen müssen und windhundtypisch wird spielerisch gehetzt. So ein Spiel kann natürlich bei jeder Art von Hund umschlagen, aber wenn es das bei Hetzhunden tut ist es alles andere als lustig, vor allem für den gejagten. Meine Hündin wurde dort im Auslauf auch schon gehetzt, deshalb achte ich sehr darauf, dass sie nur mit mir bekannten Hunden spielt und greife im zweifelsfall sofort ein bzw. lasse es gar nicht soweit kommen dass sie mit (mehreren) Galgos zusammen rennt.


    Ich denke nicht, dass eigene kleine Hunde so ein riesen Problem sein sollten, im schlimmsten Fall kann man sie eben nicht zusammen rennen lassen.



    Bitte bedenke aber, dass es sein kann, dass du einen Windhund auf deinen Spaziergängen gar nicht ableinen kannst, gerade wenn er aus Spanien kommt und dort schon zur Jagd eingesetzt wurde. Will nicht heißen dass es bei allen so ist, aber ich finde es wichtig, dass man alle Eventualitäten bedenkt. 1000qm Garten sind toll, aber ich weiß nicht, ob das ausreicht, damit dein Hund so richtig Gas geben kann - "unsere" eingezäunte Freilauffäche hat 10000qm, die auch von den Hunden genutzt werden. Ich würde mich auf jeden Fall informieren, ob es einen Windhundauslauf oder eine eingezäunte Freilauffläche in deiner Nähe gibt, denn das wäre für mich persönlich unbedingt eine Grundvorraussetzung wenn ich mir einen Windhund aus dem Tierschutz anschaffen würde.


    Edit: Auch wenn der Windhundthread sehr lang ist, kann ich dir nur empfehlen dort mal queer durch zu lesen, denn dort erfährst du einiges über die verhschiedenen Windhundrassen und bekommst vielleicht eine Idee ob so ein Hund tatsächlich zu dir passt.

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