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Wie erzieht Ihr Eure Chihuahuas?

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    Hallo Ihr Lieben,


    habe schon die SuFu benutzt aber nicht dieses Thema gefunden?! :???:


    Ich habe hier einen ehemaligen Straßenhund, der wirklich viele Probleme mit sich brachte, ihn zu "erziehen" bzw. zu sozialisieren war sicherlich auch nicht einfach, aber es gab immer einen Weg und heute ist er ein zuverlässiger Freigänger. Er lernt wirklich schnell.


    Meine viel kleinere und zartere Chihuahua-Pinscher Mischlings Dame jedoch ist für mich ein ewiges Rätsel. Sie ist auch zuverlässig im Freilauf und lässt sich immer abrufen und sie kann "Sitz" - das war's leider schon.


    Sie ist mir übrig geblieben aus einer ehemaligen Beziehung. Sie wäre nicht der Hund den ich mir ausgesucht hätte. Dennoch ist sie hier und die Kinder lieben sie. Sie wird viel gekuschelt und gestreichelt und liegt am liebsten irgendwo auf dem Sofa oder Bett.


    Ich habe die unterschiedlichsten Methoden versucht um an diesen Hund ran zu kommen. Doch ich habe immer das Gefühl das es nur so weit geht, wie sie es duldet. Noch dazu kommt die Tatsache das man mit ihr besonders vorsichtig um geht weil sie ja so klein und zerbrechlich wirkt/ist.


    Sie erschreckt sich schnell, ist teilweise unsicher und legt manchmal eine Dominanz an den Tag, die ihr gefährlich werden könnte. Ihr Nervenkostüm ist gleich null.


    Sie frisst nicht besonders gerne, daher sind Leckerli also keine Belohnung für sie.


    Ich bin einigen Chihuahuas begegnet, die ein ähnliches Verhaltensmuster an den Tag legen.


    Wie kommt man an so einen Hund ran? Ich will nicht sagen das wir keine Bindung haben, aber nicht die wie ich sie zum Rüden habe. Ich würde gerne genau so viel mit ihr arbeiten und trainieren wie mit ihm. Ich würde mir wünschen, das sie genau so einen Spaß mit mir hat wie der Rüde.


    Wie kann ich ihr endlich dieses komplett positive vermitteln?


    Versteht jemand was ich meine? :???:


    Danke und liebe Grüße

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  • Vielleicht ist sie einfach nicht der Typ Hund dafür?
    Nicht alle Hunde wollen mit ihren Menschen arbeiten, und du hast doch keine wirklichen Baustellen, dass du das mit ihr müsstest. :)

  • Was genau ist denn deine Frage?


    Wie bekomme ich sie ruhiger?
    Wie bringe ich sie zum besser Fressen?
    Wie bekomme ich sie lernbereiter?

    Eine davon vielleicht?
    Ich weiß auch noch nicht ganz was du von ihr möchtest.


    Zitat

    Sie erschreckt sich schnell, ist teilweise unsicher und legt manchmal eine Dominanz an den Tag, die ihr gefährlich werden könnte. Ihr Nervenkostüm ist gleich null.


    Dieser Teil lässt mich davon ausgehen, dass ihr Ruhe fehlt, bzw. die Sicherheit, dass sie sich nicht um alles selbst kümmern muss. Wie gehst du denn mit ihr um? Ich würde an deiner Stelle alles für sie regeln, so das sie sich ganz sicher sein kann, dass die andere Hunde nie selbst abwehren muss, bzw. dass sie sich in deiner Nähe entspannen kann, weil du sie abschirmst.

    Elli,
    mit
    Etti (Terriermix, geb.: 2012)
    & Alf (Boxermix, geb.: 2014)


    +++++im Hundehimmel++++++++
    Luna (Schäferhundmix)
    Hucky (Mischlingsmix)
    Sharek (Pudel)

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  • Hallo!


    Ich hab auch einen Chi-Mix-Rüden.
    Er ist aber zum größten Teil Chi.
    Seine Eltern sind Chis aber es gab im Stammbaun mal einen Papillon und einen Zwergpinscher.


    Ich muss echt sagen, Chis sind keine einfachen Hunde, so klein sie auch sein mögen.
    Meiner wiegt 3,3 Kilo und ist jetzt etwas über 2 Jahre alt.


    Er ist ein extremer Sturkopf.


    Er lernt aber auch sehr schnell.
    Mir 6 Monaten konnte er bereits Sitz, Platz, Pfote, andere Pfote, beide Pfoten, durch die Beine laufe, Rolle, bleib und Futterbeutel perfekt.


    Das kann er auch heute noch.


    Aber er hat halt keine Lust drauf...


    Da er jetzt nicht mehr im Wachstum ist, ist seine Futtergier auch nicht mehr so groß.
    Als Welpe und Junghund hat er extrem reingehauen, jetzt lässt er sein bisher geliebtes Futter auch einfach mal stehen.


