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Aggressiver Rüde

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    Hallo zusammen,


    neben meiner zuckersüßen Hündin ist unser aktueller Pflegehund (American Stafford) der reinste Horror wenn es um Sozialisierung unter Hunden geht. Aus persönlichen Gründen halten wir zurzeit einen Zweithund seit schon knapp vier Monaten. Er ist fünf Jahre jung, Menschen gegenüber absolut lieb und verspielt, bei Hündinnen mal so mal anders. Bei Rüden absolute Aggressivität - außer bei kleinen Rüden, da freut er sich total. :headbash:
    Meine Hündin fand er anfangs auch gar nicht toll, doch mit ein wenig Arbeit fand er sie nach nicht einmal einer Woche doch ganz lieb und schleckte sie morgens erstmal ab - was sie wiederum nicht so toll fand. :D Ich für meinen Teil bin aber froh darüber und kann die zwei unbesorgt zusammen ohne Maulkorb in Haus und Garten rumlaufen lassen ohne ständig ein Auge auf sie werfen zu müssen.


    1. Frage: Weiß wer, woher sich so eine Neigung ableiten lässt, dass kleine Rüden willkommen sind, während gleichgroße & größere reine Kampfbereitschaft auslösen? Gibt es ein gewisses Muster bei Abneigungen gegenüber Hündinnen, sodass sich vorher erahnen lässt, auf welche Hündinnen der Hund evtl. aggressiv reagieren könnte?
    2. Frage: Wie lässt sich so ein Problem in den Griff bekommen? Beim Gassigehen haben wir folgende Regel: Nur angeleint, immer. Einzige Ausnahmen sind Felder außerorts und selbst da oft nur mit Maulkorb für den Worst case, falls nicht doch irgendwo mal ein anderer Gassigänger mit seinem Rüden unangeleint aus dem Wald raus kommt. Somit gilt ohne Maulkorb austoben fast ausschließlich im Garten.


    Kleine Info: Kastriert ist er nicht, das möchte Herrchen nicht - und da lässt sie auch nicht mit sich reden. Die Spritzen (anstatt Krastration) wurden bereits getestet. Kein wirklicher Erfolg. Mal davon abgesehen glaube ich nicht, dass selbst Kastration allein das Problem lösen würde.
    Achja: Das Verhalten legt er nicht nur bei uns an den Tag wegen neues Umfeld etc.


    Und zu guter Letzt hoffe ich sehr, dass jetzt nicht gehated wird, sondern man mir lieber Tipps gibt. Sicher hat der ein oder andere auch schon einmal mit einem sehr aggressiven Hund Erfahrungen gesammelt und kann etwas helfen. :smile: Cesars Sozialisierungs-Center ist leider zu weit weg. :D

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  • Also von mir wirst Du nicht"gehatet", aber ob es sich vorher "erahnen" lässt, auf welchen Hund Dein Hund aggressiv reagieren könnte, wer soll Dir das hier unterschreiben können?


    Das passiert oftmals in sekundenschnelle und ohne Maulkorb würde er bei mir lt. Deiner Aussage "bei Hündinnen mal so mal anders. Bei Rüden absolute Aggressivität - außer bei kleinen Rüden, da freut er sich total" nicht rausgehen. Ein absolutes No-Go.


    Trainer dazuholen, was anderes kann ich Dir hier nicht raten. Und Gott sei Dank ist Cesar so weit weg...


    Anni

  • Püh... da haste Dir aber ne Aufgabe ins Haus geholt... ;)


    Wenn er fünf Jahre jung ist, muß er doch minimum 2 Wesenstests absolviert haben? Ich meine der Vorbesitzer müsste Dir doch aufschlußreiche Erklärungen bieten können?


    Warum und wann und auf welche Größe Hund er aggressiv reagiert sollte keine Rolle spielen.


    Fakt ist er darf es nicht.


    Deshalb kann ich Dir auch nur zu einem wirklich guten Trainer raten.


    Leider hat der arme Kerl aufgrund seiner Rasse noch mit weiteren Vorurteilen zu kämpfen, deshalb würde ich schnell reagieren.

