Passt ein Australian Shepherd zu mir?

  • Zitat

    Ich habe diesen Text hier schon sehr oft rein gestellt, aber es bleibt einfach mein Lieblingtext zum Thema Aussie:

    http://nomro.de/yapp-yapp/

    Ich verstehe schon, was der Text meint.
    Das Bild vom unruhigen Aussie, der abdreht, kläfft und nix in Ruhe machen kann, hat ja genau bei diesen Geschichten seinen Ursprung. Allerdings kenne ich solche Aussies persönlich nicht. Jedenfalls nicht in Händen von Leuten, die ihre Hunde gewissenhaft bespaßen. Heißt: Qualität satt Quantität. Man muss halt ein gutes Maß finden und den Hunden von Anfang an auch Ruhe vermitteln. Ein bisschen von Beginn an mitdenken und aktiv werden reicht ja schon, dann klappts mit hoher Wahrscheinlichkeit auch mit dem Aussie als Ersthund.

    Meine Hunde verpennen den Tag zu 80%. Die merkt man garnicht und das ist auch gut so. :gott:
    Wenn ich was mit ihnen vorhabe, sind sie aber zu 100 % da (ohne kläffen! :p ) Danach wird wieder geratzt und gekuschelt.
    Hundeschule gibt es für meinen Dicken in der Woche ganze zwei Mal. Wir longieren und machen THS - jeweils zusammengerechnet 20 Minuten am Stück. Ansonsten begleitet er mich zum Joggen, in die Stadt, wir tricksen zwischendurch mal 5 Minütchen oder ist eben einfach nur Hund - ein toller Begleiter eben. Die Kurze bekommt grad erstmal nur eine vernünftige Grundausbildung und soll dann die BH machen. Danach - mal sehen.
    Wenn mal einen Tag nix passiert, weil ich krank bin oder es so mega heiß ist, wie die letzten Tage, ist das ok. Da steht keiner hechelnd vor mir und stresst rum. Und genau das erwarte ich von meinen Hunden.

  • Zitat

    Ich verstehe schon, was der Text meint.
    Das Bild vom unruhigen Aussie, der abdreht, kläfft und nix in Ruhe machen kann, hat ja genau bei diesen Geschichten seinen Ursprung. Allerdings kenne ich solche Aussies persönlich nicht. Jedenfalls nicht in Händen von Leuten, die ihre Hunde gewissenhaft bespaßen. Heißt: Qualität satt Quantität. Man muss halt ein gutes Maß finden und den Hunden von Anfang an auch Ruhe vermitteln. Ein bisschen von Beginn an mitdenken und aktiv werden reicht ja schon, dann klappts mit hoher Wahrscheinlichkeit auch mit dem Aussie als Ersthund.

    Genau das steht doch in dem Text!!!

  • Es geht doch um die Leute, die ihren Hunden eine Ersatzbeschäftigung fürs Hüten liefern wollen und dann mal vorsichtshalber ganz viel machen - am besten jeden Tag irgendwas anderes. Das ist NICHT im Sinne des Hundes. Son Schäfer macht ja , wie beschrieben, im Grunde auch nicht viel mit den Hunden - jedenfalls nicht dauerhaft. Da hat der gute Mann ja auch garkeine Zeit dafür. Er ist ja Schäfer und nicht hauptberuflich Hundehalter :D . Und darum gehts doch.
    Lieber eine Sache aussuchen, die dem Hund so richtig liegt und dann in Maßen trainieren, drauf achten, dass der Hund konzentriert und ruhig arbeitet - dann ist der Hund auch ausgelastet.

  • Zitat

    Und ich schau mir immer meine 10 Ausies an und denk mir, ich scheine wirklich nur Ausnahmehundehunde zu haben [...]


    Nein, keine Ausnahmehunde – die Zücherin meines zweiten Aussies hat auch ein Rudel aus knapp zehn Hunden zu Hause und führt die völlig problemlos. Natürlich kenne ich auch zahlreiche Aussiebesitzer, die nie ein Problem mit ihrem Hund hatten und absolut glücklich sind. Aber, und hier wiederhole ich mich, nur weil es diese positiven Beispiele gibt, heißt das noch lange nicht, dass es nicht auch ganz anders laufen kann. Diese "Bei mir klappt das aber!"-Haltung und die damit zusammenhängende Verallgemeinerung stößt mir sauer auf, sorry.

    Zitat

    Selbst die Hunde, die reine Arbeitslinie mit hohem Drive (und damit in den Augen mancher ja schon reine Agressions- Jagd- und Terriorialmonster) sind, kommen gut mit Menschen und Hunden aus, können überall frei laufen, sind immer abrufbar und laufen frei an Pferd und Fahrrad.