    Ich muss sagen, ich hab noch keine Möglichkeit gefunden, zu diesem Hund vorzudringen.
    Er hat kein Interesse an Speilzeug, kein Interesse an gemeinsamen Spielen mit mir, kein besonders großes Interesse an Leckerchen.


    Er ist echt eigenwillig.


    Er läuft 90 % ohne Leine aber er läuft dann sehr weit vor.
    Manchmal seh ich ihn nur noch ganz klein am Horizont... :verzweifelt:


    Aber er kommt dann schon wenn ich ihn rufe.


    Jedoch rennt er dann gleich wieder los weil er einfach diese Distanz haben möchte.


    Er hört schon zuverlässig auf "Stopp" und auf den Rückruf aber diese Distanz,die er haben möchte, nervt schon...


    An der 5-Meter Flexi oder Schleppleine zerrt er dann meist weil er einfach weiter weg möchte.
    Ansonsten läuft er in der Stadt oder an anderen Orten recht brav bei mir.


    Nur möchte er halt in der gewohnten Umgebung oder an Wiesen und übersichtlichen Wegen einfach vorlaufen.


    Er braucht auch einfach sehr viel körperliche Auslastung.
    KO ist er nach einem 2-stündigen Spaziergang selten.


    Außer es sind noch andere Hunde dabei, mit denen er ausgiebig tobt.


    Es ist einfach echt schwierig, zu so einem Sturkopf durchzudringen... :/


    Seine Lieblingsbeschäftigungen sind schnüffeln, markieren, scharren, nach anderen Hunden sehen, vorlaufen.


    Nur zu Hause ist er anhänglich und schmust oder such Kontakt zu mir. Aber auch nicht im Übermaß.


    Vielleicht hat ja noch jemand Tipps für uns, ich würde mich sehr freuen!


    Liebe Grüße, Favole


  • Ich auch.
    Deshalb bleib ich hier dran und les mal mit, wie sich andere das erklären.


    Es gibt sicher Fälle von "Kind in den Brunnen gefallen". (Wenn ein Chi zB anfangs wie ein Meerschweinchen gehalten wurde - kann er sich draußen in der Welt uU sein Leben lang unsicher fühlen.)
    Ich neige dazu, es den Menschen, seinen Haltungsbedingungen, zuzuschreiben.
    Aber ich denke, es gibt auch ein paar rassebedingte "Problemzonen", zB die Winzigkeit - die einen auch verleitet, 'nen Auge zuzudrücken bei der Erziehung (bzw. diese evt. gar nicht anzugehen |) , sprich eine Art Teufelskreislauf?

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Hallo!
    Idefix ist auch ein Chi-Mix (Chihuahua-Papillon). Jetzt lese ich hier, wie sich die "Baustellen" gleichen. Zwar habe ich den Vorteil, dass er verfressen ist und man prima mit ihm arbeiten kann. Trotzdem hatte ich immer das Gefühl, nicht zu ihm vorzudringen. Er ist einfach kein Hund der unbedingt mit mir zusammen etwas tun möchte. Kein Lecker - keine Begeisterung. Jahrelang habe ich neidisch die anderen Hundesportler beobachtet. Die "Sage", dass ein Hund, der nicht gerne mit Dir zusammenarbeitet keine Bindung zu Dir hätte, hat die Situation auch nicht gerade verbessert. Nach 7 (!!) Jahren habe ich dann eingesehen, dass er einfach kein Arbeitshund ist und er wirklich am Liebsten schnüffeln geht, scharrt, einen grossen Abstand beim Spaziergang hat und hin und wieder vorbeischaut, ob noch alles gut ist. Und nachdem ich es eingesehen habe ist unser Verhältnis viel besser und leichter geworden. Mein Hund zeigt seine Bindung nicht durch Arbeitsfreude, sondern kommt zu mir, lässt sich kurz streicheln (hebt mir wie eine Katze den Rücken entgegen) und geht dann beschwingt weiter.
    Vielleicht ist Deine Hündin ähnlich gelagert? Ich habe zumindest ein viel besseres Bindungsgefühl zu Idefix als vorher, als ich noch (wahrscheinlich einfach zu verbissen) Unterordnung usw. gemacht habe. Ich konnte mich früher auch über den Hundesport nicht so wirklich freuen, weil ich wusste, dass es Idefix nur um die Wurst ging. Wenn Idefix jetzt auf dem Gassi bei mir vorbeischaut, sehe ich es als ein Geschenk und kann mich richtig freuen. Auch wenn mein Hund nicht um mich herumscharwenzelt und etwas mit mir machen will.
    Das war jetzt viel Text für mich, aber vielleicht hilft er? Lass die Hündin zu Dir kommen, und schau nach den kleinen Geschenken, die sie Dir macht.
    LG wünscht Julia

  • @all: Danke für Eure Mühe...


    Zitat von "Ayumix33"

    Vielleicht ist sie einfach nicht der Typ Hund dafür?
    Nicht alle Hunde wollen mit ihren Menschen arbeiten, und du hast doch keine wirklichen Baustellen, dass du das mit ihr müsstest. :)


    Hm.... aber jeder Hund braucht doch mehr Beschäftigung als insgesamt vielleicht 3-4 Stunden am Tag zu laufen und sich den Rest des Tages irgendwo hinzukuscheln und streicheln lassen?