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  • Ich denke auch, dass du das ohne professioneller Hilfe nicht wirklich hinbekommen wirst. Keine Hundeschule, sondern einen Trainer, der zu dir nach Hause kommt. Ich könnte jetzt einen halben Roman mit Tipps schreiben, bezweifle aber, dass es viel bringen würde. Bei diesem Thema solltest du nicht herumdoktern und unterschiedliche Methoden ausprobieren. Hierbei braucht es Kompetenz, Geduld, Wissen und Selbstbewusstsein (kleinste Unsicherheiten würden den Hund negativ beeinflussen).


    Aber da du dich ans Forum gewandt hast und um Hilfe bittest, mal ganz kurze Antworten zu den Fragen.
    zu Frage 1: evermutlich sieht dein Hund kleine Rüden einfach nicht als Konkurenz an, weshalb er sie toleriert. Kommt häufig vor. Und ja, da gibt es sicherlich ein Muster. Du hast ja geschrieben, dass er manche Hündinnen mag, andere nicht. Aber das Muster ist individuell, das wird dir hier niemand sagen können. Da musst du selbst gut beobachten und auf alle Details achten wie Statur, Ohren, Farbe, Fell, Größe, Verhalten (unsicher, hibbelig, selbstsicher usw.)
    zu Frage2: mit viel Geduld, Ausdauer, Zeit und Training und einem sehr guten Trainer (den lege ich dir wirklich nahe. Du brauchst wirklich viel Ahnung und du würdest hier nicht fragen, wenn du sie hättest. Bitte nicht böse sein, ist gut gemeint).
    Und ja, bitte draussen den Maulkorb niemals abmachen, solange das Problem besteht. Dein Hund ist kräftig, er könnte dir auch mal die Leine aus der Hand reissen usw. Das ist nicht nur zum Schutz aller fremden Hunde, sondern auch deines eigenen.


    Du siehst selbst, worauf es hinausläuft. Sei bei der Wahl eines Trainers auch sehr aufmerksam, es gibt da einige schwarze Schafe. Ach ja, und eine Kastration würde in diesem Fall ohnehin nicht viel bewirken.

    Liebe Grüße und einen schönen Tag, Nadine mit
    Akita Megumi (*6.12.2012), Finnischer Lapphund Voitto (*3.3.2007) und immer im Herzen Shiba Inu Yamaku (*16.7.2002 +16.1.2013)

  • Fakt ist er darf es nicht.


    das liegt doch nicht am gehorsam, wenn ein hund einen grund sieht aggressive verhaltensweisen zu zeigen dann ist es für den hund berechtigt.


    vielleicht hat er auch ganz einfach schlechte erfahrungen mit grossen rüden gemacht?
    aggressives verhalten kann- muss aber nicht- aufgrund von geschlechtsrivalitäten passieren. auch angst, unsicherheit usw. können aggressives verhalten auslösen.


    Zitat

    1. Frage: Weiß wer, woher sich so eine Neigung ableiten lässt, dass kleine Rüden willkommen sind, während gleichgroße & größere reine Kampfbereitschaft auslösen? Gibt es ein gewisses Muster bei Abneigungen gegenüber Hündinnen, sodass sich vorher erahnen lässt, auf welche Hündinnen der Hund evtl. aggressiv reagieren könnte?


    dass kannst du nur mit beobachten machen. wie reagiert die hündinn (fixieren, schnelle annäherung). gewisse hunde haben probleme mit spitzen ohren, fellfarben, grössen, haarlängen usw... da hilft nur beobachten.

