Passt ein Australian Shepherd zu mir?
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Mavie123 -
21. Juli 2014 um 15:31
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Zitat
Sie haben jedoch ein ein nicht zu unterschätzendes Aggressionspotential. Viele gehen im Zweifel erstmal nach vorne und denken dann erst nach. Klar kannst du einen Hund ans Pferd gewöhnen, aber auch da kenne ich mehr Aussies bei denen das schief gegangen ist als welche bei denen es funktioniert.
Das kann ich genau so bestätigen.
Ich habe zwei Aussies, die einen völlig verschiedenen Charakter haben: der ältere Rüde mag keine Kinder (und brauchte wirklich viel Training bis er gelassen an ihnen vorbei gehen konnte; "nur mal Streicheln" oder generell unbeobachteter Kontakt mit fremden Menschen geht bei ihm nicht), hat zwar Interesse an Sport, war im Agility aber nie überragend gut oder schnell (... was mir egal ist, aber jemand, der ehrgeiziger ist, wäre von ihm enttäuscht gewesen) und hasst das Laufen am Fahrrad wie die Pest. Er hat andere Stärken und ich finde ihn großartig, aber er ist definitv nicht der Typ Hund, den du dir wünscht.
Der Nachwuchshund dagegen würde das, was du vorhast, wohl mit Begeisterung mitmachen.
Das Problem ist halt, dass du - gerade beim Australian Shepherd - eine große Bandbreite von Eigenschaften in unterschiedlich starker Ausprägung hast. Natürlich kann man das mit der Wahl eines guten Züchters und passenden Linien eingrenzen, aber selbst innerhalb eines Wurfes sind die Charaktere häufig sehr unterschiedlich.Deshalb auch von mir der Tipp: Überleg dir einen Plan B, was du machst, wenn der Hund deinen Vater nicht zur Arbeit begleiten kann. Überleg dir eine Alternative zum Agility (Auch da gibt's nämlich viele Aussies, die mit einem so schnellen Sport nicht klarkommen und dann erst recht hibbelig und nervös werden!) und sei ehrlich zu dir, ob du damit leben kannst, dass dein Hund sich als Reitbegleithund nicht eignet und unter Umständen eine lange Zeit des Trainings benötigt, um "gesellschaftsfähig" zu sein.
Wenn das alles geklärt ist und du bereit bist, für den Hund Kompromisse einzugehen und vom ursprünglichen Plan deutlich abzuweichen, würde ich dir auch empfehlen, Züchter zu besuchen und möglichst ältere, erwachsene Aussies aus vorherigen Würfen kennenzulernen. Frag die Besitzer aus, die meisten können stundenlang über ihre Hunde reden.

Aussies sind wunderbare Hunde, aber sie sind keine unkomplizierten "Mitläufer" und auch nicht die "nichtjagenden, kinderlieben Reitbegleit- und Familienhunde", als die sie gerne angepriesen werden. (Und wenn der Züchter das behauptet, wäre ich sehr, seeehr vorsichtig, dort einen Hund zu kaufen...)
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Hi,
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Schreib doch am besten Mal warum du einen Aussi willst. Welche Eigenschaften gefallen dir an ihm? Was schreckt dich eher ab?
Und generell was wünscht du dir von dem Hund? Was wäre ein no-go?
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Das kann ich genau so bestätigen.
Ich habe zwei Aussies, die einen völlig verschiedenen Charakter haben: der ältere Rüde mag keine Kinder (und brauchte wirklich viel Training bis er gelassen an ihnen vorbei gehen konnte; "nur mal Streicheln" oder generell unbeobachteter Kontakt mit fremden Menschen geht bei ihm nicht), hat zwar Interesse an Sport, war im Agility aber nie überragend gut oder schnell (... was mir egal ist, aber jemand, der ehrgeiziger ist, wäre von ihm enttäuscht gewesen) und hasst das Laufen am Fahrrad wie die Pest. Er hat andere Stärken und ich finde ihn großartig, aber er ist definitv nicht der Typ Hund, den du dir wünscht.
Der Nachwuchshund dagegen würde das, was du vorhast, wohl mit Begeisterung mitmachen.
Das Problem ist halt, dass du - gerade beim Australian Shepherd - eine große Bandbreite von Eigenschaften in unterschiedlich starker Ausprägung hast. Natürlich kann man das mit der Wahl eines guten Züchters und passenden Linien eingrenzen, aber selbst innerhalb eines Wurfes sind die Charaktere häufig sehr unterschiedlich.Deshalb auch von mir der Tipp: Überleg dir einen Plan B, was du machst, wenn der Hund deinen Vater nicht zur Arbeit begleiten kann. Überleg dir eine Alternative zum Agility (Auch da gibt's nämlich viele Aussies, die mit einem so schnellen Sport nicht klarkommen und dann erst recht hibbelig und nervös werden!) und sei ehrlich zu dir, ob du damit leben kannst, dass dein Hund sich als Reitbegleithund nicht eignet und unter Umständen eine lange Zeit des Trainings benötigt, um "gesellschaftsfähig" zu sein.
Wenn das alles geklärt ist und du bereit bist, für den Hund Kompromisse einzugehen und vom ursprünglichen Plan deutlich abzuweichen, würde ich dir auch empfehlen, Züchter zu besuchen und möglichst ältere, erwachsene Aussies aus vorherigen Würfen kennenzulernen. Frag die Besitzer aus, die meisten können stundenlang über ihre Hunde reden.

