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Ursache von Husten und Würgen beim alten Hund

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    Hallo an alle!


    Bevor ich meinen Hunde-Opa wieder beim Tierarzt "foltern" lassen muss (er empfindet es so), wollte ich gerne mal nach euren Erfahrungen und Einschätzung fragen.


    Meinen Charly (Dackel-Mix) habe ich letztes Jahr im Alter von 12 vom Tierschutz bekommen. Über seine Krankheitsgeschichte weiss ich leider nichts.


    Er hustet täglich immer mal wieder zu unterschiedlichen Gelegenheiten. Sein Husten ist trocken mit einem anschliessenden trockenen Würgen. So über den Tag verteilt kommt das sicherlich etwa fünfmal vor. Charly hustet bei Ärger und nachdem er sich geschüttelt hat (meist nach dem Aufstehen)


    Seit er bei mir ist waren wir schon insgesamt sechsmal in der benachbarten Tierklinik, wo ich jedesmal bei einem anderen Veterinär war. Da Charly bei Ärger mit wütendem Bellen auch immer husten und würgen muss, kennen die Tierärzte das schon. Ich habe noch nie konkret deswegen nachgefragt, und die Tierärzte sind auch noch nie drauf eingegangen.


    Da Charly aus einer Beschlagnahmung kommt, wo er anscheinend mit anderen Hunden an der Heizung angebunden war, könnte ich mir auch eine Verengung der Luftröhre vorstellen. Oder eine Erkrankung des Kehlkopfes. Oder auch das Herz?


    Eigentlich wurde bei Charly eine Herzarrythmie festgestellt. Doch bei einem Besuch konnte die Tierärztin nichts ungewöhnliches feststellen (Herzschlag zwar schneller, jedoch regelmässig) Vielleicht hat er ja auch nur harmlose Extrasystolen... die habe ich auch.


    Hier sind noch ein paar Stichpunkte:


    - hustet draussen fast nie, nur bei Ärger
    - manchmal im Liegen starke Brustkorbbewegung beim Atmen (Pumpen), nach längerem Liegen wird die Atmung ruhig
    - hechelt nur bei Hitze, bergauflaufen in zügigem Tempo mit geschlossenem Maul
    - Spaziergänge im Schnitt ca. 1,5 Stunden pro Tag
    - seit es kälter ist hat er morgens Anlaufschwierigkeiten beim Spazierengehen, bei "Betriebstemperatur" hat er Tempo drauf
    - wirkt dann eher unmotiviert als schlapp
    - Untersuchungen mit Narkose wollen die Tierärzte aufgrund seines Alter nicht unbedingt durchführen
    - Tierarztbesuche sind sehr stressig (Angst, Panik)
    - allgemein fitter Zustand für sein Alter
    - kleines Blutbild im September war gut
    - evtl. Herzarrhythmie
    - bekommt seit September Karsivan (keinen erkennbaren Einfluss auf den Husten)
    - hat nur noch drei Zähne in einem grausigen Zustand
    - schlank, frisst eher zu wenig als zu viel
    - getreidearme Fütterung (Nassfutter, TroFu, gekochtes Fleisch, mag nichts rohes)
    - hat manchmal morgens Sodbrennen (ist seltener geworden)


    Hat jemand ähnliche Beobachtungen bei seinem Hund schon gemacht? Was könnte die Ursache für den Husten sein?


    Vielen Dank schonmal!

    Jedes Töpfchen find' sein "Teckelchen"

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  • Hallo
    Mein Hündin (13 Jahre) hat genau dieses Husten und Würgen wie du es beschreibst.
    Ich habe schon alles mögliche machen lassen - Herzultraschall, Lunge geröntgt, Blut untersucht - ohne das irgendwas gefunden wurde. Sie hat zwar auch eine leichte Herzschwäche aber lt. TA kann das nicht der Grund sein.
    Er ist ratlos. Der Hund meiner Schwester hat es auch und auch da wurde (von einem anderen TA ) keine Ursache gefunden.
    Müssen wir wohl mit leben.
    LG

    Man kann auch ohne Hunde leben - es lohnt sich nur nicht.
    (Heinz Rühmann)
    Wenn es im Himmel keine Hunde gibt gehe ich da nicht hin.
    (Jane Fonda)

  • Ich würde den Hund schleunigst einem Kardiologen vorstellen und dann Herzultraschall, Bronchioskopie sowie eine Endoskopie der Atemwege durchführen lassen. Es hört sich sehr nach Herz an, könnte aber z.B. auch ein Trachealkollaps sein. "Normale" Veterinäre ohne kardiologische Zusatzbildung sind bei der Diagnose nicht selten überfordert oder übersehen Kleinigkeiten auch. Viel Glück!