    • Neu

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  • Hallo,
    erstmal schön, dass ihr es geschafft habt eure beiden Hunde zu vergesellschaften. Das heißt ja der Wuff ist nicht vollständig sozial unverträglich =) ! Aber soll er denn nun dauerhaft bei euch bleiben oder nur auf Zeit? Hab ich nicht ganz verstanden :tropf:
    Ich würde auch nen guten Trainer dazuholen, der dir zeigt worauf es ankommt. Ab wann du ein Verhalten unterbinden musst oder wie du in bestimmten Situationen reagieren kannst/sollst. Ausprobieren kannst du meiner Meinung nach trotzdem mal die gängigen Sachen. Also Bogen laufen, nicht direkt aufeinander zu, Ablenken usw. Bei uns hat z.B. das frühzeitige unterbinden von Fixieren geholfen, aber nicht durch Ablenkung, sondern durch sehr deutliche Körpersprache. Das hat gedauert, bis wir das raus hatten und die Fellnase musste vorher ziemlich oft ausrasten :headbash: ! Nach meiner Ansicht probiert auch ein guter Trainer aus, was für den jeweiligen Hund nun gut ist und kommt nicht mit nem Patentrezept an.


    Zu deinen Fragen:
    1. Ich würde mich nicht trauen, da ein Schema aufzustellen. Ich würde stark am Gehorsam arbeiten und dir eine Strategie überlegen, so dass es dir egal sein kann, wie oder was da auf dich zukommt. Aber nach deiner Beschriebung würde der Hund bei mir auch immer Maulkorb tragen. Stören tut ein gut sitzender Maulkorb nicht, wenn er daran gewöhnt ist :ka:! Und dir gibt es Sicherheit
    2. Also ich würde "das Problem" darin sehen, dass er sich an der Leine nicht anständig an anderen Hunden vorbeiführen lässt und dann aggressiv reagiert. Da kannst du vielleicht durch regelmäßige Spaziergänge mit anderen Hunden Sicherheit schaffen (vielleicht mit Freunden mit Hunden oder wenn nötig mit Trainer) und deinen Hund durch langsames verringern der Abstände zeigen, dass das ok ist mit anderen Hunden an der Leine zulaufen. Dann könnt ihr mit bekannten Hunden auch frontale Begegnungen üben (klappt meist ja besser, als mit fremden Hunden) und ihr beide bekommt Sicherheit.
    Begegnungen mit fremden Hunden würde ich erstmal unterbinden. Nach deiner Beschreibung bedeutet das Stress für deinen Hund und ist damit auch nicht nötig. Toben würde er mit solchen Hunden ja eh nicht. Und er hat ja deine Hündin zum toben und vielleicht könnt ihr noch ein paar andere Hundefreunde gewinnen, die dein Hund akzeptiert oder sogar toll findet.


    Versuch vor allem kein schlechtes Gewissen zu haben :gut: . Der Wuff hat doch alles was er braucht: liebe Besitzer die mit ihm trainieren wollen, eine Hundefreundin, genügend Auslauf und Auslastung und ein schönes Zuhause :D

  • Ich würde mir an deine Stelle einen guten Trainer dazu holen.
    Ich meine, dass Rüden oftmals eben keine andere Rüden mögen kommt ja recht häufig vor. Solche Hunde gehört dann halt an die Leine und es gibt keinen Rüdenkontakt. Mir wäre es aber trotzdem zu riskant wenn der Hund wirklich mit Beschädigungsabsicht auf andere Rüden reagiert, denn ich weiß wie oft andere Hunde unangeleint in meine angeleinten Hunde rennen. Man kann es nicht immer verhindern, deshalb würde ich den Hund zusätzlich mit Maulkorb sichern.


    Auf welche Hunde Hündinnen dein Hund reagiert kannst nur du rausfinden. Kastriert, nicht kastriert, bestimmte Hunderasse, klein, groß usw.
    Meine eine Hündin hatte mal ein dummes Erlebnis mit einer Ridgeback Hündin, seitdem sind diese & alle Hunde die dieser Rasse ähnlich sind scheiße.
    Oftmals sind kleine Hunde "uninteressant" da sie keine Konkurrenz sind und auch sonst nicht wirklich "Gefahr" von ihnen ausgeht.

