Avatar

Rüde oder Hündin?

  • ANZEIGE

    Hallo liebes Forum, dies ist nun mein zweiter Thread, vielleicht könnt ihr bei der Entscheidung weiterhelfen.


    Meine beste Freundin (40 Jahre alt, selbständig von zu Hause aus) möchte sich einen Hund anschaffen. Sie lebt allein, hat Haus und Garten, aber noch nie einen Hund besessen, sprich keine Hundeerfahrung.


    Sie hat sich nun im Internet durch alle Rassen "geangelt" und informiert und ihr Hund soll eine Bordeauxdogge werden. Dass der Hund extrem sabbert, die Kosten für so einen Hund bzgl. evtl. Tierarztkosten sowie für hochwertiges Futter sehr hoch ausfallen und diese Rasse hier in Bayern ein Negativzeugnis benötigt, dem ist sie sich bewusst. Zudem würde sie sich über gute Züchter erkundigen, also hier wird nicht schnell unüberlegt gekauft.


    Sie ist jedoch niemand, der stundenlang spazieren geht oder Agility mit dem Hund machen will, sie geht täglich ne gute Stunde im Wald spazieren. Sie ist also kein "Sportler" in dem Sinn.


    Nun meine Frage:


    1. Würde ne Stunde Auslauf für eine BC reichen? Kleinere Runden am Abend nicht mitgerechnet (ich habe selbst eine Dogge und ne Stunde Auslauf ist bei meinem fast zu wenig)
    2. Lieber als Ersthund eine Hündin oder doch einen Rüden?


    Vielen Dank für Eure Antworten.

  • ANZEIGE
  • Ne BDogge hätte ich mir als Anfänger nicht zugetraut. Aber das ist ja hier nicht die Frage.
    Spontan würde ich eher zur Hündin raten, da die vielleicht doch etwas zierlicher bleibt als n Rüde und somit für ne alleinstehende Frau noch ein bisschen händelbarer ist.
    Wenn ich nur dran denke, wie oft ich meinen mittelgroßen Hund schon irgendwie rumlupfen musste... Und im Notfall kann ich noch Männe rufen...

  • ANZEIGE
  • Ich kenne 3 BDoggen und denen würde ne Stunde reichen, man kann ja au zwischendurch mal länger gehen.
    Ob Rüde oder Hündin liegt an ihr, was sie lieber mag. Ich denke aber wenn sie sich eh bei Züchtern erkundigt, werden die sie auch gut beraten.

  • Ich bin selbst Hundeanfänger.


    Auf die Idee, eine Bordeauxdogge zu halten, würde ich aus verschiedenen Gründen nicht kommen:
    Soweit ich weiß, sollen sie recht durchsetzungsfähig sein. Das bedeutet, der Hund muss sehr konsequent erzogen werden. So wie jeder Hund, aber diese Rasse ist eben auch groß und kräftig.


    Ich mag große Hunde, aber ich würde mir nicht zutrauen, ihn immer gut führen zu können als Anfänger.
    Außerdem ist diese Rasse in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Brandenburg mit Auflagen belegt und zählt zu den Listenhunden.


    Aber natürlich soll jeder selbst entscheiden, was er sich selbst zutraut, und welchen Hund er halten möchte.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



    Anzeige
  • Zu der Rasse kann ich genau nichts sagen, kann mir jedoch vorstellen das die schon mehr Auslauf brauchen. Jenachdem was man im Wald macht beim Spazieren.


    Zum Thema Rüde oder Hündin:
    Man sagt ja Rüden sind anhänglicher, ob das jetzt so stimmt kann ich nicht beurteilen.
    Hündinnen sollen ja etwas 'zickiger' sein und sind auf sich selbst verlassen.
    Das sind alles Dinge die ich mal gelesen/gehört habe, ich selber habe eine Hündin (Jedoch keine Dogge) und die ist tatsächlich nicht sehr anhänglich. Klar sie ist immer dabei usw, aber sie ist schon sehr selbstständig.

    Rachel-Kiwi von Amur *01.05.2014 - †23.06.2016

  • Oh alle gegen die BD. Was macht diese Rasse aus, dass sie nicht bei einem Hundeunerfahreren einziehen kann? Den Auslauf kann man sicher ausweiten, aber warum glaubt ihr, dass man als Anfänger diesen Hund nicht handhaben kann?

  • Ich kenn nur eine BD näher, die ist souverän, einfach nur nett und mit Mensch und Tier absolut friedfertig. Sie läuft brav auch bei längeren Spaziergängen mit, eine Stunde Freilauf pro Tag reicht ihr aber gut.
    Ich würd aber selber keine wollen wegen des Sabberns, der unhandlichen Größe, den Qualzuchtmerkmale (Brachycephalie, Ektropium, stenotische Nasen) und der kurzen Lebenserwartung (6 Jahre).

  • Hallo,


    wieso sollte sich das eine Geschlecht mehr als das andere als Ersthund eignen? Da verstehe ich die Logik nicht. Aufgrund der Rassewahl würde ich auch eher zu einer Hündin tendieren, wobei es wohl nicht sehr viel Unterschied macht, ob jetzt 45kg oder 50kg an der Leine ziehen.
    Persönlich würde ich als Ersthund nie einen auswählen, dem ich rein körperlich unter Umständen nicht Herr werde. Man wird doch den ein oder anderen Fehler in der Erziehung machen als Anfänger. Und ich denke, es macht dann einen Unterschied, ob ich 50kg kontrollieren muss oder 30kg...


    Lg,
    Rafaela

  • Ich glaube, was eine Bordeauxdogge für den Anfänger schwierig macht, ist halt der molossertypische Dickkopf gepaart mit der unhandlichen Größe. Wenn die was nicht will, dann will sie nicht. Pöh. Diese Hunde wurden nun mal nicht auf Kooperationsbereitschaft gezüchtet, sondern auf souveräne Präsenz.


    Und während man bei einem Hund im Boxer-Format mit einer jovialen Herangehensweise den Hund noch ganz gut "überreden" kann, klappt das nicht mehr so gut, sobald der Hund schwerer ist als man selbst. Und wenn so ein Kalb erstmal raushat, dass man sich auch stumpf weigern oder sich gegen den Wunsch des Halters durchsetzen kann, ist ein Anfänger oft etwas ratlos.


    Das muss sicher nicht zwangsläufig so sein, und eine Menge Frauen haben weiß Gott genug Souveränität, um einen störrischen Hund zu bändigen. Aber gerade bei einem Hund, der in dem Bundesland unter besonderen Auflagen steht, möchte man vielleicht das Worst Case Szenario nicht riskieren. Einen unverträglichen 35kg-Hund kriegt eine Frau in der Regel gemanagt, wenn der Erzfeind auftaucht. Einen 60kg-Hund eher nicht.


    Und es passiert Haltern großer Rassen oft genug, dass ihre eigentlich netten Hunde unverträglich gegenüber Artgenossen werden: Weil sie ständig darauf bedacht sind, dass der Große bloß keinem was tut - und ihn dadurch oft bei Artgenossenkontakt frustrieren oder ihn (unbeabsichtigt) von anderen Hunden "ärgern" lassen.

    "Es gibt immer Querulanten, die mit Statistiken irgendwas beweisen wollen. 14 Prozent aller Leute wissen das."

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!