5 Monate alter Welpe/Junghund will nicht vor die Tür

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    Hallo ihr Lieben,
    wir haben seit knapp zwei Wochen einen 5 Monate alten Welpen aus dem Ausland bei uns.
    Er ist super lieb frisst und trinkt viel und ist halt typisch Welpe.
    Er wurde mit ca 3. Monate von der Tierschutzorganisation mit seinen 4 Geschwistern gefunden von daher weiß ich nicht wie lange der Kleine bei seiner Mama war.
    Jetzt zu dem Problem: Er will einfach nicht raus!! Wir Wohnen im 4 Stock, sodass wir ihn die Treppen tragen müssen.
    Am Anfang konnten wir ihn noch raus tragen aber dann nur bis zur Ecke dann ist er nicht weiter gelaufen.
    Jetzt ist es aber so, dass er sich nicht mehr tragen lassen will... wenn wir es dann doch mal schaffen ihn irgendwie raus zu bekommen (passiert höchstens 1x am Tag) läuft er super an der Leine und hat auch total viel Spaß.
    Er nimmt draußen auch keine Leckerlis an mit denen wir ihn ermuntern könnten, dass es sich lohnt raus zu gehen.
    Wir sind uns nicht sicher ob wir ihm einfach mehr Zeit lassen sollen und er irgendwann von alleine raus will oder wir ihn "zwingen" sollen.
    Hat jemand mit der selben Erfahrung vill Tipps für uns? Wir wären echt dankbar :gott: :hilfe:



    Liebe Grüße

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  • Zwingen ist wohl der falsche Weg!


    Seit knapp 2 Wochen habt ihr den Junghund und ihr wollt es "erzwingen".


    Der Hund ist bei Euch völlig fremd, kennt gar nichts; allenfalls die Wohnung, die ihm zwischenzeitlich vertraut ist und wo er sich offensichtlich sicher ist.


    Zwingen, in die Welt da draußen würde eine völlig Reizüberflutung und Unsicherheit hervorrufen; mehr Schaden, als Nützen.


    Jeder, aber auch jeder Welpe/Junghund bleibt erst einmal in seinem näheren vertrauten Bereich und "öffnet" sich nach und nach der Welt da draußen; das heißt, er erweitert seinen Horizont.


    Geht mit dem Hund regelmäßig - alleine schon wegen dem Stubenreinheits-Training - nach draußen. Er wird liebevoll aufgehoben, runter getragen und bei jedem weiteren Ausflug immer wieder ein Stückchen weiter weg gebracht. Dort abgesetzt ohne TamTam und er darf schauen, schnüffeln. Dabei nicht den Weg weiter in die Entfernung einschlagen, sondern eher den Weg zurück in die Wohnung wählen (an der Leine).


    So lernt der Hund Vertrauen in seine Umwelt zu setzen und erst recht Vertrauen zu Euch aufzubauen. Ein "Erzwingen" würde Euch nur einen Rückschritt einbringen.


    Lasst ihm Zeit, habt Geduld! Das geht nicht in wenigen Tagen!

    Wege zu gehen, die steinig sind. Berge zu ersteigen, die niemals enden wollen.
    Erfahrungen zu machen, die Wunden hinterlassen und trotzdem aufstehen und lachen.
    Ich bin ich, werde nie ein anderer sein.
    Dies ist meine Zeit, dies ist mein Leben!

  • Danke erstmal für die schnelle Antwort.
    Wir wissen, dass "zwingen" eigentlich der falsche Weg ist. Die Idee war nur da, weil er ja sobald er draußen ist nach einer kurzen ängstlichen Phase Spaß am herumlaufen zu haben scheint.
    Daher ist das Hauptproblem unserer Meinung (kann sein, dass es nicht ganz rüberkam), dass er sich erst gar nicht hochheben lässt, was wir aber machen müssen damit wir ihn rausbringen können.

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  • Ich habe auch 2 Hündinnen aus dem Tierschutz! Beide sind mit 4 Monaten zu uns gekommen. Bei der 1. Hündin war es garkein Problem, die 2. Hündin wollte damals auch nicht Gassi gehen. Vom Verhalten her war sie wie ein Welpe der eben lieber in seinem geschützten Zuhause bleiben wollte.
    Da sie ja um stubenrein zu werden regelmäßig raus musste gab es keine Option, wir haben sie ruhig genommen und rausgetragen. Als Leckerlie haben wir hier und auch draußen zum Locken etwas tolles genommen wie Fleischwurst, Käse, Wiener usw. Kein normales Trockenfutter. Nach einiger Zeit hat sie sich daran gewöhnt
    Bei uns hat der der 1. Hund sehr geholfen, vielleicht habt ihr einen ruhigen, souveränen Hund im Freundesreis den ihr als Unterstützung nehmen könnt? Oft orientieren sich Hunde aneinander.
    Auf jeden Fall solltet ihr ruhig und gelassen bleiben, kein großes Aufsehen ums Rausgehen machen, sondern dem Hund vermitteln dass das ganz normal ist. Bei uns hat es auch geholfen einfach mit dem Auto ein Stück zu fahren, so konnte Hund nicht "zurück" wollen und die Gassirunden waren viel entspannter und haben dem Hund mehr Spaß gemacht. Vielleicht auch mal Spielzeug mit raus nehmen so dass Hund merkt, draußen passiert immer etwas tolles.