    Da fühl ich mich jetzt einfach mal angesprochen, weil ich die Funktion des Wachhundes in der Rassebeschreibung so hervorgehoben habe... ;) Ich finde nicht, dass Aussies "Aggressions- oder Terrotorialmonster" sind – es ist nur fatal für Erstaussiebesitzer, wenn ihnen von Züchterseite dieses Wachhund-Erbe der Rasse verschwiegen wird. Dass der Aussie als Hütehund besondere Bedürfnisse und rassetypische Eigenschaften hat, hat sich selbst bei Nicht-Rassekennern schon lange herumgesprochen, aber dieser Punkt, so kommt es mir zumindest vor, wird sträflich vernachlässigt. Vielleicht ist das eine Typfrage beim Hundekauf bzw. bei der Wahl einer passenden Rasse, aber mir ist es immer lieber, die Leute sind auf den "worst case" vorbereitet und werden positiv überrascht, als andersherum.

    Und der "worst case" ist beim Aussie nun mal ein Hund, der mehr Terretorialverhalten, mehr Schutztrieb und eine niedrigere Reizschwelle mitbringt, als der durchschnittlich gewünschte Familien- und Begleithund.

    Zitat

    Für mich sind Aussies genauso für Mehrhundehalter wie für Einsteiger geeingnet, mir ist für die Welpen viel wichtiger, dass die neuen Besitzer bereit sind, sich wirklich in die Erziehung des Hundes einzubringen und konsequent sind.


    Wenn ich dich nicht verwechsele, züchtest du Mini-Aussies, oder? Was machst du denn, wenn Interessenten explizit bei dir eine Welpenanfrage stellen, weil sie einen Hund suchen, der "lieber" ist, als die triebigen Arbeitslinien-Standardaussies? Oder wenn jemand sagt, er will auf jeden Fall eine bestimmte Sportart machen oder den Hund unbedingt mit ans Pferd nehmen? Oder noch kleine Kinder hat, die viel Besuch bekommen? Weist du dann darauf hin, dass sie sich mit einem Aussie da eventuell auf erhöhten Trainingsbedarf einstellen müssen (und mache Dinge vielleicht nie klappen werden) oder ist das für dich "nur" eine Frage von Konsequenz?

    (Das klingt jetzt sehr provokativ, so ist's aber wirklich nicht gemeint – ich finde das ganz ehrlich eine spannende Frage. :smile: )

  • Zitat

    Cool - das hab ich auch schon gedacht *lach*
    Und ich schau mir immer meine 10 Ausies an und denk mir, ich scheine wirklich nur Ausnahmehundehunde zu haben, die fast ganu dem entsprechen, was man sich von einem Aussie wünscht und sie sind weder eng miteinander verwandt, noch alle hier geboren, manche sind erst mit 6 Monaten oder 2 Jahren zu mir gekommen. Rüden wie Hündinnen sind soziale, temperamentvolle und immer arbeitswillige Hunde, die nicht rund um die Uhr bespaßt werden müssen, sondern eine ganz normale Grundausbildung und BH erhalten und dann entweder ins Agi, ins Fribee oder in die Hütearbeit gehen, je nach dem, wozu sie Spaß haben.
    Selbst die Hunde, die reine Arbeitslinie mit hohem Drive ( und damit in den Augen mancher ja schon reine Agressions- Jagd- und Terriorialmonster )sind, kommen gut mit Menschen und Hunden aus, können überall frei laufen, sind immer abrufbar und laufen frei an Pferd und Fahrrad.
    Und nein, sie müssen nicht jeden Tag arbeiten, ich muss sie nicht ständig auslasten, sondern sie dürfen einfach Familienhunde sein und den größten Teil des Tages faul im Wohnzimmer, auf der Terasse oder im Garten rumliegen :p
    Für mich sind Aussies genauso für Mehrhundehalter wie für Einsteiger geeingnet, mir ist für die Welpen viel wichtiger, dass die neuen Besitzer bereit sind, sich wirklich in die Erziehung des Hundes einzubringen und konsequent sind.
    Für unsichere *huuuuuch-uuuuiiiiiuiiiiui-oooohjjjjjeeee * Hundebesitzer sind sie allerdings in der Tat nicht geeignet, dafür sind sie viel zu smart.. :D :D


    und von einem Aussie erwartet man dass er beschützt, wacht, schnell reagiert, auch mal selbst entscheidet und jagt.

    Das ist nur oft nicht das was die Leute erwarten die sich einen Aussie zulegen weil er so hübsch ist.


    Natürlich ist auch ein Aussie ein Anfängerhund, wenn man denn weiss was man sich da ins Haus geholt hat.

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