    Sam mit Emma & Lotte


    Emma, Galgo-Podenco-Mix *15.04.12
    Lotte, Podenco-Mix *01.03.13



    Unser Fotothread


    Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es,daß das Wort "Tierschutz" überhaupt geschaffen werden musste.
    T.Heuss

  • Danke für die rege Anteilnahme. :)
    Was kostet denn so ein Trainer? Klar kann ich da mal googlen aber Erfahrungen wären mir etwas lieber. Die Aggressivität kommt nicht wegen der Leine (sowas ist ja häufig so), sondern liegt einfach in seiner Natur und ist leider Gottes ziemlich stark ausgeprägt. Klar kann man jeden Hund zum gewissen Maße erziehen - auch Pitbul und Co. - doch man muss eben auch gestehen, dass eine gewisse Neigung zur Aggressivität oft gegeben ist.
    Nicht jeder Hund ist mit allen Hunden so verträglich wie meine, doch es ist natürlich wünschenswert nicht bei jeder Begegnung einen Hund an der Leine zu haben der völlig ausrastet und sich somit sein eigenes Grab buddelt in Hinsicht auf Freilauf. Denn den braucht gerade so ein Hund und ein schöner Garten hält auf Dauer einfach nicht hin.


    Ich werde mich mal ein wenig über Trainer erkundigen. Mal sehen, ob das Fortschritt bringt. Meint ihr es wäre eine gute Idee mal mit einem dritten Hund (Rüde) angeleint Gassi zu gehen oder strapaziert das die Hunde zu sehr? Ich meine oft hilft ja wirklich der Wurf ins kalte Wasser und man kann direkt das Problem angreifen.

  • Danke für die rege Anteilnahme. :)
    Was kostet denn so ein Trainer? Klar kann ich da mal googlen aber Erfahrungen wären mir etwas lieber. Die Aggressivität kommt nicht wegen der Leine (sowas ist ja häufig so), sondern liegt einfach in seiner Natur und ist leider Gottes ziemlich stark ausgeprägt. Klar kann man jeden Hund zum gewissen Maße erziehen - auch Pitbul und Co. - doch man muss eben auch gestehen, dass eine gewisse Neigung zur Aggressivität oft gegeben ist.
    Nicht jeder Hund ist mit allen Hunden so verträglich wie meine, doch es ist natürlich wünschenswert nicht bei jeder Begegnung einen Hund an der Leine zu haben der völlig ausrastet und sich somit sein eigenes Grab buddelt in Hinsicht auf Freilauf. Denn den braucht gerade so ein Hund und ein schöner Garten hält auf Dauer einfach nicht hin.


    Ich werde mich mal ein wenig über Trainer erkundigen. Mal sehen, ob das Fortschritt bringt. Meint ihr es wäre eine gute Idee mal mit einem dritten Hund (Rüde) angeleint Gassi zu gehen oder strapaziert das die Hunde zu sehr? Ich meine oft hilft ja wirklich der Wurf ins kalte Wasser und man kann direkt das Problem angreifen.



    Wie Du ja schon selbst in Deiner Überschrift geschrieben hast, bist Du im Moment Besitzer eines aggressiven Hundes, zudem noch ein Listi, da würde ich auf gar keinen Fall selbst "herumprobieren" und andere Rüden/Hunde evtl. in Gefahr bringen. Und der Wurf ins kalte Wasser kann dann schnell mal eskalieren.


    Es ist höchste Eisenbahn, also Dich nicht "mal nur ein wenig über Trainer erkundigen" sondern definitiv in die Pötte kommen. Gute Trainer nehmen bei Hausbesuchen schon mal EUR 50,00 oder höher pro Stunde und nach einer Trainingseinheit ist das Problem noch nicht beseitigt. Da fallen schon noch einige Stunden an. Solltest Du Dir das finanziell nicht leisten können, würde ich mir an Deiner Stelle überlegen, den Hund nicht in erfahrenere Hände zu geben.


    Liebe Grüße Anni

  • Jap, der Hund darf gerne zum eigentlichen Besitzer zurück. Momentan leider nicht möglich. Und da ich nicht der Halter des Hundes bin, er mir rechtlich also nicht gehört, kann ich diesen auch nicht weitergeben. Zumal das ja auch nicht mal eben so passiert.

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