Weggeworfenes Essen beim Spaziergang ignorieren/anzeigen oä
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Wenn das auch nichts hilft: Maulkorb. Besser das als ein vergifteter Hund.
Stimmt. Auf Märkten wird er zumindest außerhalb des Lagers zukünftig einen tragen. In jedem Fall auf Stadtmärkten. Was die Leute da alles auf den Boden schmeißen ist echt unglaublich.
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Hi,
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Meine Hündin lief ja am Anfang, als ich sie übernommen habe, auch wie ein Staubsauger mit der Nase über dem Boden. Ich bin fast verrückt geworden damit.
Ich hab dann ein intensives Training mit ihr begonnen, sie mußte Blickkontakt zu mir aufnehmen, damit das Boden gescanne aufhörte. Ich habe mir Fleischwurst in die Tasche gesteckt und ihre Aufmerksamkeit auf mich gelenkt, jedesmal wenn sie mich angeschaut hat, wurde sie belohnt.
Mittlerweile himmelt sie mich an beim Spaziergang, sodaß es manchmal schon nervt.
Fressbares mußt du vor deinem Hund sehen, ihm verbieten es aufzunehmen und direkt belohnen. Nach einer Weile wird er dir alles Eßbare anzeigen und seine Belohnung einfordern.
Aber das wichtigste finde ich, ist den Blickkontakt aufzubauen, damit er die Nase von der Erde kriegt.
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Nicht nur in der Stadt liegt Essbares...auf einem unserer Gassiwege leert ein Mann immer wieder Essenreste auf die Wiese. Reste vom Grillhähnchen, Schinkenbrot und so.:irre3:
Ich hab keine Ahnung warum man so was macht, tss.
Anfangs hab ich sie immer angeleint, dann bin ich auf die Idee gekommen ganz interessiert mitzulaufen, sie also quasi suchen zu lassen. Das findet sie klasse, läuft ganz eifrig aber locker zu der Stelle, statt wie sonst, als ichs noch zu unterbinden versuchte, im Schweinsgalopp hinzupesen. Ich kann also mit ihr hinlaufen, Fuß davor, für mich beanspruchen und ihr Ersatz in den Rachen schieben. Anfangs schien sie echt verdutzt. Ich glaub auch, dass der Erfolg nicht im Ersatzleckerlie liegt, sondern, dass ich den Fund für mich beanspruche
Klappt jetzt sogar im Freilauf.
Ich bin eigentlich überzeugt, das das auch bei Dönerresten in der Stadt klappen würde - noch ists mir aber zu peinlich vor andern Passanten, begeistert und lobend von Essensrest zu Essesrest zu stiefeln
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Nicht nur in der Stadt liegt Essbares...auf einem unserer Gassiwege leert ein Mann immer wieder Essenreste auf die Wiese. Reste vom Grillhähnchen, Schinkenbrot und so.:irre3:
Ich hab keine Ahnung warum man so was macht, tss.Ist bei uns auch so. Aber auf den Märkten ists schon besonders schlimm, finde ich. Keine Ahnung, warum die Menschen da immer so unglaublich dreist sind und einfach alles mögliche essbare auf die Wege schmeißen. Zumal da ja immer echt viele Hunde rumlaufen.
Wenn mir was runterfällt und ichs nicht mehr essen mag, dann heb ichs auf und schmeiß es in den Mülleimer. Ist doch eigentlich selbstverständlich, oder? :/ -
Ich weiß gar nicht mehr genau, wie es bei uns war...
Mein Hund kommt von der Straße, also 2 Jahre mindestens hat der sich von Essensresten wirklich ernährt
In der HuSchu war es tatsächlich so, dass man einerseits natürlich lernt, wann der Hund was in der Nase hat und andererseits bringt man ihm eben bei, sich bei Annäherung an Futter - mit "Nein" oder whatever - zum Halter zu drehen. Springender Punkt war natürlich, dass in dieser Trainingsphase der Hund aber auch keinen Erfolg hat (in der HuSchu war zB Pansen in einem kleinen Gitterkäfig gesichert).
Bei uns begann sich das Problem ziemlich schnell dadurch zu lösen, dass der Hund erstmal generell besseres Futter bekam als das von der Straße - er fraß Müll, also echt Staniolpapier oder ähnliches. Er bekam reichlich Futter, dass er sich nicht verdienen musste (er konnte ja auch noch gar nichts, was ich hätte abfragen und belohnen können). Die Routine, also dass er wirklich genug Futter zu sicheren Zeiten bekam, ließ ihn ruhiger werden. Ein weiterer Punkt war Leinenführigkeit. Der Hund konnte sich dadurch richtig viel Zeug verdienen und vergaß eben die Erde abzusaugen. Später kam die Auslastung und Impulskontrolle dazu. Durch die Erziehung und Training generell, blieb weder Zeit noch Lust, irgendwie noch nach was zu suchen. Da ständig die guten Dinge belohnt wurden, starben die schlechten (relativ) schnell ohne viel Aufwand aus. Unsere Trainerin hätte uns aber auch mit präparierten Routen geholfen, wenn das nötig gewesen wäre. Was auch der Sache seeehr zuträglich war, die ersten 3 Monate hier war der Hund komplett an der Leine (da man ja TS-Hunde nicht sofort in neuer Umgebung und so ableint). Das, was sich der Hund im 1m-Radius der Leine einverleibt hat, war natürlich um ein Vielfaches weniger, als das was er sich im Freilauf hätte reinschnabulieren können.
