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Unkastrierter Rüde plötzlich aggressiv?

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    Hallo!
    Eigentlich hatten wir bisher keine Probleme mit unserem Mischlingshund. Er ist ziemlich genau 5 Jahre alt und unkastriert. Die Pubertät Haben wir überstanden. Er ist ausgeglichen, ruhig, sensibel und leicht zu lenken. Sprich er hört gut und hat ein stabiles Wesen. An der Leine knurrt er schon mal andere Rüden an. Seit ein paar Monaten grummelt er auch im Freilauf jüngere unkastrierte Rüden an und zeigt mit klarer Körpersprache dass er älter ist und 'das sagen' hat. Allein das hat mich schon etwas verunsichert obwohl es nie gefährlich wurde und ja auch normales hundeverhalten (?) ist.
    Vorgestern nun hat er einen jüngeren unkastrierten rüden gebissen, der ihn angeknurrt hat. Ok, dachte ich mir, unschön, aber war halt ne Rauferei. Und heute stürmt mein Hund im Freilauf auf einen anderen unkastrierten rüden zu, wird langsamer, sie beschnuppern sich und mein Hund stellt sich schräg hinter den Hund (also quasi nach hinten versetzt neben dem anderen Hund) und springt von hinten auf ihn und fängt gleich an zu kämpfen. Kein besteigen sondern ein Angriff. Dem anderen Hund ist Gott sei dank nichts passiert, aber ich bin fix und fertig und weiß nicht warum mein Hund plötzlich so etwas macht.
    Hat jemand von euch eine Idee woran sein Verhalten liegen könnte? Ich möchte nicht voreilig kastrieren lassen ohne zu wissen ob sein Verhalten sexuell orientiert ist.
    Ach ja, vorher auf dem Weg hat mein Hund wohl eine Spur einer läufigen Hündin gerochen. Es schien zumindest so, da er dieses typische pfützchen-schnuppern-schlecken-drüber-markieren gemacht hat.


    Danke euch schon mal!

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  • Hallo Amelie,


    Deine Beschreibung liest sich nicht so, als sei die Aggression Deines Hundes plötzlich aufgetreten. Er knurrt (schon immer?) ab und zu andere Hunde an der Leine an, seit einigen Monaten auch im Freilauf, dann hat er auf eine Provokation reagiert, schließlich selbst angegriffen. Das Verhalten baut sich also seit langem auf/aus.
    Auch der gestrige Angriff geschah nicht aus heiterem Himmel, schon das Zustürmen auf einen fremden Hund ist z.B. aus Hundesicht sehr unhöflich.


    Aggression an sich ist (je nach Kontext) völlig normales Hundeverhalten. Aber: wir leben allzu häufig in einem Lebensumfeld, in dem Aggression Artgenossen gegenüber schlecht tragbar ist. Darum ist es Deine Aufgabe, Deinem Hund ein Alternativverhalten beizubringen, wie er an der Leine Rüden anders begegnen kann, wie es an der Schleppleine und schließlich im Freilauf funktioniert.


    Aus Deinem Beitrag ist mir nicht klargeworden, wo der Freilauf stattgefunden hat - freie Natur oder Hundewiese? Deine Beschreibung von "er zeigt gerne mal jüngeren Rüden, dass er das Sagen hat" klingt nach letzterem.

    Viele Grüße
    von der Rotbuche


    Die Welt ist hier und jetzt.

  • Ist er gesund? Bewegungsapparat? Schmerzen?


    Dafür muss der Hund nicht sichtbar humpeln oder so was!


    Manche Hunde fangen an sich in Prügeleien zu begeben, wenn etwas "schwelt", was ihnen zu schaffen macht. Gerade bei erwachsenen Hunden, die jahrelang unauffällig waren (war er doch?), geht der erste Gedanke immer in Richtung gesundheitliche Probleme und Schmerzen.