Aussies sind wunderbare Hunde, aber sie sind keine unkomplizierten "Mitläufer" und auch nicht die "nichtjagenden, kinderlieben Reitbegleit- und Familienhunde", als die sie gerne angepriesen werden. (Und wenn der Züchter das behauptet, wäre ich sehr, seeehr vorsichtig, dort einen Hund zu kaufen...)
Würd ich genauso unterschreiben!

Meiner läuft übrigens sehr gerne am Rad, am Pferd war er noch nicht mit, aber im Stall oft, und das ist für ihn dermaßen stressig, dass ich es erstmal gelassen hab, weil ich Angst hatte dass er mir einen Nervenzusammenbruch kriegt. Er ist gsd kein Hund der nach vorne geht, sonst hätte ich vl schon Probleme bekommen. So hab ich halt durch Beobachten gesehen, dass es ihm viel zu stressig ist (und er ist von klein auf dabei, ich hab versucht ihn langsam zu gewöhnen). Ich nehm ihn jetzt seit ein paar Monaten nicht mehr mit, damit er das mal so gut es geht vergisst, und fange dann von ganz klein auf an ihn wieder mitzunehmen, wenn man nichts los ist, Nachts oder so.
Möglich ist alles, aber ich denke du müsstest dich da für einige Kompromisse bereit machen, deshalb würde ich es mir gut überlegen und gegebenen Falls doch noch mal ein paar andere Rassen anschauen.
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danke, Du hast so ungefähr die wesentlichen Punkte angesprochen!

Vielleicht würde es ja die Sache vereinfachen wenn ihr nach einem erwachsenen Hund sucht
So könntet ihr am Individuum schauen ob es passt oder nicht und mit eurem Aussie glücklich werden. -
Du bräuchtest einen robusten Hund mit vorzugsweise schlankem Körperbau, der gleichzeitig aufgeweckt und eine coole Socke ist.
Er soll immerhin im Sport geführt werden, viel Action und Input vertragen, aber auch gleichzeitig gelassen und freundlich im Umgang mit Pferden und Fremden sein.Du läufst bei jedem Welpen Gefahr, daß er sich nicht wie gewünscht entwickelt und Du Abstriche machen mußt. Ein erwachsener Hund ist da schon leichter einzuschätzen. Ich würde in eurem Fall eher nach dem passenden Hund suchen, statt nach einer passenden Rasse. Sonst hast Du am Ende zwei Hunde, die die gewünschten Aktivitäten nicht mitmachen mögen oder können.
Auch die Vorstellung ein Welpe würde sich automatisch in die gewünschte Richtung entwickeln, nur weil er im entsprechenden Umfeld aufwächst, ist m. E. falsch. So manch ein Tierheiminsasse kann da ein Lied von singen.
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Mhh, das Thema hat sich wohl erledigt, da die TE gelöscht ist.
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Hat wohl nicht die Antworten bekommen die sie wollte
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Haha, hier im Forum bekommt man eh den Eindruck, der Aussie passt zu niemandem, außer zu denen, die schon einen habe.

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Zitat
Haha, hier im Forum bekommt man eh den Eindruck, der Aussie passt zu niemandem, außer zu denen, die schon einen habe.

Und der Pudel passt zu jedem

Naja ich habe weder dazu noch dagegen geraten....
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Zitat
Haha, hier im Forum bekommt man eh den Eindruck, der Aussie passt zu niemandem, außer zu denen, die schon einen habe.

Nein, das stimmt so nicht. Man sollte halt nur wissen was passieren KANN. Was glaubst du wieviele Aussies im Tierheim sitzen weil man ihre "Aggressivität" unter dem Plüsch unterschätzt hat.
Hätten wir mal genauer nachgedacht hätten wir vermutlich auch keine Aussies. Jetzt sind aber unsere Lebensumstände aber so, dass wir für alle die beste Lösung haben. Ich stelle mir einen ernsthaft wachenden Aussie in einer kleinen, hellhörigen Wohnung in der Stadt etwas schwierig vor.Ich finde Aussies sind ganz schöne Wundertüten. Selbst wenn man viel Linienforschung betreibt können sich Wurfgeschwister enorm unterscheiden. Man sollte sich einfach nur darauf vorbereiten

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