    Zitat von "ElliUndEtti"

    Wie bekomme ich sie ruhiger?
    Wie bringe ich sie zum besser Fressen?
    Wie bekomme ich sie lernbereiter?


    Elli und Etti das trifft es so ziemlich genau auf den Punkt. Genau diese Dinge möchte ich gerne erreichen. Finde aber den Weg dahin nicht, da ich nicht weiß auf welcher Basis unsere Kommunikation statt finden soll. Leckerli nimmt sie keine und ein einfaches "suuuper" lässt sie schon wieder so aufdrehen, das mit Ruhe und Gelassenheit wenig ist. Außerdem weiß ich nicht ob das Lob auch wirklich als solches bei ihr ankommt.


    Zitat von "BigJoy"

    Aber ich denke, es gibt auch ein paar rassebedingte "Problemzonen", zB die Winzigkeit - die einen auch verleitet, 'nen Auge zuzudrücken bei der Erziehung (bzw. diese evt. gar nicht anzugehen , sprich eine Art Teufelskreislauf?


    Mein Problem hier ist, das ich sie immer extrem sanft behandle, was meine Aussprache, Bewegung und Körperhaltung betrifft, weil ich mir einbilde sie wäre so scheu und zerbrechlich. Also widersprüchlich der Grundlage ihr Sicherheit zu vermitteln.


    Zitat von "idefixchen"

    (hebt mir wie eine Katze den Rücken entgegen)


    Ja das kenne ich auch nur zu gut...und schleicht mir um die Beine wie eine Katze... :???:


    Ich will ja nicht das sie sich zu Tode arbeiten muß, aber gewisse Dinge wie Platz, Bleib, Steh und Fuß wären immer Alltag sehr hilfreich und das müsste man doch eigentlich von jedem Hund erwarten können?

  • Hier lese ich mal mit, ausführlich kann ich später erst Antworten. Henry ist zum Glück mit Käse leicht zu motivieren, wir machen Agility und Unterordnung. Mit Spielen motivieren ist allerdings kaum möglich. Sehr eigen ist er noch dazu.
    Ansonsten ist Henry vom Verhalten her wie Idefix.
    Aktuell überlege ich sogar, ob ich nach unserem aktuellen Kurs im Agi noch weiter mache oder ob henry nicht sogar mit nur spazieren gehen zufriedener ist.

  • Zitat von "BonnysSam"


    Hm.... aber jeder Hund braucht doch mehr Beschäftigung als insgesamt vielleicht 3-4 Stunden am Tag zu laufen und sich den Rest des Tages irgendwo hinzukuscheln und streicheln lassen?


    Denke ich nicht, es kommt auf den Hund an. Ich denke es gibt auch Hunde, die zufrieden sind mit nur spazieren gehen. Ich trainiere zwar mit meinen Hund zur BH Prüfung, merke aber immer dass er auch das reine Gassi gehen sehr genießt und er scheint nicht zu vermissen. Vielleicht sind da aber Chihuahuas anders? Offenbar brauchen die sehr viel Bewegung, denn mit 3 - 4 Stunden ist mein Hund komplett ausgelastet auch wenn ich daneben nichts mache.

  • Zitat von "Einstein51"

    Ich trainiere zwar mit meinen Hund zur BH Prüfung, merke aber immer dass er auch das reine Gassi gehen sehr genießt und er scheint nicht zu vermissen


    Ja mit dem Rüden arbeite ich auch auf die BH Prüfung hin. Deshalb wäre dieser auch mit Spaziergängen ausgelastet, weil wir eine Basis haben.


    Auch Du hast die Basis mit Deinem Hund, weil Du Dich auf ihn verlassen kannst. (unterstelle ich mal so wegen dem BH)


    Bei Bonny habe ich oft das Gefühl das sie einfach nur neben uns läuft, anstatt mit uns gemeinsam. Ich habe das Gefühl das sie mich nicht versteht und ihr Vertrauen in mich begrenzt ist.


    Sie fällt definitiv zu viele eigene Entscheidungen. Weshalb ich in der Erziehung immer wieder auf ihr Wohlgefallen angewiesen bin.


    Wir haben nach der Rudelführer Methode trainiert (wg. dem Rüden) ohne Schmerzen zu bereiten und ohne sonstige Hilfsmittel. Ob das gut oder schlecht für sie war sei dahin gestellt, aber sie mußte denken und war auch ruhiger in dieser Zeit. Die ganze Rudelführer Sache und was damit zusammenhängt habe ich aus versch. Gründen über Bord geworfen. Und so arbeite ich mit beiden Hunden wieder ausschliesslich mit positiver Bestärkung.


    Ich habe wirklich einiges durch, was Hunde betrifft und bin bestimmt nicht so ganz unerfahren. Aber die kleine Lady bringt mich wirklich an meine Grenzen...

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