• ja ich habe morgen einen privaten Termin bei meiner Hundetrainerin. Letztes Jahr war ich auch ab und an in der Hundeschule, wo aber mit dem Hund nicht viel anzufangen war, weil er lt. Trainerin viel zu testosterongestuert ist und ich ihn erstmal chippen lassen soll. Weiterhin war ich auch unter der Woche oft mit ihm im Wald oder an der Talsperre, laufen, Stöckchen holen usw. Dann kam der Winter.... Da kann ich leider einfach unter der Woche im Dunkeln nicht mehr sonstwohin laufen oder fahren mit dem Hund. Dazu kommt, wer´s noch nicht weiss. dass ich schwanger bin :D das erschwert die ganze Sache nochmal... aber sobald das Wetter besser wird, gehts wieder in den Park und zur Talsperre. Ich hoffe die Hundetrainerin hat morgen einpaar gute Ratschläge und Einschätzungen für mich :)
    Danke euch trotzdem allen !!

    PS: Angegriffen wurde er weil ein jeweils anderer Hund ohne Leine auf ihn zukam, mit harmlosem Guten Tag Sagen es nicht getan war und er ihn wahrscheinlich schlichtweg für Beute hielt. Ich denke das sind dann auch Hunde, die schlecht sozialisiert sind. Und wenn er 3x so grosser Hund meinen dann einmal im Maul hat (geht blitzschnell), ist es schwer dass der Hund ohne Kommando von seinem Herrchen wieder ablässt. Leider hat sich dadurch auch meine Angst immer mehr verstärkt, wenn wir grösseren Hunden begegnen :(

  • Hallo Mialuxe,

    ich habe jetzt nur Deine Beiträge gelesen und viele andere überflogen (der Thread ist schon so lang, man verzeihe mir das!) aber ich würde Dir gerne kurz unsere Geschichte erzählen, weil wir so etwas ähnliches schon durch haben.

    Also, unsere Hündin ist jetzt seit einem Jahr bei uns und konnte in den ersten Monaten hier auch keine Ruhe finden. Sie ist rumgetigert, hat die Balkontür und Fenster abpatrouilliert um irgend einen Aufreger zu finden, hat sich immer wieder auf ihr eigenes Hinterbein gestürzt und da auch feste reingebissen - kurz, sie war überhaupt nicht in der Lage mal ein paar Stunden Ruhe zu finden (nur nachts hat sie geschlafen wie ein Stein).
    Wir haben alles versucht um sie auszulasten, bis ich irgendwann bis zu vier Stunden am Tag mit ihr unterwegs war, in der Hoffnung, sie würde danach endlich ein bisschen entspannen können. Aber das war (wie ich aus heutiger Sicht weiß) vollkommen kontraproduktiv. Sie war genauso, wie es die Meisten hier auch bei Deinem Hund vermuten: rettungslos überfordert und mit Stresshormonen so zugeballert, dass Ruhe völlig utopisch war.
    Irgendwann haben wir dann schließlich auch ausprobiert, was Dir hier schon empfohlen wurde: nämlich das Programm komplett runterzufahren. Es gab nur noch kurze Löserunden an der Leine, ein bisschen ruhige Kopfarbeit zuhause und sonst nix. Und das hat bei ihr eigentlich sofort Wirkung gezeigt! Man merkte ihr richtig an wie der ganze Stress abgearbeitet wurde und sie endlich mal entspannen konnte.
    Anstatt hochzudrehen, weil ihr die Beschäftigung fehlte, wirkte unsere Hündin so, als ob sie endlich mal Urlaub hätte und diesen richtig genießt! :sleep:

    Nach ein paar Wochen haben wir dann langsam angefangen, das Programm wieder hochzufahren und siehe da, sie war draußen wesentlich zugänglicher und viel eher bereit an Baustellen die wir unterwegs mit ihr haben zu arbeiten.
    Mittlerweile sind wir wieder bei meinen heißgeliebten "zwei-Stunden-Spaziergängen" angekommen, aber die gibt es nicht jeden Tag und wir achten sehr darauf, dass ansonsten an dem und dem Folgetag viel Ruhe herrscht, damit sie den Spaziergang richtig verarbeiten kann.

    Wie dem auch sei. ich wollte Dir mit meinem Post nur Mut machen, dass es durchaus der richtige Weg sein kann, Beschäftigung zu reduzieren, aber ich lese gerade, dass Du morgen sowieso einen Termin bei einer Trainerin hast, mit der Du das durchsprechen willst. Ich drücke Dir die Daumen, dass das ein sehr erhellendes Gespräch wird und Du danach einen klaren Weg für Dich und Deinen Hund findest, diese Verunsicherung weil jeder (und teilweise auch Experten) was anderes sagt kenne ich nämlich auch und die nervt! :dead:
    Viele liebe Grüße!

  • Das war ein sehr intereressanter Beitrag... das passt wirklich fast genau zu meinem Hund. Vielen dank dafür :) Ich bin sehr froh und freue mich auf morgen, damit ich endlich weiss wie ich (bzw. der Hund) dran ist und ich handeln soll oder eben auch nicht. Es ist halt leider dann die nächste Zeit so, dass mich der Hund abends permament anbellt weil er Programm will und ich ihn erstmal ignoerieren muss, um ihm zu zeigen, dass er runterfahren soll. Das wird sicher eine Weile dauern, aber da muss ich durch :( aber ich bin fast sicher, dass das auf Dauer am besten für mich und den Hund ist, wenn er einfach den ganzen Stress und die Aufregung die er in sich trägt, ablegen kann. :)
    LG

  • Wenn er bellt kannst du ihn dann nicht einfach nehmen und kuscheln? Ihn also Ruhe zeigen?

    Da könnte es aber vielleicht auch schnell passieren, dass er lernt zu bellen. Er könnte es als Bestätigung sehen, oder?

  • wenn ein hund bellt weil er angst hat würde ich kuscheln als mögliche lösung sehen.

    wenn der hund aufmerksamkeit braucht und daher bellt würde ich ihn nicht noch mit aufmerksamkeit belohnen. er schweigt dann aber, ist aber definitiv mit seinem verhalten zum ziel gekommen.

  • Wie meinem zum Beispiel. Wenn ich da was von "nehmen und kuscheln" lese, dann habe ich ganz schlimme typische Kleinhundszenen im Kopf. :flucht:

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!