Bei uns waren es also eine ganze Reihe an Punkten. Heutzutage brauche ich weder ein "Nein" (das der Hund nichtmal richtig erlernt hat/erlernen musste) noch sonstwas. Vieles Verzehrbare wird vom Hund ignoriert, an manchen Dingen schnüffelt er, andere meidet er sogar. Nach welchen Kriterien das läuft, keine Ahnung. Er sucht nicht nach Futter, weder hektisch, noch "scheinheilig".
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Kurze Zwischenfrage:
Meint ihr, dass es sinnvoll ist, den Hund generell Platz machen zu lassen, bevor er irgendwas fressen darf? -
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Kurze Zwischenfrage:
Meint ihr, dass es sinnvoll ist, den Hund generell Platz machen zu lassen, bevor er irgendwas fressen darf?Ja, ich halte das für sinnvoll, ganz einfach damit der Hund lernt, nicht über Eßbares gierig herzufallen, und daß er meine Erlaubnis dazu braucht, Eßbares an/ aufzunehmen.
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Ja, ich halte das für sinnvoll, ganz einfach damit der Hund lernt, nicht über Eßbares gierig herzufallen, und daß er meine Erlaubnis dazu braucht, Eßbares an/ aufzunehmen.
Wie im Eingangspost erwähnt muss er das (=warten) sowieso schon. Nur eben ohne irgendein vorhergehendes Kommando. Er setzt oder legt sich freiwillig, je nach Situation.
Die Frage bezieht sich darauf ob es sinnvoll ist, bei jedem Futter ein Platz zu fordern oder nur beim Gassigehen, wo er es durch das hinlegen anzeigen soll. -
Ich habe bei meinen beiden die Erfahrung gemacht, dass ein reines Verbot (d.h. ich sehe den fressbaren Gegenstand zuerst und steuere dann mit Abbruchsignal gegen) nur mittelmäßig erfolgreich ist. Zum einen finde ich Spaziergänge, bei denen ich ständig auf der Hut sein muss, unglaublich anstrengend, zum anderen kann man im hohen Gras, im Dunklen, wenn der Hund mal mehr als 5m weit entfernt schnüffelt, usw. gar nicht so schnell gucken wie da was in der Schnauze verschwindet.
Stattdessen habe ich genau das geübt, was du im ersten Beitrag schreibst: Hund findet Futter -> Hund zeigt Futter an -> Ich entscheide, ob er es fressen darf oder eine andere Belohnung bekommt, und weiter geht's.
Wenn ich mich mal kurz selbst zitieren darf...
Zitat[...] ich habe meinen Hunden beigebracht, mir Essbares (oder das, was die beiden eben so dafür halten...
) draußen anzuzeigen. Ich bin so vorgegangen, dass ich im Garten angefangen habe zu Üben und erst mal etwas total langweiliges – hartes Brot, normales Trockenfutter oder so – gut sichtbar auf den Boden gelegt habe. Dann den Hund an die Leine genommen und in ausreichendem Abstand stehen geblieben. Sobald er den Blick vom Futter abgewandt hat, und wenn's auch nur für eine Sekunde war, gab's bei mir Click+(höherwertige) Belohnung. Funktioniert natürlich auch ohne Clicker, man baucht aber bei "gierigen" Hunden ein gutes Timing.Nach ein paar Übungseinheiten habe ich ihn dann mit einem Freigabekommando (ganz wichtig!) das Futter vom Boden fressen lassen, damit er später nicht auf die Idee kommt: "Das am Boden darf ich eh nie haben, also lieber schnell fressen, bevor jemand was merkt." Langsam kann man dann den Schwierigkeitsgrad steigern: Wurst- oder Pansenstücke auf dem Boden, andere Untergründe, andere Umgebung, usw.
Wenn man sich ganz sicher ist, dass der Hund gar nicht mehr zum Futter hinzieht, sondern gleich zu dir guckt, kann man das Ganze ohne Leine trainieren. Ich habe an der Stelle dann ein Anzeigeverhalten eingebaut, d.h. Hund sieht/riecht Essbares, Hund guckt zu mir, ich sage "Sitz", Hund bekommt Belohnung. Mittlerweile haben meine beiden diese Verhaltenskette so verinnerlicht, dass sie sich bei "Futtersichtungen" von alleine hinsetzen und auf ihre Belohnung warten. Genau das wollte ich haben.

Wichtig ist, dass dein Hund, bis er soweit ist, möglichst keine Erfolgserlebnisse hat, d.h. wenn du weißt, dass in einer Gegend Grillreste oder so liegen – lieber gar nicht ableinen bis du mit dem Training etwas weiter bist. Und auf keinen Fall schimpfen, wenn er die "Beute" schon im Maul hat, die meisten Hund schlingen dann nur noch hastiger; lieber für den Notfall ein ruhiges "Aus" üben.
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Wow super!
Ich danke Dir!
Das hilft mir wirklich richtig weiter!
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