    Viel Glück und nicht verzweifeln! :)

    Sam mit Emma (Galgo-Podenco-Mix *15.04.12) & Lotte (Podenco-Mix *01.03.13)


    Unser Fotothread

    Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dassdas Wort "Tierschutz" überhaupt geschaffen werden musste. (T.Heuss)

  • Da der Hund kein Futter annimmt, bezweifle ich jetzt mal dass der Hund draussen " Spass" hat.
    Was will man halt erwarten bei einem so jungen verstörten Hund im 4. Stock...
    Das braucht eben Zeit.
    Ihr könntet das Tragen verstärkt trainieren mit viiel Futter, damit er es besser toleriert.

    Melanie mit Bandit & Anton
    und Mücke im Herzen



    BX und Labbi

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Mein letzter Dackel wollte auch nicht so gerne getragen werden. Ich hab dann ein größeres Körbchen gekauft, das drinnen positiv aufgebaut mit Leckerlie und dann wurde er im Körbchen runtergetragen, das war ihm lieber als dieses ständige Hochnehmen.

  • Wir haben auch seit gut 2 Wochen unseren Hund ausm Ausland.
    Zwingen ist definitiv der falsche Weg, haben wir auch gemerkt.
    Ist der kleine schon stubenrein ? Warscheinlich noch nicht..
    Unser meldet sich zum Glück wenn er muss und dann geht er auch brav mit..
    Und das Problem mit den Leckerlis draußen nicht annehmen haben wir übrigens auch

    Ich kann die Sterne am Himmel sehen, aber keiner leuchtet so hell wie ihr in meinem Herzen!
    Ihr fehlt so sehr, meine geliebte Hoppelbande


    Die Griechen Mac, Romana, Bazi und Enjo (*25.11.2013, *01.05.2014, 15.10.2015 & 16.05.2017) stellen unser Leben auf den Kopf!

  • Wie gestaltet sich denn das "Rausgehen"? Macht ihr ihm erst kurz vorher sein Geschirr rum, das er nicht kennt und auf das er evtl zusätzlich ängstlich reagiert? Wie groß ist der Kleine denn? Wäre Tragetasche eine Alternative?


    LG
    Karin

    Cookie - Shih-Tzu-Mix, geb. 6.10.14
    Mila - BolonkaZwetna, geb. 14.6.17
    Sammy - EKH-Kater, geb. 8/2005

  • Zitat von "muecke"

    Da der Hund kein Futter annimmt, bezweifle ich jetzt mal dass der Hund draussen " Spass" hat.
    Was will man halt erwarten bei einem so jungen verstörten Hund im 4. Stock...
    Das braucht eben Zeit.
    Ihr könntet das Tragen verstärkt trainieren mit viiel Futter, damit er es besser toleriert.


    Dito. Wenn Hunde in entspannten Situationen fressen können und in anderen nicht, dann ist das der Hinweis darauf wie gestresst sie sind!


    Viel Geduld wirst Du haben müssen. Stell Dich darauf ein, dass Du diese bei einem Hund mit einer solchen Vorgeschichte sein ganzes Hundeleben lang aufbringen musst.


    Lies mal ein wenig hier, damit Du eine Vorstellung davon bekommst, was ich meine ;)


    http://www.dogforum.de/deprivationsschaden-t175725.html

  • Zitat von "flying-paws"

    Viel Geduld wirst Du haben müssen. Stell Dich darauf ein, dass Du diese bei einem Hund mit einer solchen Vorgeschichte sein ganzes Hundeleben lang aufbringen musst.


    So ein schmarn. Ist doch klar, dass er sich noch einleben muss. Das heißt doch nicht zwangsläufig, dass ein Hund aus dem Ausland ein Leben lang nen Schaden hat!!!

    Ich kann die Sterne am Himmel sehen, aber keiner leuchtet so hell wie ihr in meinem Herzen!
    Ihr fehlt so sehr, meine geliebte Hoppelbande


    Die Griechen Mac, Romana, Bazi und Enjo (*25.11.2013, *01.05.2014, 15.10.2015 & 16.05.2017) stellen unser Leben auf den Kopf!

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