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Danke für die bisherigen Anregungen. :smile: Der Husten ist bei meinem Hund ja nicht akut. Er hatte es schon als er zu mir kam. Ich werde es mal weiter beobachten. Falls es häufiger wird oder noch zusätzliche verdächtige Dinge auftauchen, werde ich natürlich gleich den Tierarzt konsulitieren. Ich habe mir Gedanken gemacht, ob man zB. im Falle von Herzhusten mit bestimmter Ernährung oder evtl. auch mit pflanzlichen Mitteln oder gar Homöopathie eine Verbesserung erreichen kann. Ich kann auch nicht richtig einschätzen, ob ihn dieser Husten nun sehr belastet, da er beim Spazierengehen sehr fit unterwegs ist und ansonsten auch einen aufgeweckten Eindruck macht - ausser er findet was doof, dann kann er mithilfe seiner Dackelgene sehr unmotiviert rüberkommen ;-)

    Jedes Töpfchen find' sein "Teckelchen"

  • Hallo,


    wart ihr schon beim Arzt, hat sich was ergeben?


    Unseren haben wir mit etwa 11 bekommen. Er hat eigentlich in den gleichen Situationen wie deiner gehustet und so gewürgt, oft bei Auftregung oder extremer Freude, und hatte auch ansonsten die gleichen Symptome wie deiner - mit diesem schwer atmen und so, manchmal hat er richtig "gerasselt", grad wenn er sich frisch hingelegt hatte z. B, was dann nach einiger Zeit im Liegen wieder weg ging. Habe verschiedene TA immer wieder darauf angesprochen und ihn auch untersuchen lassen inkl. Herz, ohne dass was bei raus kam.


    Manchmal war's schlimmer, manchmal weniger. Vielleicht hustet euer einfach nur ab? Muss ich auch morgens. Kommt vielleicht vom Hausstaub oder er hat eine leichte Allergie - wird bei euch geraucht, Duftsprays oder so was verwendet, liegt viel Teppich, trockene Luft? Bei manchen ist es z. B. auch der Staub vom Trofu. Wenn er lang an der Heizung fest gebunden war, sind Bronchien und Lunge vielleicht etwas empfindlicher. Man muss ja immer bedenken, auf welcher Höhe grad kleinere Wuffis ihre Nase haben - die schnuffeln ja alles mögliche ein. Husten kann durch alles mögliche ausgelöst werden, ohne dass eine größer organische Erkrankung vorliegt.


    Wenn das Herz nicht dran schuld und auch sonst organisch im Moment nichts feststellbar ist, würde ich das mal so stehen lassen, wenn er so viel Angst vor dem TA hat, da er ja scheinbar ansonsten fit ist. Teilweise war es bei unserem wahrscheinlich Trachealkollaps (grad bei großer Aufregung) - das kann man eh nicht behandeln und ist ja erst mal keine ernsthafte Erkrankung. Wenn unserer so richtig heftig gehustet hat, habe ich manchmal seitlich den Brustkorb leicht abgeklopft, damit sich der Schmodder löst (hat sich jedenfalls so angehört, als ob sich was gelöst hat). Würde die Textilien an seinem Schlafplatz häufiger waschen (ohne Weichspüler, keine großen Chemikalien, wenn's nicht sein muss und so) und vielleicht die häusliche Umgebung nach allergieauslösenden Dingen durchchecken (s. o.).


    Alles Gute
    SchnuffelTony

  • Dein Hund hat ein Herzproblem; nichts genaueres weiß man.


    Herzprobleme gehen immer mit Wassereinlagerungen daher, weil das Herz die Leistung nicht mehr erbringen kann. Von daher "laufen" alte Hunde mit Herzproblemen gerne mit Wasser in der Lunge zu. Leichtes Husten deutet die Anfänge an und es kann sich bis zur Atemnot steigern.