    Achja, ein normaler Tierarzt wird Dir nicht sagen können, ob der Schmerzprobleme am Bewegungsapparat hat. Dafür muss man zum Spezialisten ;)


    Viele Grüße
    Corinna

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  • Hallo,


    ich habe hier auch einen unkastrierten Rüden. Bis vor einiger Zeit hat er in jedem anderen Hund einen Spielkameraden gesehen. Nun ist er erwachsen. Andere Hunde interessieren ihn weniger und wenn er bedrängt wird knurrt er schon mal. Zu einer Prügelei ist es noch nicht gekommen. Ich weiß das zu verhindern. Er lässt sich allerdings auch ohne Probleme abrufen, immer. So kann ich frühzeitig reagieren oder im Notfall eingreifen, denn wenn es mal Ernst werden sollte ist mein Hund direkt bei mir und nicht hunderte Meter entfernt.
    Ich erwarte von einem ausgewachsenen Rüden nicht das er sich wie ein verspielter Junghund benimmt. Hundewiesen meiden wir und wenn wir doch mal eine überqueren bleibt mein Hund in meiner Nähe und ich peile erst einmal die Lage. Je nach dem darf er natürlich zu anderen hin und manchmal entwickelt sich eine Spiel. Ich habe aber ein Auge drauf und wenn ich mir nicht sicher bin gehen wir weiter.
    Das er auf andere zugeht um zu provozieren lasse ich nicht zu. Das war aber bisher nicht nötig.


    LG Terrortöle

  • Mein Wuschli war auch von heut auf morgen plötzlich wie ausgewechselt, in seinn verhalten anderen Hundedn ,ja allem gegenüber , als er noch intakt war..
    bei ihm war es eine HOdenentzundung,welche ich aber erst bemerkt habe ,als die hoden angeschwollen waren, :(
    Hat dann von Doc Medis bkommen, und sobald wie es ging wurde er kastriert.

    liebe grüsse von manu und Vierbeiner
    sentagirl (DSH-Huskymix) *etwa1992 -† 28.12.2005
    Sammybear(Boxer-Staffmix) *2.11.1997-† 11.12.2011
    Rocco (RS-Labimix)* 27.01.2010


    das Wuschelmonster mit Bildern

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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  • Danke für eure antworten!


    Die Situation war auf einem spazierweg, also nicht auf einer Hundewiese. Auf Hundewiesen gehen wir nur selten, er ist nicht mehr so verspielt und spielt eigentlich nur mit 'seinen Freunden' mit denen wir eh oft spazieren gehen.
    Ich hab mich jetzt mit einigen über die gestrige Situation und die Veränderungen der letzten Jahre gesprochen und wir werden wieder mit einem Hundetrainer mit ihm arbeiten und zusätzlich eine Kastration mit dem Tierarzt besprechen. Ich denke sein Verhalten war sexuell motiviert, allerdings ändert eine Kastration nicht meine Eingriffmöglichkeit auf meinen Hund. Nach der begleithundeprüfung vor 4 Jahren hat sich durch ein neues Familienleben mit Babys bzw. Kindern der Alltag eingeschlichen und dem Hund fehlen doch vielleicht ab und zu klare Signale meinerseits. Also arbeiten. ;)

  • Zitat von "AmelieH"

    .....Nach der begleithundeprüfung vor 4 Jahren hat sich durch ein neues Familienleben mit Babys bzw. Kindern der Alltag eingeschlichen und dem Hund fehlen doch vielleicht ab und zu klare Signale meinerseits. Also arbeiten. ;)


    Schön, daß Du´s selbst erkennst *gg Meine Antwort wäre nämlich gewesen: er tut´s, weil Du es nicht unterbindest.... Woher soll er wissen, daß er das nicht tun soll, wenn Du bislang nicht daran gearbeitet hast, wenn er leichte Anzeichen (Grummeln) von Unwohlbefinden gezeigt hat in solchen Begegnungs-Situationen. Aber Du kriegst das bestimmt wieder hin - Wenn man schonmal die Ursache kennt, ist alles Andere ja nur ne Frage der Zeit und Übung! ;-)

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    LG, BieBoss

    Biene - Zwergpudelmix - *7.2.2007 - Flächensuchhund

    Bossi - Jagd-/Foxterrier-Mix - *4.6.2006 - Spaßvogel ohne Abschaltknopf

    Frieda - Jagdterrine - *ca. 2001 + 30.7.2019 - für immer im Herzen

    Kater Moritz (rot getigert) - *ca. 2008 und Kater Mogli (Norweger-Mix, schwarz) *8.2010 + 29.5.2019


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