    Ich habe eine 14,5 alte Hundedame, ebenfalls mit Herzproblem. Sie bekommt sei 2 Jahren Lanitop 0,1 mg tgl. (1Tbl. morgens) und Karsivan 100 (morgens 1/2 und abends 1/2). Sie hustet zwischendurch auch des Nachts; dann bekommt sie gelegentlich - alle paar Tage - 1 Tbl. Furosemid 10 - zum Entwässern. Ihr geht es bisher recht gut!


    Absprache der Medikamente bitte nur mit dem behandelnden Tierarzt!!!!!! Bitte!!!!!

    Wege zu gehen, die steinig sind. Berge zu ersteigen, die niemals enden wollen.
    Erfahrungen zu machen, die Wunden hinterlassen und trotzdem aufstehen und lachen.
    Ich bin ich, werde nie ein anderer sein.
    Dies ist meine Zeit, dies ist mein Leben! ♡

  • Zitat von "Dreamy"

    Ich würde den Hund schleunigst einem Kardiologen vorstellen und dann Herzultraschall, Bronchioskopie sowie eine Endoskopie der Atemwege durchführen lassen. Es hört sich sehr nach Herz an, könnte aber z.B. auch ein Trachealkollaps sein. "Normale" Veterinäre ohne kardiologische Zusatzbildung sind bei der Diagnose nicht selten überfordert oder übersehen Kleinigkeiten auch. Viel Glück!


    :gut: :gut:

    Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen,
    einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.


    Maxim Gorki

  • Zitat von "SchnuffelTony"

    wart ihr schon beim Arzt, hat sich was ergeben?


    Nein, wir waren nicht beim Tierarzt. Der Husten ist ja nicht akut aufgetreten und der Hund ist noch gleich fit. Die Tierärzte in der Klinik sind auch dafür, dass man zusätzlichen Stress vermeidet. Bei nächster Gelegenheit (spätestens zum Impftermin) werde ich das Thema nochmal konkret ansprechen. Nachts schläft mein Hund auch ganz ruhig. Manchmal ist er etwas unruhig (abends). Das ist allerdings erst seit dem Vestibularsyndrom vor drei Monaten. Eventuell spürt er noch einen leichten Schwindel, den er dann über Bewegung auszugleichen versucht. Die Tierärzte waren deswegen jedenfalls nicht beunruhigt. Und das Karsivan brachten sie auch nicht damit in Verbindung.



    Zitat von "SchnuffelTony"

    Vielleicht hustet euer einfach nur ab?


    Husten und Würgen sind immer trocken.



    Zitat von "SchnuffelTony"

    Habe verschiedene TA immer wieder darauf angesprochen und ihn auch untersuchen lassen inkl. Herz, ohne dass was bei raus kam.


    Das finde schonmal beruhigend, dass es nicht nur eindeutig negative Diagnosen zu diesen Symptomen gibt.



    Zitat von "SchnuffelTony"

    Kommt vielleicht vom Hausstaub oder er hat eine leichte Allergie - wird bei euch geraucht, Duftsprays oder so was verwendet, liegt viel Teppich, trockene Luft? Bei manchen ist es z. B. auch der Staub vom Trofu.


    Eine Allergie wäre auch noch eine Möglichkeit. Geraucht wird nicht, Duftsprays auch nicht und seine Sachen wasche ich mit Waschnüssen (sind übrigens super). Ich werde sein Bett mal öfters waschen. Mal schauen, ob sich das auf den Husten auswirkt. Interessanterweise hustet er draussen beim Spazierengehen ja praktisch nie. Auch nicht nach dem Schütteln. Es sei denn er hat sich sehr aufgeregt (blöder Hund etc), also wenn er einen "dicken Hals" bekommt. Auch hat er schonmal bei Wandern einige Rehe 200 Höhenmeter bergauf verfolgt. Da war er auch kein bisschen erschöpft (im Gegensatz zu mir), den ganzen restlichen Tag nicht. Und gehustet oder gewürgt hat er auch nicht. Das macht er fast nur drinnen oder beim Tierarzt ;-)



    Zitat von "SchnuffelTony"

    Wenn er lang an der Heizung fest gebunden war, sind Bronchien und Lunge vielleicht etwas empfindlicher.


    Stimmt. Das wäre auch eine Möglichkeit. Die trockene Heizungsluft hatte sicherlich auch Einfluss auf seine Atemwege. Und der Kehlkopf könnte auch was abbekommen haben. Die Hunde hatten sicherlich kein Brustgeschirr an.

    Jedes Töpfchen find' sein "Teckelchen"

    • Neu

    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


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